Eigene Teststation beim Usability Testessen

Das Testessen ist eine echte Institution geworden. Ungefähr alle vier Monate findet das Event statt und es ist immer ausgebucht. Dort treffen sich Tester, die Spaß daran haben, neue Dinge auszuprobieren und Feedback zu geben. Dazu gibt es Pizza und Kaltgetränke eine runde Sache!

Die erste eigene Teststation

Wie einige sicher wissen, arbeite ich bei 247GRAD im TechnologieZentrum. Nachdem ich letztes Mal als Tester dabei war, wollte ich die Chance nutzen und dieses Mal ein Projekt von uns mitbringen. Die Wahl fiel auf die Mobile-App der evm, die wir realisiert haben. Dort geht in den nächsten Wochen ein Redesign online, also der perfekte Zeitpunkt um nochmal unabhängiges Feedback einzusammeln.

Mein Kollege Florian hat sich freundlicherweise bereiterklärt, als Mitentwickler den technischen Part abzudecken und hatte ein paar User Stories vorbereitet. Das hat sich nachher als sehr hilfreich herausgestellt, denn dadurch, dass wir den Testen konkrete Aufgaben gegeben haben, ließen sich die Erkenntnisse nachher besser auswerten und vergleichen.

Unsere Teststation war schnell aufgebaut:

  • Laptop um auftretende Bugs direkt in den Bug Tracker einzutragen
  • Notizbuch um mitzuschreiben, was die Tester getan & gesagt haben
  • Test-Smartphone mit aufgespielter Vorabversion der App

Los ging es also und der erste Tester kam. Wir haben dabei zu zweit beobachtet, wie dieser in der App navigiert und dank der Think-Aloud-Methode (dabei sprechen) kamen schnell die ersten Erkenntnisse von einem unbefangenen Benutzer. Einiges funktionierte gut, bei manchem könnten wir es noch intuitiver gestalten oder es hat gehakt.

Bei der zweiten Testerin  fiel dann direkt auf: Manches passierte schon zum zweiten Mal. Aber auch neue Anmerkungen kamen dazu. Bis zum sechsten Tester konnten wir so im Kopf schon ganz gut priorisieren, was am wichtigsten verbessert werden muss. Zwei der Tester*innen kannten die evm-App sogar schon, was dann auch nochmal einen intensiveren Austausch ermöglichte. Auf jeden Fall grandioses Feedback und an alle Tester*innen, die bei uns waren: Top Arbeit!

Dann noch eine Überraschung: Was ich anfangs gar nicht erwartet hatte, waren konkrete Ideen, welche Features die App noch bieten könnte. Die Frage „Hat die App deine Erwartung erfüllt?“ war auf jeden Fall Gold wert. Wir können tatsächlich im nächsten Kundentermin mit einer Liste von Vorschlägen reingehen, auf die vorher noch keiner kam.

Der Abend hat richtig Spaß gemacht, die Pizza war super (danke für eine pflanzliche Variante!) und ich habe richtig Bock, nächstes Mal wieder dabei zu sein.

Initiator & Treiber des Usability Testessen Koblenz: EYEVIDO

Ein Event wie das Usability Testessen organisiert sich nicht von allein. Von daher mein aufrichtiger Dank und Respekt an das Team von EYEVIDO. Ihr habt das Eventformat Usability Testessen nach Koblenz gebracht. Und mit Eurem Engagement sorgt Ihr dafür, dass wir nun schon zum fünften Mal ein Testessen in Koblenz veranstalten konnten. Und damit habt Ihr dafür gesorgt, das viele Apps, Dienstleistungen oder Webseiten benutzerfreundlicher geworden sind.
Danke Daniela, Sezen & Christoph.

Danke auch an den Gastgeber – das DICE

Organisation und Herzblut sind das eine, offenes Mindset und der Wille, etwas in der Region zu bewegen, das andere. Der Dank geht daher auch an den Gastgeber des Abends, dem Team des DICE (Debeka Innovation Center). Im DICE werden für die Debeka neue Konzepte, Technologien und Formen der Projektorganisation erprobt. Somit ist das DICE ein Experimentierraum. Und davon machen die Köpfe des DICE rege Gebrauch.

Mehr zum Usability Testessen findet ihr auf der Website. Schaut auch in unsere vorherigen Beiträge!

2. Digitalforum Rheinland-Pfalz: ein Recap

Beim 2. Digitalforum Rheinland-Pfalz drehte sich am 26. September 2019 alles um die digitale Zukunft. Die Staatskanzlei hatte rund 400 Teilnehmer in den Gutenberg Digital Hub von Mainz eingeladen, um die Frage zu klären: Wo stehen wir bei der Umsetzung der „Strategie für das digitale Leben“?

Prolog

Ich schreibe den ersten Textentwurf für diesen Absatz im IC von Mainz zurück nach Koblenz. Offline, versteht sich. Denn eine stabile Internetverbindung ist auch 2019 immer noch Glückssache. Und damit wird – bei allen Fortschritten, die wir erreicht haben – schon ein Dilemma deutlich: beim Thema Mobiles Internet humpelt Deutschland anderen Ländern immer noch hinterher. Und Rheinland-Pfalz ist dabei keine Ausnahme.

