Recap zum Barcamp Rhein-Main 2018 in Wiesbaden

Es gibt mittlerweile eine große Anzahl von Barcamps allein in Deutschland. Und die Liste wird jedes Jahr länger. Doch man muss Realist bleiben: man kann einfach nicht alle besuchen. Darum konzentriert man sich oft auf die eigene Region. Koblenz, Bonn und vielleicht noch Köln kommen einem da zunächst in den Sinn. Doch auch südlich von uns tut sich was: zum Beispiel beim Barcamp Rhein-Main. Interessanterweise ein Barcamp ohne festen Heimathafen. Und eines, dass in diesem Jahr zu einem Jubiläum eingeladen hat … 

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In diesem Jahr fand das Barcamp wieder einmal in Wiesbaden statt. Und weil sich bei unseren „südlichen Nachbarn“ auch jemand von Koblenz Digital zeigen sollte, habe ich mir das für den 24.11.2018 auf die Fahnen geschrieben.
Das war übrigens bereits mein zweiter Besuch beim #BCRM. Die erste Stippvisite fand schon 2016 statt. Aber das könnt Ihr in diesem älteren Blog-Artikel nachlesen.

Barcamp – was war das noch gleich…?

Wenn jetzt einige ein Fragezeichen auf der Stirn stehen haben und nicht wissen, was ein Barcamp ist: einfach zum Ende dieses Artikels scrollen: dort habe ich die wichtigsten Punkte zur Fragestellung „Was-ist-ein-Barcamp?“ und wie funktioniert es, zusammengefasst.

Alle anderen können gleich hier in den Recap zum Barcamp Rhein-Main 2018 einsteigen.

Über das BarCamp Rhein-Main

Das Barcamp Rhein-Main feierte in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag. Und zumindest ein Teil der rund 200 Teilnehmer war wohl auch als Gratulant unterwegs nach Wiesbaden, um diesen runden Geburtstag zünftig mit einem tollen BarCamp zu zelebrieren.

Die Macher hinter dem Barcamp sind im Verein zur Förderung der Netzkultur im Rhein-Main-Gebiet e.V. organisiert. Weitere Infos findet Ihr auf deren Website. Ist interessant, weil die Macher noch weitaus mehr auf der Agenda haben als „nur“ diese Un-Konferenz.

Das Barcamp Rhein-Main ist – anders als beispielsweise das Koblenzer Barcamp – nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Vielmehr geht es munter durch das gesamte Rhein-Main-Gebiet. Stationen waren bisher

  • Mainz (2009)
  • Darmstadt (2010)
  • Mainz (2011)
  • Wiesbaden (2012)
  • Dieburg (2013)
  • Frankfurt (2014)
  • Bingen (2015)
  • Wiesbaden (2016)
  • Offenbach (2017)
  • Wiesbaden (2018)

Weitere Infos – sowohl zu kommenden aber auch zu den bereits vergangenen Veranstaltungen – findet Ihr auf der Website des Barcamps Rhein-Main.

Die Location: Akademie der R+V-Versicherung

Das Barcamp Rhein-Main fand in diesem Jahr in den Räumen der Akademie der R+V-Versicherung statt. Der Campus liegt südöstlich vom Stadtzentrum Wiesbaden. Von Koblenz ist man in knapp einer Stunde vor Ort.

Zur Location selbst nur ein Wort: Cooooooooooooool. Kann man nicht anders beschreiben. Werft einfach mal einen Blick auf die Website der R+V-Versicherung: dort gibt es einen virtuellen Rundgang durch den Campus!

Der Campus der R+V hat einen Fläche von rund 600 m², ist mit modernster Seminartechnik ausgestattet, gerade mal ein Jahr alt und darum auch super geeignet als Location für ein Barcamp.

Die erste Session: Quora

Bei der ersten Session gleich eine Überraschung: da gibt es einen neuen Service im Web, von dem ich in meiner Filterblase noch nichts gehört habe!

Erschreckend. 🙂

Quora wurde uns quasi aus erster Hand vorgestellt – und zwar von Kersten Ewelt. Sie ist Head of Marketing bei Quora. Kersten verfügt aus diesem Grund über tiefes Hintergrundwissen zu allen Themen rund um Quora – gerade mit Blick auf die deutschsprachige Community. Hier der Link auf Ihr Profil.

Wenn es Dir so geht wie mir und Du bisher nichts mit dem Namen anfangen kannst: Quora ist ein digitaler Auskunftsdienst. Dabei soll den Nutzern auf beliebige Fragestellungen eine (hilfreiche) Antwort gegeben werden. Die Antworten sind dabei auch untereinander verknüpfbar: so kann – ähnlich wie zum Beispiel in der Wikipedia – von einem Thema oder Artikel zum nächsten surfen.

Interessant war bei dieser Session der Blick hinter die Kulissen:

  • Wer hat das Unternehmen gegründet?
  • Wie ist man vorgegangen?
  • Welche Herausforderungen haben sich gestellt (oder bestehen immer noch)?
  • Und wie unterscheidet sich der neue Dienst von anderen Anbietern?
  • Welche Maßnahmen werden ergriffen, ob die Qualität der Antworten auf einem hohen Niveau zu halten?

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Ich für meinen Teil bin durch diese Session so neugierig geworden, dass ich mir einen Account angelegt habe und mir Quora genauer anschauen werde.

Slot Nummer zwei: Was kommt nach Twitter, Facebook und Co.?

Für Suitbert Monz, der diese Session angeboten hat, war es quasi ein Heimspiel: schließlich ist er Social Media Manager bei der R+V Versicherung. Auf dieser Seite hier beschreibt er sich kurz selbst.

