Das Scheitern zelebrieren – Rückblick auf die Fuckup Nights Koblenz Vol. 2

„Aus Fehlern lernt man“ – jeder von uns hat diesen Spruch schon mal gehört. Doch heißt das automatisch, dass jeder junge Gründer selbst in jede Falle tappen muss? Nein, nicht, wenn er aus den Fehlern anderer lernen kann. Beispielsweise im Rahmen einer Fuckup Night, einem Format, bei dem Gründer und Unternehmer von ihrem ganz persönlichen Scheitern berichten.

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In Deutschland ist es auch heute noch zumindest ungewöhnlich, wenn jemand über sein Scheitern berichtet. Um so mehr, wenn dabei persönliche Schicksalsschläge zur Sprache kommen. Aus diesem Grund sind Veranstaltungen wie die Fuckup Nights so wichtig: sie bieten die Plattform, um über das eigene Scheitern zu berichten und so den Weg für viele andere zu erleichtern. Und seit letztem Jahr hat auch die Region Koblenz eine eigene Fuckup Night, bei der das Scheitern gefeiert wird.

Du willst mehr über das Event-Format Fuckup Nights erfahren?

Nichts leichter als das! Wirf einfach einen Blick in unseren ersten Blogbeitrag zu diesem Thema – Aus Scheitern lernen: FuckUp Nights Koblenz vom September 2018.

Dort gehen wir auf die Basics und die Hintergründe der FuckUp Nights ein.

Volume 2 – und ich habe ein Ticket!

Für die erste Fuckup Nights Koblenz haben wir hier bei Koblenz Digital zwar fleißig getrommelt. Doch – Asche auf unser Haupt – teilgenommen hat dann doch keiner von uns. So was kann man natürlich nicht auf sich sitzen lassen! Gleich bei der ersten Ankündigung in Facebook habe ich daher zugeschlagen und ein Early-Bird-Ticket ergattert!
Als Location für die zweite Auflage der Fuckup Nights Koblenz hat man die Stadt hinter sich gelassen und sich für den Campus der Hochschule Koblenz auf der Kartause entschieden.
Hörsaalatmosphäre.
Manch einer fühlte sich daher in seine eigene Studienzeit zurückversetzt. Und mit 285 Plätzen bot der Hörsaal ausreichend Raum für alle Zuschauer.

Auch Top – das Catering an diesem Abend!  Allein die 1688-Limonade, die ich gleich mehrfach probiert habe, war super lecker!

Die Speaker bei der Fuckup Nights Koblenz Vol. 2

Das Herz eines solchen Events sind natürlich die Speaker, liebevoll auch Fuckupper genannt. Leute, die etwas gewagt haben – und gescheitert sind. Aus den unterschiedlichsten Gründen. Aber eines hatten alle Speaker an diesem Abend gemein gehabt: Mut. Entgegen dem ersten Reflex, sich zurückzuziehen, die Wunden zu lecken und möglichst Gras über die Sache wachsen zu lassen, berichten Sie über ihr Scheitern. Über das Wie und das Warum. Und geben anderen so Gelegenheit, daraus zu lernen.

Kazim Eryilmaz

Schon recht früh hatte sich Kazim Eryilmaz als erster Speaker für die Volume 2 aus der Deckung gewagt. Was seinem Wesen entspricht, denn als Motto gibt der Geschäftsführende Gesellschafter der Picco Bello GmbH selbst an:

„Wer nicht aufgibt, erzwingt seinen Erfolg, egal wie oft er scheitert“.

Als Erster bei so einem Event auf die Bühne zu müssen und (im übertragenen Sinne) die Hosen runter zu lassen, ist nicht jedermanns Sache. Aber Kazim hat das toll gemacht.

Bei dem Tweet fehlt übrigens der wichtigste Hashtag:

#schwarzermercedes

Besonders gut fand ich, dass Kazim (fast) sein ganzes Team mit zur Fuckup Nights Koblenz gebracht.

Sabine Schmidt

Als zweite hat Sabine Ihren Hut in den Ring geworfen. Schauspielerin, Moderatorin im Regionalfernsehen (mit Auszeichnung) und jetzt eine logopädische Praxis. Doch Sabine zeigte auf, dass das, was wie eine Bilderbuchkarriere im Raketentempo klingt, viel viel schwieriger ist, als es der reine Lebenslauf vermuten lässt.

Ging es bei Kazim primär um Finanzen, spielte bei der Geschichte von Sabine auch das persönliche Umfeld eine Rolle. Verlust, Trauer und plötzliche, oft negative Veränderungen prägten Ihren Werdegang. Das Thema Finanzen kam bei Ihr in Form der Falle „Abhängigkeit von wenigen Auftraggebern“, in die Freiberufler leicht tappen können, daher und sorgte zusätzlich für einen steinigen Werdegang.

Rolf Müller

Das es einen auch dann noch erwischen kann, wenn man sich schon an den Erfolg gewöhnt hat, zeigte der gelernte Drucker, Vertriebs-Ingenieur und Marketingfachmann Rolf Müller. Seine Devise: Nie aufgeben, immer nach vorne schauen.

Sein Motto hat Rolf an diesem Abend bei der Fuckup Nights Koblenz eindrücklich in der Praxis bewiesen, denn er stand trotz Zahn-OP auf der Bühne. Respekt.

