Ein Podcast für Koblenz

Ich bin kein übermäßig großer Podcast-Hörer, oft dauert mir das zu lang oder es wird nicht auf den Punkt gekommen. Als Alexandra mir von „Rund ums Eck“ erzählte, einer Sendung über Menschen und Themen aus Koblenz und Umgebung, war ich trotzdem sofort interessiert. Abwechselnd mit Manolito Röhr und Stephan Mahlow spricht sie dort mit bekannten Persönlichkeiten aus unserer geliebten Stadt, aber auch mit Menschen von nebenan, die Spannendes zu erzählen haben.

Das Moderatoren-Team
Die Moderatoren v.l.n.r.: Alexandra Klöckner, Stephan Mahlow und Manolito Röhr.

Was ich richtig gut finde: Anders als bei vielen anderen Podcasts, wo einfach drauflos gelabert wird, wird sich hier richtig gut vorbereitet. Die Gespräche erhalten durch das Interview-Format eine Struktur und man schweift nicht ab. Die ersten beiden Folgen sind schon draußen und dauern beide weniger als 45 Minuten. Es ist aus meiner Sicht eine gute Länge, das kann man gut während einer Gassirunde oder einer Bahnfahrt genießen.

Die Gesprächspartner in den bereits erschienenen Folgen sind Unternehmensgründer Sascha Böhr und Berti Hahn vom Café Hahn. Lohnt sich!

Hier könnt ihr „Rund ums Eck“ auf einer Plattform eurer Wahl anhören und abonnieren. Spotify, Apple, alles: RUND UMS ECK anhören / abonnieren

Offenlegung: Ich bin in einem Unternehmen von Sascha Böhr angestellt. An dem Podcast-Projekt bin ich in keiner Weise beteiligt.

Wie Open Data dem Koblenzer Busverkehr nutzen kann

Warum zeigt Google Maps in Koblenz keine Busverbindungen an?

Vor kurzem war ich in Strasbourg und ziemlich begeistert, dass Google Maps sehr genau voraussagen konnte, wann die Straßenbahn kommt, wie voll diese ist, wo diese langfährt und wie man am besten umsteigt. Die Informationen haben sich dabei in Echtzeit aktualisiert, ein echter Mehrwert wenn man in einer fremden Stadt unterwegs ist und die Routen nicht kennt.

Mit Google Maps auf der Suche nach einer Busverbindung in Koblenz

Wenn ich eine ähnliche Suche in Koblenz ausführe, erhalte ich Ergebnisse wie im obigen Screenshot. Wenn ich von zuhause (Innenstadt) bis zum TechnologieZentrum (Metternich) möchte, schlägt Google mir vor, einen 45-minütigen Fußmarsch zu absolvieren oder mit dem Zug nach Moselweiß zu fahren und von da eine knappe halbe Stunde zu laufen.

Kein Bus in Koblenz?

Da dies meine tägliche Strecke ist, weiß ich natürlich, dass das Unsinn wäre: Tagsüber gibt es eine Busanbindung im Viertelstundentakt und zwei Linien (3/13, 20) fahren genau dieses Ziel an.

Warum wird diese Verbindung also nicht angezeigt? Ganz einfach: Die Daten stehen nicht zur Verfügung. Zwar gibt es bereits seit 2017 Echtzeitdaten in der App des Verkehrsverbunds Rhein-Mosel. Auch der DB Navigator zeigt Busse in unserer Region an. Jedoch sollte meiner Meinung nach eine Abfrage auch über Google Maps (und ggf. weitere Apps) angestrebt werden, um die Hürde, Busse zu nutzen, weiter zu senken. Wer über die Maps-App sucht, bekommt alle Verkehrsmittel angeboten. Ist es nicht klasse, vergleichen zu können? Wie wäre es, wenn der Autofahrer sieht, dass die gleiche Strecke mit dem Bus genau so lang dauert?

Was kann getan werden?

Es gibt bereits eine Initiative Open Data im Öffentlichen Personennahverkehr, die zum Ziel hat, die Verbindungsdaten verfügbar zu machen. Der VRM ist bisher leider nicht dabei.