Passend zum Aufgabengebiet von Suitbert ging es bei ihm um einen Blick auf die „alternativen“ Social-Media Anwendungen und Netzwerke. Der Bogen wurde dabei in den 45 Minuten vom Status Quo der aktuellen Netzwerke über die bisherige Entwicklung der neuen Anwendungen bis hin zu derzeit verfügbaren Alternativen gespannt. Natürlich wurde auch beleuchtet, warum die großen Netzwerke überhaupt Plattformen bereitstellen und das diese auch unterhalten – sprich: bezahlt – werden müssen. Mit Werbung oder mit den Daten der Nutzer.

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Mastodon, Pixelfed, PeerTube, GitPub, und und und. Es gab so gut wie keine alternative Social-Plattform, die nicht zumindest erwähnt wurde.
Mitgenommen habe ich bei dieser Session, dass sich für den Einstieg in diese Materie vielleicht ein Blick auf die Seite https://fediverse.party/ lohnen könnte (nur so als Tipp).

Mittagspause

Essen hält bekanntlich Leib und Seele zusammen. Und bei einem so interessanten Programm wie beim Barcamp Rhein-Main muss natürlich für Nachschub gesorgt werden. Pünktlich zur Mittagspause gab es eine indische Linsensuppe, Nudeln mit Bolo und Salat mit vaganem Dressing.

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Session Nr. 3: Wieso Israel so innovativ ist

Frisch gestärkt ging es in Runde drei mit Kersten von quäntchen + glück, der in seiner Session der Frage auf den Grund gegangen ist, warum Israel so innovativ ist. Diese Frage habe ich mich auch manchmal schon gestellt, da zum Beispiel beim Thema Innovation das kleine Israel meist in einem Atemzug mit den USA genannt wird.

Spannende Geschichte: am Anfang stand (neben der Idee) eine einfache Anfrage im Web.

Und dann ist Kersten mit seinen Kollegen einfach runter nach Tel Aviv geflogen und hat sich dort mit Einheimischen getroffen. Ziel war es, in direkten Gesprächen herauszufinden, wie die Israelis „ticken“. Warum die Innovationen in dem Land am Mittelmeer schneller voran kommen als bei uns – und was wir davon lernen können.

Ein paar der „Warums“ habe ich per Live-Twitter mitgepinnt:

Fand ich eine wahnsinnig spannende Idee, bei der ich auch gern dabei gewesen wäre.

Session Nr. 4: Ortsunabhängiges Arbeiten

Mit Silke Vogel von Vogel Design ging es dann ab in den Süden. Genauer: nach Indien. Denn Silke hat das ortsunabhängige Arbeiten für sich entdeckt. Sie berichtete von den Anfängen, den „Einstieg“ in das Arbeiten ohne festes Büro – bis hin zu den einzelnen Stationen auf dem Erdball.

Da ist man ein paar mal neidig geworden (vor allem, wenn man nach draußen geschaut hat und sich das trist-graue Herbstwetter in Wiesbaden anschauen musste).

Session Nr. 5: Über inkrementelle Innovation zu echter (Corporate-) Innovationskultur. Macher-Session inklusive *Hacks* für den Alltag

Die (für mich) letzte Session hat Anna Scheffold von der Digitalagentur Unterschied & Macher gehalten. Nicht von dem sperrigen Titel einschüchtern lassen – gerade bei den Hacks waren viele gute und praktisch auch umsetzbare Denkanstöße dabei.
Diese Session ist übrigens aufgezeichnet worden, d.h. Ihr könnt Euch Anna und Ihren Vortrag auf YouTube anschauen.

Die Slides des Vortrags sind ebenfalls im Web verfügbar:

Wie immer: Fotos!

Auch in diesem Jahr habe ich wieder einige Bilder bei der Veranstaltung gemacht (insgesamt 128). Wer sich die anschauen möchte: hier ist der Link auf das Album bei flickr.

Mein Fazit

Das Barcamp Rhein-Main war und ist ein Reise wert. Besonders gut hat mir die Location gefallen: der R+V Campus bietet sich gerade zu für solche Formate an! Ansonsten: gewohnt gute Organisation (da merkt man, dass die Macher bereits 10 Jahre auf dem Buckel haben) und da lässt man sich auch nicht mehr aus der Ruhe kriegen.
Von daher kann ich nur sagen: wenn es terminlich passt bin ich nächstes Jahr wieder dabei.

Last-but-not-least: Danke an die Sponsoren!

Ein Barcamp ist ohne Sponsoren sehr viel schwerer (oder unter Umständen gar nicht) realisierbar. Zumindest würde eine solche Un-Konferenz für die Teilnehmer deutlich teurer werden. Aus diesem Grund gebührt den Sponsoren eines solchen Events der besondere Dank der Barcamp-Besucher.

Umgekehrt können natürlich auch die Sponsoren selbst gewinnen:

Durch das Sponsoring wird ein positives und weithin sichtbares Statement des Unternehmens oder der Marke gesetzt.

Man erreicht Teilnehmer mit einer hohen Reichweite in den unterschiedlichen Social-Media-Kanälen. Positive Erwähnungen können so enorme Reichweite entwickeln, was gerade im Bereich Markenaufbau hilfreich sein kann.

Das Unternehmen hat die Gelegenheit, eigene Mitarbeiter am Barcamp teilnehmen zu lassen, die so zum Beispiel von den unterschiedlichen Session profitieren können.
Unternehmen und Marken können einem breiten Publikum die eigene Kompetenz aufzeigen, indem selbst Sessions vorbereitet und durchgeführt werden.

