Smarte Region MYK10 auf der Zielgeraden

Am 13. September 2022 ist es endlich soweit: der Entwurf der Strategie „Smarte Region MYK10“ wird offiziell vorgestellt und kann diskutiert werden. Ein guter Grund, für dieses Event die Werbetrommel zu rühren – und einen kleinen Blick zurückzuwerfen.

Strategie wird bei Zukunftsforum vorgestellt

Im Rahmen des Zukunftsforums in der Sayner Hütte am 13. September 2022 wird die in den letzten Monaten erarbeitete Strategie für die Smarte Region MYK10 erstmals einem breiten Publikum vorgestellt (Link). Die Bürger*innen des Landkreis Mayen-Koblenz erhalten bei der Veranstaltung Einblick in den geplanten Rahmen und die vorgesehenen Investitionsfelder der Strategie. Im Dezember 2022 wird dann der Kreistag die Planung offiziell bestätigen und die digitale Transformation unserer Region bis weit in die 2030er Jahre festlegen.

Ein Blick zurück

Gerade weil das Projekt Smarte Region MYK10 so wichtig ist, lohnt sich ein Blick zurück. Welche Meilensteine wurden erreicht? Wie wurden die Bürger*innen mitgenommen? Was wurde bereits auf den Weg gebracht?

Einen Teil der Entwicklung der Smarten Region MYK10 haben wir von Koblenz Digital begleitet und folgende Beträge im Blog veröffentlicht:

  • Wir werden smart! Startschuss für die Smarte Region MYK10 ist gefallen (29.09.2021) (Link)
  • Smarte Region MYK10: die Gewinner des Ideenwettbewerbs stehen fest (05.01.2022) (Link)
  • Zweiter Zukunftsdialog Smarte Region MYK10: Smart Cities Projekt nimmt weiter fahrt auf (05.04.2022) (Link)

Nachfolgend sind einige (und bei weitem nicht alle) Punkte zusammengefasst. Sie geben einen Eindruck vom offiziellen Start des Projekts im September 2021 bis zum nun anstehenden Zukunftsforum in Bendorf-Sayn.

  • Auftaktforum Smarte Region MYK10 (23.09.2021).
  • Ideenwettbewerb: Nach dem Auftaktforum werden einen Monat lang Projektvorschlage für die Smarte Region MYK10 gesammelt (07.10 bis 07.11.2021).
  • Projektbüro in Andernach wird eröffnet (03.12.2021).
  • Erster Zukunftsdialog zur Smarten Region MYK10 (Dezember bis Februar 2022) (Projektseite) (Link).
  • Ergebnisse des Zukunftsdialogs werden auf der Projektseite vorgestellt (03.03.2022) (Pressemitteilung Landkreis Mayen-Koblenz).
  • Smarte Region MYK10 nimmt an der Regionalkonferenz zum Thema „Smart-City-Strategien entwickeln“ teil (22.03.2022) (Facebook-Post, Link).
  • Zweiter Zukunftsdialog (29.03.2022) (Beitrag in Blick aktuell, Link).
  • Treffen der Projektgruppe Smarte Region MYK10 und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Mittelrhein (06.04.2022) (Facebook-Post, Link).
  • Projektbüro in Andernach unterstützt freies WLAN mittels einem Freifunk-Router (Facebook-Post, Link).
  • Kommunaldialoge finden im Kreisgebiet statt (17.05 bis 09.06.2022). Jeweils einmal als Abendveranstaltung und einmal mit Dialogstand an einem öffentlichen Platz (Pressemitteilung Landkreis Mayen-Koblenz, Link, und verschiedene Beiträge in Blick aktuell, zum Beispiel Link, Link).
  • Bürgerterminals sollen in fünf Pilotkommunen kommen (20.06.2022, Pressemitteilung Landkreis Mayen-Koblenz, Link).
  • Workshop „Zeitreise durch MYK“: Einsatz von Augmented Reality (AR) im Bereich Tourismus (22.07.2022) (Beitrag Blick aktuell, Link)
  • StartPlay-Conference an der Uni Koblenz (05.-06.08.2022) (Pressemitteilung Landkreis Mayen-Koblenz, Link).

Was sonst noch?

Parallel fanden verschiedene Bürgerwerkstätten statt. Beispielsweise zur Mobilität der Zukunft. Ein Ergebnis ist die Digitale Mitfahrerbank (Facebook-Post) (Link). Ähnliche Kooperationen erfolgten in allen Themengebieten des Projekts Smarte Region MYK10, zum Beispiel der Arbeitsgruppe Smarte Bildung (Link) oder auch der Arbeitsgruppe Smarte Arbeit (Link). Darüber hinaus erfolgten regelmäßige Sitzungen des Expertenbeirats (Link).