Programm beim 2. Digitalforum Rheinland-Pfalz

Bereits zum zweiten mal hat die Staatskanzlei zum 2. Digitalforum in den Gutenberg Digital Hub nach Mainz eingeladen. Und 400 Teilnehmer – Experten und Bürger – folgten dem Ruf.

Die Agenda für das 2. Digitalforum Rheinland-Pfalz sah im wesentlichen folgende Programmpunkte vor:

  • Podiumsdiskussion zur Strategie für das Digitale Leben mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer
  • Praxisbeispiele und Vorträge
  • Preisverleihung Ideenwettbewerb „Ehrenamt 4.0“

Parallel gab es mit dem Digital-Foyer und der Digital-Werkstatt einen bunten Mix von Infoständen rund um das Thema Digitales in Rheinland-Pfalz.

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Agenda des DigitalforumRLP

Diskussionsrunde

Dieser Programmpunkt wurde von einer reinen Damenrunde bestritten:

  • Malu Dreyer (Ministerpräsidentin des Landes Rheinland­-Pfalz)
  • Anne Spiegel (Ministerin für Familie, Frauen, Jugend, Integration
    und Verbraucherschutz)
  • Daniela Schmitt (Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau)

Jede der drei Politikerinnen ging kurz für Ihren Fachbereich auf das in dem vergangenen Jahr erreichte ein. Grundlage für das Handeln der Landesregierung ist die Strategie für das Digitale Leben. Die könnt Ihr übrigens komplett im Web einsehen: Hier der Link zur Einstiegsseite mit den Themenfeldern des Strategiepapiers.

Natürlich kann man 2019 hinter den einzelnen Punkten der Strategie (noch) keinen Haken machen. Gerade Infrastrukturprojekte benötigen nämlich eins: Zeit. Aber bei dem einen oder anderen Vorhaben kann man Fortschritte erkennen.

Beispiel gefällig? Nun: Wifi4rlp

Bei dem Projekt Wifi4rlp geht es um die Bereitstellung von WLAN-Hotspots in den Kommunen von Rheinland-Pfalz. Ziel ist es, bis zum Jahr 2021 mindestens 1.000 freie WLAN-Hotspots in 1.000 Kommunen ans Netz zu bekommen. Den Stand zum Stichtag 04.09.2018 könnt Ihr auf dieser Seite einsehen. Übrigens auch für Koblenz oder meine Wahlheimat Mayen.

Noch weiter in der Zukunft – weil noch aufwendiger – ist das Ziel für den Wechsel von Kupfer zur Glasfaser: hier ist der Abschluss der Maßnahmen für das Jahr 2025 vorgesehen.

Praxisbeispiele, Vorträge und Markt der Ideen

Da die Agenda sehr umfangreich war und Programmteile parallel abliefen, gehe ich hier nur auf die Punkte ein, an denen ich selbst teilgenommen habe:

Dorf-Büros

Sehr interessant war das Gespräch, das ich am Infostand von Dorf-Büros führen konnte. Dabei handelt es sich um ein Projekt der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, das Coworking Spaces in kleineren Kommunen fördert. Das erste (und somit automatisch prominenteste) Dorfbüro ist der Schreibtisch in Prüm.

Die Idee ist so einfach wie genial: Kommunen werden in die Lage versetzt, einen Coworkingspace ins Leben zu rufen und in den ersten Jahren des Betriebs aktiv vom Land unterstützt.

Die Vorteile eines solchen Coworkingspace auf der Land sind immens:

  • Arbeit wird von der Stadt zurück ins Dorf geholt
  • Menschen vernetzen sich neu
  • Leerstand in Kommunen wird bekämpft
  • Infrastruktur vor Ort wird gestärkt
  • Lebensqualität in der Kommune wird gestärkt

Leider ist die Bewerbungsphase für 2019 schon abgeschlossen, aber das Projekt geht weiter. Da wäre es natürlich interessant, ob sich auch Kommunen aus unserer Region beworben haben (oder sich in der 2. Projektphase in 2020 bewerben werden?).

Mobilepayment und die neuen Anforderungen an die Authentifizierung bei Onlinezahlungen und beim Zugriff auf das Onlinebanking (Verbraucher zentrale Rheinland­Pfalz e.V.)

Zugegeben: der Programmpunkt klingt sperrig. Aber in den letzten Wochen hat wohl jeder von uns von seiner Hausbank die Aufforderung bekommen, etwas anders zu machen: eine App zu installieren, sich von seiner Papier-TAN zu verabschieden oder (noch besser) in der Filiale vorbeizukommen. All dies haben wir der PSD2 zu verdanken, der zweiten Zahlungsdiensterichtlinie der EU, die seit dem 14. September 2019 in Kraft ist. Und ich muss zugeben, dass ich die auch nicht so richtig auf meinem Radar hatte.

Daher fand ich den Vortrag der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zum Mobilepayment nicht nur aktuell sondern auch sehr interessant. Neben den konkreten Auswirkungen für den Verbraucher wurde auch das Zustandekommen der Richtlinie und die Auswirkungen auf die Banken beleuchtet.

Digitale Modellstadt Kaiserslautern – Projekte, Ideen, Vorhaben („herzlich digitalen Stadt“ – Kaiserslautern)

Das die Stadt Kaiserslautern Modellstadt für die Digitalisierung ist, habe ich schon durch den einen oder anderen Tweet mitbekommen. Wie weit man dort ist, wusste ich nicht. Diese Wissenslücke hat Dr. Martin Verlage, der Geschäftsführer der KL.digital GmbH, mit seinem Vortrag geschlossen.