Nicht zu unterschätzen ist dabei auch die Eigendarstellung als Arbeitgeber: Barcamps können auch als Event für das Recruiting in einer wichtigen Zielgruppe gesehen werden.
Leicht übersehen wird auch die Chance, über die Teilnehmer an einem Barcamp neue Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern oder Kunden herzustellen, auch wenn das Barcamp nicht mit einer Vertriebsveranstaltung verwechselt werden sollte. Aber allein der Networking-Faktor ist enorm!

Last-but-not-least zeigt ein Unternehmer durch das Sponsoring, dass man sich bei lokalen Events Engagement zeigt. Und dieser Einsatz zeigt – im Gegensatz zu manchen anderen Formen des Sponsoring – unmittelbare Wirkung und stellt auch den direkten Zusammenhang zur eigenen Marke her.

Und darum: Danke an die Sponsoren!

Da Du jetzt weißt, warum Sponsoren so wichtig sind, folgt jetzt auch mein konkretes „Dankeschön“ an die Sponsoren des Barcamps Rhein-Main 2018: Danke! Das war ein tolles Event!

Und gleich auch noch eine Bitte: macht weiter so! Seit im nächsten Jahr wieder dabei und helft mit, die Idee des Barcamps ins Land hinaus zu tragen!

ginco

ginco entwickel Strategien für eine integrierte und digitale Kommunikation: Von der Beratung über Konzept, Design und Entwicklung verbindet man so alle relevanten Medien – plattformübergreifend.

LindenKaffee

LindenKaffee ist ein junger und innovativer Kaffeeanbieter mit Sitz in Frankfurt. Liebe zum Kaffee, die Zufriedenheit der Kunden und vor allem das Thema Nachhaltigkeit stehen auf der Agenda des Unternehmens ganz oben!

R+V

Die R+V Versicherung ist einer der größten Versicherer Deutschlands für Privat- und Firmenkunden. Sie gehört zur Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Und natürlich war die R+V in diesem Jahr der Gastgeber, denn das Barcamp Rhein-Main fand in den Räumlichkeiten der R+V-Akademie in Wiesbaden statt!

netz 98

netz98 ist größter deutscher Magento Enterprise Solution Partner. Von Mainz aus realisiert die agile Magento-Agentur anspruchsvolle Onlineshops, E-Commerce-Plattformen und Digitalisierungsprojekte im B2C und B2B.

AOE

AOE ist führender globaler Dienstleister für Digitale Transformation und Digitale Business Modelle. Dabei setzt das Unternehmen aus Wiesbaden ausschließlich auf etablierte Enterprise Open Source Technologien. So entstehen in agilen Softwareprojekten innovative Lösungen, digitale Produkte und Portale, die zu langfristiger strategischer Zusammenarbeit mit unseren Kunden führen.

mediaman//

Wenn es um den digitalen Wandel geht ist die Agentur mediaman aus Mainz nicht weit. Mit mehr als 130 Mitarbeitern arbeitet man dort seit mehr als 20 Jahren an der Entwicklung neuer Internetstrategien, der Transformation von Geschäftsprozessen und der Gestaltung von User-Experience der Extraklasse.

HessenAgentur GmbH

Die Hessen Agentur ist eine Dienstleistungsgesellschaft des Landes Hessen. Sie setzt Projekte, Kampagnen und Förderprogramme des Landes um und fungiert dabei immer mehr auch als Berater und „Thinktank“. Ziel der Gesellschaft ist es, die zukunftsorientiert Positionierung des Bundeslandes Hessen im nationalen und im internationalen Wettbewerb zu fördern und damit zur nachhaltigen Entwicklung des Standortes Hessen beizutragen.

Was ist ein BarCamp?

Lustigerweise hört man diese Frage immer noch (was man als eifriger Barcamp-Besucher gar nicht verstehen kann). Trotzdem: auch dieser Artikel soll zumindest eine kurze Beschreibung beinhalten. Als Barcamp – hin und wieder hört man vielleicht auch den Namen „Un-Konferenz“ – bezeichnet man eine sich selbst organisierende Tagung. Dabei werden offene Workshops, deren Inhalte erst beim Beginn der Veranstaltung durch die Teilnehmer selbst festgelegt werden, zu einem Programm zusammengestellt. Die genauen Themen und der Verlauf sind somit offen, während manchmal ein „Oberthema“ vom Veranstalter vorgegeben wird.
Die Möglichkeiten eines Barcamps sind dabei weit gestreut: von reinen Diskussionsrunden ober Programmierworkshops oder einfach dem Austausch von Gleichgesinnten ist alles drin.

Moment: so ein Barcamp funktioniert wirklich…?