Jetzt kommst Du!

Allein die vielen Stationen auf dem Weg zur Strategie der Smarten Region MYK10 zeigen, wie wichtig dieses Thema für die teilnehmenden Kommunen aber auch für jede Bürgerin und jeden Bürger im Landkreis Mayen-Koblenz ist. Von daher: wenn Du Dir die Zeit nehmen kannst, melde Dich zum Zukunftsforum am 13. September 2022 in der Sayner Hütte an.

Hier der Link auf die Projektseite, auf der Du Dich auch direkt anmelden kannst.

Start der Veranstaltung ist um 13:00 Uhr. Auf der Agenda stehen folgende Punkte:

  • Eintreffen der Teilnehmer*innen, Registrierung, Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen (ab 13:00 Uhr)
  • Offizieller Start, Begrüßung (ab 14:00 Uhr)
  • Einblick in andere Smart City-Projekte
  • Vorstellung der Strategie Smarte Region MYK10
  • Pause
  • Workshops: Diskussion des Strategieentwurfs, Schärfung der Zielbielder
  • Lockerer Ausklang bei Musik und Snacks (ab ca. 19:00 Uhr)

Sehen wir uns?

Hurra: das war das 25. Meetup der agileKoblenz Community 

Veranstaltungstechnisch hat es die Region Koblenz in den letzten beiden Jahre ziemlich gebeutelt: viele Events mussten ausfallen, einige wenige fanden virtuell statt. Umso schöner, dass gerade das Jubiläums-Meetup von agileKoblenz in Präsenz stattfinden konnte. Bei tollem Wetter, mit einem tollen Programm und tollen Teilnehmer*innen. Wir waren am Stattstrand Koblenz mit am Start.

Das war zweifelsohne ein besonderes Meetup. Und das in mehrfacher Hinsicht:

  • Es war das 25. Meetup von agileKoblenz.
  • Es war das erste Meetup in Präsenz zwei langen „virtuellen“ Jahren.
  • Es war das erste agileKoblenz Meetup im Stattstrand.

Kein Wunder, dass sich das Orga-Team ganz besonders für diesen Abend ins Zeug gelegt hat. Mit Erfolg: neben einer tollen Location wartete ein abwechslungsreiches Programm auf die Teilnehmer – und jede Menge Raum für Networking.

agileKoblenzMeetup – eine Erfolgsstory

Die Geschichte von agileKoblenz beginnt auf dem Barcamp Koblenz im Jahr 2018. Und aus Idee, die bei einer Session vorgestellt wurde, entstand dann im Laufe der Zeit eine Community für agile Themen im Großraum Koblenz.

Meist trifft man sich im Abstand von zwei Monaten, um sich gemeinsam mit Gleichgesinnten über die unterschiedlichsten Themen rund um Agilität austauschen. Meistens in Form eines Open Space, bei dem das Programm quasi erst am Abend der Veranstaltung entsteht. Beliebt sind aber auch die von #agileKoblenz organisierten DeepDives: ein Abend, ein spezielles Thema, das in Form eines Impulsvortrags gestartet und meistens in einer Diskussion übergeht.

Weiter Infos zur #agileKoblenz Community kannst Du hier nachlesen.

Plakat bei 25. agileKoblenz Meetup

Die Location: der Happy-Gute-Laune-Place von Koblenz 

Der Stattstrand am Stadtrand ist einfach eine klasse Location: mit Hilfe von 800 Tonnen feinsten Quarzsand wird hier Urlaubsatmosphäre geschaffen. Und das nicht etwa zwei oder drei Flugstunden entfernt sondern direkt vor der Haustüre am heimischen Moselstrand. Der Uni-Campus, das TZK Koblenz und das Debeka DICE sind fußläufig erreichbar. 

Stattstrand am Stadtrand: Beachfeeling am Moselufer

Die Sessions beim agileKoblenz-Meetup

Leider (man kann sich ja nicht aufteilen) konnte ich nur an zwei Session teilnehmen und folgerichtig auch nur von diesen berichten:

Kreativitäts-Energizer mit Andrea

Bei dieser Session ging es darum, wie man Teilnehmer*innen aktiviert und die Kreativität oder das Teambuilding innerhalb einer Gruppe von Menschen fördern kann.

Den Start machte die Apfel-Challenge: Zwei Teams versuchen innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne möglichst viele Begriffe rund um einen vorgegebenen Startbegriff auf Papier zu bringen.

Beliebt ist dabei der Apfel (daher auch die Apfel-Challenge), funktioniert aber mit vielen Begriffen, wie zum Beispiel Stuhl, Auto oder Tasse.

