Was passiert, wenn die Google KI Fotos nachzeichnet: Cartoonify

Im vorletzten Post hier im Blog haben wir das Experiment Google Move Mirror vorgestellt, bei dem live Bewegungen einer Person vor der Webcam ausgewertet werden. Tolle Sache. Heute geht es um den Versuch, Bilder nachzuzeichnen. Eine leichte Übung…?

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Dass Bilder, die mit dem Smartphone aufgenommen werden, automatisch von Google & Co. verbessert werden, daran haben wir uns wohl alle schon gewöhnt. Viele erwarten es sogar. Verbesserungen, automatische Korrekturen, Effekte – all das gehört mehr oder weniger zum Standard. Da kann es doch nicht so schwer sein, so ein Foto abzumalen?

Nun, das Tool Cartoonify von Google versucht genau das und wandelt ein Foto in eine Strichzeichnung um.

Na ja, sie versucht es zumindest.

KoblenzDigitalCartoonify_Sample

Wohl gemerkt: Es werden nicht einfach die Konturen von Elementen im Foto nachgezeichnet. Vielmehr versucht die KI, die Elemente zu erkennen, die im Bild abgelichtet wurden, und zeichnet diese dann nach.

Bei meinen Versuchen war das Ergebnis eher durchwachsen:

KoblenzDigitalCartoonify_Sample2

Okay: das wesentliche – den Burger – hat Google erkannt. Die Pommes sind allerdings etwas – mhmm – auf das Wesentliche reduziert.

Zweiter Versuch mit einer Gruppe von Menschen beim Barcamp Koblenz:

KoblenzDigitalCartoonify_Sample3

Warum gerade drei Personen bei diesem Bild hervorstechen, weiß ich auch nicht genau.

Wie funktioniert die Erkennung der Fotos?

Wie man an den Beispielen oben leicht sieht, klappt es mit der Erkennung der Bildinhalte und der Umsetzung in eine Zeichnung mal besser, mal schlechter. Doch wie funktioniert das Ganze überhaupt?

In einem ersten Schritt versucht die KI die Bildinhalte zu erfassen. Je klarer und eindeutiger das Bild, desto eher gelingt ihr das. Darum gilt: am besten Fotos mit wenigen Objekten verwenden.

Hat die KI die Objekte oder Personen im Foto ausgemacht, wird im zweiten Schritt in der Bilddatenbank Quick-Draw gesucht. Vielleicht kennst Du dieses Google Experiment noch: hier ging es darum, Begriffe zu zeichnen, die die KI erkennen sollte. Die Nutzer machten fleißig mit und so entstand eine Datenbank mit mehr als einer Milliarde Kritzeleien. Und dieser Fundus wird nun verwendet, um eine Zeichnung mit den Objekten zu erstellen, die die Cartoonify KI im Foto erkannt hat.

Jetzt Ihr: Ausprobieren!

Macht Euch selbst ein Bild von dem Google Tool. Hier der Link auf die Website.

Was meint Ihr?

Habt Ihr ein cooles oder lustiges Ergebnis erhalten?

Könnt Ihr gerne bei uns auf Facebook oder Twitter posten!

Würde uns freuen!

Let’s dance – mit dem Google Move Mirror!

Das Google sich stark mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) beschäftigt, ist kein Geheimnis. Mit dem dem Projekt Move Mirror gehen die Leute aus Mountain View die Sache von der spielerischen Seite an – und zeigen gleichzeitig, was schon machbar ist.

I´ll be back

Das ist einer der bekanntesten Sprüche von Arnold Schwarzenegger in Teil 1 von Terminator. Und beim Thema KI denken noch viele von uns – reflexartig – an die Nachteile und Gefahren einer solchen Technologie.

Vielleicht ist das mit ein Grund dafür, das Google für das Projekt Move Mirror einen kreativeren, spielerischen Ansatz gewählt hat. Bei diesem KI-Experiment werden durch die Webcam die Bewegungen der Person vor der Kamera erfasst und die Bewegungen mit 80.000 in einer Datenbank gespeicherten Fotos abgeglichen.