Bei seinem Vortrag spielten – ähnlich wie bei Sabine – persönliche Aspekte eine wichtige Rolle. Und Rolfs Werdegang zeigt, wie man einen Rückschlag nutzen kann, um etwas gänzlich Neues zu beginnen.

Mademoiselle Nicolette

Die letzte (und vielleicht schillerndste) Persönlichkeit bei dieser Fuckup Night ist wohl Mademoiselle Nicolette gewesen. Mit ihrer interessanten Mischung aus Sexbloggerin, Comedian und Unternehmerin gab Sie einen sehr persönlichen Einblick in Ihre Karriere – und das dieser Weg nicht einfach sondern voller Hindernisse war.

Als letzte Speakerin schaffte es Mademoiselle Nicolette an vielen Stellen Ihrer Geschichte, dass es im Hörsaal ganz, ganz leise wurde. Kein Wunder bei einer sehr emotionalen Story.

Noch mehr Fotos vom Event?

Dann einfach einen Blick in diesen Facebook-Post werfen:
Da sind 79 Fotos von Mattphoto veröffentlicht, die die Stimmung an diesem Abend sehr gut eingefangen haben.

Ein Schiff ohne Kapitän und ohne Crew? Undenkbar!

Was auf Captain Jack Sparrow zutrifft gilt logischerweise auch für die FuckUp Nights Koblenz: ohne Organisatoren und „Macher“ kann so ein Event nicht funktionieren. Und in Koblenz hat sich dafür ein tolles Dreigestirn zusammengefunden.

Über Gentiana Daumiller haben wir hier im Blog bereits im Rahmen des #agileKoblenz Meetups berichtet. Und auch bei den Fuckup Nights Koblenz ist die Agile Culture Coachin vorne mit dabei. Wobei ich mich frage, wie sie das – neben der Selbstständigkeit, der Vorstandsarbeit bei der IT.Stadt Koblenz, und und und alles unter einen Hut bekommt.

Die Zweite im Bunde ist Veronica Wilm, Co-Founderin von Wahlkampf Manufaktur und Studentin. Ja, frühes gründen und weiter studieren funktioniert – Veronica ist der beste Beweis dafür.

Hahn im Korb ist zweifelsohne Immanuel Bär. Muss man Immanuel eigentlich noch vorstellen? Ich denke nicht. Zumindest halte ich es für unwahrscheinlich, dass jemand aus der Region Koblenz den Co-Founder von ProSec Networks nicht kennt oder zumindest schon einmal von ihm gehört hat.

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Auf der Landingpage der Fuckup Nights Koblenz findet Ihr von den Dreien jeweils ein kurzes Statement und warum sie sich für das Event stark gemacht haben.

Fazit

Ein tolles Event, dass super in die Szene von Koblenz passt & Lust auf mehr macht!

Darum freue ich mich auch schon auf den November, weil es dann wieder heißt: es ist Fuckup Nights in Koblenz!

Save your Internet: als die Bots durch Koblenz zogen

Wenn die Demonstration vom gestrigen Samstag in Koblenz eins gezeigt hat, dann, dass die Gegner der EU-Urheberrechtsreform alles sind – nur keine Bots. Sie sind viele, sie sind bunt, oft jung – und sie wehren sich. Gegen eine EU-Richtlinie, durch die sie Ihre Freiheit gefährdet sehen. Und gegen konservative Politiker, die das Gespür für Freiheit und die Anliegen gerade junger Bürger zu verlieren drohen …

Meine erste Demo – mit fünfzig!

Jetzt hat sie es geschafft, die Europäische Union: Ich war auf meiner ersten Demonstration. Mit fünfzig. Nicht für höhere Löhne, kürzere Arbeitszeiten oder für die Umwelt. Nein: für die freie Meinungsäußerung und damit gegen die EU-Urheberrechtsreform!

Nicht missverstehen: der Protest richtete sich nicht gegen die EU. Im Gegenteil: ich bin glühender Verfechter des europäischen Gedankens! Ich liebe Europa und die Errungenschaften, die uns diese Gemeinschaft gebracht hat. Aber gerade deshalb hat es mich jetzt auf die Straße gezogen, weil es dieses Europa verdient hat, verteidigt zu werden! Denn ich sehe ein wichtiges Gut der Europäer, die Meinungsfreiheit, in Gefahr. Durch die EU-Urheberrechtsreform und insbesondere den darin enthaltenen Artikel 13.

EU-Urheberrechtsreform & Artikel 13 – was geht mich das an?