Beispiel von Team 1 zur Apfel-Challenge

Weitere Infos (und vermutlich auch eine bessere Beschreibung) findest Du hier.

Das zweite Beispiel von Andrea war eine Kettenübung aus dem Improtheater: Ich bin ein Baum.

Dabei stellt sich ein Teilnehmer in die Mitte, nimmt die (seiner Meinung nach passende) Pose ein und sagt, was er darstellt. Zum Beispiel: „Ich bin ein Baum.“ Ein weiterer Teilnehmer tritt hinzu, um einen passenden Gegenstand darstellen zu können und sagt dan ebenfalls, was er ist. Bei uns war es ein Vögelchen. Beim dritten dann genauso. Sind drei Personen in der Mitte, tritt die erste Figur ab und kann eine der beiden anderen mitnehmen. Mit dem verbleibenden Teilnehmer geht es dann weiter.

Hat echt Laune gemacht.

Auch hier noch eine Web-Fundstelle.

Zum Ende kam dann von Lisa noch die Methode 1-2-3 dazu. Dabei stehen sich zwei Personen gegenüber und zählen abwechselnd von 1 bis 3 und dann immer wieder von vorn.

Wenn das einigermaßen klappt, wird der Schwierigkeitsgrad erhöht. Die Ziffer 1 wird durch eine Geste ersetzt (zum Beispiel klatschen).

Hat man sich auch daran gewöhnt, wird eine weitere Ziffer durch eine Geste ersetzt.

Ein toller Energizer!

Eine Session, die Laune gemacht hat, wie man sieht

Impro Session: Wert Offenheit mit Jan

Kein Wunder, dass ich bei der zweiten Session bei Jan gelandet bin. Bei Ihm ging es um Ideen, Offenheit und Wertschätzung. Es wurden Paare gebildet, die gemeinsam einen Dialog führen sollten.

Das Ziel: „Das nächste agileKoblenz Meetup planen!“.

In der ersten Runde musste einer der Partner eine Idee nach der anderen raushauen, während sein Gegenüber einfach alles mit „Nein“ ablehnte. In der zweiten Runde erläuterte einer wieder seine Ideen. Der andere lehnte diese wieder mit „Nein“ ab, musste aber ein passendes Argument liefern und einen Gegenvorschlag machen.

In der dritten und letzten Runde musste jeder Vorschlag mit „Ja – und…“ Beantwortet werden, wobei man die vorgeschlagene Idee, egal wie abwegig sie war, befürworten und – mehr oder weniger sinnvoll – ergänzen. Den Ball nahm dann der Partner auf und setzte mit „Ja – und …“ noch einen drauf.

Auch eine tolle Session, bei der nach jeder Runde eine kurze Feedback-Runde erfolgte.

Die Macher*innen: das OrgaTeam 

Ganz entscheidend für eine Community wie agileKoblenz ist das Orga-Team. Und die 25. Meetups in vier Jahren zeigen, dass sich hier ein klasse Team mit Ausdauer zusammengefunden hat. 

  • Dennis Willkomm: Scrum Master & Agile Coach – und zwischenzeitlich auch Autor (Roadmap durch die VUCA-Welt). 
  • Jan Krisor: Lean Methoden und Kulturveränderungen im Unternehmen sind bei ihm Leidenschaft und Profession. 
  • Andrea Kron: systemische Organisationsentwicklerin und Beraterin in Positiver Psychologie – und liebt Veränderungen. 
  • Gentiana Daumiller: Gründungsmitglied, selbstständige Agile Culture Coach und Macherin der FuckUp Nights Koblenz (jetzt nicht mehr aktiv im Orga-Team unterwegs, wenn auch das Herz noch genauso für die Community schlägt). 

Gut zu wissen: das Orga-Team von agileKoblenz hat sich verstärkt und verzeichnet zwei Neuzugänge:

Dankeschön an das TZK Koblenz

Natürlich darf bei so einem Blogartikel nicht das besonders dicke Dankeschön an das Technologiezentraum (TZK) Koblenz für die Unterstützung des Events fehlen. Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich und ich bin fest überzeugt, dass sich der Einsatz für eine starke, bunte und vielfältige Community in Koblenz lohnt und auszahlt!

Fazit

Das war nach langer Zeit wieder ein tolles Meetup von agileKoblenz in Präsenz. Da hat vom Wetter über den Zeitpunkt, die Location, die Teilnehmer*innen, das Programm und und und einfach alles gestimmt.