Die Liste ist lang – und macht Mut:

  • Art Caching
  • Selbstbedienungsterminal im Bürgercenter
  • Mobile Glasfaser Infrastruktur
  • Social Wall
  • Handyparken
  • KLAR (Kaiserslautern Analyse Recherche)

Wohlgemerkt: das sind nur die Projekte, die schon realisiert wurden. Auf der Website findet Ihr noch weitere Vorhaben, die sich in der Umsetzungsphase befinden.

Klasse!

Interessant für unsere Region: die Erfahrungen von Kaiserslautern werden im Rahmen eines Interkommunalen Netzwerks Digital Stadt an andere Kommunen weitergegeben. Und neben Speyer, Wörth am Rhein und Zweibrücken ist auch die Stadt Andernach dabei.

Spannend, direkt vor der Haustüre! Steht auch schon auf meiner persönlichen Agenda, da mal nach dem Sachstand zu forschen.

Fazit

Tolle Location, interessante Menschen und das Thema „Digitalisierung“: ja, die Veranstaltung in Mainz hat Laune gemacht und war interessant. Ein tolles Networking-Event. Besonders informativ habe ich das das Gespräch am Stand von Dorf-Büros empfunden: eine Initiative, die sich hoffentlich schnell auch bei uns verbreiten wird.

Also von meiner Seite her kann es nächstes Jahr ruhig eine drei Runde #DigitalforumRLP geben: ich wäre wieder dabei!

Epilog

Die Infrastruktur ist das Fundament der digitalen Strategie – und hier müssen wir deutlich Fahrt aufnehmen. Nicht nur im IC von Mainz nach Koblenz: überall im Land.

Mut macht die Aussage von Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Ihrer Rede auf dem 2. Digitalforum: dass man schnelles Internet eben auch zu jeder Milchkanne bringen will – nein – muss. Denn hinter dieser Milchkanne steht ein Bauer, der auf schnelle, digitale Kommunikation angewiesen ist. Sonst werden wir schlicht und ergreifend abgehangen.

Hoffen wir also, dass nicht nur die Milchkanne 5G bekommt, sondern auch der IC auf der Rheinschiene stabiles Internet erhält.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer im TechnologieZentrum Koblenz

Ministerpräsidentin Malu Dreyer sitzt auf einem Sofa und unterhält sich interessiert mit dem Startup-Team von Qurasoft über Telemedizin, Digitalisierung und die Wirtschaftsregion Koblenz. Alles ganz locker, als ob man zu Hause im Wohnzimmer säße. Genau das spielte sich vergangenen Donnerstag im Coworking Space des TZK ab.

„Regelmäßig besuche ich Unternehmen und Institutionen vor Ort. Doch sobald ich mehrere dieser Termine direkt nacheinander wahrnehme, spircht man von einer Sommertour“, bemerkte Malu Dreyer scherzhaft. Ihre sogenannte #RLPTour führte sie unter anderem ins TechnologieZentrum Koblenz. Grund dafür war das Thema digitale Medizin. Neben dem bekannten Koblenzer Konzern CompuGroup sind inzwischen auch kleinere Unternehmen auf dem Gebiet rund um Digitalisierung und Gesundheit aktiv. Qurasoft GmbH, ein Startup aus dem TZK, sorgt bereits für Aufmerksamkeit. Das junge Team hat Apps entwickelt, die eine signifikant bessere ärztliche Betreuung von Asthma- und herzkranken Patienten ermöglichen und nicht zuletzt auch die Diagnostik vereinfachen. Zu ihren Fürsprechern zählen sowohl Ärzte als auch Patienten, die diese Apps bereits verwenden. Allein an der rechtlichen Grundlage fehlt es noch, die seitens der Politik geschaffen werden muss, damit zukunftsorientierte, innovative deutsche Unternehmen in diesem Sektor erfolgreich existieren und ihre Produkte zum Beispiel auch über die Krankenkassen anbieten können.

Die kleine, aber feine Gesprächsrunde bestand daher aus den folgenden Teilnehmenden:

Tobias Hastenteufel mit Malu Dreyer, David Langner und Dr. Anna Köbberling.
Tobias Hastenteufel erläutert Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Oberbürgermeister David Langner und Dr. Anna Köbberling (MdL), was das Unternehmen Qurasoft GmbH macht und welchen Nutzen die entwickelten Apps für Patienten und Ärzte haben.

Es ist unmöglich das komplette Gespräch wiederzugeben, aber um Euch trotzdem daran teilhaben zu lassen, haben wir einige Aussagen notiert.

„Man sieht, dass es Ihnen ein Herzensanliegen ist, den Menschen zu helfen, aber wovon leben Sie bislang?“, wollte Malu Dreyer wissen, nachdem sie im Rahmen einer kleinen Präsentation eine Menge über das Startup erfahren hatte.