Wie jetzt … ? Das Programm wird erst vor Ort, am Tag des Events, aufgestellt? Wie soll das funktionieren? Da habe ich ja gar keine Steuerungsmöglichkeit?
Gerade Menschen, die bisher „klassische“ Konferenzen besucht haben, können sich im ersten Moment nur schwer vorstellen, das eine „Un-Konferenz“, ein Barcamp, tatsächlich funktioniert. Auch Neueinsteiger sind im ersten Moment vielleicht verwirrt oder vermissen die sicheren Leitplanken eines vorgegebenen Programms. Aber gerade diese Unsicherheit schwindet in den meisten Fällen sehr rasch dem Aha-Erlebnis, wenn man versteht, wie ein Barcamp tickt. Und das dieses Konzept in der Praxis wirklich funktioniert. Der Moderation, dem Speaker, dem Gesicht des Barcamps, kommt daher bei der Begrüßung und der ersten Stunde ein hoher Stellenwert zu. Er (oder sie) muss das Eis brechen und die ersten, wichtigen Programmpunkte des Barcamps souverän über die Bühne bringen, die da wären:

  • Begrüßung
  • Organisatorisches
  • Vorstellungsrunde aller Teilnehmer
  • Sessionplanung

Spätestens bei der Vorstellungsrunde geht dann meist ein Raunen durch die Menge. 100 oder gar 200 Leute sollen sich vorstellen? Wie lange soll das dauern? Die Antwort: nicht so lange, wie man denkt. Name, Twitter-Account und drei Stichworte oder Hashtags – der Nächste bitte. Natürlich erwartet niemand, dass man sich jetzt die 199 anderen Personen merkt. Das Ganze ist einfach nur ein Eisbrecher – und soll auch ein bisschen das Lampenfieber nehmen. Beides gelingt mit der Vorstellungsrunde sehr gut!

Sind alle aufgewärmt, startet die Sessionplanung. Sie bildet das Programm des Tages und besteht aus Zeitblöcken von (in der Regel) 45 min für einen Programm und 15 min für den Wechsel. Die Anzahl der parallel möglichen Sessions ergibt sich den zur Verfügung stehenden Räumen. Aus diesen Vorgaben ergibt sich ein Raster, dass nun durch die Teilnehmer mit Leben gefüllt werden muss. Jeder, der möchte, meldet sich und kann seinen Vorschlag für ein Session dem Publikum vorstellen. Das können Workshops, Diskussionen, Vorträge, oder was auch immer sein. Finden sich genügend interessiert, wird der Vorschlag in den Sessionplan aufgenommen. Je nach Resonanz wird dabei gleich Vorschlägen mit vielen Interessierten ein möglichst großer Raum zugewiesen, anderen halt ein kleiner. So wächst nach und nach der Plan an, bis alle Slots vergeben sind und das Programm steht.

Soviel zum allgemeinen Drumherum eines Barcamps.

Was passiert, wenn die Google KI Fotos nachzeichnet: Cartoonify

Im vorletzten Post hier im Blog haben wir das Experiment Google Move Mirror vorgestellt, bei dem live Bewegungen einer Person vor der Webcam ausgewertet werden. Tolle Sache. Heute geht es um den Versuch, Bilder nachzuzeichnen. Eine leichte Übung…?

Dass Bilder, die mit dem Smartphone aufgenommen werden, automatisch von Google & Co. verbessert werden, daran haben wir uns wohl alle schon gewöhnt. Viele erwarten es sogar. Verbesserungen, automatische Korrekturen, Effekte – all das gehört mehr oder weniger zum Standard. Da kann es doch nicht so schwer sein, so ein Foto abzumalen?

Nun, das Tool Cartoonify von Google versucht genau das und wandelt ein Foto in eine Strichzeichnung um.

Na ja, sie versucht es zumindest.

KoblenzDigitalCartoonify_Sample

Wohl gemerkt: Es werden nicht einfach die Konturen von Elementen im Foto nachgezeichnet. Vielmehr versucht die KI, die Elemente zu erkennen, die im Bild abgelichtet wurden, und zeichnet diese dann nach.

Bei meinen Versuchen war das Ergebnis eher durchwachsen:

KoblenzDigitalCartoonify_Sample2

Okay: das wesentliche – den Burger – hat Google erkannt. Die Pommes sind allerdings etwas – mhmm – auf das Wesentliche reduziert.

Zweiter Versuch mit einer Gruppe von Menschen beim Barcamp Koblenz:

KoblenzDigitalCartoonify_Sample3

Warum gerade drei Personen bei diesem Bild hervorstechen, weiß ich auch nicht genau.

Wie funktioniert die Erkennung der Fotos?

Wie man an den Beispielen oben leicht sieht, klappt es mit der Erkennung der Bildinhalte und der Umsetzung in eine Zeichnung mal besser, mal schlechter. Doch wie funktioniert das Ganze überhaupt?

In einem ersten Schritt versucht die KI die Bildinhalte zu erfassen. Je klarer und eindeutiger das Bild, desto eher gelingt ihr das. Darum gilt: am besten Fotos mit wenigen Objekten verwenden.

Hat die KI die Objekte oder Personen im Foto ausgemacht, wird im zweiten Schritt in der Bilddatenbank Quick-Draw gesucht. Vielleicht kennst Du dieses Google Experiment noch: hier ging es darum, Begriffe zu zeichnen, die die KI erkennen sollte. Die Nutzer machten fleißig mit und so entstand eine Datenbank mit mehr als einer Milliarde Kritzeleien. Und dieser Fundus wird nun verwendet, um eine Zeichnung mit den Objekten zu erstellen, die die Cartoonify KI im Foto erkannt hat.

Jetzt Ihr: Ausprobieren!

Macht Euch selbst ein Bild von dem Google Tool. Hier der Link auf die Website.

Was meint Ihr?

Habt Ihr ein cooles oder lustiges Ergebnis erhalten?

Könnt Ihr gerne bei uns auf Facebook oder Twitter posten!

Würde uns freuen!

Let’s dance – mit dem Google Move Mirror!

Das Google sich stark mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) beschäftigt, ist kein Geheimnis. Mit dem dem Projekt Move Mirror gehen die Leute aus Mountain View die Sache von der spielerischen Seite an – und zeigen gleichzeitig, was schon machbar ist.