Bleibt mir eigentlich nur, den Tweet von agileKoblenz einzubinden:

Zweiter Zukunftsdialog Smarte Region MYK10: Smart Cities Projekt nimmt weiter fahrt auf

Die Smarte Region MYK10 soll mit und für die Bürger*innen gestaltet werden. Denn Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um in vielen Lebensbereichen Verbesserungen zu erzielen und insgesamt die Lebensqualität zu steigern. Die Beteiligung der Bürger*innen ist daher in immens wichtig. Aus diesem Grund fand am 29.03.2022 der Kickoff für den zweiten Zukunftsdialog statt. Wir waren bei dem Event dabei – hier unser Bericht.

Wie möchten wir künftig in unserem Landkreis leben, wohnen, arbeiten und uns fortbewegen?“ Die Fragestellung von Sonja Gröntgen, Chief Digital Officer des Landkreis Mayen-Koblenz, ist bewusst weit gefasst. Und sie spricht jeden an, der im Kreisgebiet MYK lebt, arbeitet oder in sonstiger Art und Weise hier verwurzelt ist.

Mit dem zweiten Zukunftsdialog startet innerhalb des Projekts MYK10 eine neue Phase. Und wieder steht die Bürgerbeteiligung im Mittelpunkt.

Zweiter virtueller Zukunftsdialog

Der zweite Zukunftsdialog fand am 29. März 2022 als Online-Event statt. Moderiert von Helena Schmidt (Zebralog) fanden sich an dem Abend mehr als siebzig Teilnehmer*innen in einem Zoom-Meeting ein. Sie erwartete ein eineinhalbstündiges Programm rund um das Projekt Smarte Region MYK10.

Virtuelle Auftaktveranstaltung via Zoom-Meeting

Nach der Begrüßung und technischen Hinweisen folgte als Einstieg ein kurzer Abriss zum Projekt Smarte Region MYK10 durch Sonja Gröntgen. Dazu gehörten die wichtigsten Eckpunkte zum Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundes, ein Überblick über die Teilnehmer am Projekt sowie zu den schon erfolgten Veranstaltungen. Die Angaben kann man unter anderem auf der Website des Projekts selbst oder auch in einem Artikel hier im Blog nachschlagen.

In der Überleitung zum nächsten Programmpunkt folgten einige Mentimeter Umfragen.

Wortwolke aus der Mentimeter-Umfrage: „Wie sind Sie auf das Projekt aufmerksam geworden?“

Sie zeigten einige interessante Aspekte. Zum Beispiel waren die Antworten auf die Frage „Wie sind Sie auf das Projekt aufmerksam geworden?“ unheimlich bunt gemischt. Und beim „Woher kommen Sie?“ hat es – nach dem Spitzenreiter Koblenz – meine Heimatstadt Mayen immerhin auf den 5. Platz geschafft.

Immerhin hat es meine Heimatstadt Mayen auf den 5. Platz im Ranking der Teilnehmer geschafft.

Impulsvortrag: Entwicklungsszenarien und Visionen für die Smarte Region MYK10

Es folgte der Impuls-Vortrag von Dr. Daniel Dettling. Der Zukunftsforscher vom Zukunftsinstitut umriss vier mögliche Zukunftsszenarien für unseren Landkreis. Jede eine mögliche Variante, die sich durch unterschiedliche Positionierung innerhalb eines Koordinatensystems definiert. Das System wird dabei unterschieden in den Grad der Vernetzung (von lokal bis global) und die Grundhaltung der Gesellschaft (von optimistisch bis hin zu pessimistisch).

Schnell wurde klar, dass die Mehrheit der Teilnehmer*innen sich als Wunschmodell für den Landkreis eine optimistische, globale – oder besser: vernetzte – Gesellschaft wünschen.

Umfrage: Welches Szenario von Dr. Dettling halten Sie für wünschenswert?

Interessant – und für mich neu – war der Begriff der Glokalisierung, die von Dr. Dettling in seinem Vortrag beschrieben wurde. Sie steht für eine gesunde Mischform: auf der einen Seite die Weltwirtschaft, das zusammentreffen von unterschiedlichen Kulturen und eine zunehmende Internationalisierung. Auf der anderen Seite der Wunsch vieler Menschen, lokale Produkte zu nutzen, regionale Strukturen zu stärken. Die Vorteile ergeben sich aus einen miteinander beider Ausrichtungen.

Dr. Daniel Dettling vom Zukunftsinstitut

An dieser Stelle wurde dann auch erstmal der Begriff der Glokalisierung von Dr. Dettling genannt. Sie steht für eine gesunde Mischform: auf der einen Seite die Weltwirtschaft, das zusammentreffen von unterschiedlichen Kulturen und eine zunehmende Internationalisierung. Auf der anderen Seite der Wunsch vieler Menschen, lokale Produkte zu nutzen, regionale Strukturen zu stärken. Die Vorteile ergeben sich aus einen miteinander beider Ausrichtungen.

