Wie meistern wir die Digitalisierung? BusinessCamp Bonn der Telekom – Vol. 2

Die digitale Transformation betrifft uns alle. Und gerade weil die gesamte Gesellschaft gefordert ist, müssen Start-ups und kleine / mittelständische Unternehmen (KMU) rasch Antworten auf den digitalen Wandel finden. Die Telekom hat mit dem BusinessCamp Bonn eine Bühne geschaffen und sagt: Digitalisierung. Einfach. Machen.

Was ist überhaupt ein Barcamp?

Häufig lesen oder hören wir von Barcamps und genauso oft blicken wir in fragende Gesichter, wenn der Begriff fällt. Was also ist ein Barcamp?
Ein Barcamp (oder eine „Unkonferenz“) ist ein offenes Veranstaltungsformat. Im Unterschied zu herkömmlichen Konferenzen gibt es im Vorfeld keine festgelegten Speaker oder ein starres Programm. Der Ablauf eines Barcamp wird von den Teilnehmern am Beginn der Veranstaltung in der sogenannten Sessionplanung festgelegt. Und die Inhalte stammen aus den Reihen der Barcamp-Besucher: jeder kann eine Session anbieten.

Ein Barcamp dient in erster Linie dem Austausch untereinander und der Diskussion. Generell unterscheiden wir zwischen themenoffenen Barcamps oder einen Barcamp mit einem bestimmten Fokus (wie beispielsweise dem Businesscamp Bonn).

Eine ausführlichere Beschreibung zum Thema Barcamp findest Du hier bei uns im Blog.

Location

Das Businesscamp Bonn fand auf dem Telekom Campus (Landgrabenweg 151) in Bonn statt. Das war naheliegend, da die Telekom nicht nur Ausrichter sondern auch einziger Sponsor beim #BizBonn19 war.

Erster Eindruck: in Bonn-Beul unterhält die Telekom eine schicke Firmenzentrale, in der durchaus größere Veranstaltungen stattfinden können.

Nettes Gimmick: eine Starbucks Filiale in der Eingangshalle macht schon was her.

Begrüßung & Vorstellung

Für die Organisation des Barcamps #BizBonn19 hatte sich die Telekom die kompetente Unterstützung durch Bonn.Digital gesichert. Kein Wunder, dass der gesamte Prozess vor, während und nach dem Camp wunderbar entspannt und reibungslos verlief. Anmeldung, Bestätigung, Tickets, Anreisetipps und Check-in – alles aus einem Guss. So macht der Start in ein Event einfach Spaß.

Und diese angenehme Atmosphäre setzte sich in der Begrüßung der Teilnehmer fort. Diesen Part übernahmen Oliver Kepka von der Telekom und Johannes Mirus von Bonn Digital.

120 Augenpaare waren auf das Moderatoren-Duo auf der Bühne gerichtet. Sie erlebten einen aufgeräumten Oliver, der den Bogen vom ersten BusinessCamp Bonn im Jahr 2018 über die Digital X in Köln bis hin zum jetzigen #BizBonn19 spannte.

Nach einigen organisatorische Hinweise folgte die obligatorische Vorstellungsrunde (Name, Twitter-Handle, drei Hashtags).

Sessionplanung

Ein erster Höhepunkt bei jedem Barcamp ist die Sessionplanung. Hier wird das Programm fest gezurrt und die Teilnehmer legen sich „die Karten für den Tag“.

Insgesamt standen für das Barcamp sechs Räume (+ „Reserveraum“) und fünf Zeitslots zur Verfügung. Und es gab jede Menge Ideen, wie diese 30 Slots mit Leben gefüllt werden können.

Und dann hatten die Teilnehmer die Qual der Wahl. Denn es ist immer der Fall, dass die eigenen Lieblingsthemen parallel behandelt werden und jeder sich entscheiden muss, auf was er verzichtet – und auf was nicht.

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Nachfolgend eine Übersicht der fünf Sessions, für die ich mich entschieden habe.

Session 1: Emotionen einsetzen, zur Marke werden

Digitalisierung und Emotionen – ist das nicht ein Widerspruch? Nein. Zumindest nicht per se. Zwar werden die digitalen Kommunikationskanäle immer wichtiger. Doch sie adressieren weiterhin Menschen und wir reagieren halt auf Emotionen. Das war und das ist so. Gerade aus diesem Grund hat es mich in die Session von Julia (Marketing-Agentur Herzblut Digital) gezogen.

Aus dem Vortrag und der anschließenden Diskussion ist mir eine Frage besonders hängen geblieben: „Funktionieren Emotionen auch im B2B?“ Und die Antwort ist – schlicht und ergreifend – Ja. Weil im Business-to-business-Umfeld Menschen agieren. Wir müssen uns jedoch auf die Zielgruppe einlassen und die richtige Emotion finden.

Für alle, die sich den Vortrag von Julia noch einmal anschauen wollen: hier der Link.

Session 2: Service 4.0 – IoT – KI – Handwerk

Heimspiel! Christoph aka servicerebell vom Kompetenzzentrum Digitales Handwerk aus Koblenz.

Er zeigte in seiner Session auf, was mit Digitalisierung im Handwerk machbar ist. Und er hatte tolle Beispiele im Gepäck:

  • Ein Holzstuhl, entworfen von künstlicher Intelligenz? Gibt es schon.
  • Der Tisch lädt das Smartphone auf? Schon gebaut. In Koblenz.
  • Exoskelette? Unterstützt schon Handwerker bei schwerer Arbeit am Bau.