Bei den netzaffinen Leuten ist das Thema EU-Urheberrechtsreform und Artikel 13 längst angekommen. Aber viele denken immer noch:
„Was geht mich das an?“
Bevor ich also auf die Demonstration eingehe, hier ein kurzer Blick auf die Thematik aus meiner persönlichen Sicht: Artikel 13 der geplanten EU-Urheberrechtsreform regelt im Wesentlichen, dass Plattformen, auf denen von den Nutzern Inhalte hochgeladen werden, haftbar gemacht werden, wenn diese Nutzer eine Urheberrechtsverletzung eingehen.
Okay: da steht jetzt nichts von „Plattformen müssen Uploadfilter einrichten„. Ein schwaches Argument der Befürworter, da die Betreiber der Plattformen gar keine andere Wahl haben, als Uploadfilter einzurichten. Nur so können sie sicher sein, dass sie eben nicht für Verstöße herangezogen werden. Und versetzt man sich in die Lage einer solchen Plattform, mal ehrlich: Da werde ich den Filter doch lieber ein bisschen zu stark als zu schwach einstellen (das sogenannte Over-Blocking).
Verständlich, oder?
Kurz: Freie Meinungsäußerung und Kreativität können durch dieses Gesetzesvorhaben erheblich eingeschränkt werden. Und selbst wenn nicht, hätte man eine Technik etabliert, die ohne großen Aufwand für eine gewollte Zensur missbraucht werden kann. Ich könnte jetzt noch weitere Argumente ins Feld ziehen (zum Beispiel den Verweis auf Artikel 5 Grundgesetz: „… Eine Zensur findet nicht statt. …“ und so weiter und so weiter). Spar‘ ich mir, weil man das überall im Web nachlesen kann. Zum Beispiel sehr schön auf Netzpolitik.org, die das Ganze nach dem zeitlichen Ablauf der Geschehnisse zusammengefasst haben.

Und jetzt zur Demo in Koblenz

Als ich in meiner Timeline den Aufruf der Piratenpartei Koblenz gelesen hatte, war mir klar: Da musst Du hin!

Angemeldet wurde die Demonstration für den 23.03.2019 von der Piratenpartei Koblenz. Danach haben sich noch einige andere Parteien der Initiative angeschlossen: die Grünen, die Linken, die Solids, DIE PARTEI, die Jusos, die Julis und die FDP. Ein breites Bündnis – und man erkennt auch, welche Parteien offenbar andere Meinungen vertreten (oder keine Zeit hatten).

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Schon am Startpunkt, dem Löhrrondell, wurde schnell klar: die angemeldete Zahl von 100 Personen war deutlich zu niedrig angesetzt. Viele, vor allem junge Menschen aus Koblenz und der Region, haben offenbar die Gefahr erkannt und sich bei eher trübem, kalten Wetter auf die Socken gemacht.

Mit etwas Verspätung machten sich dann gut 1000 Teilnehmer (also das zehnfache der geplanten Menge) auf den Weg durch Koblenz.

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Und damit wurde man auch dem Motto „Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr uns die Freiheit klaut“ gerecht!

Vom Löhrrondell führte die Demoroute zunächst zum Hauptbahnhof. Von dort ging es dann zur Mainzer Straße, dann zum Schloss und über den Zentralplatz wieder zurück zum Löhrrondell.

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Mehr Bilder & Videos?

Kein Problem. Andre hat über vimeo einige Impressionen der Demonstration als Video abgestellt.

Und Heiko hat in seinem Blog einige sehr schöne Fotos veröffentlicht.

Von daher schon mal an dieser Stelle von mir „Danke“ für das Dokumentieren der Aktion. Sollte noch jemand etwas veröffentlicht haben, gerne in den Kommentaren verlinken!

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Mein Fazit

Demonstrationen sind elementarer Bestandteil unserer Demokratie. Das Grundgesetz sichert uns das Demonstrationsrecht im Artikel 8 mit der Versammlungsfreiheit zu. Aber wir machen viel zu selten Gebrauch davon. Wie oft haben wir uns schon über unsinnige oder unserer Meinung nach falsche Entscheidungen geärgert? Nur: Wem hilft es, wenn wir das im stillen Kämmerlein tun?

Niemandem.

Die Demo in Koblenz hat gezeigt, wie stark der Widerstand der Menschen gegen die EU-Urheberrechtsreform und Artikel 13 ist. Gerade bei jungen Menschen, für die ein freies Netz ein natürlicher und integraler Bestandteil des Lebens geworden ist.
Meine Hoffnung ist, dass wir mit der Demonstration in Koblenz und in den zeitgleich in vielen europäischen Ländern stattfindenden Aktionen ein sichtbares und unüberhörbares Zeichen setzen konnten!

Rollenspiele am Arbeitsplatz

Im Fernsehen wird das meist falsch dargestellt. Irgendein Wohnzimmer, eine heruntergekommene Couch und verkleidete Leute. Bei Teenagern mag das so ablaufen, doch bei erwachsenen Menschen, die mitten im Berufsleben stehen, sieht die Sache meist anders aus.

Es geht um Fantasy-Rollenspiele. Insbesondere in digitalen Kreisen werden sie gespielt, von kreativen Köpfen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Ob Administrator, Programmiererin, Social Media Manager – Hauptsache Nerd. Kürzlich durfte ich bei so einem Spielabend anwesend sein und möchte Euch diese Erfahrung nicht vorenthalten.

Vorab: Ich meine es nicht böse mit den Nerds. Wie gern ich sie mag, könnt Ihr in meinem Text „Wer oder was ist ein Nerd“ nachlesen. Unterschätzt zudem nicht die Anzahl von Nerds in dieser Region. Sie sind überall. Auch im TZK. So kam ich auf die verrückte Idee und lud eine Nerdgruppe zum Spielen ins Technologiezentrum ein. Passten Nerds nicht perfekt in diese Umgebung? Ins Haus der Innovationen, die Heimat der hiesigen Startup-Szene? Sie sahen das wohl genauso, denn sie nahmen die Einladung sofort an.