Im Falle des De-facto-Standards für Navigation, Google Maps, ist genau dokumentiert, was zu tun ist. Es ist vor allem für Touristen, Geschäftsreisende oder andere Leute, die nicht aus Koblenz kommen, sicher hilfreich, Busverbindungen angeboten zu bekommen, ohne eine Extra-App herunterladen oder manuell auf die Suche gehen zu müssen. Einfach nur ein Schritt weiter und eine Hürde weniger. Für Pendler hilft es außerdem, weil eventuelle Verspätungen und hohe Auslastungen per Push-Notification bereitgestellt werden.

Lieber VRM, bitte gebt die Daten frei. Liebe KOVEB als neue Betreiberin der Buslinien in Koblenz, bitte setzt euch dafür ein. Man sieht sich in der Linie.

Euer treuer Bus- und Bahnkunde
Gerrit

Hinweis: Ich habe den Verkehrsverbund Rhein-Mosel vor einem Monat (E-Mail vom 22.10.) zu diesem Thema befragt. Eine Antwort blieb leider aus.

Titelbild vom Koblenzer Hauptbahnhof ist von Henry Tornow, für mehr Bilder aus und von unserer schönen Stadt folgt Schönes Koblenz!

Eigene Teststation beim Usability Testessen

Das Testessen ist eine echte Institution geworden. Ungefähr alle vier Monate findet das Event statt und es ist immer ausgebucht. Dort treffen sich Tester, die Spaß daran haben, neue Dinge auszuprobieren und Feedback zu geben. Dazu gibt es Pizza und Kaltgetränke eine runde Sache!

Die erste eigene Teststation

Wie einige sicher wissen, arbeite ich bei 247GRAD im TechnologieZentrum. Nachdem ich letztes Mal als Tester dabei war, wollte ich die Chance nutzen und dieses Mal ein Projekt von uns mitbringen. Die Wahl fiel auf die Mobile-App der evm, die wir realisiert haben. Dort geht in den nächsten Wochen ein Redesign online, also der perfekte Zeitpunkt um nochmal unabhängiges Feedback einzusammeln.

Mein Kollege Florian hat sich freundlicherweise bereiterklärt, als Mitentwickler den technischen Part abzudecken und hatte ein paar User Stories vorbereitet. Das hat sich nachher als sehr hilfreich herausgestellt, denn dadurch, dass wir den Testen konkrete Aufgaben gegeben haben, ließen sich die Erkenntnisse nachher besser auswerten und vergleichen.

Unsere Teststation war schnell aufgebaut:

  • Laptop um auftretende Bugs direkt in den Bug Tracker einzutragen
  • Notizbuch um mitzuschreiben, was die Tester getan & gesagt haben
  • Test-Smartphone mit aufgespielter Vorabversion der App

Los ging es also und der erste Tester kam. Wir haben dabei zu zweit beobachtet, wie dieser in der App navigiert und dank der Think-Aloud-Methode (dabei sprechen) kamen schnell die ersten Erkenntnisse von einem unbefangenen Benutzer. Einiges funktionierte gut, bei manchem könnten wir es noch intuitiver gestalten oder es hat gehakt.

Bei der zweiten Testerin  fiel dann direkt auf: Manches passierte schon zum zweiten Mal. Aber auch neue Anmerkungen kamen dazu. Bis zum sechsten Tester konnten wir so im Kopf schon ganz gut priorisieren, was am wichtigsten verbessert werden muss. Zwei der Tester*innen kannten die evm-App sogar schon, was dann auch nochmal einen intensiveren Austausch ermöglichte. Auf jeden Fall grandioses Feedback und an alle Tester*innen, die bei uns waren: Top Arbeit!

Dann noch eine Überraschung: Was ich anfangs gar nicht erwartet hatte, waren konkrete Ideen, welche Features die App noch bieten könnte. Die Frage „Hat die App deine Erwartung erfüllt?“ war auf jeden Fall Gold wert. Wir können tatsächlich im nächsten Kundentermin mit einer Liste von Vorschlägen reingehen, auf die vorher noch keiner kam.

Der Abend hat richtig Spaß gemacht, die Pizza war super (danke für eine pflanzliche Variante!) und ich habe richtig Bock, nächstes Mal wieder dabei zu sein.