Zukunftsthesen für die Smarte Region MYK10

Als letzten Programmpunkt des Abends wurden von Sonja Gröntgen die nun anstehenden Aufgaben im Projekt vorgestellt. Dreh- und Angelpunkt bilden dabei zwölf Thesen. Diese sind auf der Grundlage des ersten Zukunftsdialogs entwickelt worden.

Drei dieser Thesen stellte Sie kurz vor:

Die anderen Zukunftsthesen kannst Du ab sofort auf der Website des Projekts Smarte Region MYK10 nachlesen – und Dich am besten auch gleich mit Deinem Feedback beteiligen!

Region Mittelrhein: Warum wir 2022 digital durchstarten werden 

2022 wird für unsere Region Mittelrhein im digitalen Bereich ein temporeiches Jahr werden. Warum? Weil noch nie so viele unterschiedliche Player am Start waren, die uns in der einen oder anderen Richtung digitaler, smarter oder vernetzter machen wollen. Es lohnt sich daher, einen Blick auf die Digitalexpertinnen und –experten und Ihre Initiativen zu werfen.

Tatsächlich standen die Zeichen selten so auf „Go!“ wie gerade jetzt zu Beginn von 2022. Trotz Corona und der damit einhergehenden Einschränkungen. Etablierte Player der Szene in der Region Koblenz-Mittelrhein werden ergänzt durch neue Initiativen. Und alle gemeinsam versuchen sie, die Region nach vorne zu bringen. Ein positiver Spirit, den man unterstützen muss!

Werfen wir einfach mal einen Blick auf die Akteure:

Smarte Region MYK10

Seit September 2021 nimmt das smarte Projekt des Landkreis Mayen-Koblenz beständig Fahrt auf: Auftaktveranstaltung, Ideenwettbewerb, ein wachsender Mitarbeiterstab und das Projektbüro in Andernach. Es herrscht ein beständiger Strom an positiven Nachrichten.

Aktuell steht der nächste Meilenstein an: das erste Dialogfenster, bei dem der offene Austausch mit den Bürger*innen des Landkreises gesucht wird.

Das Dialogfenster ist noch bis zum 10. Februar geöffnet. Von daher lohnt sich schon aus diesem Grund ein Blick auf die Projektseite von Smarte Region MYK10.

Meine Meinung: vermutlich das größte und auch spannendste Vorhaben, dass uns nur 2022 und darüber hinaus begleiten wird.

IT Stadt Koblenz mit neuer Vorstandsspitze

Anfang Dezember 2021 trat der neu gewählte Vorstand der IT Stadt Koblenz zusammen. Nach der Wahl im November des vergangenen Jahres führt nun Frau Prof. Dr. Maria Wimmer von der Universität Koblenz-Landau die Geschicke des Vereins. Der bisherige Vorsitzende, Ralph Brubach von der Confluentis IT Capital GmbH, bleibt als Vertreter dem Vorstand erhalten. Neu ins Team gewählt wurde Christoph Surges vom DICE.

Meine Meinung: eine gute Mischung aus Kontinuität und Erneuerung, die der IT Stadt Koblenz gut tun wird. Aus meiner Wahrnehmung war es in 2021 eher ruhig um die IT Stadt Koblenz geworden.

Region56plus

Zugegeben: der Begriff „Regionalmarketinggesellshaft r56+“ klingt ein wenig sperrig. Die Idee dahinter ist es nicht. Im Gegenteil: Region56Plus fördert das Potential der Region Mittelrhein als attraktiven Wirtschaftss- und Bildungsstandort.

Aktionen wie #endlichdaheim, der R56+ Award 2021 und vor kurzem der eRACING-CUP 2021 setzen Highlights und zeigen, dass es zwischen den Metropol-Regionen Köln-Bonn und Rhein-Main einen weiteren Player gibt, der einiges zu bieten hat.

Meine Meinung: die Aktionen von Region56+ in 2021 haben gezeigt, dass das Bündnis unter der gemeinsamen Marke #Region56+ sich auch durch Corona nicht ausbremsen lässt. Und für 2022 bin ich schon auf die weiteren Aktionen gespannt.

Digimit2

Ganz frisch in der Region angekommen: Digimit2 – das Kompetenzzentrum digitale Technologien Mittelstand für die Region Mittelrhein-Westerwald. Das Team rund um Christoph Szedlak will zentrale Anlaufstelle & Netzwerkknoten für eine branchenübergreifende Abstimmung von digitalen Angeboten für Unternehmen werden.

