Google Art Selfie: auf der Suche nach dem Selfie-Ebenbild

Anfang 2018 hat Google® in seiner App Arts & Culture eine neue Funktion freigeschaltet und damit erreicht, dass innerhalb kürzester Zeit mehr als 78 Millionen Nutzer Selfies von sich machten. Warum? Sie suchten nach Ihrem Selfie-Ebenbild in den Kunstsammlungen dieser Welt …

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Die Rede ist von der Funktion Art Selfie, die in der Google Arts & Culture App integriert wurde. Die Funktion ist Teil eines KI-Experiments von Google: dabei macht der Nutzer ein Selfie und die App sucht im Anschluss in zehntausenden von Kunstwerken nach dem (optisch) passenden Gegenstück. Die besten Treffer werden innerhalb der App angezeigt. Inklusive der Angabe, wo sich das Kunstwerk befindet, wie es heißt, wer der Künstler und wie hoch die prozentuale Übereinstimmung ist. Wer möchte, kann an dieser Stelle noch weitere Informationen über das Kunstwerk anfordern und so Schritt für Schritt tiefer in die Geschichte des Kunstwerkes und des Künstlers abtauchen.
Das funktioniert natürlich nur, weil viele Museen und Kunstsammlungen bei diesem Projekt mit Google zusammenarbeiten. Das Ziel der Kooperation ist es, neue Wege zu erschließen, um Menschen Kunst näher zu bringen und sie für dieses Thema zu interessieren und neugierig zu machen. Die App selbst ist im Rahmen der Arbeiten von Google im Bereich maschinelles Lernen entstanden.

Und wie sieht das Ergebnis aus?

Im Normalfall lustig & unerwartet. Und natürlich extrem abhängig von der Art des Selfies, dass Du verwendest. Mit ohne Brille, Mütze, selbst die Kleidung kann (zu einem geringen Teil) Einfluss auf die Suchergebnisse haben.
Einen guten Vorgeschmack bekommt man, wenn man zum Beispiel bei Twitter nach dem Hashtag #ArtSelfie sucht. Hier der Link auf den Suchstring.
Natürlich habe ich die App auch ausgiebig getestet. Einige der Ergebnisse habe ich beigefügt (der Typ mit dem Cowboy-Hut hab mit am besten gefallen).

Das wichtigste: die Links zur App

Die in diesem Artikel beschriebene App gibt es für beide relevanten Smartphone-Welten:
Hier der Link auf die App im Apple® itunes-Store.
Und hier gehtś lang für alle, die die Android-Variante im Google Play Store suchen.
By-the-way: die App ist natürlich kostenfrei!
Und zum „roundup“ hier noch der Link auf den offiziellen Google-Blog-Artikel zum Thema.

Und jetzt Ihr!

Ladet Euch die App runter und sucht in den Kunstwerken dieser Welt nach Eurem Selfie-Gegenstück. Postet das Ergebnis entweder auf unserem Facebook- oder Twitter-Kanal.

Wir sind gespannt.

Ach so: und den Hashtag #ArtSelfie nicht vergessen!

CEBIT – „Ich bin dann mal weg …“

So schnell kann es gehen: 33 Jahre und dann – ZACK! Aus und vorbei. In der Pressemitteilung liest sich das so: „Die Deutsche Messe bereinigt ihr Veranstaltungsportfolio.“ Wer hätte das gedacht? Ich bin quasi mit der CEBIT groß geworden. Die CEBIT war eine Institution. Ein Event, auf dem man dabei sein wollte. Und als Firma dabei sein musste. Sehen und gesehen werden.

Wehmütiger Blick zurück

Zugegeben: wirklich überraschend war das Ende nicht. Es hat sich abgezeichnet. Die schlechten Besucherzahlen bei der CEBIT 2018 waren mehr als deutlich. Selbst der Artikel hier im Blog unter der Überschrift Quo vadis, CEBIT hatte einen eher düsteren Tenor. Vielleicht war es auch die erste Vorahnung auf das unvermeidlich näher rückende Ende einer Ära.

Doch die Veranstalter der Messe machten uns, den Besuchern, und vermutlich auch sich selbst, Mut: neues Konzept, neues Zielpublikum – wir schaffen die Wende. Jetzt, einige Monate später hat man sich umentschieden: die CEBIT 2018 war gleichzeitig die Letzte. Das aus nach insgesamt 33 Messejahren mit Höhen und Tiefen.

Offenbar ist zum Abwärtstrends der Besucherzahlen auch ein Schwund bei den Flächenbuchungen für 2019 gekommen. Klares Zeichen, dass die Aussteller das neue Konzept aus Messe, Konferenz und Festival nicht mittragen wollten.

