Lange Nacht der VHS: Fünf Tools helfen, Fake News zu erkennen

In der Flut der Informationen den Überblick nicht zu verlieren, ist nicht einfach. Und wahre von unwahren Nachrichten zu unterscheiden, wird immer wichtiger. Doch wie macht man das: Fakten von Fake News unterscheiden? Einen guten Einstieg in das Thema gab es kürzlich bei der Langen Nacht der Volkshochschulen in Koblenz.

Lange Nacht der Volkshochschulen mit hochwertigem Programm

Am 20.09.2019 fand in Deutschland die erste Lange Nacht der Volkshochschulen statt. Im Rahmen des 100jährigen Geburtstags luden bundesweit die Volkshochschulen zu einem bunten Schnupperprogramm ein. Das Motto lautete:

„zusammenleben. zusammenhalten“

Auch die Volkshochschule (VHS) Koblenz hat mitgemacht und mit den beiden Vorträgen

  • Fakten vs. Fake News: Erkennen Sie den Unterschied?!
  • Wahrheit braucht Zeit. SWR Nachrichtenjournalismus hautnah.

die Grundlage für diesen Beitrag gelegt.

Fakten vs. Fake News: Erkennen Sie den Unterschied

Im ersten Teil des Abends ging Maresa Getto von der VHS Koblenz auf die Grundlagen von Fake News ein: Wo kommt der Begriff her? Wofür steht er (und wofür nicht?).

Der wesentliche Schwerpunkt war das Erkennen von Fake News. Denn viele dieser Nachrichten folgen einem einheitlichen Schema.

Der Vortrag von Maresa Getto als PDF-Download!

Natürlich kann man die Informationen aus einem so umfangreichen Vortrag nicht so einfach 1:1 in einem Blogartikel wiedergeben. An dieser Stelle daher ein dickes „Dankeschön!“ an Maresa: Sie hat mir dankenswerterweise das Handout zu Ihrem Vortrag zur Verfügung gestellt und wir dürfen es hier im Blog von Koblenz Digital für Euch bereitstellen: Hier der Link zum PDF-Dokument.

Wahrheit braucht Zeit. SWR Nachrichtenjournalismus hautnah

Im Anschluss gewährte David Rühl vom SWR einen Einblick in die Arbeit einer Nachrichtenredaktion. Beeindruckend war hier schon allein der schiere Input, der von Presse-Agenturen tagtäglich in den Studios der öffentlich-rechtlichen Redaktionen aufläuft. Und dieser Input muss von dem fünfköpfigen Team gesichtet, bewertet und gegebenenfalls weiterverarbeitet werden, bis am Ende ein Betrag in den TV-Nachrichten herauskommt.

Fünf Tools, die Dir beim Faktencheck helfen

Nun kann natürlich nicht jeder von uns auf eine fünfköpfige Redaktion zurückgreifen. Aber bei der einen oder anderen Nachrichten sollte man mit Hilfe von Tools schon mal genauer hinschauen.
Los geht es mit dem Klassiker:

1. Die Google Bildersuche

Diese Tool ermöglicht es, nach dem Vorkommen eines Bildes im Web zu suchen. Gerade bei reißerischen oder an die Gefühle appellierenden Fotos kommt es häufig vor, dass diese gar nicht mit der Nachricht oder dem Posting zusammen hängen.

2. Hoax-Search

Wer einen Blick auf schon als Hoax (= Falschmeldung) enttarnte Nachrichten werfen möchte, ist bei dieser Suchmaschine in guten Händen.

Auf diesem Weg kann man sich unter Umständen auch eigene Recherchen schenken.

Tipp: einfach mal in dem Suchfeld „Koblenz“ eingeben: wer hätte gedacht, dass es selbst bei uns so vielen Hoax gibt ..?

3. YouTube DataViewer

Was die Googlebilder-Suche für Fotos macht leistet der Youtube DataViewer für Videos. Das Tool wird von Amnesty International bereitgestellt. Im Suchfeld eine YouTube-URL eingeben und das Tool zeigt zunächst allgemeine Infos: Titel, Text, Video-ID, Upload-Datum und -Zeit. Zusätzlich werden die Thumbnails des Videos bereitgestellt und ein Link zur Google Bildersuche: so kann man bequem prüfen, ob das Video eventuell schon einmal in dieser oder ähnlicher Form veröffentlicht wurde.

4. Accountanalysis (Twitter)

Mit dem nächsten Tool kann man Twitter-Accounts überprüfen. Gerade in sozialen Netzwerken kommt es häufiger vor, dass Fakeaccounts angelegt werden. Accountanalysis hilft Dir dabei, diese auf Twitter zu erkennen, indem der Account systematisch ausgewertet wird. Kleiner Nachteil: man muss sich mit dem eigenen Twitter-Account anmelden.

5. SWR Fakefinder

Das letzte Tool kommt vom SWR: der SWR Fakefinder. Hier geht es darum, spielerisch an das Thema herangeführt zu werden und für typische Fakemerkmale sensibilisiert zu werden. Ist zwar eher für das jüngere Publikum ausgelegt, aber mir hat es auch Spaß gemacht.

Hast Du noch einen Tipp für uns?

Wie steht es mit Dir? Kennst Du ein Tool, das Dir bei der Prüfung von Nachrichten und deren Wahrheitsgehalt hilft? Dann hinterlasse doch einen Kommentar mit einem Link.

Autor: Peter Winninger

Blogger aus Leidenschaft, Wandersmann, Social-Media-Begeisterter. In der Region Mayen-Koblenz verwurzelt, bei einem IT-Unternehmen in Koblenz beschäftigt und irgendwie auch im kommunalen Umfeld unterwegs.

4 Kommentare zu „Lange Nacht der VHS: Fünf Tools helfen, Fake News zu erkennen“

  1. Ein Fakenews Quiz v.a. für jüngere Menschen https://www.handysektor.de/artikel/fakt-oder-fake-das-handysektor-fake-news-quiz/

    Eine Anleitung zum Fake-news-Check gibt es hier: https://www.anwalt.org/fake-news-erkennen/
    Das tutorial der Tagesschau ist auch zu empfehlen: https://www.tagesschau.de/faktenfinder/tutorials/fakenews-erkennen-tutorial-101.html
    Google Bildersuche allein ist imho nicht zielführend. Hier https://www.prepostseo.com/de/reverse-image-search werden drei Bildersuchmaschinen in einer Suche zusammengeführt (Yandex, Bing, Google). Zusätzlcih sollte auch bei http://www.tineye.com/ gesucht werden. Und wer Chunesisch kann auch bei Baidu… kleiner Scherz….http://image.baidu.com/
    Noch besser ist https://app.copytrack.com/register einst aber eher für die Suche nach Urheberrechtsverletzungen gedacht.

    Gefällt 1 Person

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