Interessant sind dabei zwei Faktoren: die Verarbeitung erfolgt nicht irgendwo auf einem Server bei Google sondern direkt im Browser des Benutzers. Und Aufnahme, Auswertung, Abgleich und Anzeige des gefundenen Fotos erfolgen (nahezu) in Echtzeit. Ohne Hightech-Hardware sondern nur mit den Mitteln Deines Webbrowsers.

Und Google wäre nicht Google, wenn man das Ergebnis nicht mit Freunden teilen könnte. Als Animated Gif. Hier ist mein erster Gehversuch bei Google Move Mirror.

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Nicht schlecht, oder?

Was steckt dahinter?

Im Detail könnt Ihr das im Blog von Google nachlesenUnterm Strich kommen hier zwei Techniken zum Einsatz:

Zum einen nutzt die Website PoseNet. Mit PoseNet kann die Körperhaltung einer Person ermitteln. Das erkennt Ihr an den Kugeln und Linien, die auf Eurem Webcam-Bild eingeblendet werden. Insgesamt werden 17 Punkte für die Positionsbestimmung von Kopf und Körper erfasst und diese Positionsdaten werden mit den Fotos der Datenbank abgeglichen.

Dabei hilft die zweite Technik-Komponente: Tensorlfow.js. Tensorflow.js ist eine Bibliothek, die im Browser ein integriertes Machine-Learning-Modell ausführt. Bildverarbeitung und Erkennung der Positionen laufen komplett im Browser ab (okay: am Anfang merkt man das – zumindest auf meinem Notebook – an leichten Rucklern bei der Anzeige – gibt sich aber in der Regel bald wieder).

Und jetzt Du!

Zeig uns Deine besten Moves! Teile auf Twitter oder Facebook von KoblenzDigital Dein Google Move Mirror Gif!

Hier der Link auf die Projekt-Seite von Google Move Mirror.

Trau Dich!

20 Gründe, warum Startups scheitern (Infografik)

Die erste Fuckup Night in Koblenz rückt näher. Zur Einstimmung darauf bleiben wir vom Koblenz Digital Blog dem Thema treu und stellen Euch eine Infografik bereit, in der 20 Gründe für das Scheitern eines Startups zusammengefasst sind.

Die 1. Fuckup Night Koblenz am 25.10.2018

Ausverkauft! Alle Eintrittskarten für die 1. Fuckup Night in Koblenz haben ihren Käufer gefunden und die glücklichen Besitzer der Tickets fiebern nun dem 25. Oktober 2018 entgegen. Als Speaker für die Premiere in der Rotunde (Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz) konnten die Macher des Events Christoph Krause, Ramy Hardan und Doris Parrado gewinnen. Allein das ist schon Garant für einen interessanten und unterhaltsamen Abend!

Zur Einstimmung auf die Veranstaltung, und um Euch die Wartezeit zu verkürzen, wollen wir heute hier im Blog noch einmal ein wenig Hintergrundinformationen liefern. In Form einer Infografik.

Der Misserfolg hat offenbar viele Väter

Grundlage für die Infografik sind die Informationen des US-amerikanischen Marktforschungsinstituts CB Insights. CB Insights hat seit 2014 das Feedback von Gründern gesammelt und dabei 242 individuelle Ursachen für das Scheitern zusammengetragen.

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Die Angaben in der Infografik geben den Stand von August 2018 wieder.

Hier der Link auf die „Rohdaten“ von CB Insights.

Teilen erwünscht!

Gern könnt ihr den Blog-Artikel oder die Infografik in Euren sozialen Kanälen teilen!

Aus Scheitern lernen: Fuckup Night Koblenz

Scheitern und darüber reden? Am besten noch auf einer Bühne? Das ist nicht unbedingt die Art des Deutschen. Scheitern bedeutet Niederlage. Und die behält man am besten für sich. Doch gerade dadurch verlieren wir die Möglichkeit, aus Fehlern zu lernen. Ab Oktober schließt sich diese Wissenslücke. Denn dann kommt die Fuckup Night nach Koblenz.