Schade.

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Und wie geht es weiter …?

Nach der Presseerklärung der CEBIT zu urteilen werden die verbleibenden Aussteller und Themen aufgeteilt. „Industrienahe Digitalthemen“ sollen zur Hannover Messe wandern. Für die „übrigen“ Themenfelder werden inhaltliche Fachveranstaltungen entwickelt, die sich „gezielt an Entscheider ausgewählter Branchen richten„.

Da kann man jetzt von halten, was man will. Bei Messen, die sich an „Entscheider“ richten, darf ich natürlich nicht mit hohen Besucherzahlen rechnen (von daher ist auch die rückläufige Besucherzahl der CEBIT 2018 ein relativer Wert).

Schade, alte CEBIT – es waren schöne Zeiten

Ein bisschen Wehmütig ist er schon, der Gedanke, dass es jetzt keine CEBIT mehr geben wird. Über lange Jahr war sie die Leitmesse, auf die die Welt geschaut hat – und auf der die Welt zu Gast bei uns war. In Hannover. Ich war bestimmt nicht jedes Jahr dort, aber zumindest habe ich mir jedes Jahr die Frage gestellt: „Fahre ich dieses Jahr nach Hannover oder nicht?„.

Aus meiner Sicht ist es fraglich, ob es nach dem Aus für die CEBIT in Deutschland noch einmal gelingen kann, den Grundstein für eine neue und wichtige Messe in diesem Themenbereich zu legen. Leitmessen in der digitalen Welt werden wohl woanders stattfinden: Mit der CES Consumer Electronics Show in Las Vegas oder dem Mobile World Congress in Barcelona.

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RIP, CEBIT. Es war schöne Zeiten mit Dir in Hannover.

Wie war es bei Dir?

Hast Du noch alte Fotos von Deinen CEBIT-Besuchen? Dann teil Sie doch mit uns! Am besten als Antwort auf Twitter oder auf Facebook als Kommentar zu diesem Post. Würde mich freuen & interessieren.

Blockchain – Hype oder Innovation?

Kein Pitch, in dem dieses Wort fehlt. Kein Startup, das nicht eine Lösung damit plant. Keiner Technik wird soviel zugetraut wie ihr. Gleichzeitig ist keine so geheimnisumwittert. Wenn es in den letzten Jahren ein Buzzword der Gründerszene gegeben hat, dann ist es die Blockchain. Ihr traut man (fast) alles zu. Sie kann die Welt aus den Angeln heben. Aber nur wenige wissen wirklich, was hinter dem Wort steckt – und wie man die Technik sinnvoll einsetzen kann …

Die Macher des Events

Als ich hörte, dass IT Stadt Koblenz einen Vortrag zu dem Thema Blockchain organisiert, war ich sofort Feuer & Flamme. Wann hat man schon die Gelegenheit, das eigene Wissen zu einer solch sagenumwobenen Technologie aus erster Hand zu erweitern? Eben!
Das Ganze fand am 28.11.2018 in den Räumlichkeiten des Technologiezentrums (TZK) Koblenz statt. Zu dem Event hatten – neben der IT Stadt Koblenz  – die Gesellschaft für Informatik e.V. sowie das Netzwerk ITK & Neue Medien (IHK Koblenz) eingeladen.
Und man hatte kompetente Vortragende für den Abend verpflichtet:
Maximilian Weigel (CTO) und Holger Heinz, beide von Blocklink AG Koblenz (hier der Link auf die Website). Wie der Firmenname schon verrät: dieses noch junge Startup aus Koblenz weiß, was Blockchain ist – und wie man sie einsetzen kann.

Vortrag im Technologiezentrum

Zu dem Vortrag im TZK hatten sich rund 45 Interessierte eingefunden. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden der IT Stadt Koblenz, Ralph Brubach, ging es „ans Eingemachte“.

Einem größeren Publikum bekannt geworden ist die Blockchain vermutlich im Jahr 2008, als die digitale Währung Bitcoin von sich Reden machte. Und hier liegen auch – irgendwie – die Wurzeln: es geht bei der Technologie darum, eine zuverlässige Aufzeichnung von Dingen zu etablieren und zu gewährleisten. Die Blockchain stellt dabei sicher, dass die Daten nicht verändert werden und auch, dass die Daten für alle Verfügbar sind.