Den Teilnehmern wurde schnell klar: die Digitalisierung im Handwerk ist längst Realität geworden. Nur – sie hat noch nicht den Weg in die breite Masse der Handwerksbetriebe gefunden. Leuchttürme gibt es – ja. Aber andere Länder sind weiter, schneller – und auch mutiger als wir. Das Motto von Christoph

#EinfachMachen

kommt daher nicht von ungefähr. Und eine der drängendsten Fragen lautet somit: Wie kann die Idee der Digitalisierung schnell an viele Handwerksbetriebe weitergeben werden?

Pause

Nach soviel Input war eine längere Pause notwendig. Nicht nur, um das Gehörte und Erlebte sacken zu lassen. Auch die Energiereserven mussten dringend aufgeladen werden.

Zum Glück hatte die Telekom für ein sehr leckeres Catering gesorgt.

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Session 3: Community Manager*innen und andere Berufsbilder

Bei der dritten Session hat dann meine persönliche Vorliebe gesiegt: Vivian und Stefan nahmen zwei Berufsbilder unter die Lupe, die oft synonym genannt werden, die aber gänzlich andere Ansätze verfolgen. Es ging um den Social Media Manager und den Community Manager.

Weitere Infos zu dem Thema findet Ihr im Netz auf der Website des Bundesverband Community Management e.V. für digitale Kommunikation & Social Media.

Session 4: Digitalisierung der Arbeitswelt – Risiken und Chancen

Die Session von Lars war Ehrensache. Er hatte sich mit dem Thema Digitalisierung und Arbeitswelt ein sehr wichtiges Thema auf die Fahnen geschrieben, das die Menschen persönlich betrifft. Und eines, für das wir uns bei Koblenz Digital ebenfalls stark machen.

In der Session wurde – aus Sicht der Arbeitsagentur – die Frage beleuchtet, welchen Einfluss die Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt hat und haben wird. Neben vielen statistischen Informationen aus der Region Bonn und Rhein-Sieg blieb in jedem Fall die Website Job Futuromat „hängen“:

Die Seite vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ermittelt, welche Tätigkeiten in dem angegebenen Beruf schon heute durch ein Roboter erledigt werden könnten. Der eine oder andere wir überrascht sein, was Robotik und KI heute schon zu leisten vermag.

Darum hier (fast schon als schamlose Eigenwerbung) noch zwei Links auf Artikel zum Thema Weiterbildung bei uns im Blog: Bildungsfreistellung und QualiScheck Rheinland-Pfalz.

Session 5: Wie sich erfolgreiche Unternehmen auf den digitalen Wandel einstellen

Meine letzte Session verbrachte ich bei Seven von der Agentur DigitalBeratung. Mit Beispielen aus der Praxis zeigte er auf, welche Gründe Unternehmen wie beispielsweise chefkoch.de oder die evm in Koblenz hatten, um sich (erfolgreich) auf die Digitalisierung einzulassen. Und welche – durchaus unterschiedlichen Wege – sie beschritten haben.

Auch bei Sven ist mir ein Zitat besonders in Erinnerung geblieben. Eines, das zeigt, dass wir nicht am Beginn der Digitalisierung stehen sondern schon sehr viel weiter sind:

Danke an den Sponsor

Das ist diesmal einfach, weil das Business Barcamp Bonn nur einen Sponsor hatte: die Telekom. Natürlich hat die Telekom eine Größenordnung, die so etwas möglich macht. Aber ist es selbstverständlich? Nein, bei weitem nicht! Und daher gebührt der Deutschen Telekom auch der Dank dieses Blogbeitrags: Barcamps sind Orte, in denen Neues entsteht, in denen Netzwerke geschaffen oder gestärkt werden und die immer mehr den Weg zu kleinen und mittelständischen Unternehmen öffnen.

Danke dafür!

Fazit

Ein klasse Event, das die Telekom da in Bonn auf die Beine gestellt hat. Für mich sind drei Dinge klar geworden:

  • Wir müssen mutiger werden.
  • Wir müssen schneller werden und Ideen konsequenter umsetzen.
  • Wir müssen uns parallel mit den Risiken beschäftigen und Lösungen erarbeiten.

Ein wesentlicher Baustein dabei sind Veranstaltungen wie das #BizBonn. Kommunikation und Vernetzung sind wesentliche Bestandteile für das gelingen der Digitalisierung in unserer Gesellschaft. Und es ist gut, das die Telekom hier als Treiber und  Vernetzer auftritt.

Hurra! Wir sind Dritter!

Als Krönung einer tollen Veranstaltung gab es am folgenden Tag noch eine Überraschung: wir haben es als Koblenz Digital auf den dritten Platz bei den Tweets zum #BizBonn19 geschafft! Und damit auch ein bisschen mitgeholfen, dass das Barcamp es auf den 2. Platz der Twitter-Trends Deutschland geschafft hat.

Autor: Peter Winninger

Blogger aus Leidenschaft, Wandersmann, Social-Media-Begeisterter. In der Region Mayen-Koblenz verwurzelt, bei einem IT-Unternehmen in Koblenz beschäftigt und irgendwie auch im kommunalen Umfeld unterwegs.

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