Wovon keiner gerne spricht

Gründer sind hippe, junge Menschen, die in Garagen sitzen, die Welt aus den Angeln heben und das entstandene Startup dann für irrwitzige Summen von Googles, Facebooks oder Amazons aufkaufen lassen. So oder so ähnlich stellen sich viele den vorgezeichneten Werdegang eines Startups vor. Von Null auf Hundert. Immer auf der Überholspur. Zum Erfolg verurteilt.
Das die Wirklichkeit viel zu oft anders ist, wissen die wenigsten. Man geht davon aus, dass sich drei Viertel aller deutschen Startups nicht länger als 2,8 Jahre am Markt halten können.
Überrascht?
Nicht wirklich, weil in Deutschland zwar das Gründen immer Beliebter wird, dass Scheitern aber immer noch den Malus der Niederlage in sich trägt. Und sowas behält man besser für sich. Man hört lieber von tollen Ideen, die sich durchsetzen. Doch das Scheitern gehört dazu. Und das Verschweigen oder Ignorieren dieser Gefahr hilft weder dem Gründer noch der Gesellschaft.
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Umdenken ist gefragt

Prominentes Beispiel für die Einstellung weiter Teile der Gesellschaft zum Thema Scheitern findet man in einer Rede des FDP Bundesvorsitzenden Christian Lindner. Der ging im Jahr 2015 in einer Rede im nordrhein-westfälischen Landtag kurz auf das Thema Gründung ein (übrigens: es war ein Lob für die damals regierende SPD!). In einem Zwischenruf gerade dieser SPD wies man darauf hin, das Lindner ja auch „… Erfahrungen mit dem Scheitern hat ..“.
Die Erwiderung und die folgende Rede halte ich für einen sehr guten Konter auf diese Art von Einstellung zum Scheitern. Wer die Rede nicht kennt – hier ist der Link auf das Video bei YouTube.
Kein Wunder also, dass auch Christian Lindner im Jahr 2016 bei einer Fuckup Night in Frankfurt als Sprecher auftrat und von seinem gescheiterten Startup berichtete.

Wo kommt die Idee der Fuckup Nights her?

Das Format Fuckup Nights kommt – nein, nicht aus Amerika, sondern aus Mexiko. Und war wohl mehr eine Zufallserfindung: ein paar Freunde sitzen zusammen, unterhalten sich und erzählen sich eines Abends von ihren unternehmerischen Erfahrungen. Genauer: von den erlittenen Fehlschlägen. Und sie erkennen, welch wertvolles Wissen in diesen Geschichten steckt. Und starten eine Veranstaltungsreihe, die sich unter dem Namen Fuckup Nights bisher in 80 Länder und 304 Städte ausgebreitet hat und immer mehr Freunde findet.

Und was ist jetzt eine Fuckup Night?

Bei einer Fuckup Night kommen Menschen auf die Bühne und erzählen, wie sie gescheitert sind, wie sie in die Insolvenz gegangen sind oder das eigene Unternehmen an die Wand gefahren haben. Das ist das Geheimnis der Fuckup Nights: der Misserfolg wird nicht verschwiegen sondern man berichtet davon. Man erklärt die gemachten Fehler und arbeitet die Gründe für das Scheitern heraus. Und die Gründe für das Scheitern können so vielfältig sein wie die Geschäftsideen, die zum Gründen geführt haben.
Der Vorteil einer Fuckup Night liegt auf der Hand: andere Gründer soll nicht der gleiche Fehler unterlaufen! Lerne aus den Fehlern anderer!
Und vielleicht will man auch Verständnis für das Scheitern bei der Gesellschaft wecken. Denn vielfach werden Gründer, deren Geschäftsidee eben nicht aufgegangen ist, stigmatisiert und kritisiert, wie das Beispiel von Christian Lindner zeigt. Doch das ist ein großer Fehler: Scheitern darf keine Schande in Deutschland sein.
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Und jetzt kommt Koblenz

In Koblenz wird die Fuckup Night unter anderem von Gentiana Daumiller auf die Beine gestellt und organisiert. Gentiana hatten wir hier im Blog vor kurzem schon einmal vorgestellt, nämlich bei dem #agileKoblenz Artikel. Gentiana ist selbstständiger Agile- und Business-Coach. Hier der Link auf ihr XING-Profil.
Vervollständigt wird die Fuckup-Crew durch Veronica Wilm, Co-Founder Wahlkampf Manufaktur (XING-Profil) und Immanuel Bär, Co-Founder ProSec Networks (XING-Profil).