Digimit2 findet Ihr auch auf LinkedIn.

Meine Meinung: ohne starke Unternehmen keine starke Region. Und auch wenn sich die Angebote von Digimit2 primär an die kleinen und mittleren Unternehmen richten: schlussendlich werden Menschen die digitale Transformation in die Unternehmen tragen und dort voran bringen. Von daher bin ich auf die ersten Aktionen und Veranstaltungen gespannt.

Mittelrhein.Digital

Nicht ganz so frisch wie Digimit2, aber auch erst 2020 an den Start gegangen: Mittelrhein.Digital. Zu der Konstellation habe ich mir selbst noch kein genaues Bild machen können. Die Beschreibung auf der Website von Mittelrhein.Digital klingt durchaus so, als ob hier ebenfalls ein Inkubator für die Digitalisierung der Region entsteht: „Mittelrhein.Digital ist eine Initiative der ansässigen Unternehmen aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz, die gemeinsam die Digitalisierung in der Region vorantreiben.“

Zu den Mitgliedern gehören (unter anderem) die Universität Koblenz, die Hochschule Koblenz, die evm, ZF, designfunktion und die Debeka.

Meine Meinung: ein neues, spannendes Netzwerk, das durchaus Potential entfalten kann.

Was ist Eure Meinung?

Was meint Ihr? Sind wir für 2022 digital gut aufgestellt oder gibt es Bereiche, in denen noch Lücken bestehen? Oder habe ich vielleicht einen Player übersehen? Dann hinterlasse mir einen Kommentar. Entweder hier im Blog oder auf Facebook, Twitter oder Instagramm.

Recap zum Barcamp RheinMain 2021: Wenn digital sich gut anfühlt

Das war es also: das Barcamp RheinMain 2021. Nachdem das Event im letzten Jahr ganz ausfiel folgte nun eine digitale Edition. Motto: „bcrm goes digital!“. Wie hat sich das in einer Zeit angefühlt, in der viele von „Digitalmüdigkeit“ sprechen? Und vor den Erfahrungen aus drei tollen Barcamps in der Vergangenheit? Das sind Fragen, auf die wir in unserem Bericht zum Barcamp RheinMain eingehen …

Das Barcamp RheinMain

Das Barcamp RheinMain 2021 war bereits mein vierter Ausflug zu unseren südlichen Nachbarn. Doch anders als in den Jahren 2016, 2018 und 2019 fand das Barcamp diesmal nicht in Präsens statt. Wie so viele andere Events muss das Barcamp RheinMain Digital stattfinden. Die Macher setzten dabei auf ein ziemlich einfaches Konzept: die ganze Veranstaltung fand in Zoom statt. Natürlich mit Breakout-Sessions. Das hatte den Vorteil, dass die technischen Hürden für die Teilnehmer gering waren und das Setup entsprechend einfach gehalten werden konnte. Das ist zumindest ein Vorteil nach 22 Monaten Pandemie: nahezu jeder hat schon mal an einem Zoom-Meeting teilgenommen.

Und wo war der Raum für das Networking der Teilnehmer …? Da hat der Verein zur Förderung der Netzkultur im Rhein-Main-Gebiet e.V., der hinter dem Barcamp RheinMain steht, eine ebenso einfache wie pragmatische Lösung gefunden: neben den Session-Räumen standen in Zoom zusätzlich Breakoutsession-Räume für das Networking zur Verfügung. Beispielsweise eine Kaffeeküche, die ja bekanntlich bei Live-Barcamps oft ein Hotspot ist.

Ich selber bin meist im „großen“ Raum hängen geblieben, weil sich auch dort immer wieder interessante Gespräche in den Pausen entwickelt haben. Das zeigt, dass das Konzept aufgegangen ist. Ja: „Live“ ist natürlich was anderes. Aber manchmal muss man halt nehmen, was man bekommt.

Sessionplanung, Jobwall

Die Moderation an diesem Tag haben Tom Klose und Samater „Sam“ Liban gewuppt. Und das haben beide sehr gut gemacht: entspannt, unaufgeregt und (meistens) auch Herr der (technischen) Lage.

Das Moderatoren-Team: Tom & Sam

Die offiziellen Zahlen habe ich zwar nicht, aber ich schätze, dass sich mehr als 80 TeilnehmerInnen an diesem Samstag auf Zoom tummelten. Entsprechend prall gefüllt stellte sich die Sessionplanung dar. Zum Schluss fanden sich dort 22 Einträge wieder. In jedem der 40 Minuten-Slots fanden vier oder fünf Sessions parallel statt. Wie bei jedem Barcamp musste man sich auch hier wieder zwischen tollen Themen entscheiden.