Während ich also am Samstagnachmittag einige Sachen zusammenpackte und mich auf den Abend vorbereitete, postete Blumenkindjen von 247GRAD interessante Storys auf Instagram. Sie teilte ihren Followern mit, dass sie gerade im TZK mit anderen zusammen ein „Pen & Paper“ spiele. Ein Rollenspiel also. Ich staunte. In der Homebase der Start-ups gab es bereits mindestens eine Spielgruppe? Und diese traf sich ebenfalls an einem freien Tag freiwillig am Arbeitsplatz? Interessante Feststellung, die zugegebenermaßen für das TZK spricht. Umso mehr freute ich mich auf den Abend. Die Chancen standen nicht schlecht, dass auch den Besuchern von außerhalb die Räumlichkeiten und der Flair des Technologiezentrums zusagen würden.

Kurz nach 18 Uhr kamen sie. Vollbeladen. Fünf Spieler und ein Dungeon Master traten durch die Eingangstür des Coworking Space. Mit Spielbrett, Laptop, Würfeln, Stiften, einer Menge Süßkram sowie Chips und Getränken. Es würde zweifellos ein langer Abend werden.

„Wir pausieren die Dungeons & Dragons-Kampagne und spielen heute Aborea“, klärte mich einer von ihnen auf. Wir zogen die Trennwände heraus, die die Schreibtische voneinander abgrenzen und die Sicht auf den jeweils gegenüberliegenden Platz behindern. Was zum konzentrierten Arbeiten sinnvoll ist, würde beim Spielen nur stören. Die Getränke deponierten wir im Kühlschrank und verteilten die Süßigkeiten auf den Tischen. Der Dungeon Master nahm am Kopf der Tafel platz und baute eine Abgrenzung vor sich auf, damit die Spieler nicht in seine Unterlagen blicken konnten. Dann ging es los. Aus einem 1st Level Supporter, mehreren Programmierern und einem Elektroniker wurden ein Waldläufer, zwei Krieger, ein Barde und ein Kampfmönch. (Für Kenner unter Euch: Zwei Zwerge, zwei Menschen und ein Elf.) Gemeinsam bestritten sie das Abenteuer. Ganz ohne Verkleidungen.

Vom Laptop ertönte Musik, die aus einem anderen Jahrhundert zu stammen schien. Ab und an war ein Schrei zu hören, etwas Bedrohliches und Unheimliches. In Endlosschleife. Es sollte die Spieler in die passende Stimmung bringen und funktionierte bestimmt grandios. Leider auch bei mir, nur weniger positiv. Die Musik war absolut nicht mein Ding. Zum Glück war sie recht leise und störte daher nicht. Ich saß auf einem Sofa etwa drei Meter von den Männern entfernt und arbeitete am Laptop. Und nein, sie waren nicht wie diese ernst dasitzenden Langweiler bei „Bernd, das Brot“.

Würfel rollten, Fragen wurden gestellt, Entscheidungen getroffen, und es wurde gelacht. Viel gelacht. Manche Spielschritte musste der Einzelne für sich bestimmen, einiges wurde gemeinschaftlich diskutiert. Zwischendurch ein Schluck alkoholfreies Radler oder Kölsch, eine Hand voll Chips, Gummibärchen hier, Kekse dort. „Wollen wir jetzt das Essen bestellen“, fragte einer. Ja, alle wollten. Schnell wurden Pizzen und Salate beim Italiener um die Ecke bestellt. Bis das Essen geliefert wurde, spielten die Männer noch eine halbe Stunde, dann wechselten sie die Plätze.

Von den Schreibtischen ging es rüber zum Tisch mit den hohen Stühlen. Beim Essen wurde über die Arbeit gesprochen. Ursprünglich hatten sie als Rollenspielgruppe eines Koblenzer IT-Unternehmens gestartet. Einige von ihnen arbeiten inzwischen woanders, doch zum Spielen treffen sie sich noch und halten den Kontakt mithilfe von WhatsApp aufrecht. Eine sehr humorvolle Truppe.

Der Abend endete kurz vor 01:00 Uhr in der Nacht. Ich gebe zu, kaputt gewesen zu sein. Selbst schuld, hätte ich die Süßigkeiten mitgenascht, hätte mich der Zucker gewiss länger wachgehalten. Die leckere Pizza hingegen sorgte zusätzlich für Müdigkeit. Außerdem ist das Sofa im Coworking Space zu bequem, um lange wach zu bleiben. Alles Dinge, die man erst weiß, wenn man mal zu so später Stunde noch am Arbeitsplatz gewesen ist.

Den Nerds scheint es immerhin gefallen zu haben, denn auf dem Weg zum Ausgang wurde ich beiläufig gefragt, ob die Website des Gebäudes tzk.de laute und ob man dort die Stellenangebote der Start-ups finden könne. „Vielen Dank, dass wir in so einer coolen Location spielen durften“, hörte ich zum Abschied. Erwähnte ich bereits, dass es sich hierbei um eine sehr nette Spielgruppe handelte?

Jetzt stellt sich ganz klar die Frage, wie viele Spielgruppen es hier in der Region noch gibt. Bestimmt viele. Habt auch Ihr Lust darauf bekommen, Teil einer Spielgruppe zu werden oder sich über unterschiedliche Rollenspiele auszutauschen? Ihr merkt, ich habe leider keine Ahnung davon, aber die Mitglieder der besagten Rollenspielgruppe kennen sich aus. Daher nur zu, schreibt einen Kommentar oder wendet Euch über Facebook, Twitter oder E-Mail an uns. Wir geben das gerne weiter.