Weitere Infos gefällig? Kein Problem!

Der Startschuss für die 1. Fuckup Night Koblenz fällt am 25. Oktober 2018 um 19:30 Uhr. Auch der Ort steht schon fest: Rotunde / Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz.
Aber beeilt Euch: die Early Bird Tickets nicht schon vergriffen. Jetzt beginnt der Run auf die verbleibenden Normaltickets! Denn (wichtig!): es wird keine Abendkasse geben, das heißt, Ihr müsst Euch vorab Euer Ticket schießen. Also: am besten gleich nachschauen und zuschlagen!

Tipp: Fuckup Nights – zum Nachlesen

Die Macher der Fuckup Nights haben die wichtigsten Ideen hinter der Show in einem Buch zusammengefasst, dass unter anderem über diesen Link heruntergeladen werden kann (PDF-Dokument, Englisch).

Zurück in die Zukunft: Besuch in der Zukunftswerkstatt von Google

Wenn man an Google denkt, denkt man an die Suchmaschine, die unterschiedlichsten Services im Web, Mail, Kalender, YouTube und das Smartphone-Betriebssystem Androide. Manche denken auch an eine Datenkrake. Aber wie wäre es, wenn man einfach mal Google besuchen und dort an einem Workshop teilnehmen könnte? Geht nicht? Doch – und es ist einfacher, als man denkt.

Das Konzept der Google Zukunftswerkstatt ist einfach: neue Kompetenzen für neue Chancen! So fördert Google bundesweit Menschen mit kostenlosen Trainings zu den unterschiedlichsten Themengebieten. Und die sind, wie es sich für einen Konzern von der Größe Googles gehört, breit gestreut:
  • AdWords für Einsteiger & Fortgeschrittene
  • Programmieren für Anfänger
  • Online-Marketing und Online-Kommunikation
  • Online-Marketing für gemeinnützige Vereine
  • Erfolgreich präsentieren
  • Design Thinking und Business Model Canvas
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Digitale Tools für Journalisten
  • Webanalyse
Wohl gemerkt: das sind die Themengebiete. Zu jedem Themengebiet gibt es wiederum eine ganze Sammlung von unterschiedlichen Workshops.
In der Regel finden die Trainings in München, Berlin und Hamburg statt (= feste Standorte) oder in (temporären) Trainingszentren in Stuttgart, Leipzig, Erfurt oder Köln (ist ja für uns das Nächste).

Die Location in Köln: der Startplatz. Ein Träumchen.

„Mein“ Training fand in Köln im Media Park in den Räumen des Startplatz statt. Der Startplatz ist ein Inkubator und Hotspot für junge Gründer in Köln. Google hatte hier einen Teil der Lobby und einen großen Schulungsraum in Beschlag genommen. Aber wenn ich „Media Park Köln“ höre, bin ich eh schon hin-und-weg. Seit vier Jahren bin ich bei mindestens einem Event pro Jahr im Media Park – Tendenz steigend. Ich finde diesen Ort einfach Klasse, weil er so etwas wie Aufbruchsstimmung ausstrahlt.
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Auch der Kühlschrank hatte ein Google Branding.

Was hatte ich mir für den Tag vorgenommen?