Man spricht dabei von einem Konsens innerhalb des Netzwerks. Dieser Konsens ist auch einer der Hauptunterscheidungsmerkmale zu „klassischen“ Datenhaltungen: es gibt keine zentrale Stelle, keinen „Admin“ oder ähnliches, der als letzte Autorität fungiert. Das System (oder die Mehrheit im System) stellt die Richtigkeit von Daten & Transaktionen fest und garantiert deren Integrität. Dabei ist das Design der Blockchain so aufgebaut, das sowohl die Daten selbst als auch die Transaktionen in der Blockchain gespeichert werden. Kryptographie stellt dabei sicher, dass keine Manipulationen vorgenommen werden können (oder nur mit einem Aufwand, der ein solches Unterfangen von vornherein sinnlos werden lässt).

Fazit

Die Fragen aus dem Publikum zeigten, dass das Interesse am Thema Blockchain groß ist. Sie machten jedoch auch deutlich, dass Vertrauen in die Blockchain erst noch aufgebaut werden muss. Mit Interesse wurden dabei die Bemühungen der öffentlichen Hand – beispielsweise in Schweden – zur Kenntnis genommen.

Darum schließt dieser Artikel mit einem Zitat aus dem Vortrag von Maximilian: „Die Chancen und die Probleme sind gewachsen.

Recap zum Barcamp Rhein-Main 2018 in Wiesbaden

Es gibt mittlerweile eine große Anzahl von Barcamps allein in Deutschland. Und die Liste wird jedes Jahr länger. Doch man muss Realist bleiben: man kann einfach nicht alle besuchen. Darum konzentriert man sich oft auf die eigene Region. Koblenz, Bonn und vielleicht noch Köln kommen einem da zunächst in den Sinn. Doch auch südlich von uns tut sich was: zum Beispiel beim Barcamp Rhein-Main. Interessanterweise ein Barcamp ohne festen Heimathafen. Und eines, dass in diesem Jahr zu einem Jubiläum eingeladen hat … 

In diesem Jahr fand das Barcamp wieder einmal in Wiesbaden statt. Und weil sich bei unseren „südlichen Nachbarn“ auch jemand von Koblenz Digital zeigen sollte, habe ich mir das für den 24.11.2018 auf die Fahnen geschrieben.
Das war übrigens bereits mein zweiter Besuch beim #BCRM. Die erste Stippvisite fand schon 2016 statt. Aber das könnt Ihr in diesem älteren Blog-Artikel nachlesen.

Barcamp – was war das noch gleich…?

Wenn jetzt einige ein Fragezeichen auf der Stirn stehen haben und nicht wissen, was ein Barcamp ist: einfach zum Ende dieses Artikels scrollen: dort habe ich die wichtigsten Punkte zur Fragestellung „Was-ist-ein-Barcamp?“ und wie funktioniert es, zusammengefasst.

Alle anderen können gleich hier in den Recap zum Barcamp Rhein-Main 2018 einsteigen.

Über das BarCamp Rhein-Main

Das Barcamp Rhein-Main feierte in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag. Und zumindest ein Teil der rund 200 Teilnehmer war wohl auch als Gratulant unterwegs nach Wiesbaden, um diesen runden Geburtstag zünftig mit einem tollen BarCamp zu zelebrieren.

Die Macher hinter dem Barcamp sind im Verein zur Förderung der Netzkultur im Rhein-Main-Gebiet e.V. organisiert. Weitere Infos findet Ihr auf deren Website. Ist interessant, weil die Macher noch weitaus mehr auf der Agenda haben als „nur“ diese Un-Konferenz.

Das Barcamp Rhein-Main ist – anders als beispielsweise das Koblenzer Barcamp – nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Vielmehr geht es munter durch das gesamte Rhein-Main-Gebiet. Stationen waren bisher

  • Mainz (2009)
  • Darmstadt (2010)
  • Mainz (2011)
  • Wiesbaden (2012)
  • Dieburg (2013)
  • Frankfurt (2014)
  • Bingen (2015)
  • Wiesbaden (2016)
  • Offenbach (2017)
  • Wiesbaden (2018)

Weitere Infos – sowohl zu kommenden aber auch zu den bereits vergangenen Veranstaltungen – findet Ihr auf der Website des Barcamps Rhein-Main.

Die Location: Akademie der R+V-Versicherung

Das Barcamp Rhein-Main fand in diesem Jahr in den Räumen der Akademie der R+V-Versicherung statt. Der Campus liegt südöstlich vom Stadtzentrum Wiesbaden. Von Koblenz ist man in knapp einer Stunde vor Ort.

Zur Location selbst nur ein Wort: Cooooooooooooool. Kann man nicht anders beschreiben. Werft einfach mal einen Blick auf die Website der R+V-Versicherung: dort gibt es einen virtuellen Rundgang durch den Campus!