Tobias Hastenteufel: „Wir haben keine Investoren, sondern vertreiben unsere Dienste direkt an den Patienten und führen gemeinsam mit dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Versorgungsprojekte durch. Aktuell haben wir zwei Apps, die gut genutzt werden. Es gibt eine kostenfreie Version und Versionen mit mehr Funktionen, für die man dann bezahlen muss. Viele Patienten entscheiden sich bewusst für die zweite Variante. Das ist ihnen die Sache wert.“

„Ihre Apps sind Medizinprodukte, richtig?“, hakte die Ministerpräsidentin nach und Erwin Junker (ebenfalls Geschäftsführer von Qurasoft) bestätigte ihre Annahme.

Seine Teamkollegin Ilka Reinhard führte im weiteren Gespräch aus, dass im Zuge einer Studie bei einem Drittel der chronisch kranken Patienten eine Verbesserung des Gesundheitszustandes festgestellt wurde. „Uns hat das zunächt überrascht, doch dann erfuhren wir, dass die Ärzte bei vielen der Patienten die Medikation umgestellt hatten. Durch die genaueren Informationen, die die Apps liefern, konnte erkannt werden, welche Medikamente tatsächlich zum jeweiligen Patienten passen und wann. Außerdem erinnern die Apps ihre Nutzer an die Medikamenteneinnahme und stellen die Widerstandswerte fest. In welchen Situationen hat der Asthma-Patient die Beschwerden? Die Menschen reagieren ganz unterschiedlich auf ihre Umgebung, die Ozonwerte und vieles andere. Genau diese entscheidenden Konstellationen, also die Ursachen lassen sich mithilfe unserer App besser herausfinden. Man kann zudem für jeden Patienten den notwendigen Grad der Beaufsichtigung feststellen. Das steigert die Lebensqualität und die Wirtschaftlichkeit.“ Mit ihrer Präsentation und beeindruckenden Erläuterung schien die Mathematikern und Allrounderin nicht zuletzt auch die Ministerpräsidentin beeindruckt zu haben. Malu Dreyer: „Ich freue mich immer sehr, wenn ich eine Frau in so einer Position sehe. Damit sind Sie ein Vorbild.“

Dr. Rüdelstein: „Das macht man Frauen aber nicht leicht. Die heutigen Talente sind zweifellos weiblich, aber Chefärztinnen gibt es nur wenige. Wir haben zunehmend Kolleginnen, die mehr als ein Kind bekommen und dann lange wegen Mutterschutz und Kinderbetreuung ausbleiben. Sie könnten aber Homeoffice machen. Nicht morgens, wenn das Baby gestillt werden möchte oder andere Dinge anstehen, aber sobald sie Zeit hätten. Die Arbeit mit der App würde das ermöglichen und böte damit auch den Ärztinnen Vorteile, weil sie sich später nicht mühsam wieder einarbeiten müssten.“ Ein Aspekt, der auf positive Reaktionen in der Runde stieß. Aus mehreren Richtungen kam der Hinweis, dass man auf so einen Gedanken gar nicht gekommen wäre. Tatsächlich scheint die Nachfrage seitens der Ärztinnen gegeben zu sein. Sie würden auf diese Weise auch die behandelnden Kolleginnen und Kollegen entlasten, die dann wiederum weniger am Schreibtisch sitzen müssten und mehr Zeit für ihre Patienten hätten.

Dr. Rüdelstein, den man sich als sehr angenehm und freundlich sprechend vorzustellen hat, brachte die aktuelle Situation im Gesundheitswesen auf den Punkt: „Niemand wird Ärztin oder Pfleger, um Formulare auszufüllen und viel Zeit am Schreibtisch zu verbringen. Diejenigen gehören an die Seite der Patienten. Alle wissen das. Trotzdem kommt jedes Jahr ein weiteres Formular hinzu.“ Er wies zudem auf die Effizienz der Apps hin. Ein Patient könne unmöglich all die Informationen ganz alleine feststellen und aufschreiben. „Es macht einen Unterschied, wenn ein Patient mit der App kommt.“ Sie ermögliche dem Arzt, sich ein viel besseres Bild von der Situation zu machen. Der Patient müsse nicht lange überlegen, wann er sich wie gefühlt hatte, geschweige denn in einem Stapel kleiner Notizzettel wühlen. Ob man dennoch einige Ärzte erst noch überzeugen müsse?

Frank Ladendorf (Geschäftsführer CompuGroup) sieht darin kein großes Problem. „Ärzte mit Karteikarten gibt es meiner Ansicht nicht mehr so viele. Es geht nicht darum, jemanden von der Digitalisierung überzeugen zu müssen. Entscheidend ist die sichere Praxis, in der das Netz verschlüsselt ist. Die Digitalisierung gibt uns gutes Werkzeug.“ Das Stichwort Datenschutz griff auch die Ministerpräsidentin auf, und Erwin Junker warf ein: „Die Daten sind verschlüsselt auf den Smartphones.“ Hastenteufel: „Unser Anliegen ist, Menschen zu helfen. Dazu gehört auch, ihre Daten zu schützen.“

Malu Dreyer machte keinen Hehl daraus, dass ihr gefiel, was sie über Qurasoft und ihre Apps (SaniQApp) gehört hatte. „Die Vorteile überzeugen“, konkretisierte sie. Im Laufe des Gesprächs betonte sie zudem mehrfach, wie sinnvoll und wichtig Zusammenarbeit ist und Orte, die – wie das TechnologieZentrum – dieses Zusammenwirken ermöglichen. Es sei sehr gut für Koblenz und die Region als Wirtschaftsstandort, wenn u.a. Unternehmen künftig noch mehr gemeinsam und zukunftsorientiert agierten.