Getestet & für gut befunden: das Usability Testessen Koblenz

Egal ob Onlineshop, Smartphone-App oder Webanwendung – jedes Produkt wird für Nutzer gebaut, die sie bedienen. Kein Wunder, dass zunehmend nicht der Funktionsumfang entscheidet sondern die Usability. Test und Optimierung der Benutzerfreundlichkeit sind daher extrem wichtig. Aber – müssen sie darum auch extrem teuer sein? Was das Ganze mit Koblenz, Pizza, Bier und interessierten Leuten zu tun hat, das erfahrt Ihr hier in diesem Artikel …

Was ist das eigentlich – das Usability Testessen?

Das Usability Testessen ist ein aus der Not heraus geborenes Event, dass im Rhein-Main-Gebiet „erfunden“ wurde und von dort seinen Siegeszug in die Welt angetreten hat. Als maßgeblicher Initiator für das Format gilt heute die Agentur quäntchen + glück. Damals stand die Agentur vor einer neuen Herausforderung: Projekte wurden immer schneller fertigstellt, doch es fehlten die Zeit und die Probanden, um aussagekräftige Usability-Tests durchzuführen. Der Grundsatz einer (erfolgreichen!) Webentwicklung „Test early! Test often!“ lief Gefahr, ins Hintertreffen zu geraten.

In dieser Situation kam man auf eine einfache und zugleich geniale Idee: kühle Getränke, gesponserte Pizza – und ein Haufen Webworker, die an allen drei Elementen Spaß haben. Jeder kann selbst aktuelle Projekte zum Testen mitbringen oder stellt sein eigenes Können für die Tests der Produkte anderer Teilnehmer zur Verfügung. Und so hat man einen lockeren Abend mit interessanten Menschen und kann auch noch wertvolles Feedback zu einer App oder Anwendung einholen.

Klingt verrückt?

Vielleicht.

Aber es funktioniert!

Heraus kommt ein bunter Mix aus Designern, Entwicklern, kreativen Köpfen, Textern, aber auch Menschen aus anderen Bereichen, die nicht direkt in der Medien- und Tech-Branche verwurzelt sind. Aber vor allem trifft sich hier eine Gruppe von Leuten, die perfekt geeignet ist, um eine neue App oder Webanwendung einem ersten echten Test zu unterwerfen.

Das Motto des Events lautet daher auch: „Wenn es ein Problem gibt, dann mach eine Party daraus!

 

Wie läuft der Abend ab?

In Form eines Speedtestings: in sechs Runden á 12 Minuten wird an den Stationen getestet, ausprobiert oder einfach „laut gedacht“. Ja, denn die Testmethode, die zum Einsatz kommt, ist Thing-Aloud. Dabei soll der Proband laut denken, während er eine gestellte Aufgabe absolviert. Und umgekehrt notiert der, der das Produkt mitgebracht hat, fleißig das Feedback des Testers. Oder zeichnet es auf. Oder oder oder. Und nach 12 Minuten wird gewechselt und man geht zur nächsten Station.

Je nach Umfang und Teilnehmerzahl gibt es mehr als sechs Stationen. Bei den Brickmakers waren es zum Beispiel 15. Das heißt, nicht jeder Tester wird alle Anwendungen an einem Abend testen können. Das hatte das Orga-Team aber toll und vor allem übersichtlich mit kleinen Laufzetteln gelöst.

Und wie war es jetzt?

Einfach toll! Die ganze Veranstaltung hat mir von Anfang bis Ende einfach Spaß gemacht. Aber eins nach dem anderen. Die Location, das Headquarter der BRICKMAKERS, kannte ich noch vom letzten #agileKoblenz Meetup. Und ich finde die Atmosphäre in diesem Raum immer doch Top. Und das, obwohl ich sonst Großraumbüros eher kritisch gegenüberstehe.

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Neben dem Dach über dem Kopf ist das Essen natürlich ebenso wichtig. Auch hier wurde alles richtig gemacht: die Pizza von L’Osteria Koblenz war mega lecker.

Gesättigt und mit Kaltgetränken versorgt ging es anschließend zur kurzen Einweisung in den Abend: Was ist überhaupt das Usability Testessen? Wie sind die Abläufe? Welche Firmen sind da, die etwas zum Testen mitgebracht haben.

Und dann ging es richtig los.

An meiner erstes Station (Raum Atari) erwartet mich ein Notebook, ein Webshop und die Aufgabe, einen bestimmten Artikel zu suchen: einen Italienischen Geldclip aus Leder. Und den sollte ich bestellen und mir nach Frankreich schicken zu lassen. Fand ich dann schon ziemlich interessant – und habe festgestellt, dass einem die Think-Aloud-Methode viel viel einfacher fällt, als man im ersten Moment meint. Und die 12 Minuten waren ruckzuck verflogen.

Glocke!
Stationswechsel!
Wo ist Raum „Switch“?

Glück gehabt: nebenan. Und schon kommt die nächste Aufgabe:
ein Raumreservierungssystem mit einer Kombination aus Gesichtserkennung und Smartphone-App. Cool. Und auch gleich die ersten Aufgaben mit klaren Vorgaben:

  • Passt das Interface?
  • Versteht man die Vorgehensweise?
  • „Hakt“ es irgendwo?
  • Kann man die Aufgaben intuitiv & rasch erledigen?

