Wir werden smart! Startschuss für die Smarte Region MYK10 ist gefallen 

Jetzt ist es offiziell: der Landkreis Mayen-Koblenz soll (noch?) smarter und digitaler werden. Mit Bundesmitteln in Höhe von 11,4 Millionen im Rahmen des Förderprogramms „Smart Cities – made in Germany 2020“. Ich war bei der virtuellen Auftaktveranstaltung für die Smarte Region MYK10 am 23.09.2021 dabei.

Auftaktforum „Smarte Region MYK10“

Der offizielle Startschuss für das Projekt Smarte Region MYK10 fiel am 23.09.2021 virtuell in einem Livestream des Landkreises Mayen-Koblenz. Und in den (fast) zwei Stunden wurde einiges an Informationen unter die rund 150 Teilnehmer gebracht.

Nach dem obligatorischen Grußwort von Landrat Dr. Alexander Saftig und einer – für meinen Geschmack zu langen – Comedy-Einlage war ein erstes Highlight die Vorstellung des Chief Digital Officer (CDO) des Landkreises, Sonja Gröntgen. Mit ihr hat der Landkreis MYK eine eigene Stabsstelle im Kreishaus geschaffen. Das zeigt, welchen Stellwert das Projekt in der Politik einnimmt.

Im weiteren Verlauf des Abends wurden einige Eckpunkte des Projekts umrissen:

  • Das Förderprogramm „Smart Cities – made in Germany 2020“ wurde kurz vorgestellt. Kann man hier nachlesen: https://www.smart-cities-made-in.de/
  • Das Motto des Förderprojekts lautet „Gemeinwohl und Netzwerkstadt / Stadtnetzwerk“. Das wir sich auch als roter Faden über den gesamten Projektverlauf wiederfinden.
  • Aktuell steht der erste Meilenstein an: „Strategie entwickeln„. Hierbei soll eine kreisumfassende, ganzheitliche Strategie für eine smarte Region aufgestellt werden.
  • Ganz wichtig ist hier die Beteiligung der BürgerInnen. Dies soll durch einen Ideenwettbewerb gepusht werden, der schon am 07. Oktober 2021 startet.
  • Die Projektseite https://myk10.de/ hatte an diesem Abend ebenfalls ihren ersten großen Auftritt. Sie soll in Zukunft als Dreh- und Angelpunkt für Informationen rund um das Projekt Smarte Region MYK10 dienen.
  • Angekündigt ist die Eröffnung eines Projektbüros in der Bahnhofstraße in Andernach für den November 2021.

Nach den diesen Informationen folgte noch ein Impulsvortrag von Steffen Hess vom Frauenhofer IESE, dem ich aber in diesem Artikel einen eigenen Absatz widme.

Der Abschluss des fast zweistündigen Abends bildete eine gemeinsame Zoom-Session zum Networking und zum individuellen Austausch (inklusive Breakout-Sessions).

Video ist online Verfügbar

Du hast die Auftaktveranstaltung verpasst? Kein Problem: die gut 110 Minuten des Livestreams sind aufgezeichnet worden und hier auf YouTube verfügbar.

Blick über den Tellerrand: Steffen Hess vom Frauenhofer IESE

Der Impulsvortrag von Steffen vom Frauenhofer IESE (Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering) hat mir mit am besten gefallen und darum bekommt er auch einen eigenen Abschnitt spendiert.

Warum?

In seinem Vortrag hat er gleich einen ganzen Strauß Praxisbeispiele aus anderen Smarten Städten beziehungsweise Smarten Regionen mitgebracht. Denn: natürlich müssen wir im Landkreis Mayen-Koblenz das Rad nicht neu erfinden. Es ist durchaus legitim (und gewollt!), bereits erprobte Ideen und Projekte zu adaptieren. Einzige Voraussetzung: die Lösungen muss zu unserem Landkreis passen oder pass genau adaptiert werden.

Das ist nämlich die Krux der Smarten Region: ähnlich wie bei Mobilitätsvorhaben muss eine Lösung in die Region und auf ihre spezifischen Besonderheiten abgestimmt sein. Keiner käme beispielsweise auf die Idee, das Nahverkehrskonzept der Stadt München als Blaupause für den Landkreis MYK zu verwenden.

Nichtsdestotrotz können Beispiele aus anderen, smarten Regionen als Inspiration dienen.

Hier ein paar Beispiele aus dem Vortrag:

Wie geht es weiter?

Steffen Hess hat es in seinem Schlusswort bei der Auftaktveranstaltung schön zusammengefasst:

Die Bürgerinnen und Bürger sollen idealerweise die Verwaltung vor sich hertreiben!

Diese humorvolle Anregung hat einen durchaus ernsten Kern: bleibt das Engagement der BürgerInnen aus, besteht durchaus die Gefahr, dass Politik und Verwaltung die DNA für die Smarte Region nach den eigenen Vorstellungen und Meinungen gestalten. Bunt, vielfältig und zu den Menschen passend wird es aber erst dann, wenn sich alle beteiligen!

Aus diesem Grund werden wir von Koblenz Digital versuchen, das Projekt vor immer es geht zu begleiten und zu unterstützen!

Was ist Deine Meinung zum anlaufenden Projekt Smarte Region MYK10? Gerne in den Kommentaren.

Autor: Peter Winninger

Blogger aus Leidenschaft, Wandersmann, Social-Media-Begeisterter. In der Region Mayen-Koblenz verwurzelt, bei einem IT-Unternehmen in Koblenz beschäftigt und irgendwie auch im kommunalen Umfeld unterwegs.

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