Der Campus der R+V hat einen Fläche von rund 600 m², ist mit modernster Seminartechnik ausgestattet, gerade mal ein Jahr alt und darum auch super geeignet als Location für ein Barcamp.

Die erste Session: Quora

Bei der ersten Session gleich eine Überraschung: da gibt es einen neuen Service im Web, von dem ich in meiner Filterblase noch nichts gehört habe!

Erschreckend. 🙂

Quora wurde uns quasi aus erster Hand vorgestellt – und zwar von Kersten Ewelt. Sie ist Head of Marketing bei Quora. Kersten verfügt aus diesem Grund über tiefes Hintergrundwissen zu allen Themen rund um Quora – gerade mit Blick auf die deutschsprachige Community. Hier der Link auf Ihr Profil.

Wenn es Dir so geht wie mir und Du bisher nichts mit dem Namen anfangen kannst: Quora ist ein digitaler Auskunftsdienst. Dabei soll den Nutzern auf beliebige Fragestellungen eine (hilfreiche) Antwort gegeben werden. Die Antworten sind dabei auch untereinander verknüpfbar: so kann – ähnlich wie zum Beispiel in der Wikipedia – von einem Thema oder Artikel zum nächsten surfen.

Interessant war bei dieser Session der Blick hinter die Kulissen:

  • Wer hat das Unternehmen gegründet?
  • Wie ist man vorgegangen?
  • Welche Herausforderungen haben sich gestellt (oder bestehen immer noch)?
  • Und wie unterscheidet sich der neue Dienst von anderen Anbietern?
  • Welche Maßnahmen werden ergriffen, ob die Qualität der Antworten auf einem hohen Niveau zu halten?

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Ich für meinen Teil bin durch diese Session so neugierig geworden, dass ich mir einen Account angelegt habe und mir Quora genauer anschauen werde.

Slot Nummer zwei: Was kommt nach Twitter, Facebook und Co.?

Für Suitbert Monz, der diese Session angeboten hat, war es quasi ein Heimspiel: schließlich ist er Social Media Manager bei der R+V Versicherung. Auf dieser Seite hier beschreibt er sich kurz selbst.

Passend zum Aufgabengebiet von Suitbert ging es bei ihm um einen Blick auf die „alternativen“ Social-Media Anwendungen und Netzwerke. Der Bogen wurde dabei in den 45 Minuten vom Status Quo der aktuellen Netzwerke über die bisherige Entwicklung der neuen Anwendungen bis hin zu derzeit verfügbaren Alternativen gespannt. Natürlich wurde auch beleuchtet, warum die großen Netzwerke überhaupt Plattformen bereitstellen und das diese auch unterhalten – sprich: bezahlt – werden müssen. Mit Werbung oder mit den Daten der Nutzer.

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Mastodon, Pixelfed, PeerTube, GitPub, und und und. Es gab so gut wie keine alternative Social-Plattform, die nicht zumindest erwähnt wurde.
Mitgenommen habe ich bei dieser Session, dass sich für den Einstieg in diese Materie vielleicht ein Blick auf die Seite https://fediverse.party/ lohnen könnte (nur so als Tipp).

Mittagspause

Essen hält bekanntlich Leib und Seele zusammen. Und bei einem so interessanten Programm wie beim Barcamp Rhein-Main muss natürlich für Nachschub gesorgt werden. Pünktlich zur Mittagspause gab es eine indische Linsensuppe, Nudeln mit Bolo und Salat mit vaganem Dressing.

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Session Nr. 3: Wieso Israel so innovativ ist

Frisch gestärkt ging es in Runde drei mit Kersten von quäntchen + glück, der in seiner Session der Frage auf den Grund gegangen ist, warum Israel so innovativ ist. Diese Frage habe ich mich auch manchmal schon gestellt, da zum Beispiel beim Thema Innovation das kleine Israel meist in einem Atemzug mit den USA genannt wird.

Spannende Geschichte: am Anfang stand (neben der Idee) eine einfache Anfrage im Web.

Und dann ist Kersten mit seinen Kollegen einfach runter nach Tel Aviv geflogen und hat sich dort mit Einheimischen getroffen. Ziel war es, in direkten Gesprächen herauszufinden, wie die Israelis „ticken“. Warum die Innovationen in dem Land am Mittelmeer schneller voran kommen als bei uns – und was wir davon lernen können.

Ein paar der „Warums“ habe ich per Live-Twitter mitgepinnt:

Fand ich eine wahnsinnig spannende Idee, bei der ich auch gern dabei gewesen wäre.