I´ll be back

Das ist einer der bekanntesten Sprüche von Arnold Schwarzenegger in Teil 1 von Terminator. Und beim Thema KI denken noch viele von uns – reflexartig – an die Nachteile und Gefahren einer solchen Technologie.

Vielleicht ist das mit ein Grund dafür, das Google für das Projekt Move Mirror einen kreativeren, spielerischen Ansatz gewählt hat. Bei diesem KI-Experiment werden durch die Webcam die Bewegungen der Person vor der Kamera erfasst und die Bewegungen mit 80.000 in einer Datenbank gespeicherten Fotos abgeglichen.

Interessant sind dabei zwei Faktoren: die Verarbeitung erfolgt nicht irgendwo auf einem Server bei Google sondern direkt im Browser des Benutzers. Und Aufnahme, Auswertung, Abgleich und Anzeige des gefundenen Fotos erfolgen (nahezu) in Echtzeit. Ohne Hightech-Hardware sondern nur mit den Mitteln Deines Webbrowsers.

Und Google wäre nicht Google, wenn man das Ergebnis nicht mit Freunden teilen könnte. Als Animated Gif. Hier ist mein erster Gehversuch bei Google Move Mirror.

winni-move-mirror

Nicht schlecht, oder?

Was steckt dahinter?

Im Detail könnt Ihr das im Blog von Google nachlesenUnterm Strich kommen hier zwei Techniken zum Einsatz:

Zum einen nutzt die Website PoseNet. Mit PoseNet kann die Körperhaltung einer Person ermitteln. Das erkennt Ihr an den Kugeln und Linien, die auf Eurem Webcam-Bild eingeblendet werden. Insgesamt werden 17 Punkte für die Positionsbestimmung von Kopf und Körper erfasst und diese Positionsdaten werden mit den Fotos der Datenbank abgeglichen.

Dabei hilft die zweite Technik-Komponente: Tensorlfow.js. Tensorflow.js ist eine Bibliothek, die im Browser ein integriertes Machine-Learning-Modell ausführt. Bildverarbeitung und Erkennung der Positionen laufen komplett im Browser ab (okay: am Anfang merkt man das – zumindest auf meinem Notebook – an leichten Rucklern bei der Anzeige – gibt sich aber in der Regel bald wieder).

Und jetzt Du!

Zeig uns Deine besten Moves! Teile auf Twitter oder Facebook von KoblenzDigital Dein Google Move Mirror Gif!

Hier der Link auf die Projekt-Seite von Google Move Mirror.

Trau Dich!

20 Gründe, warum Startups scheitern (Infografik)

Die erste Fuckup Night in Koblenz rückt näher. Zur Einstimmung darauf bleiben wir vom Koblenz Digital Blog dem Thema treu und stellen Euch eine Infografik bereit, in der 20 Gründe für das Scheitern eines Startups zusammengefasst sind.

Die 1. Fuckup Night Koblenz am 25.10.2018

Ausverkauft! Alle Eintrittskarten für die 1. Fuckup Night in Koblenz haben ihren Käufer gefunden und die glücklichen Besitzer der Tickets fiebern nun dem 25. Oktober 2018 entgegen. Als Speaker für die Premiere in der Rotunde (Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz) konnten die Macher des Events Christoph Krause, Ramy Hardan und Doris Parrado gewinnen. Allein das ist schon Garant für einen interessanten und unterhaltsamen Abend!

Zur Einstimmung auf die Veranstaltung, und um Euch die Wartezeit zu verkürzen, wollen wir heute hier im Blog noch einmal ein wenig Hintergrundinformationen liefern. In Form einer Infografik.

Der Misserfolg hat offenbar viele Väter

Grundlage für die Infografik sind die Informationen des US-amerikanischen Marktforschungsinstituts CB Insights. CB Insights hat seit 2014 das Feedback von Gründern gesammelt und dabei 242 individuelle Ursachen für das Scheitern zusammengetragen.

FuckUpNightInfografikScheitern

Die Angaben in der Infografik geben den Stand von August 2018 wieder.

Hier der Link auf die „Rohdaten“ von CB Insights.

Teilen erwünscht!

Gern könnt ihr den Blog-Artikel oder die Infografik in Euren sozialen Kanälen teilen!

Marke mit gutem Gewissen

Titelfoto: ISSO Institut (Instagram)

Warum profilieren sich moderne Marken damit, für bestimmte Werte einzustehen? Dazu hat Prof. Dr. Holger J. Schmidt von der Hochschule Koblenz beim After-Work im ISSOlab referiert. Ich gebe euch weiter, was ich dort gelernt habe:

Zunächst ist ein Wandel zu verzeichnen. Nicht mehr das Produkt allein beeinflusst eine Kaufentscheidung. Konsumenten denken darüber nach, ob sie die Philosophie dahinter unterstützen wollen (z.B. Nachhaltigkeit).

Eine eindeutige Positionierung

Als erstes Beispiel nannte Prof. Schmidt Nike, die mit dem Gesicht von dem American-Football-Profi Colin Kaepernick geworben haben. Der Spieler hat sich bei der Nationalhymne vor den Spielen hingekniet, was als Respektlosigkeit gegenüber des Staates USA gilt. Er protestierte damit gegen Ungleichheit und Rassismus. Die Kampagne hat extrem polarisiert und rief Leute auf den Plan, die ihre Nike-Produkte verbrannten, auch Donald Trump wetterte gegen den Sportartikelriesen. Aber es gab auch genau so viele Menschen, die Nike in höchsten Tönen gelobt haben, vor allem über Social Media natürlich. Nike hat sich damit eindeutig positioniert und eine Haltung eingenommen. Dies war in dem Fall riskant, das Publikum war sich aber einig, dass es eine stimmige Kampagne ist. Die Aktien des Unternehmens gewannen dadurch in wenigen Wochen 30% an Wert.