Bei diesem Projekt von den BRICKMAKERS merkte man schon den hohen Reifegrad, da man – fast – nichts mehr anmerken konnte. Top.
Glocke.
Wie – schon vorbei?

Weiter zu Station 15.

Etwas ganz anderes: die Agentur Ressmann fragt und testet einen Hashtag und verschiedene Freecards für ein anstehendes Event. Interessant – hätte ich jetzt hier gar nicht erwartet. Passt aber auch irgendwie hier hin. Anfangs ein bisschen überrumpelt (konnte mit dem Hashtag nichts anfangen) nahm das Gespräch und der Wechsel aus Frage / Antwort immer schneller Fahrt auf.
Glocke.
Uff!
Geschafft!
Endlich Pause!

Erste Erkenntnis zur Pause: so ein Usability Testessen ist anstrengender als erwartet. Und macht irre viel Spaß!
Zweite Erkenntnis, während ich eine Fritz-Cola light trinke: ich möchte jetzt nicht in der Haut der Getesteten stecken. Denn die müssen jetzt das Feedback sauber dokumentierten und sich auf die nächste Runde vorbereiten.

Nach einer viertel Stunde Pause folgte der zweite Durchgang. Auf mich wartete dann eine Smartphone-App zur Inventarverwaltung, eine Motivations-App und – auch sehr interessant – Eyetracking auf der Website von Eyevido.

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Den Abschluss bildete eine gemeinsame Runde mit allen Teilnehmern (by-the-way: wir waren an diesem Abend 35 Leute!) mit einem kurzen Feedback von den einzelnen Teststationen.

Mein Fazit

Klasse Vorbereitung, schöne (und wie ich finde auch passende) Location, super Orga und ein Eventformat, dass mich sofort mitgenommen und begeistert hat! Einfach, direkt, auf den Punkt. Und ich bin mir sicher, dass dieser Abend auch gut für die getesteten Produkte und deren Entwickler war.

Danke dafür.

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Und wenn ich darf bin ich beim nächsten Usabilty Testessen Koblenz wieder dabei!

Dickes Lob an das Orga-Team von EYEVIDO

Treibende Kraft hinter dem Usabiltiy Testessen Koblenz ist unbestritten das Team von EYEVIDO. Daher an dieser Stelle ein dickes Dankeschön von mir: für die Vorbereitung, die Einladung zu dem Event und für ein tollen & interessanten Abend!

Dank an den Gastgeber – die BRICKERMAKERS

Gastgeber beim Usability Testessen Februar waren die BRICKMAKERS. Die sind bekanntlich vor kurzem in das Herz der Koblenzer Altstadt gezogen und haben für das erste Testessen in 2019 Ihre Räumlichkeiten Am Plan zur Verfügung gestellt.
Die BRICKMAKERS entwickeln Apps für alle Systeme (Android, iOS, Windows und Browser) und begleiten dabei den Kunden von der Konzeption über Entwicklung, Design bis hin zum Go-Live und zur Vermarktung der fertigen App.

Wo kann ich mehr über das Usability Testessen erfahren?

Wenn Du mehr über das Konzept von Usability Testessen erfahren möchtest, schau doch einfach auf der Website der Erfinder nach – zum Beispiel bei quäntchen + glück .

Oder – noch einfacher – auf der Projektseite von Usability Testessen.

Das hat gleichzeitig den Vorteil, dass Du Dir einen Überblick verschaffen kannst, in welchen Städten sich dieses Event schon durchgesetzt hat.

Und wenn Du aus der Region Koblenz kommst, vernetze Dich doch direkt mit dem lokalen Chapter von Koblenz. Entweder über deren Website oder über die gleichnamige Facebook-Gruppe.

Vier gewinnt – das 4. #agileKoblenz Meetup

Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer und Vernetzung rund um agile Themen – das sind die Ziele, die das Team von #agileKoblenz verfolgt. Nach dem Start in 2018 ging das Event am 23.01.2018 in die nunmehr vierte Runde. Diesmal direkt im Herzen der Altstadt von Koblenz: Gastgeber waren die BRICKMAKERS. Und man startete gleich mit einem tollen Impulsvortrag zum Thema WOL (Working-out-loud) …

Was ist eigentlich dieses „Agile“?

Wenn Du weitere Informationen zum Thema Agile haben möchtest, schau als Einstieg doch mal in unseren Blogbeitrag aus dem Sommer 2018: dort haben wir eine kurze Einleitung in das Thema veröffentlicht.

Impulsvortrag von Gentiana zum Thema WOL (Working out loud)

Working out loud – oder WOL – geht auf eine Idee von Bryce Williams zurück, der den Begriff erstmals im Jahr 2010 verwendete. Die Grundidee: statt Wissen anzusammeln und für sich zu horten soll man Wissen teilen. Aufbauend auf der Idee von Bryce entwickelte John Stepper fünf Jahre später den Gedanken weiter und lieferte gleich noch eine Methode für die Umsetzung mit: Die Circle-Guides waren geboren.

Und das war auch der Zeitpunkt, zu dem namhafte Firmen (hier werden gern Bosch und Daimler genannt) anfingen, WOL in ihren Unternehmen einsetzten.

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Welcome!

Doch was ist dieses WOL nun?