Session Nr. 4: Ortsunabhängiges Arbeiten

Mit Silke Vogel von Vogel Design ging es dann ab in den Süden. Genauer: nach Indien. Denn Silke hat das ortsunabhängige Arbeiten für sich entdeckt. Sie berichtete von den Anfängen, den „Einstieg“ in das Arbeiten ohne festes Büro – bis hin zu den einzelnen Stationen auf dem Erdball.

Da ist man ein paar mal neidig geworden (vor allem, wenn man nach draußen geschaut hat und sich das trist-graue Herbstwetter in Wiesbaden anschauen musste).

Session Nr. 5: Über inkrementelle Innovation zu echter (Corporate-) Innovationskultur. Macher-Session inklusive *Hacks* für den Alltag

Die (für mich) letzte Session hat Anna Scheffold von der Digitalagentur Unterschied & Macher gehalten. Nicht von dem sperrigen Titel einschüchtern lassen – gerade bei den Hacks waren viele gute und praktisch auch umsetzbare Denkanstöße dabei.
Diese Session ist übrigens aufgezeichnet worden, d.h. Ihr könnt Euch Anna und Ihren Vortrag auf YouTube anschauen.

Die Slides des Vortrags sind ebenfalls im Web verfügbar:

Wie immer: Fotos!

Auch in diesem Jahr habe ich wieder einige Bilder bei der Veranstaltung gemacht (insgesamt 128). Wer sich die anschauen möchte: hier ist der Link auf das Album bei flickr.

Mein Fazit

Das Barcamp Rhein-Main war und ist ein Reise wert. Besonders gut hat mir die Location gefallen: der R+V Campus bietet sich gerade zu für solche Formate an! Ansonsten: gewohnt gute Organisation (da merkt man, dass die Macher bereits 10 Jahre auf dem Buckel haben) und da lässt man sich auch nicht mehr aus der Ruhe kriegen.
Von daher kann ich nur sagen: wenn es terminlich passt bin ich nächstes Jahr wieder dabei.

Last-but-not-least: Danke an die Sponsoren!

Ein Barcamp ist ohne Sponsoren sehr viel schwerer (oder unter Umständen gar nicht) realisierbar. Zumindest würde eine solche Un-Konferenz für die Teilnehmer deutlich teurer werden. Aus diesem Grund gebührt den Sponsoren eines solchen Events der besondere Dank der Barcamp-Besucher.

Umgekehrt können natürlich auch die Sponsoren selbst gewinnen:

Durch das Sponsoring wird ein positives und weithin sichtbares Statement des Unternehmens oder der Marke gesetzt.

Man erreicht Teilnehmer mit einer hohen Reichweite in den unterschiedlichen Social-Media-Kanälen. Positive Erwähnungen können so enorme Reichweite entwickeln, was gerade im Bereich Markenaufbau hilfreich sein kann.

Das Unternehmen hat die Gelegenheit, eigene Mitarbeiter am Barcamp teilnehmen zu lassen, die so zum Beispiel von den unterschiedlichen Session profitieren können.
Unternehmen und Marken können einem breiten Publikum die eigene Kompetenz aufzeigen, indem selbst Sessions vorbereitet und durchgeführt werden.

Nicht zu unterschätzen ist dabei auch die Eigendarstellung als Arbeitgeber: Barcamps können auch als Event für das Recruiting in einer wichtigen Zielgruppe gesehen werden.
Leicht übersehen wird auch die Chance, über die Teilnehmer an einem Barcamp neue Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern oder Kunden herzustellen, auch wenn das Barcamp nicht mit einer Vertriebsveranstaltung verwechselt werden sollte. Aber allein der Networking-Faktor ist enorm!

Last-but-not-least zeigt ein Unternehmer durch das Sponsoring, dass man sich bei lokalen Events Engagement zeigt. Und dieser Einsatz zeigt – im Gegensatz zu manchen anderen Formen des Sponsoring – unmittelbare Wirkung und stellt auch den direkten Zusammenhang zur eigenen Marke her.

Und darum: Danke an die Sponsoren!

Da Du jetzt weißt, warum Sponsoren so wichtig sind, folgt jetzt auch mein konkretes „Dankeschön“ an die Sponsoren des Barcamps Rhein-Main 2018: Danke! Das war ein tolles Event!

Und gleich auch noch eine Bitte: macht weiter so! Seit im nächsten Jahr wieder dabei und helft mit, die Idee des Barcamps ins Land hinaus zu tragen!

ginco

ginco entwickel Strategien für eine integrierte und digitale Kommunikation: Von der Beratung über Konzept, Design und Entwicklung verbindet man so alle relevanten Medien – plattformübergreifend.