Wann es schiefgeht

Wann funktioniert es, zu polarisieren und wann nicht? Als Negativbeispiel wurde H&M genannt. Dort gab es einen Hoodie für Kinder im Online-Shop, der den Aufdruck „Coolest Monkey in the Jungle“ hatte und von einem dunkelhäutigen Kind getragen wurde. Schnell wurden Rassismusvorwürfe laut, der Screenshot verbreitete sich über alle Kanäle rasant. H&M hat schließlich reagiert, sich entschuldigt und den Artikel aus dem Angebot genommen. Diese Art von Aufmerksamkeit war vermutlich nicht beabsichtigt, doch hieran kann perfekt abgeleitet werden: Die beabsichtigte Markenidentität ist nicht in jedem Fall gleich der wahrgenommenen Markenidentität.

Markeninhaber haben Einfluss auf die Wahrnehmung der Marke, aber nicht mehr die vollständige Kontrolle.

Alles ist politisch

Aus dem Edelman Trust Barometer wurde folgende Zahl zitiert: 57% der globalen Konsumenten kaufen bzw. boykottieren Marken aufgrund der von ihnen eingenommenen politischen und sozialen Standpunkte. Prof. Schmidt sagte: Alles ist politisch. Man kann nicht nicht politisch kommunizieren.

Auch dazu ein Beispiel: Budweiser schaltete in der Pause des Super Bowl 2017 diesen Spot zur besten (und mit Abstand teuersten) Sendezeit des Jahres. Dieser hat ebenfalls stark polarisiert. Er erzählt die Story der Gründer, die aus Europa in die USA emigrierten und dort die Brauerei aufbauten. Dies wurde von vielen Zuschauern als Anti-Trump-Spot interpretiert und als Affront gegen dessen Immigrationspolitik. Der Hashtag #BoycottBudweiser trendete. These von Prof. Schmidt: Vor 10 Jahren wäre dies ein ganz normaler Werbespot gewesen, die Reaktion wäre deutlich milder ausgefallen. Die Gesellschaft sei deutlich sensibler, vor allem in Bezug auf politische Themen als noch vor einer Dekade.

Eine Marke müsse nicht versuchen, es allen recht zu machen, sondern für die eigenen Überzeugungen einstehen. Dazu gab es eine Anekdote: Ein homosexueller US-amerikanischer Bekannter gehe gerne zu der Fast-Food-Kette „Chick-fil-A“, obwohl das Unternehmen sich offen gegen Homosexualität positioniert und eine Mann-Frau-Kinder-Familie für die einzig richtige hält. Dabei sei aber der Brand Fit gegeben, es passt zu der Marke – der Auftritt ist stimmig. Deshalb isst der Bekannte trotz der komplett konträren Position dort seinen Lieblingsburger.

Das Thema muss passen

Weiteres wichtiges Learning: Marken sollen sich nicht nur aus Gründen des höheren Abverkaufs wahllos positionieren, sondern so, dass es zu ihren bereits bestehenden Themen passt. Dazu brachte er zwei Beispiele, ein negatives (Pepsi) und ein positives (Edeka):

Im Pepsi-Spot merkt man, dass es nicht so recht passt. Man weiß nicht, warum die Menschen demonstrieren. Die Celebrity Kendall Jenner hat keinen Bezug zu der Situation und das Produkt steht viel zu offensichtlich im Vordergrund. Die ganze Story ergibt keinen Sinn – die Aussage ist unverständlich und hat keinen Bezug zu Pepsi. Der Spot wurde von Pepsi nach Protesten im Web zurückgezogen.

Anders bei Edeka: Diese Aktion und der dazugehörige Spot wurde sehr positiv aufgenommen. Der Inhalt ist nah an der Marke Edeka: Es geht um Lebensmittel. Jeder kennt den Slogan „Wir lieben Lebensmittel“. Dies wurde nun auf das Bewusstsein über Herkunft der Produkte übertragen unter dem Slogan „Wir lieben Vielfalt“.

Fazit: was Marken tun sollten

Zum Ende fasste Prof. Schmidt vier Punkte zusammen:

  • Marken sollen zu ihren Werten stehen
  • Marken sollen ihre Werte explizit ausdrücken
  • Marken sollen eine klare Positionierung einnehmen – oder gar keine
  • Marken sollten niemals mit ihrer Authentizität spielen

Bonusfrage: Was ist mit den eigenen Mitarbeitern?

Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, noch eine Frage zu stellen. Mich hat interessiert, ob ihm ein gutes Beispiel einfällt, wo die Positionierung der Marke Einfluss auf die eigenen Mitarbeiter des Unternehmens hatte. Hatte er natürlich: Die Marke Patagonia (Outdoor-Bekleidung) und deren Gründer Yvon Chouinard stehen für den Wert Nachhaltigkeit. Die Firma ermöglicht es den Mitarbeitern, während der Arbeitszeit an eigenen nachhaltigen Projekten zu arbeiten (z.B. Upcycling) und ließ die Mitarbeiter eigene Banner gegen den Klimawandel herstellen und gab ihnen einen Tag frei, um an einer Demo teilzunehmen. Dies passt zu der außergewöhnlichen Firmenphiliosophie. Das Unternehmen schaltete z.B. diese Anzeige in der New York Times, die dazu aufrief, keine neue Jacke zu kaufen, wenn man keine braucht – aus Gründen des Effekts auf das Klima. Passt also alles zusammen.