Während sich Kaffeearoma und Kuchenduft im Raum ausbreiteten, teilten die Anwesenden einander ihre persönlichen Meinungen zu Smartphonenutzung und ihre Ansichten als Patient mit, der ja jeder ist. Gemeinsam philosophierten sie über zukünftige Entwicklungen, Bedürfnisse von Patienten und somit auch über die eigenen Erwartungen. Vorbeugen, gestikulieren, leise betonen, gemeinsames Lachen. Allein die Tatsache, dass fotografiert wurde, Menschen (wie wir) ins Notizheft kritzelten oder für Social Media kurze Aufnahmen machten erinnerte daran, dass auch die Öffentlichkeit anwesend war.

Die Landesregierung Rheinland-Pfalz später auf Twitter:

Das Startup äußerte sich (unter dem Produktnamen @SaniQApp) ebenfalls auf Twitter:

Es ist beeindruckend und erfreulich, wenn Digitalisierung unternehmerisch tatsächlich sinnvoll eingesetzt wird und zum Beispiel – wie im Fall von Qurasoft – chronisch kranken Menschen helfen kann. Unsere Region hat viel zu bieten. Daher sind wir gespannt, welche werteorientierten und zukunftsweisenden Unternehmen wir noch kennenlernen werden. Qurasoft drücken wir die Daumen, dass das Gespräch mit der Ministerpräsidentin Früchte tragen wird.

Links:

Debeka eröffnet Innovation Center

In direkter Nähe zur Universität und zum TechnologieZentrum Koblenz, mitten in der „Metternich Bay Area“ steht eines der neusten Debeka-Gebäude. Dort befinden sich allerdings keine üblichen Büros, sondern ganz spezielle Räume, die eine neue Arbeitskultur ermöglichen. TV Mittelrhein beschreibt es so: „Die Debeka hat auf dem modernen Arbeitsmarkt den nächsten Schritt gewagt.“ Wir waren zu Gast auf der Eröffnungsfeier des Debeka Innovation Centers, kurz DICE, und möchten unsere Eindrücke mit Euch teilen.

Der Event begann im DICE-Gebäude. Begrüßungsgetränk, kurze Willkommensreden und Präsentationen, danach Führungen durch die spannend ausgestatteten Räumlichkeiten. Alles locker. Wir fühlten uns mehr als wohl und hatten bei der Führung mit Christoph Surges viel Spaß. Hier einige Bilder von der Begrüßungsrunde. (Sofern nicht anders angegeben, alle Fotos: Debeka.)

Da in diesem Fall Bilder mehr sagen als Worte, beschränken wir uns textlich auf die Aussagen einiger Persönlichkeiten des Events. Hierzu dient uns das gut gemachte Video von TV-Mittelrhein als Quelle. In voller Länge könnt Ihr es Euch hier anschauen (Klick).

Was sind die Ziele des DICE?

Thomas Brahm (Vorstandsvorsitzender Debeka): „Wir wollen sehen wie wir die bisherigen, etablierten Arbeitsabläufe verbessern können. Wir wollen schneller und effizienter werden und das entsprechende Arbeitsumfeld bilden wir hier. Die Techniken und modernen Methoden werden hier angewandt – von unseren Mitarbeitern, die teilweise von der anderen Seite der Mosel hierher kommen, um sich hier auf die neuen Arbeitsmethoden einzulassen.“

An welchen Projekten wird hier gearbeitet?

Christoph Surges (Leitung des DICE): „Im ersten Umfeld sind wir natürlich dafür da, Projekte umzusetzen – neue, innovative Lösungen für den Kunden zu schaffen. (…) Im anderen Umfeld ist das Innovation Center relativ groß, das heißt wir sind auch ein Coworking Space für Debeka-interne Projekte. Wir bieten ihnen den Raum, effektiv ihre vorhandenen Projekte umzusetzen. (…) Zugleich sind wir auch dafür da, uns Innovationen anzugucken. Was machen andere Startups, beispielsweise im TZK auf der anderen Straßenseite? Was machen sie, wie können wir mit ihnen kooperieren und interessante Lösungen für unsere Kunden darstellen?“

Roland Weber (IT Vorstand Debeka): „Das ist für uns eine neue Welt, denn bisher haben wir an Systemen gearbeitet (…), die viele viele Jahre stabil und sicher laufen mussten. Aber Apple, Google, Facebook und all die anderen Internet-Dienstleister haben die Kundenerwartungen an Services verändert und deshalb müssen wir da mithalten und auch entsprechend für die Kundenschnittstelle relativ schnell arbeiten und immer besser werden. Deshalb brauchen wir hier Leute, die in schnellen Sprints agil in Projekten arbeiten – aber die andere Welt brauchen wir auch.“

Das DICE als großer Experimentierraum? Tatsächlich unterscheiden sich die Räumlichkeiten stark von üblichen Büros. Höhenverstellbare Tische, Stühle unterschiedlicher Arten, gemütliche Sofaecken, Einzel- und Gruppenarbeitsplätze sowie ruhige Rückzugsorte wechseln sich ab. Hier einige Fotos, doch eigentlich muss man sich das alles vor Ort anschauen.