An meinem Tag in Köln habe ich beispielsweise an folgenden Trainings teilgenommen:
  • Unternehmerisch Denken und Handeln
  • Geschäftsmodellentwicklung mit dem Business Model Canvas
  • Innovations-Studio: Kreatives Problemlösen mit Design Thinking
  • Erfolgreich präsentieren: Storytelling und Bühnenpräsenz
Im Nachhinein muss ich zugeben: Es war ein strammes Programm, das ich mir da zusammengeklickt habe. Los ging es um 09:30 Uhr. Jeder Workshop hatte eine Länge von zwei Stunden. Kurze Pause von 30 Minuten zwischen zwei Workshops (wobei natürlich jeder Workshop ein bisschen überzogen wurde). Und das Ganze dann bis zum Abschluss um 19:30 Uhr. An dem Tag war bei mir Dinner Cancelling angesagt und Abends habe ich gewusst, was ich gemacht habe.
Okay: Man muss sich nicht wie ich zu allen Workshops des Tages anmelden.
Aber: He? Es war Google und es waren geile Themen! Und vermutlich würde ich es beim nächsten Mal genauso machen.
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Ja, auch Print gib es bei der Zukunftswerkstatt.

Die Trainerin an diesem Tag: Top!

Noch ein Wort zur Trainerin: die oben angeführten Themen wurden von Dora Panayotova von wildchild innovations super sympathisch und vor allem sehr kompetent vermittelt. Habe selten so gut vorbereitete und professionell durchgeführte Workshops mitgemacht. Und das vor dem Hintergrund eines „Marathon-Trainings-Tages„?
Chapeau!

Und wie kommt man da dran…?

Die wohl wichtigste Frage, die dieser Artikel beantworten muss:
Wie kommt man an so einen Kurs bei Google?
Bestimmt durch Beziehungen, gell? Oder man muss – neben seinen Daten – auch noch das Erstgeborene verkaufen.
Alles falsch, denn dieser Part ist der einfachste.
Ich selbst bin durch Zufall auf das Angebot gestoßen, weil ich aktuell an einem Online-Kurs bei Google teilnehme. In der App war ein Menüpunkt „Vor-Ort-Training“ und schwups hat man eine Liste der Workshops angezeigt bekommen. Aber das Workshop-Programm steht nicht nur den Teilnehmern des Kurses offen und man braucht auch keine spezielle App: Die Trainings sind im Web frei verfügbar und stehen allen offen, die sich für die behandelten Themen interessieren.
Am einfachsten werft Ihr selbst einen Blick auf die kostenlosen Workshops vor Ort. Hier ist der Link auf die Seite.
Und das Beste ist: es sind wieder Kurse in Köln eingeplant. Die erste „Welle“ findet vom 24.-28. September statt und die Veranstaltungen sind auch schon wieder auf der Website gelistet.
Die zweite Welle soll im November (19.-23.11.2018) an den Start gehen.
Also, einfach ab und zu auf der Website nachschauen. Und sobald die Kurse dort auftauchen, anmelden.
So einfach ist das.
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Schreibzeug nicht vergessen!

Gebt uns Feedback!

Habt Ihr Interesse an einem Workshop in der Google Zukunftswerkstatt? Dann postet doch einen entsprechenden Kommentar in Facebook, Twitter oder hier im Blog! Vielleicht finden sich Gleichgesinnte und man kann gemeinsam zu einem Termin fahren …? Oder vielleicht warst Du schon mal selbst in der Zukunftswerkstatt? Dann schildere doch mal Deine Erfahrungen in einem Kommentar.

Kurz vorgestellt: das #agileKoblenz Meet Up

Wenn das Barcamp Koblenz eines ist, dann ein Inkubator für Neues. Das war bei KoblenzDigital so und ist jetzt wieder der Fall. Seit dem 19. Juni 2018 gibt es das #agileKoblenz Meet Up. Zeit, diese neue Gruppe einmal hier im Blog vorzustellen und zu klären, was das überhaupt ist, dieses „agile“, von dem alle reden …

Was ist Agile?