LindenKaffee

LindenKaffee ist ein junger und innovativer Kaffeeanbieter mit Sitz in Frankfurt. Liebe zum Kaffee, die Zufriedenheit der Kunden und vor allem das Thema Nachhaltigkeit stehen auf der Agenda des Unternehmens ganz oben!

R+V

Die R+V Versicherung ist einer der größten Versicherer Deutschlands für Privat- und Firmenkunden. Sie gehört zur Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Und natürlich war die R+V in diesem Jahr der Gastgeber, denn das Barcamp Rhein-Main fand in den Räumlichkeiten der R+V-Akademie in Wiesbaden statt!

netz 98

netz98 ist größter deutscher Magento Enterprise Solution Partner. Von Mainz aus realisiert die agile Magento-Agentur anspruchsvolle Onlineshops, E-Commerce-Plattformen und Digitalisierungsprojekte im B2C und B2B.

AOE

AOE ist führender globaler Dienstleister für Digitale Transformation und Digitale Business Modelle. Dabei setzt das Unternehmen aus Wiesbaden ausschließlich auf etablierte Enterprise Open Source Technologien. So entstehen in agilen Softwareprojekten innovative Lösungen, digitale Produkte und Portale, die zu langfristiger strategischer Zusammenarbeit mit unseren Kunden führen.

mediaman//

Wenn es um den digitalen Wandel geht ist die Agentur mediaman aus Mainz nicht weit. Mit mehr als 130 Mitarbeitern arbeitet man dort seit mehr als 20 Jahren an der Entwicklung neuer Internetstrategien, der Transformation von Geschäftsprozessen und der Gestaltung von User-Experience der Extraklasse.

HessenAgentur GmbH

Die Hessen Agentur ist eine Dienstleistungsgesellschaft des Landes Hessen. Sie setzt Projekte, Kampagnen und Förderprogramme des Landes um und fungiert dabei immer mehr auch als Berater und „Thinktank“. Ziel der Gesellschaft ist es, die zukunftsorientiert Positionierung des Bundeslandes Hessen im nationalen und im internationalen Wettbewerb zu fördern und damit zur nachhaltigen Entwicklung des Standortes Hessen beizutragen.

Was ist ein BarCamp?

Lustigerweise hört man diese Frage immer noch (was man als eifriger Barcamp-Besucher gar nicht verstehen kann). Trotzdem: auch dieser Artikel soll zumindest eine kurze Beschreibung beinhalten. Als Barcamp – hin und wieder hört man vielleicht auch den Namen „Un-Konferenz“ – bezeichnet man eine sich selbst organisierende Tagung. Dabei werden offene Workshops, deren Inhalte erst beim Beginn der Veranstaltung durch die Teilnehmer selbst festgelegt werden, zu einem Programm zusammengestellt. Die genauen Themen und der Verlauf sind somit offen, während manchmal ein „Oberthema“ vom Veranstalter vorgegeben wird.
Die Möglichkeiten eines Barcamps sind dabei weit gestreut: von reinen Diskussionsrunden ober Programmierworkshops oder einfach dem Austausch von Gleichgesinnten ist alles drin.

Moment: so ein Barcamp funktioniert wirklich…?

Wie jetzt … ? Das Programm wird erst vor Ort, am Tag des Events, aufgestellt? Wie soll das funktionieren? Da habe ich ja gar keine Steuerungsmöglichkeit?
Gerade Menschen, die bisher „klassische“ Konferenzen besucht haben, können sich im ersten Moment nur schwer vorstellen, das eine „Un-Konferenz“, ein Barcamp, tatsächlich funktioniert. Auch Neueinsteiger sind im ersten Moment vielleicht verwirrt oder vermissen die sicheren Leitplanken eines vorgegebenen Programms. Aber gerade diese Unsicherheit schwindet in den meisten Fällen sehr rasch dem Aha-Erlebnis, wenn man versteht, wie ein Barcamp tickt. Und das dieses Konzept in der Praxis wirklich funktioniert. Der Moderation, dem Speaker, dem Gesicht des Barcamps, kommt daher bei der Begrüßung und der ersten Stunde ein hoher Stellenwert zu. Er (oder sie) muss das Eis brechen und die ersten, wichtigen Programmpunkte des Barcamps souverän über die Bühne bringen, die da wären:

  • Begrüßung
  • Organisatorisches
  • Vorstellungsrunde aller Teilnehmer
  • Sessionplanung

Spätestens bei der Vorstellungsrunde geht dann meist ein Raunen durch die Menge. 100 oder gar 200 Leute sollen sich vorstellen? Wie lange soll das dauern? Die Antwort: nicht so lange, wie man denkt. Name, Twitter-Account und drei Stichworte oder Hashtags – der Nächste bitte. Natürlich erwartet niemand, dass man sich jetzt die 199 anderen Personen merkt. Das Ganze ist einfach nur ein Eisbrecher – und soll auch ein bisschen das Lampenfieber nehmen. Beides gelingt mit der Vorstellungsrunde sehr gut!