Eine Twitterwall gab es diesem Tag nicht (macht bei einer digitalen Edition auch wenig Sinn). Aber eine Jobwall wurde angeboten – und wie man sieht auch genutzt.

Bewegung an der Jobwall des Barcamp RheinMain

Die Sessions

Natürlich konnte ich nicht an allen 22 Sessions teilnehmen (obwohl ich mir das manchmal gewünscht hätte). Trotzdem hier ein kurzer Einblick:

Mobile Apps in 5 Minuten auf dem Handy mit LowCode (geeignet ab 9. Klasse für euch getestet)

Bei der Session von Thomas Nolte ging es um Technik. Sein Versprechen: „In fünf Minuten habt Ihr eine selbstgemachte App auf dem Smartphone.“

Saxotom bei seiner Technik-Session

Da hatte sich Saxotom was vorgenommen! Nicht, dass ich es ihm nicht zutrauen würde. Ich hatte nämlich schon im Vorfeld sein Projekt auf Twitter verfolgt. Aber via Zoom ist das dann doch noch eine andere Hausnummer.

Bei der Session lotste uns Tom durch die Anwendung Outsystems. Bei Outsystems handelt es sich um eine sogenannte „Low-Code-Plattform“, die für die schnelle Entwicklung von Apps auf Android und iOS gelobt wird. Und wer hat sich das nicht schon immer gewünscht: die eigene App entwickeln, ohne von Developern abhängig zu sein?

Und so war es kein Wunder, dass sich einige Mutige zusammenfanden und – unter Toms Führung – auf die Reise gingen. Als Hemmschuh stellte sich schnell die unterschiedliche Hardwareausstattung heraus. Von Windows, Linux, Apple bis hin zum Smartphone oder Tablet war wirklich alles am Start.

Aber (Long Story short): am Ende der Session (sprich: nach 45 Minuten, weil wir ein bisschen überzogen haben) hatte ich

  • einen Account bei Outsystems angelegt.
  • die Entwicklerumgebung auf meinen zweiten Notebook (Windows 10) installiert.
  • ein erstes Einstiegsprojekt im Schnelldurchgang erstellt.
  • zum Schluss einen Testlauf der App auf meinem Android-Smartphone absolviert.

Also ich würde sagen: Tom hat geliefert.

Verifizierung von Social-Media-Inhalten im Nachrichtenjournalismus

Diese Session von Jörn Ratering war meine zweite Station. Jörn ist Rechercheur beim ZDF und er hatte seinen Slot mit jeder Menge Mitmach-Content gespickt. Jörn zeigte anhand verschiedener Nachrichten auf, wie die Faktenchecker beim ZDF vorgehen, um den Wahrheitsgehalt einer Meldung zu bestätige – oder halt zu wiederlegen. Und im Anschluss an jedes Beispiel hatten die Teilnehmer Gelegenheit, die Tipps selbst auszuprobieren.

  • Ist das Bild von der Autobahn in der Wüste echt?
  • Wurde der Hubschrauber wirklich an der angegebenen Stelle abgeschossen?
Jörn und mein Setup an diesem Tag

Obwohl ich mich in meiner Freizeit schon öfter mit dem Thema beschäftigt habe, waren bei dem Vortrag von Jörn auch für mich neue, überraschende Beispiele dabei. Zum Beispiel dieser (Falsch-) Tweet, der es immerhin bis in die Nachrichten des Hessischen Rundfunks schaffte:

Beim ZDF besteht das Team der Faktenchecker übrigens aus vier Personen, von denen immer einer im Dienst ist. Angesichts der wichtigen Aufgabe und der gigantischen Flut an Fakenews bei Leibe kein leichter Job.

Eine Graswurzelinitiative im Konzerndschungel starten?!

Nach der Mittagspause ging es weiter mit der Session von Stefan Häfner von der R+V Versicherung. In seiner Session hat er uns mit auf eine abenteuerliche Reise durch einen Konzern genommen. Und es ging – am Hintergrundbild kann man es erahnen – um Bienen.

Ja, auch so können Abenteurer aussehen: Stefan Häfner

Stefan erzählte uns, wie er das Firmengelände kurzerhand „gekapert“ hat und in einen Bienengarten verwandelte. Schon zu beginn hatte er dabei den richtigen Riecher. Denn statt sich im Vorfeld auf langwierige Diskussionen mit Allergikern & Co. einzulassen, hat er einfach gemacht! Denn: geht man mit einer Idee zu früh an die Öffentlichkeit, weckt man neben Mitstreitern natürlich auch die Skeptiker und es kommt rasch Gegenwind auf.