Stepper hat in seinem Buch fünf Prinzipien für Working-Out-Loud aufgestellt. Diese Prinzipien lauten:

  • Beziehungen
  • Großzügigkeit
  • Sichtbare Arbeit
  • Zielgerichtetes Entdecken
  • Wachstumsorientiertes Denken

Basierend auf diesen Prinzipien findet sich ein kleine Gruppe (drei bis fünf Personen – nicht mehr) im sogenannten Circle zusammen. Man trifft sich zwölf Wochen lang für jeweils eine Stunde pro Woche. Ob die Treffen „real“ stattfinden oder virtuell (beispielsweise via Skype) ist dabei zweitrangig. Jeder der Teilnehmer definiert für sich ein Ziel, dass er in den zwölf Wochen verfolgen möchte. Welches Ziel das ist, kann und muss jeder selbst festlegen. Es kann ein berufliches aber auch ein privates Ziel sein, sollte aber als Lernziel formuliert werden. Es muss aber innerhalb der zwölf Wochen realisierbar und für die eigene Person bedeutsam sein.

Die kleine Gruppengröße stellt sicher, dass jeder zu Wort kommt. Auch sind so die Hemmschwellen geringer, sich selbst in das Netzwerk einzubringen. Bei den Treffen wird an der Erreichung der individuellen Ziele der Teilnehmer gearbeitet. Als Hilfestellung dient dabei der Circle-Guide. Dieser enthält entsprechende Übungen und man hat damit eine Art „Fahrplan“ oder Agenda für WOL. Die deutschen Circle-Guides findet Ihr übrigens hier in der Version 4.51.

Nach einer kurzen Einleitung ins Thema ging es beim Meetup in Form von einigen einfachen Gruppenaufgaben zur Sache. Mitarbeit war angesagt. In kleinen Gruppen wurden beispielhaft Aufgaben durchgespielt, die auch bei einem echten Circle angewendet werden: Vorstellungsrunde, Festsetzung von Zielen – so was in der Art.

Mein persönliches Fazit: WOL ist ein tolles Format, das in jedem Fall das Potential hat, Leute voran zu bringen und kleine, aber intensive Mini-Netzwerke zu schmieden. Und dank des Vortrags sind (hoffentlich) viele der Teilnehmer an diesem Abend neugierig geworden und wollen vielleicht tiefer einsteigen. Wer weiß? Vielleicht gibt es ja in Kürze auch in Koblenz WOL Circle…?

Handout des Vortrags von Gentiana

Wie versprochen hat Gentiana die Folien Ihres Vortrags im Web bereitgestellt. Hier der Link auf Slideshare.

Oder doch lieber was auf die Ohren?

Nun, wie wäre es mit einem Podcast von t3n. Titel: Working out loud – was steckt hinter dem Hype-Begriff? Gehostet bei Soundcloud.

Dank an den Gastgeber – die BRICKERMAKERS GmbH

Gastgeber beim vierten #agileKoblenz Meetup waren die BRICKMAKERS. Die BRICKMAKERS entwickeln Apps für alle Systeme (Android, iOS, Windows und Browser) und begleiten dabei den Kunden von der Konzeption über Entwicklung, Design bis hin zum Go-Live und zur Vermarktung der fertigen App.

Übrigens: tolle Location! Da habt Ihr eine gute Nase für eine Top Lage gehabt!

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Willkommen bei den BRICKMAKERS

Und Danke natürlich auch an die Macher des Events

Ein Dankeschön geht natürlich auch an die drei „Erfinder“ von #agileKoblenz Meetup.

Gentiana Daumiller

Gentiana ist selbstständiger Agile- und Business-Coach – Xing-Profil.

Jan Claas Krisor

Jan ist IT Projektleiter bei der Deutschen Post DHL Group – Xing-Profil.

Dennis Willkomm

Dennis ist Scrum-Master und Coach bei der Siemens AG – Xing-Profil (und war an dem Abend leider krank).

Mehr als zwanzig Teilnehmer zeigen, dass Koblenz gerade auf diese Art von Netzwerk gewartet hat!

Und wo finde ich weitere Infos zu dieser Gruppe?

Informationen zum #agileKoblenz Meetup findest Du natürlich im Web, und zwar entweder in der gleichnamigen XING-Gruppe oder auf Facebook (ebenfalls als Gruppe).

Google Art Selfie: auf der Suche nach dem Selfie-Ebenbild

Anfang 2018 hat Google® in seiner App Arts & Culture eine neue Funktion freigeschaltet und damit erreicht, dass innerhalb kürzester Zeit mehr als 78 Millionen Nutzer Selfies von sich machten. Warum? Sie suchten nach Ihrem Selfie-Ebenbild in den Kunstsammlungen dieser Welt …

Die Rede ist von der Funktion Art Selfie, die in der Google Arts & Culture App integriert wurde. Die Funktion ist Teil eines KI-Experiments von Google: dabei macht der Nutzer ein Selfie und die App sucht im Anschluss in zehntausenden von Kunstwerken nach dem (optisch) passenden Gegenstück. Die besten Treffer werden innerhalb der App angezeigt. Inklusive der Angabe, wo sich das Kunstwerk befindet, wie es heißt, wer der Künstler und wie hoch die prozentuale Übereinstimmung ist. Wer möchte, kann an dieser Stelle noch weitere Informationen über das Kunstwerk anfordern und so Schritt für Schritt tiefer in die Geschichte des Kunstwerkes und des Künstlers abtauchen.
Das funktioniert natürlich nur, weil viele Museen und Kunstsammlungen bei diesem Projekt mit Google zusammenarbeiten. Das Ziel der Kooperation ist es, neue Wege zu erschließen, um Menschen Kunst näher zu bringen und sie für dieses Thema zu interessieren und neugierig zu machen. Die App selbst ist im Rahmen der Arbeiten von Google im Bereich maschinelles Lernen entstanden.