Sind alle aufgewärmt, startet die Sessionplanung. Sie bildet das Programm des Tages und besteht aus Zeitblöcken von (in der Regel) 45 min für einen Programm und 15 min für den Wechsel. Die Anzahl der parallel möglichen Sessions ergibt sich den zur Verfügung stehenden Räumen. Aus diesen Vorgaben ergibt sich ein Raster, dass nun durch die Teilnehmer mit Leben gefüllt werden muss. Jeder, der möchte, meldet sich und kann seinen Vorschlag für ein Session dem Publikum vorstellen. Das können Workshops, Diskussionen, Vorträge, oder was auch immer sein. Finden sich genügend interessiert, wird der Vorschlag in den Sessionplan aufgenommen. Je nach Resonanz wird dabei gleich Vorschlägen mit vielen Interessierten ein möglichst großer Raum zugewiesen, anderen halt ein kleiner. So wächst nach und nach der Plan an, bis alle Slots vergeben sind und das Programm steht.

Soviel zum allgemeinen Drumherum eines Barcamps.

Was passiert, wenn die Google KI Fotos nachzeichnet: Cartoonify

Im vorletzten Post hier im Blog haben wir das Experiment Google Move Mirror vorgestellt, bei dem live Bewegungen einer Person vor der Webcam ausgewertet werden. Tolle Sache. Heute geht es um den Versuch, Bilder nachzuzeichnen. Eine leichte Übung…?

Dass Bilder, die mit dem Smartphone aufgenommen werden, automatisch von Google & Co. verbessert werden, daran haben wir uns wohl alle schon gewöhnt. Viele erwarten es sogar. Verbesserungen, automatische Korrekturen, Effekte – all das gehört mehr oder weniger zum Standard. Da kann es doch nicht so schwer sein, so ein Foto abzumalen?

Nun, das Tool Cartoonify von Google versucht genau das und wandelt ein Foto in eine Strichzeichnung um.

Na ja, sie versucht es zumindest.

KoblenzDigitalCartoonify_Sample

Wohl gemerkt: Es werden nicht einfach die Konturen von Elementen im Foto nachgezeichnet. Vielmehr versucht die KI, die Elemente zu erkennen, die im Bild abgelichtet wurden, und zeichnet diese dann nach.

Bei meinen Versuchen war das Ergebnis eher durchwachsen:

KoblenzDigitalCartoonify_Sample2

Okay: das wesentliche – den Burger – hat Google erkannt. Die Pommes sind allerdings etwas – mhmm – auf das Wesentliche reduziert.

Zweiter Versuch mit einer Gruppe von Menschen beim Barcamp Koblenz:

KoblenzDigitalCartoonify_Sample3

Warum gerade drei Personen bei diesem Bild hervorstechen, weiß ich auch nicht genau.

Wie funktioniert die Erkennung der Fotos?

Wie man an den Beispielen oben leicht sieht, klappt es mit der Erkennung der Bildinhalte und der Umsetzung in eine Zeichnung mal besser, mal schlechter. Doch wie funktioniert das Ganze überhaupt?

In einem ersten Schritt versucht die KI die Bildinhalte zu erfassen. Je klarer und eindeutiger das Bild, desto eher gelingt ihr das. Darum gilt: am besten Fotos mit wenigen Objekten verwenden.

Hat die KI die Objekte oder Personen im Foto ausgemacht, wird im zweiten Schritt in der Bilddatenbank Quick-Draw gesucht. Vielleicht kennst Du dieses Google Experiment noch: hier ging es darum, Begriffe zu zeichnen, die die KI erkennen sollte. Die Nutzer machten fleißig mit und so entstand eine Datenbank mit mehr als einer Milliarde Kritzeleien. Und dieser Fundus wird nun verwendet, um eine Zeichnung mit den Objekten zu erstellen, die die Cartoonify KI im Foto erkannt hat.

Jetzt Ihr: Ausprobieren!

Macht Euch selbst ein Bild von dem Google Tool. Hier der Link auf die Website.

Was meint Ihr?

Habt Ihr ein cooles oder lustiges Ergebnis erhalten?

Könnt Ihr gerne bei uns auf Facebook oder Twitter posten!