Initiator & Treiber des Usability Testessen Koblenz: EYEVIDO

Ein Event wie das Usability Testessen organisiert sich nicht von allein. Von daher mein aufrichtiger Dank und Respekt an das Team von EYEVIDO. Ihr habt das Eventformat Usability Testessen nach Koblenz gebracht. Und mit Eurem Engagement sorgt Ihr dafür, dass wir nun schon zum fünften Mal ein Testessen in Koblenz veranstalten konnten. Und damit habt Ihr dafür gesorgt, das viele Apps, Dienstleistungen oder Webseiten benutzerfreundlicher geworden sind.
Danke Daniela, Sezen & Christoph.

Danke auch an den Gastgeber – das DICE

Organisation und Herzblut sind das eine, offenes Mindset und der Wille, etwas in der Region zu bewegen, das andere. Der Dank geht daher auch an den Gastgeber des Abends, dem Team des DICE (Debeka Innovation Center). Im DICE werden für die Debeka neue Konzepte, Technologien und Formen der Projektorganisation erprobt. Somit ist das DICE ein Experimentierraum. Und davon machen die Köpfe des DICE rege Gebrauch.

Mehr zum Usability Testessen findet ihr auf der Website. Schaut auch in unsere vorherigen Beiträge!

E-Scooter: Mega geil oder Schrott?

Das Thema E-Scooter spaltet die Nation. Wir haben darüber diskutiert und zwei Sichtweisen für euch.

Das Thema E-Scooter spaltet die Nation. Wir haben darüber diskutiert und zwei Sichtweisen für euch:

Gerrit (Pro):

Ich komme gerade aus Berlin und dort war ich zuerst überwältigt von der Präsenz diverser Leih-E-Scooter. Diese stehen dort überall auf Gehsteigen rum und bevölkern die Radspuren der Straßen.

In Koblenz ist das alles noch wenig verbreitet. Mein Chef hat tatsächlich als einer der Ersten zwei Roller aus China bestellt und diese bei uns ins Büro zur freien Verfügung gestellt. Damit waren wir am Moselufer schon ein paar Mal unterwegs. Als Fortbewegungsmittel für jeden Tag hat sich das noch nicht etabliert.

Ich selbst bin großer Verfechter des ÖPNV und habe noch nie ein motorisiertes Fahrzeug besessen, was in Koblenz bedeutet dass ich zumeist zu Fuß oder mit dem Bus unterwegs bin. Ich bin seit ich 14 bin in der Skateboard-Subkultur sozialisiert und der Ästhetik eines Cityrollers ist man in diesen Kreisen stark abgeneigt. Dennoch reizt mich der Elektroroller, weil ich es als Pragmatiker auf die reine Fortbewegung reduziere. Und das geht damit ziemlich fix und man kann das Gefährt auch mal eine Treppe hochtragen. Wege, die nicht ganz so perfekt beschaffen sind sind ebenfalls kein Problem, die Reifen verzeihen den ein oder anderen Stock und Stein. Im Gegensatz zum Fahrrad bleiben die Hautporen auch im Sommer weitgehend trocken. Was die Menschen mit den Teilen machen, obliegt den Verkehrsregeln und der Eigenverantwortung, denn auch mit einem Fahrrad oder gar Auto kann man sich falsch verhalten oder Unsinn bauen.

Ich muss sagen, wenn es einen Roller gibt, der nicht unbedingt aus China kommt und entsprechende Reichweite sowie eine Straßenzulassung bietet, ich bin dabei. Empfehlungen gerne in die Kommentare. 💞

Alexandra (Contra):

Im Gegensatz zu Gerrit bin ich bisher in keiner Stadt mit E-Scootern konfrontiert worden, betrachte dieses Fortbewegungsmittel aber dennoch skeptisch. Vielleicht hat das mit Martin Görlitz und Richard Gutjahr zu tun. Beides erfolgreiche, intelligente und vielgereiste Männer, die sich mit mir beziehungsweise mit der Öffentlichkeit über E-Scooter ausgetauscht haben. Das Thema begegnete mir zum ersten Mal auf der Eröffnungsfeier des Debeka Innovation Centers (DICE), über die wir hier berichtet haben. In geselliger Runde am StattStrand erzählte Unternehmer und Stifter Martin Görlitz von seinem Urlaub in der portugiesischen Metropole. “Lissabon ist eine beeindruckende Stadt, in der ich mich immer gerne aufgehalten habe, aber diesmal war es entsetzlich. Überall lagen E-Roller herum, wie Müll!”, beklagte er und berichtete auf seine herrlich unterhaltsame Art von der vermeintlichen Plage. Seine Gedanken hat Martin Görlitz inzwischen auf dem ISSO-Blog unter dem Titel “Die E-roberung der letzten Meile” festgehalten. Wärmste Leseempfehlung!