Besonders toll fanden wir zudem, dass es nach der Führung an den StattStrand ging. So viele Männer in Anzügen sieht man an Stränden eher selten, doch das passte. Vom DICE aus sind es nur wenige Schritte bis zum Strand. Als wir dort ankamen, warteten bereits leckere Cocktails auf uns. Urlaubsstimmung. Bei angenehmen Gesprächen, leckerem Essen und Networking ließen wir gemeinsam den Abend ausklingen.

Wir danken für den tollen Abend und wünschen dem DICE-Team alles Gute!

(Sofern nicht anders angegeben, alle Fotos: Debeka)

Links:

Abend der Innovation bei der Debeka

Der Hackathon „Hackquarter“ der Debeka ging am vergangenen Wochenende in die dritte Runde und mehrere Gruppen entwickelten neue App-Ideen und schlaue Konzepte im Bereich Insurtech. Alexandra und ich haben am Samstagabend vorbeigeschaut zum Abend der Innovation, wo ein Vortragsprogramm im lockeren Rahmen angeboten wurde.

Angenehm war, dass mit Paul Stein ein Vorstand der Versicherung Präsenz zeigte und das Intro machte. Man sieht, dass Startup- und Innovationskultur auch in der oberen Führungsebene einen hohen Stellenwert besitzt.

Wie wird der Tanker effizient und flexibel?

Mein persönliches Highlight war der Vortrag von Marc Wagner von der Detecon (Consulting-Tochter der Deutschen Telekom) zum Thema New Work. Er ging extrem schnell durch die Folien und die halbe Stunde war mit Inhalt für einen ganzen Abend vollgepackt. Dabei sparte er nicht mit Selbstkritik bzw. Kritik am Vorgehen des eigenen Konzerns (Vergleich: Hochseetanker). Die Erfahrungen die mit diversen Methoden gemacht wurden, nutzte er, um Schwachstellen aufzuzeigen und möglichst daraus zu lernen. Eine Zusammenfassung bzw. einen Ausschnitt daraus hat Marc Wagner unter dem Titel „Die Erschütterung der alten Macht: Erneuerung durch Company Rebuilding? gepostet.

New Work in der Old Economy

Patrick Schneider vom DICE (Debeka Innovation Center) machte in seinem Vortrag klar, dass die neueste Technik nicht das Allheilmittel ist. Vielmehr lohnt es sich, als Arbeitgeber Ermöglicher für die eigenen Mitarbeiter zu sein und die nötigen Voraussetzungen zu schaffen. Die Debeka selbst wählte dafür die Methode des Innovation Lab, mit dem Anspruch dieses einerseits den Kollegen aus verschiedenen Bereichen zur Verfügung zu stellen und andererseits positive Erkenntnisse in die Kultur des Gesamtunternehmens zu übertragen. Christoph Surges zeigte dann noch das Konzept des DICE, dazu dann aber nochmal mehr an dieser Stelle, wenn wir uns das mal in fertig und in echt angucken dürfen. 😉

Was war noch?

  • Wie Satya Nadella die Unternehmenskultur von Microsoft umgekrempelt hat, erklärte Andreas Grigull.

  • Frank Birzle, Co-Founder von Ottonova, einem reinen Online-Anbieter für private Krankenversicherung, stellte deren Geschäftsmodell vor. Der Kundenstamm ist noch winzig, aber der Ansatz, rein über eine App zu gehen, durchaus mutig und innovativ. Beispielsweise kann dort eine Arztrechnung per Smartphone-Foto eingereicht werden. Der gesamte Entwicklungsprozess ist agil aufgestellt, so dass schnell auf Kundenwünsche reagiert werden kann.
  • Herbert Jansky präsentierte das InsurLab Germany, eine Keimzelle für Insurtech-Startups in Köln. Einige Ideen und Projekte konnten schon bei großen und mittelgroßen Versicherungen in den produktiven Einsatz gebracht werden.
  • Daniel und ich (Team TZK) mussten eine extrem knappe Niederlage gegen Team Debeka-IT einstecken. Das hat gesessen!

Immer gut: Miteinander reden

Danke an die Debeka-DICE-Crew für die Einladung und die sehr aufwändige und engagierte Orga. Besonders schön war, dass in den Pausen und nachher Gespräche entstanden, auch mit Leuten, die sich vorher noch nicht kannten. Wenn die Digitalszene von Koblenz sich weiter vernetzt, finden wir das gut und wünschen außerdem den Teilnehmern beim Hackquarter viel Erfolg beim Weitermachen mit ihren Ideen!

#HRCKO: Das HRcamp Koblenz feierte seine Premiere

Koblenz hat ein neues Event! Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus? Welche Erwartungen hat das Personal? Was muss man tun, um Mitarbeiter langfristig zu halten und neue Fachkräfte hinzuzugewinnen? Zu diesen und weiteren Fragen rund um Human Resources kann man sich künftig auf dem HRcamp Koblenz austauschen. Gestern fand die Premiere statt.