Auch wenn der Begriff „Agile“ nicht zwingend im Kontext von Softwareentwicklung auftreten muss, trifft man diese Form von Prozess gerade dort immer häufiger an. Der agile Ansatz basiert auf der Idee, Transparenz und Flexibilität im Entwicklungsprozess zu erhöhen, um einen schnelleren Einsatz des Systems für den Kunden zu erreichen. Risiken bei der Entwicklung werden minimiert, da frühes und häufiges Feedback zwischen Entwicklung und Kunde besteht.
Bei den meisten Formen der agilen Softwareentwicklung organisieren sich die Teams selbst. Starre Strukturen und Hierarchien, wie man sie von klassischen Firmen kennt, müssen (und sollen) im agilen Umfeld nicht vorhanden sein. Ein weiteres Merkmal der agilen Vorgehensweise ist, dass man mit möglichst wenigen Regeln und ohne Bürokratie auskommt. Ein gutes Verständnis für das agile Mindset erhält man, wenn man einen Blick auf das agile Manifest wirft. Hier der Link. (Keine Angst, es ist – wie der agile Grundgedanke es empfiehlt – nicht viel Text).
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Momentaufnahme vom ersten Meet Up im König Pilsener Bierhaus am Görresplatz

Und wozu dann diese Gruppe?

Ganz einfach: Leute mit ähnlichen Interesse treffen sich und tauschen sich aus. Man lernt voneinander, diskutiert, zeigt, wie man selbst agil arbeitet oder sieht, wie andere mit ähnlichen Herausforderungen umgehen.
Schon beim ersten Treffen im Juni mit zwölf Leuten hatte sich eine total bunte Truppe zusammengefunden: vom kleinen Startup aus Koblenz bis hin zum Paketdienstleister aus Bonn mit 340 000 Mitarbeitern war alles vertreten. Und gerade diese heterogene Mischung machte das Meeting so interessant.

Die Macher

Die Idee zu dem Agilen Meet Up in Koblenz wurde – ähnlich wie bei KoblenzDigital – auf dem Barcamp Koblenz geboren. Und weil wir so eine Gruppe für eine tolle Idee halten, stellen wir Euch die Macher hier kurz vor:
Gentiana Daumiller
Gentiana ist selbstständiger Agile- und Business-Coach.
Jan Claas Krisor
Jan ist IT Projektleiter bei der der Deutsche Post DHL Group
Dennis Willkomm
Dennis ist Scrum-Master und Coach bei der Siemens AG
Und dazu kommen dann natürlich noch jede Menge neugierige, interessierte und / oder engagierte Leute aus Koblenz und Umgebung. Also Menschen, die sich für die Agile-Idee interessieren (und in der Regel auch beruflich damit in Berührung kommen).

Wo findet man Infos zum #agileKoblenz Meet Up?

Aktuell gibt es zwei Anlaufstellen für das #agileKoblenz Meet Up im Web. Einmal in Form einer Gruppe bei Xing.
Und seit neustem kann man sich auch über eine Facebook-Gruppe vernetzen.

Das #agileKoblenz Meet Up geht in die zweite Runde

Agile steht ja auch für flink und beweglich. Dieser Definition bleibt das Meet Up treu und geht bereits im August in die zweite Runde. Der Termin steht schon fest:
Dienstag, der 21.08.2018, um 19:00 Uhr 
(im pinup)
Und es bleibt bei der aus dem ersten Treffen bewährten Ausrichtung des Events: Bring einfach Deine Ideen, Fragestellungen oder Anregungen rund um das Thema „Agilität“ mit. Lösungen & Erkenntnisse werden dann zu den unterschiedlichen Topics gemeinsam erarbeitet. Und selbst diese (ziemlich grobe und offene) Beschreibung des Treffens ist nicht in Stein gemeißelt. Im Gegenteil: nach dem Motto „inspectet and adapt“ kann und soll sich das Meet Up weiterentwickeln!
Also – gleich via Xing oder Facebook anmelden. Hier ist der Link.
Na? Wer ist am 21.08.2018 mit dabei …?

Quo vadis, CEBIT …?

Wohin gehst Du? Das möchte man die CEBIT gerne fragen, wenn man die einst größte Computer-Messe der Welt in diesem Jahr besucht hat. Denn 2018 ist zum Schicksalsjahr für dieses Event erklärt worden – und ist vermutlich auch ein Scheideweg.