Würde uns freuen!

Let’s dance – mit dem Google Move Mirror!

Das Google sich stark mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) beschäftigt, ist kein Geheimnis. Mit dem dem Projekt Move Mirror gehen die Leute aus Mountain View die Sache von der spielerischen Seite an – und zeigen gleichzeitig, was schon machbar ist.

I´ll be back

Das ist einer der bekanntesten Sprüche von Arnold Schwarzenegger in Teil 1 von Terminator. Und beim Thema KI denken noch viele von uns – reflexartig – an die Nachteile und Gefahren einer solchen Technologie.

Vielleicht ist das mit ein Grund dafür, das Google für das Projekt Move Mirror einen kreativeren, spielerischen Ansatz gewählt hat. Bei diesem KI-Experiment werden durch die Webcam die Bewegungen der Person vor der Kamera erfasst und die Bewegungen mit 80.000 in einer Datenbank gespeicherten Fotos abgeglichen.

Interessant sind dabei zwei Faktoren: die Verarbeitung erfolgt nicht irgendwo auf einem Server bei Google sondern direkt im Browser des Benutzers. Und Aufnahme, Auswertung, Abgleich und Anzeige des gefundenen Fotos erfolgen (nahezu) in Echtzeit. Ohne Hightech-Hardware sondern nur mit den Mitteln Deines Webbrowsers.

Und Google wäre nicht Google, wenn man das Ergebnis nicht mit Freunden teilen könnte. Als Animated Gif. Hier ist mein erster Gehversuch bei Google Move Mirror.

winni-move-mirror

Nicht schlecht, oder?

Was steckt dahinter?

Im Detail könnt Ihr das im Blog von Google nachlesenUnterm Strich kommen hier zwei Techniken zum Einsatz:

Zum einen nutzt die Website PoseNet. Mit PoseNet kann die Körperhaltung einer Person ermitteln. Das erkennt Ihr an den Kugeln und Linien, die auf Eurem Webcam-Bild eingeblendet werden. Insgesamt werden 17 Punkte für die Positionsbestimmung von Kopf und Körper erfasst und diese Positionsdaten werden mit den Fotos der Datenbank abgeglichen.

Dabei hilft die zweite Technik-Komponente: Tensorlfow.js. Tensorflow.js ist eine Bibliothek, die im Browser ein integriertes Machine-Learning-Modell ausführt. Bildverarbeitung und Erkennung der Positionen laufen komplett im Browser ab (okay: am Anfang merkt man das – zumindest auf meinem Notebook – an leichten Rucklern bei der Anzeige – gibt sich aber in der Regel bald wieder).

Und jetzt Du!

Zeig uns Deine besten Moves! Teile auf Twitter oder Facebook von KoblenzDigital Dein Google Move Mirror Gif!

Hier der Link auf die Projekt-Seite von Google Move Mirror.

Trau Dich!

20 Gründe, warum Startups scheitern (Infografik)

Die erste Fuckup Night in Koblenz rückt näher. Zur Einstimmung darauf bleiben wir vom Koblenz Digital Blog dem Thema treu und stellen Euch eine Infografik bereit, in der 20 Gründe für das Scheitern eines Startups zusammengefasst sind.

Die 1. Fuckup Night Koblenz am 25.10.2018

Ausverkauft! Alle Eintrittskarten für die 1. Fuckup Night in Koblenz haben ihren Käufer gefunden und die glücklichen Besitzer der Tickets fiebern nun dem 25. Oktober 2018 entgegen. Als Speaker für die Premiere in der Rotunde (Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz) konnten die Macher des Events Christoph Krause, Ramy Hardan und Doris Parrado gewinnen. Allein das ist schon Garant für einen interessanten und unterhaltsamen Abend!

Zur Einstimmung auf die Veranstaltung, und um Euch die Wartezeit zu verkürzen, wollen wir heute hier im Blog noch einmal ein wenig Hintergrundinformationen liefern. In Form einer Infografik.

Der Misserfolg hat offenbar viele Väter

Grundlage für die Infografik sind die Informationen des US-amerikanischen Marktforschungsinstituts CB Insights. CB Insights hat seit 2014 das Feedback von Gründern gesammelt und dabei 242 individuelle Ursachen für das Scheitern zusammengetragen.

FuckUpNightInfografikScheitern

Die Angaben in der Infografik geben den Stand von August 2018 wieder.

Hier der Link auf die „Rohdaten“ von CB Insights.

Teilen erwünscht!

Gern könnt ihr den Blog-Artikel oder die Infografik in Euren sozialen Kanälen teilen!