Personaler haben kein gutes Image. Deshalb spricht man nicht mehr von der Personalabteilung, sondern von der HR-Abteilung: Human Resources. Das klingt gehoben, hat den Geschmack von Verantwortung und Ansehen. Wie sieht jedoch die Realität aus? Genießen Personaler tatsächlich Wertschätzung? Wie verhalten sich HR-Fachkräfte unter sich, wie ticken sie und mit welchen Herausforderungen haben sie in ihrem Job zu tun? Wir wissen es, denn wir haben das erste HR-Barcamp der Region besucht. Veranstaltet wurde das Event von der IHK Akademie Koblenz. Die Idee, so ein Fach-Barcamp zu organisieren, entstand übrigens auf dem diesjährigen Barcamp Koblenz. Hut ab für die schnelle Umsetzung!

Am besten lassen wir die Teilnehmer selbst sprechen und nehmen Euch hierfür auf eine kleine Reise durch die Tweets zur Veranstaltung mit. Sabine Dyas, Geschäftsführerin der IHK Akademie Koblenz, begrüßte uns alle, und Stefan Evertz moderierte die Veranstaltung. Zu den Hosts des Events gehörte auch seine Frau Katja Evertz.

Die Vorstellungsrunde zeigte, wie viele Teilnehmer*innen aus durchaus unterschiedlichen Bereichen kamen. Obwohl die meisten Anwesenden zum ersten Mal an einem Barcamp teilnahmen, das Format folglich noch nicht recht kannten, hatten sie gekonnt jeweils drei Hashtags vorbereitet und dabei Humor gezeigt. Nach der Vorstellungsrunde und Sessionplanung, begann der erste Sessionblock. Es fanden jeweils drei Sessions parallel statt.

Während beispielsweise Gerrit über das spannende Thema „Employee Advocacy“ sprach und erklärte, wie man eigene Mitarbeiter für Social Media gewinnt, saß ich in der Session „HR ist wie Aquise“ und diskutierte mit allen Teilnehmenden unter anderem über die aktuellen Herausforderungen im Bereich Recruiting. Wer ein negatives Bild von Personalern hat, hätte in dieser Session sitzen müssen, denn eines wurde deutlich: Die Anwesenden machen sich tagtäglich eine Menge Gedanken um das Wohl der Angestellten.

Personalgewinnung scheint insbesondere im ländlichen Raum ein großes Problem darzustellen.

Und wo findet man ITler überhaupt? Ohne Social Media scheint nichts mehr zu laufen, aber obwohl sogar schon auf Instagram gesucht wird, sind ITler schwer auffindbar. Die Frage nach den ITlern entfachte eine kleine Diskussion auf Twitter. Bester Hinweis: Sie sind auf GitHub unterwegs! Das meint auch Katja. Außerdem kam noch dieser Tipp hier:

In der zweiten Sessionrunde ging es mit weiteren Aspekten von Human Resources weiter. Dabei wurde deutlich, dass es HR-Abteilungen wie Sandwichkindern geht. Die Position zwischen Geschäftsführung und Personal ist kein leichtes Spiel. Einer der Tipps, die sich die Anwesenden zur gegenseitigen Unterstützung gaben, lautete: „Wenn man die Mitarbeiter zur Teilnahme am Gesundheitstag oder ähnlichen Aktionen nicht mobilisiert bekommt, hilft es häufig, den Betriebsrat mit ins Boot zu nehmen. Der erreicht die Menschen ganz anders. Das wirkt.“

Wollt Ihr mehr über solche Videos wissen? Hier haben zwei Teilnehmer des HRcamps in der Pause mal kurz darüber gesprochen und es professionell authentisch rübergebracht. Schaut mal:

Aber Ihr wisst schon, Natürlichkeit ist alles.

Mittagspause! #yummy, das war lecker! Doch die Tatsache, dass wir hier so gut wie keine Bilder der leckeren Speisen einbauen können, zeigt, dass auf der Veranstaltung mehr Wert auf Gespräche als aufs Fotografieren gelegt wurde. Das ist ein gutes Zeichen. Netzwerken ist sinnvoll.

 

Alle Sessions zu erwähnen, würde den Rahmen dieses Blogbeitrages sprengen. Wer mehr davon sehen und eventuell auch ganze Gespräche nachlesen möchte, die sich dazu parallel auf Twitter ergeben haben, findet sämtliche Tweets unter dem Hashtag #hrcko.

Feedback zum HRcamp Koblenz gab es anschließend auch.

Und hier unser Feedback. Per Video. Denn diese Möglichkeit gab es vor Ort, und da wir Social-Media-Freaks bekanntlich zum Pferdestehlen sind, konnten wir uns auch diesen Spaß nicht nehmen lassen. 😉

Und damit Ihr nicht nur unsere Meinung dazu kennt, hier auch noch das Feedback von Maren aus Düsseldorf:

Wir bedanken uns für das erste HRcamp Koblenz und freuen uns aufs nächste Jahr.

Lesenswertes zum #HRCKO:

Zurück in die Zukunft: Besuch in der Zukunftswerkstatt von Google

Wenn man an Google denkt, denkt man an die Suchmaschine, die unterschiedlichsten Services im Web, Mail, Kalender, YouTube und das Smartphone-Betriebssystem Androide. Manche denken auch an eine Datenkrake. Aber wie wäre es, wenn man einfach mal Google besuchen und dort an einem Workshop teilnehmen könnte? Geht nicht? Doch – und es ist einfacher, als man denkt.