Erst nach und nach, nachdem erste Erfolge sichtbar wurden, ging Stefan daran, seine Idee zu teilen. Sein Tipp:

Und so kam es, dass das Projekt immer weitere Kreise zog und schrittweise auch vom Konzern selbst wahrgenommen wurde.

Learning aus dieser Session (könnte auch das Motto von Stefan sein):

Tausche Beraterjob gegen Lebenssinn

Die Session Tausche Beraterjob gegen Lebenssinn war aus mehreren Gründen die aus meiner Sicht emotionalste. Zum einen habe ich Frank schon zig mal bei Barcamps getroffen, hatte mich im Vorfeld auf das Thema gefreut – und war war dann doch von der Offenheit überrascht, mit der Frank über seine Lebensplanung berichtete.

Frank Hamm – Der Entspannende

Locker & wunderbar unaufgeregt schilderte Frank seinen Werdegang, in den sich – mit Ausnahme der letzten Phase – wohl viele von uns hineinversetzen können: Bundeswehr (Luftwaffe), anschließend Anwendungsentwickler, IT-Berater, Web-Entwickler, PR Consultant, selbstständiger Berater für Kommunikation & Kollaboration – und dann: Blogger, Wander- und Gästeführer, Wanderbuch-Autor und Kultur-und Weinbotschafter Rheinland-Pfalz.

Da hatten einige der Teilnehmer Fragen. Und das führte dann zu einer angeregten Diskussion rund um Lebensplanung, Absicherung und Zufriedenheit mit dem, was man tut. Letzteres ist Frank in jedem Fall gelungen. Allerdings wurde auch klar, dass Frank diese neue Phase im Berufsleben nicht ohne seine Frau hätte realisieren können:

Als Wanderbuch-Autor wird man nicht reich.

Franks Rat: Wartet nicht zu lange mit einer Entscheidung.

Von meiner Seite an dieser Stelle nochmal Danke für die Session, Frank, die mir sehr gut gefallen und aus der ich einige Anregungen mitnehmen konnte.

Und dann noch – Danke an die Sponsoren!

Barcamps wachsen nicht auf den Bäumen. Sie werden getragen von einer kleine Gruppe von Machern, einer größeren Gruppe von Teilnehmern – und von den Sponsoren, die dabei helfen, eine Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Dabei ist es egal, ob ein Barcamp in Präsenz oder rein Digital stattfindet.

Von daher auch von mir ein dickes „Dankeschön!“ an die Sponsoren des Barcamp RheinMain 2021!

supernju

„We mage people innovate“ Damit ist auch schon alles verraten: supernju ist ein Innovationsberatung, die dabei hilft, den Menschen in Unternehmen, Organisationen und Institutionen die besten Ideen, Konzepte und Strategien zu entwickeln.

giinco

giinco kommt ebenfalls aus der Beraterschiene, hat aber einen anderen Fokus. Hier geht es um die Entwicklung von Strategien für eine integrierte und digitale Kommunikation.

United Digital Group

Die United Digital Group hat sich dem Thema Customer Centricity verschrieben. Und sie hilft Unternehmen, die digitale Transformation im Vertrieb und im Marketing zu meistern.

Deutsche Bahn

Deutsche Bahn…? Really? Ja, wirklich. Denn wenn ein Konzern ohne digitales Mindset aufhören würde zu existieren, dann wäre es die Deutsche Bahn. Und das auch jenseits von Skydeck.

R+V Versicherung

Last-but-not-least – die R+V Versicherung. Sie ist nicht nur eine der größten Versicherungsgesellschaften Deutschlands. Sie ist auch bei der Unterstützung des Barcamp RheinMain eine feste Größe und in der RheinMain-Region einer der Treiber der Digitalisierung.

Fazit

Was soll ich sagen? Ich bin ein Fan des Barcamp RheinMain, das auch in der digitalen Edition seine Stärken ausspielen konnte. Nämlich gute Organisation, tolle Teilnehmer und inspirierende Sesssions.

Und – ja: es gibt eine digitale Müdigkeit, der Wunsch, wieder Menschen Face-to-Face zu treffen. Aber solange die Zeit noch nicht reif dafür ist, sind Events, sind Leuchttürme wie der Barcamp RheinMain unheimlich wichtig.

Rückblick

Da wir schon viermal beim Barcamp RheinMain dabei waren, gibt es noch drei weitere Blog-Artikel, in die Du vielleicht reinschnuppern möchtest.

Hier die Links:

Noch mehr?

Nun: dann hätten wir noch das Wakelet anzubieten, in dem (fast) alle Tweets vom Barcamp RheinMain 2021 zusammengefasst wurden.

Zur Wakelet-Sammlung geht´s hier.