Foto: Richard Gutjahr. Paris 2019.

Wenige Tage nach der Eröffnungsfeier, behandelte auch Richard Gutjahr dieses Thema. Allerdings ging es diesmal nicht um Lissabon, sondern um Paris.

Der Journalist hielt alles auf Instagram fest. Morgens düste er vergnügt mit dem Roller durch die Stadt und lobte das Gefährt. Doch gerade als ich nachfragen wollte, ob er denn gar nichts daran auszusetzen hätte, zeigte er Fotos von E-Scootern, die mitten auf Fußgängerwegen rumlagen. Da war sie, die Parallele zu Martin Görlitz. Zwei Männer, zwei weltberühmte Städte und das gleiche Ergebnis?

Foto: Richard Gutjahr. Paris.

Gutjahr zeigte seinen Followern die Sachlage in Paris und frage dann nach deren Meinung. Ich freue mich sehr, euch seine Fotos und die Reaktionen seiner Follower zeigen zu dürfen. Denn freundlicherweise hat er sie mir zur Verfügung gestellt. Nebenbei: Diese unkomplizierte Art zu kommunizieren liebe ich an Social Media. (Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.)

Zusätzlich machte Gutjahr eine kleine Umfrage. Alles per Instagram, wo er über 4.000 Follower hat. Es ging um die Frage: Pro oder Contra Helmpflicht? Ein guter Gedanke, denn die E-Scooter sind ziemlich zügig unterwegs und im Stadtverkehr geht es schon einmal grob zu. Doch wie haben Gutjahrs Follower geantwortet?

Was sagt ihr?

Schreibt uns eure Meinung: Sind E-Scooter das Fortbewegungsmittel unserer Zeit oder einfach nur unnötig?

Warum du zum Barcamp Koblenz kommen solltest

Wir versuchen jedes Jahr, noch diverser zu werden und Menschen aus verschiedenen Richtungen auf dem Barcamp Koblenz zusammenzubringen.

Erstmal: Wir freuen uns, dass sich das Event mittlerweile als feste Größe im Jahr etabliert hat. Dieses Jahr feiern wir das fünfte Jubiläum und das wird nochmal ganz besonders.

Als Mitorganisator finde ich es besonders wichtig, dass sich jeder willkommen fühlt. Deshalb ist das Oberthema Digitale Kommunikation bewusst weit gefasst – das geht jeden an. Wir hatten auf dem Barcamp schon Sessions aus den verschiedensten Richtungen. Es ging von 3D-Druck über Live-Hacking, Jodel-App und Agilität über Fotografie bis zu Storytelling bei der Bundeswehr.

Auf dem Barcamp sind auch bereits einige Initiativen entstanden, neben Koblenz Digital auch agileKoblenz und das WP-Meetup.

Sessionplan vom Freitag des Barcamp Koblenz 2018

Bringt Leute mit, redet über das Barcamp

Ich bin mir sicher, dass es in der Region noch mehr Themen gibt, die es wert sind, auf dem Barcamp stattzufinden. Deshalb der Aufruf: Sprecht über das Barcamp! Erzählt euren Kolleg*innen und Freund*innen davon und ermutigt skeptische Menschen, es einfach mal auszuprobieren. Ich habe bisher noch von niemandem gehört, der am Ende nicht geflasht war von der Energie auf dem Barcamp.

Haltet euch den 14./15. Juni 2019 frei

Dieses Jahr gibt es zum Jubiläum beider Barcamps einen Barcamp-Tag in Koblenz und den zweiten Tag in Bonn! 🔥 Am Samstag bringen wir euch kostenlos mit einem Bus🚌 nach Bonn und wieder zurück. Es gibt günstige Jubiläumstickets🎫 für beide Tage und zwei Afterpartys🎉, im Preis bereits enthalten und Verpflegung🍔🍹🍻 ist ebenfalls inklusive.

Bitte scheut euch nicht, im Vorfeld Fragen zu stellen wenn ihr etwas wissen möchtet oder eine Idee habt! Wir freuen uns auf ein unvergessliches Barcamp-Wochenende von und mit euch! #bcko19