Bild: Patagonia

Geht zu den After-Work-Sessions im ISSOlab!

Danke an das Team vom ISSO Institut für die Orga und die entspannte Atmosphäre. Es lohnt sich dort hinzugehen. Nach dem Vortrag gab es die Möglichkeit, Fragen zu stellen  und es entwickelten sich noch einige Gespräche bei Fair-Trade-Holunderschorle und Wein aus der Region – es war also nicht nur das gesammelte Wissen nachhaltig. Die Termine findet ihr immer auf der Website des ISSO Instituts und auf deren Facebook-Seite. Ich komme wieder!

Aus Scheitern lernen: Fuckup Night Koblenz

Scheitern und darüber reden? Am besten noch auf einer Bühne? Das ist nicht unbedingt die Art des Deutschen. Scheitern bedeutet Niederlage. Und die behält man am besten für sich. Doch gerade dadurch verlieren wir die Möglichkeit, aus Fehlern zu lernen. Ab Oktober schließt sich diese Wissenslücke. Denn dann kommt die Fuckup Night nach Koblenz.

Wovon keiner gerne spricht

Gründer sind hippe, junge Menschen, die in Garagen sitzen, die Welt aus den Angeln heben und das entstandene Startup dann für irrwitzige Summen von Googles, Facebooks oder Amazons aufkaufen lassen. So oder so ähnlich stellen sich viele den vorgezeichneten Werdegang eines Startups vor. Von Null auf Hundert. Immer auf der Überholspur. Zum Erfolg verurteilt.
Das die Wirklichkeit viel zu oft anders ist, wissen die wenigsten. Man geht davon aus, dass sich drei Viertel aller deutschen Startups nicht länger als 2,8 Jahre am Markt halten können.
Überrascht?
Nicht wirklich, weil in Deutschland zwar das Gründen immer Beliebter wird, dass Scheitern aber immer noch den Malus der Niederlage in sich trägt. Und sowas behält man besser für sich. Man hört lieber von tollen Ideen, die sich durchsetzen. Doch das Scheitern gehört dazu. Und das Verschweigen oder Ignorieren dieser Gefahr hilft weder dem Gründer noch der Gesellschaft.
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Umdenken ist gefragt

Prominentes Beispiel für die Einstellung weiter Teile der Gesellschaft zum Thema Scheitern findet man in einer Rede des FDP Bundesvorsitzenden Christian Lindner. Der ging im Jahr 2015 in einer Rede im nordrhein-westfälischen Landtag kurz auf das Thema Gründung ein (übrigens: es war ein Lob für die damals regierende SPD!). In einem Zwischenruf gerade dieser SPD wies man darauf hin, das Lindner ja auch „… Erfahrungen mit dem Scheitern hat ..“.
Die Erwiderung und die folgende Rede halte ich für einen sehr guten Konter auf diese Art von Einstellung zum Scheitern. Wer die Rede nicht kennt – hier ist der Link auf das Video bei YouTube.
Kein Wunder also, dass auch Christian Lindner im Jahr 2016 bei einer Fuckup Night in Frankfurt als Sprecher auftrat und von seinem gescheiterten Startup berichtete.

Wo kommt die Idee der Fuckup Nights her?

Das Format Fuckup Nights kommt – nein, nicht aus Amerika, sondern aus Mexiko. Und war wohl mehr eine Zufallserfindung: ein paar Freunde sitzen zusammen, unterhalten sich und erzählen sich eines Abends von ihren unternehmerischen Erfahrungen. Genauer: von den erlittenen Fehlschlägen. Und sie erkennen, welch wertvolles Wissen in diesen Geschichten steckt. Und starten eine Veranstaltungsreihe, die sich unter dem Namen Fuckup Nights bisher in 80 Länder und 304 Städte ausgebreitet hat und immer mehr Freunde findet.

Und was ist jetzt eine Fuckup Night?

Bei einer Fuckup Night kommen Menschen auf die Bühne und erzählen, wie sie gescheitert sind, wie sie in die Insolvenz gegangen sind oder das eigene Unternehmen an die Wand gefahren haben. Das ist das Geheimnis der Fuckup Nights: der Misserfolg wird nicht verschwiegen sondern man berichtet davon. Man erklärt die gemachten Fehler und arbeitet die Gründe für das Scheitern heraus. Und die Gründe für das Scheitern können so vielfältig sein wie die Geschäftsideen, die zum Gründen geführt haben.
Der Vorteil einer Fuckup Night liegt auf der Hand: andere Gründer soll nicht der gleiche Fehler unterlaufen! Lerne aus den Fehlern anderer!
Und vielleicht will man auch Verständnis für das Scheitern bei der Gesellschaft wecken. Denn vielfach werden Gründer, deren Geschäftsidee eben nicht aufgegangen ist, stigmatisiert und kritisiert, wie das Beispiel von Christian Lindner zeigt. Doch das ist ein großer Fehler: Scheitern darf keine Schande in Deutschland sein.
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Und jetzt kommt Koblenz

In Koblenz wird die Fuckup Night unter anderem von Gentiana Daumiller auf die Beine gestellt und organisiert. Gentiana hatten wir hier im Blog vor kurzem schon einmal vorgestellt, nämlich bei dem #agileKoblenz Artikel. Gentiana ist selbstständiger Agile- und Business-Coach. Hier der Link auf ihr XING-Profil.
Vervollständigt wird die Fuckup-Crew durch Veronica Wilm, Co-Founder Wahlkampf Manufaktur (XING-Profil) und Immanuel Bär, Co-Founder ProSec Networks (XING-Profil).