Die gute, alte Zeit

Die Älteren unter uns werden sie noch kennen, die „alte“ CeBIT. Die CeBIT mit dem kleinen „e“ in den ausgehenden Neunzigern und den frühen 2000er Jahren. Meine damaligen Besuche in Hannover haben meine Einstellung zu Messen geprägt: groß, größer, am größten. Mehr Hallen, mehr Aussteller, mehr Besucher. Ein Rekord jagt den anderen. Verzweifelte Kämpfe um die raren Hotelzimmer. Oder morgendliche Fahrten in total überlasteten Straßenbahnen.
CeBIT, das war Ausnahmezustand für die Soft- und Hardwarebranche. Und nicht nur in Deutschland. Nein, weltweit, denn die Welt war zu Gast in Hannover. Unvergessen der Rekord mit 830 000 Besuchern im Jahr 2001!
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Gute, alte Zeit.

Die CEBIT erfindet sich neu

Doch der Glanz der vergangenen Jahre ist verblasst. Die einst größte Computermesse der Welt kämpft mit schwindenden Besucher- und Ausstellerzahlen.
Und das merkt man allenthalben: wenige belegte Hallen, weniger Aussteller und auch weniger Besucher, die sich ihren Weg durch die Stände suchen.
Bei meinem diesjährigen Besuch habe ich das am deutlichsten am Stand von Facebook empfunden.
Facebook in Deutschland! Wow!
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Doch statt Schlange stehender Menschen, langen Wartezeiten und riesigen Menschentrauben war – nichts. Ein normaler, eher weniger stark besuchter Messeauftritt, entspannte Atmosphäre und viele freie Präsentationsplätze. Und wo ich schon mal da war habe ich auch gleich – wiederum ohne Wartezeit – einen doppelten Espresso beim standeigenen Barista geordet. Auf Kosten von Mark Zuckerberg, versteht sich. Und er hat obendrein auch noch gut geschmeckt.
Geringe Besucherzahlen haben auch ihr Gutes.
Aber ständig ging mir durch den Kopf, wie es wohl vor einigen Jahren hier ausgesehen hätte. Und automatisch denkt man auch darüber nach, was der Aussteller für ein Fazit zieht: Wird Mark mit der CEBIT zufrieden sein? Wird Facebook nächstes Jahr auch wieder dabei sein?

Die CEBIT im Umbruch

Die Macher der CEBIT haben in jedem Fall erkannt, dass sich etwas grundlegend ändern muss. Und sie haben Mut bewiesen: der Wechsel von der klassischen Messe hin zum Tech-Event mit Festival-Charakter ist eine radikale Kehrtwende. Und es wurde mit vielen Konventionen gebrochen.
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Das die Besucherzahlen gegenüber 2017 noch einmal zurückgegangen sind, führen viele Beteiligten auf ein „zuviel an Neuerungen“ zurück. Das mag sein, aber ich denke, die Verantwortlichen der CEBIT konnten nicht anders handeln:  lieber ein klarer  Schnitt und Neubeginn als eine schleichende Umstellung, die im Laufe der Jahre zerredet wird, im Sand verläuft und scheitert. Und eines weiß man in Hannover: die Umstellung braucht Zeit. Ob der Plan aufgeht und man die Talsohle erreicht hat, wird sich frühstens 2019 zeigen.

Mein Fazit

Das neue Konzept der CEBIT, die Ausrichtung auf ein Tech-Festival der Computerszene, hat das Zeug, etwas richtig Großes zu werden. Und etwas grundlegend Neues. Wenn man sie lässt. Denn der Wechsel des behäbigen Giganten CEBIT weg vom Messe-Image hin zum hippen Event muss erst noch in den Köpfen der neuen Besucher ankommen. Und die Aussteller müssen erkennen, welche neue Zielgruppe sich da auf den Weg nach Hannover macht.
Nächstes Jahr – zur CEBIT 2019.
Sehen wir uns …?