Das Konzept der Google Zukunftswerkstatt ist einfach: neue Kompetenzen für neue Chancen! So fördert Google bundesweit Menschen mit kostenlosen Trainings zu den unterschiedlichsten Themengebieten. Und die sind, wie es sich für einen Konzern von der Größe Googles gehört, breit gestreut:
  • AdWords für Einsteiger & Fortgeschrittene
  • Programmieren für Anfänger
  • Online-Marketing und Online-Kommunikation
  • Online-Marketing für gemeinnützige Vereine
  • Erfolgreich präsentieren
  • Design Thinking und Business Model Canvas
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Digitale Tools für Journalisten
  • Webanalyse
Wohl gemerkt: das sind die Themengebiete. Zu jedem Themengebiet gibt es wiederum eine ganze Sammlung von unterschiedlichen Workshops.
In der Regel finden die Trainings in München, Berlin und Hamburg statt (= feste Standorte) oder in (temporären) Trainingszentren in Stuttgart, Leipzig, Erfurt oder Köln (ist ja für uns das Nächste).

Die Location in Köln: der Startplatz. Ein Träumchen.

„Mein“ Training fand in Köln im Media Park in den Räumen des Startplatz statt. Der Startplatz ist ein Inkubator und Hotspot für junge Gründer in Köln. Google hatte hier einen Teil der Lobby und einen großen Schulungsraum in Beschlag genommen. Aber wenn ich „Media Park Köln“ höre, bin ich eh schon hin-und-weg. Seit vier Jahren bin ich bei mindestens einem Event pro Jahr im Media Park – Tendenz steigend. Ich finde diesen Ort einfach Klasse, weil er so etwas wie Aufbruchsstimmung ausstrahlt.

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Auch der Kühlschrank hatte ein Google Branding.

Was hatte ich mir für den Tag vorgenommen?

An meinem Tag in Köln habe ich beispielsweise an folgenden Trainings teilgenommen:
  • Unternehmerisch Denken und Handeln
  • Geschäftsmodellentwicklung mit dem Business Model Canvas
  • Innovations-Studio: Kreatives Problemlösen mit Design Thinking
  • Erfolgreich präsentieren: Storytelling und Bühnenpräsenz
Im Nachhinein muss ich zugeben: Es war ein strammes Programm, das ich mir da zusammengeklickt habe. Los ging es um 09:30 Uhr. Jeder Workshop hatte eine Länge von zwei Stunden. Kurze Pause von 30 Minuten zwischen zwei Workshops (wobei natürlich jeder Workshop ein bisschen überzogen wurde). Und das Ganze dann bis zum Abschluss um 19:30 Uhr. An dem Tag war bei mir Dinner Cancelling angesagt und Abends habe ich gewusst, was ich gemacht habe.
Okay: Man muss sich nicht wie ich zu allen Workshops des Tages anmelden.
Aber: He? Es war Google und es waren geile Themen! Und vermutlich würde ich es beim nächsten Mal genauso machen.

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Ja, auch Print gib es bei der Zukunftswerkstatt.

Die Trainerin an diesem Tag: Top!

Noch ein Wort zur Trainerin: die oben angeführten Themen wurden von Dora Panayotova von wildchild innovations super sympathisch und vor allem sehr kompetent vermittelt. Habe selten so gut vorbereitete und professionell durchgeführte Workshops mitgemacht. Und das vor dem Hintergrund eines „Marathon-Trainings-Tages„?
Chapeau!

Und wie kommt man da dran…?

Die wohl wichtigste Frage, die dieser Artikel beantworten muss:
Wie kommt man an so einen Kurs bei Google?
Bestimmt durch Beziehungen, gell? Oder man muss – neben seinen Daten – auch noch das Erstgeborene verkaufen.
Alles falsch, denn dieser Part ist der einfachste.
Ich selbst bin durch Zufall auf das Angebot gestoßen, weil ich aktuell an einem Online-Kurs bei Google teilnehme. In der App war ein Menüpunkt „Vor-Ort-Training“ und schwups hat man eine Liste der Workshops angezeigt bekommen. Aber das Workshop-Programm steht nicht nur den Teilnehmern des Kurses offen und man braucht auch keine spezielle App: Die Trainings sind im Web frei verfügbar und stehen allen offen, die sich für die behandelten Themen interessieren.
Am einfachsten werft Ihr selbst einen Blick auf die kostenlosen Workshops vor Ort. Hier ist der Link auf die Seite.
Und das Beste ist: es sind wieder Kurse in Köln eingeplant. Die erste „Welle“ findet vom 24.-28. September statt und die Veranstaltungen sind auch schon wieder auf der Website gelistet.
Die zweite Welle soll im November (19.-23.11.2018) an den Start gehen.
Also, einfach ab und zu auf der Website nachschauen. Und sobald die Kurse dort auftauchen, anmelden.
So einfach ist das.

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Schreibzeug nicht vergessen!

Gebt uns Feedback!

Habt Ihr Interesse an einem Workshop in der Google Zukunftswerkstatt? Dann postet doch einen entsprechenden Kommentar in Facebook, Twitter oder hier im Blog! Vielleicht finden sich Gleichgesinnte und man kann gemeinsam zu einem Termin fahren …? Oder vielleicht warst Du schon mal selbst in der Zukunftswerkstatt? Dann schildere doch mal Deine Erfahrungen in einem Kommentar.