Weitere Infos gefällig? Kein Problem!

Der Startschuss für die 1. Fuckup Night Koblenz fällt am 25. Oktober 2018 um 19:30 Uhr. Auch der Ort steht schon fest: Rotunde / Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz.
Aber beeilt Euch: die Early Bird Tickets nicht schon vergriffen. Jetzt beginnt der Run auf die verbleibenden Normaltickets! Denn (wichtig!): es wird keine Abendkasse geben, das heißt, Ihr müsst Euch vorab Euer Ticket schießen. Also: am besten gleich nachschauen und zuschlagen!

Tipp: Fuckup Nights – zum Nachlesen

Die Macher der Fuckup Nights haben die wichtigsten Ideen hinter der Show in einem Buch zusammengefasst, dass unter anderem über diesen Link heruntergeladen werden kann (PDF-Dokument, Englisch).

Kurz vorgestellt: das #agileKoblenz Meet Up

Wenn das Barcamp Koblenz eines ist, dann ein Inkubator für Neues. Das war bei KoblenzDigital so und ist jetzt wieder der Fall. Seit dem 19. Juni 2018 gibt es das #agileKoblenz Meet Up. Zeit, diese neue Gruppe einmal hier im Blog vorzustellen und zu klären, was das überhaupt ist, dieses „agile“, von dem alle reden …

Was ist Agile?

Auch wenn der Begriff „Agile“ nicht zwingend im Kontext von Softwareentwicklung auftreten muss, trifft man diese Form von Prozess gerade dort immer häufiger an. Der agile Ansatz basiert auf der Idee, Transparenz und Flexibilität im Entwicklungsprozess zu erhöhen, um einen schnelleren Einsatz des Systems für den Kunden zu erreichen. Risiken bei der Entwicklung werden minimiert, da frühes und häufiges Feedback zwischen Entwicklung und Kunde besteht.
Bei den meisten Formen der agilen Softwareentwicklung organisieren sich die Teams selbst. Starre Strukturen und Hierarchien, wie man sie von klassischen Firmen kennt, müssen (und sollen) im agilen Umfeld nicht vorhanden sein. Ein weiteres Merkmal der agilen Vorgehensweise ist, dass man mit möglichst wenigen Regeln und ohne Bürokratie auskommt. Ein gutes Verständnis für das agile Mindset erhält man, wenn man einen Blick auf das agile Manifest wirft. Hier der Link. (Keine Angst, es ist – wie der agile Grundgedanke es empfiehlt – nicht viel Text).
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Momentaufnahme vom ersten Meet Up im König Pilsener Bierhaus am Görresplatz

Und wozu dann diese Gruppe?

Ganz einfach: Leute mit ähnlichen Interesse treffen sich und tauschen sich aus. Man lernt voneinander, diskutiert, zeigt, wie man selbst agil arbeitet oder sieht, wie andere mit ähnlichen Herausforderungen umgehen.
Schon beim ersten Treffen im Juni mit zwölf Leuten hatte sich eine total bunte Truppe zusammengefunden: vom kleinen Startup aus Koblenz bis hin zum Paketdienstleister aus Bonn mit 340 000 Mitarbeitern war alles vertreten. Und gerade diese heterogene Mischung machte das Meeting so interessant.

Die Macher

Die Idee zu dem Agilen Meet Up in Koblenz wurde – ähnlich wie bei KoblenzDigital – auf dem Barcamp Koblenz geboren. Und weil wir so eine Gruppe für eine tolle Idee halten, stellen wir Euch die Macher hier kurz vor:
Gentiana Daumiller
Gentiana ist selbstständiger Agile- und Business-Coach.
Jan Claas Krisor
Jan ist IT Projektleiter bei der der Deutsche Post DHL Group
Dennis Willkomm
Dennis ist Scrum-Master und Coach bei der Siemens AG
Und dazu kommen dann natürlich noch jede Menge neugierige, interessierte und / oder engagierte Leute aus Koblenz und Umgebung. Also Menschen, die sich für die Agile-Idee interessieren (und in der Regel auch beruflich damit in Berührung kommen).

Wo findet man Infos zum #agileKoblenz Meet Up?

Aktuell gibt es zwei Anlaufstellen für das #agileKoblenz Meet Up im Web. Einmal in Form einer Gruppe bei Xing.
Und seit neustem kann man sich auch über eine Facebook-Gruppe vernetzen.

Das #agileKoblenz Meet Up geht in die zweite Runde

Agile steht ja auch für flink und beweglich. Dieser Definition bleibt das Meet Up treu und geht bereits im August in die zweite Runde. Der Termin steht schon fest:
Dienstag, der 21.08.2018, um 19:00 Uhr 
(im pinup)
Und es bleibt bei der aus dem ersten Treffen bewährten Ausrichtung des Events: Bring einfach Deine Ideen, Fragestellungen oder Anregungen rund um das Thema „Agilität“ mit. Lösungen & Erkenntnisse werden dann zu den unterschiedlichen Topics gemeinsam erarbeitet. Und selbst diese (ziemlich grobe und offene) Beschreibung des Treffens ist nicht in Stein gemeißelt. Im Gegenteil: nach dem Motto „inspectet and adapt“ kann und soll sich das Meet Up weiterentwickeln!
Also – gleich via Xing oder Facebook anmelden. Hier ist der Link.
Na? Wer ist am 21.08.2018 mit dabei …?