Blockchain – Hype oder Innovation?

Kein Pitch, in dem dieses Wort fehlt. Kein Startup, das nicht eine Lösung damit plant. Keiner Technik wird soviel zugetraut wie ihr. Gleichzeitig ist keine so geheimnisumwittert. Wenn es in den letzten Jahren ein Buzzword der Gründerszene gegeben hat, dann ist es die Blockchain. Ihr traut man (fast) alles zu. Sie kann die Welt aus den Angeln heben. Aber nur wenige wissen wirklich, was hinter dem Wort steckt – und wie man die Technik sinnvoll einsetzen kann …

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Die Macher des Events

Als ich hörte, dass IT Stadt Koblenz einen Vortrag zu dem Thema Blockchain organisiert, war ich sofort Feuer & Flamme. Wann hat man schon die Gelegenheit, das eigene Wissen zu einer solch sagenumwobenen Technologie aus erster Hand zu erweitern? Eben!
Das Ganze fand am 28.11.2018 in den Räumlichkeiten des Technologiezentrums (TZK) Koblenz statt. Zu dem Event hatten – neben der IT Stadt Koblenz  – die Gesellschaft für Informatik e.V. sowie das Netzwerk ITK & Neue Medien (IHK Koblenz) eingeladen.
Und man hatte kompetente Vortragende für den Abend verpflichtet:
Maximilian Weigel (CTO) und Holger Heinz, beide von Blocklink AG Koblenz (hier der Link auf die Website). Wie der Firmenname schon verrät: dieses noch junge Startup aus Koblenz weiß, was Blockchain ist – und wie man sie einsetzen kann.

Vortrag im Technologiezentrum

Zu dem Vortrag im TZK hatten sich rund 45 Interessierte eingefunden. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden der IT Stadt Koblenz, Ralph Brubach, ging es „ans Eingemachte“.

Einem größeren Publikum bekannt geworden ist die Blockchain vermutlich im Jahr 2008, als die digitale Währung Bitcoin von sich Reden machte. Und hier liegen auch – irgendwie – die Wurzeln: es geht bei der Technologie darum, eine zuverlässige Aufzeichnung von Dingen zu etablieren und zu gewährleisten. Die Blockchain stellt dabei sicher, dass die Daten nicht verändert werden und auch, dass die Daten für alle Verfügbar sind.

Man spricht dabei von einem Konsens innerhalb des Netzwerks. Dieser Konsens ist auch einer der Hauptunterscheidungsmerkmale zu „klassischen“ Datenhaltungen: es gibt keine zentrale Stelle, keinen „Admin“ oder ähnliches, der als letzte Autorität fungiert. Das System (oder die Mehrheit im System) stellt die Richtigkeit von Daten & Transaktionen fest und garantiert deren Integrität. Dabei ist das Design der Blockchain so aufgebaut, das sowohl die Daten selbst als auch die Transaktionen in der Blockchain gespeichert werden. Kryptographie stellt dabei sicher, dass keine Manipulationen vorgenommen werden können (oder nur mit einem Aufwand, der ein solches Unterfangen von vornherein sinnlos werden lässt).

Fazit

Die Fragen aus dem Publikum zeigten, dass das Interesse am Thema Blockchain groß ist. Sie machten jedoch auch deutlich, dass Vertrauen in die Blockchain erst noch aufgebaut werden muss. Mit Interesse wurden dabei die Bemühungen der öffentlichen Hand – beispielsweise in Schweden – zur Kenntnis genommen.

Darum schließt dieser Artikel mit einem Zitat aus dem Vortrag von Maximilian: „Die Chancen und die Probleme sind gewachsen.

Autor: Peter Winninger

Blogger aus Leidenschaft, Wandersmann, Social-Media-Begeisterter. In der Region Mayen-Koblenz verwurzelt, bei einem IT-Unternehmen in Koblenz beschäftigt und irgendwie auch im kommunalen Umfeld unterwegs.

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