Und wie sieht das Ergebnis aus?

Im Normalfall lustig & unerwartet. Und natürlich extrem abhängig von der Art des Selfies, dass Du verwendest. Mit ohne Brille, Mütze, selbst die Kleidung kann (zu einem geringen Teil) Einfluss auf die Suchergebnisse haben.
Einen guten Vorgeschmack bekommt man, wenn man zum Beispiel bei Twitter nach dem Hashtag #ArtSelfie sucht. Hier der Link auf den Suchstring.
Natürlich habe ich die App auch ausgiebig getestet. Einige der Ergebnisse habe ich beigefügt (der Typ mit dem Cowboy-Hut hab mit am besten gefallen).

Das wichtigste: die Links zur App

Die in diesem Artikel beschriebene App gibt es für beide relevanten Smartphone-Welten:
Hier der Link auf die App im Apple® itunes-Store.
Und hier gehtś lang für alle, die die Android-Variante im Google Play Store suchen.
By-the-way: die App ist natürlich kostenfrei!
Und zum „roundup“ hier noch der Link auf den offiziellen Google-Blog-Artikel zum Thema.

Und jetzt Ihr!

Ladet Euch die App runter und sucht in den Kunstwerken dieser Welt nach Eurem Selfie-Gegenstück. Postet das Ergebnis entweder auf unserem Facebook- oder Twitter-Kanal.

Wir sind gespannt.

Ach so: und den Hashtag #ArtSelfie nicht vergessen!

CEBIT – „Ich bin dann mal weg …“

So schnell kann es gehen: 33 Jahre und dann – ZACK! Aus und vorbei. In der Pressemitteilung liest sich das so: „Die Deutsche Messe bereinigt ihr Veranstaltungsportfolio.“ Wer hätte das gedacht? Ich bin quasi mit der CEBIT groß geworden. Die CEBIT war eine Institution. Ein Event, auf dem man dabei sein wollte. Und als Firma dabei sein musste. Sehen und gesehen werden.

Wehmütiger Blick zurück

Zugegeben: wirklich überraschend war das Ende nicht. Es hat sich abgezeichnet. Die schlechten Besucherzahlen bei der CEBIT 2018 waren mehr als deutlich. Selbst der Artikel hier im Blog unter der Überschrift Quo vadis, CEBIT hatte einen eher düsteren Tenor. Vielleicht war es auch die erste Vorahnung auf das unvermeidlich näher rückende Ende einer Ära.

Doch die Veranstalter der Messe machten uns, den Besuchern, und vermutlich auch sich selbst, Mut: neues Konzept, neues Zielpublikum – wir schaffen die Wende. Jetzt, einige Monate später hat man sich umentschieden: die CEBIT 2018 war gleichzeitig die Letzte. Das aus nach insgesamt 33 Messejahren mit Höhen und Tiefen.

Offenbar ist zum Abwärtstrends der Besucherzahlen auch ein Schwund bei den Flächenbuchungen für 2019 gekommen. Klares Zeichen, dass die Aussteller das neue Konzept aus Messe, Konferenz und Festival nicht mittragen wollten.

Schade.

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Und wie geht es weiter …?

Nach der Presseerklärung der CEBIT zu urteilen werden die verbleibenden Aussteller und Themen aufgeteilt. „Industrienahe Digitalthemen“ sollen zur Hannover Messe wandern. Für die „übrigen“ Themenfelder werden inhaltliche Fachveranstaltungen entwickelt, die sich „gezielt an Entscheider ausgewählter Branchen richten„.

Da kann man jetzt von halten, was man will. Bei Messen, die sich an „Entscheider“ richten, darf ich natürlich nicht mit hohen Besucherzahlen rechnen (von daher ist auch die rückläufige Besucherzahl der CEBIT 2018 ein relativer Wert).

Schade, alte CEBIT – es waren schöne Zeiten

Ein bisschen Wehmütig ist er schon, der Gedanke, dass es jetzt keine CEBIT mehr geben wird. Über lange Jahr war sie die Leitmesse, auf die die Welt geschaut hat – und auf der die Welt zu Gast bei uns war. In Hannover. Ich war bestimmt nicht jedes Jahr dort, aber zumindest habe ich mir jedes Jahr die Frage gestellt: „Fahre ich dieses Jahr nach Hannover oder nicht?„.

Aus meiner Sicht ist es fraglich, ob es nach dem Aus für die CEBIT in Deutschland noch einmal gelingen kann, den Grundstein für eine neue und wichtige Messe in diesem Themenbereich zu legen. Leitmessen in der digitalen Welt werden wohl woanders stattfinden: Mit der CES Consumer Electronics Show in Las Vegas oder dem Mobile World Congress in Barcelona.

fptbty

RIP, CEBIT. Es war schöne Zeiten mit Dir in Hannover.

Wie war es bei Dir?

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