Der etwas andere Co-Working-Space in Koblenz: Workerlicious

Co-Working-Spaces gelten als das Aushängeschild des NewWork und ihre Anzahl als Gradmesser, wie investitionsfreundlich eine Stadt ist. Doch die Szene entwickelt sich weiter. Ein Trend: weg vom Co-Working-Loft oder der umgebauten Büroetage hin zum Restaurant in der Innenstadt. Glaubt Ihr nicht? Nun, in Koblenzer Remos läuft gerade ein Pilotprojekt dazu …

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Raus aus dem Büro, rein ins Restaurant

Entstanden ist dieser Trend schon Anfang 2017 in New York und schwappt seitdem peu à peu über den Großen Teich nach Europa. Und der Gedanke hinter der Idee, aus Restaurants Co-Working-Spaces zu machen, ist ebenso genial wie einfach. Weil alle gewinnen:

Für den Gastronomen kann sich ein solcher Co-Working-Space gleich aus mehreren Gründen rechnen. Denn häufig öffnen Restaurants erst am Abend, während die Miete selbstverständlich auch tagsüber weiter läuft. Was spricht also dagegen, in der „unproduktiven“ Zeit die Räume für etwas anderes zu nutzen? Als Co-Working-Space, zum Beispiel. Steckdosen, Mobiliar und WLAN gehören zum Standard eines Restaurants. Ein weiterer Pluspunkt: oft bleiben die Nutzer des Spaces gleich zum Essen im Restaurant. Oder beschließen, nach einem Meeting den nahtlosen Übergang zu einer geselligen Runde – gleich an Ort und Stelle.

Umgekehrt haben die Nutzer eines solchen Co-Working-Space den Vorteil, dass sich die Location oft zentral liegen, die Preise (im Vergleich zum klassischen Co-Working-Space) niedriger sind und dann auch noch das Abendessen gesichert ist.

Und auch die Macher des Spaces profitieren: zum einen spart man sich natürlich die Investitionen in ein klassisches Office (inklusive Miete, Technik, Unterhaltung und so weiter) und kann sich stattdessen voll und ganz auf die Organisation konzentrieren. Und das gastronomische Angebot kann man gleich mit nutzen.

Workerlicious: ein neuer Co-Working-Space mitten in der Stadt

Workerlicious hat diesem Trend aufgegriffen und bringt ihn nach Koblenz. Zunächst als Pilotprojekt mit einer Laufzeit von drei Monaten (also noch bis Ende September). Dabei trifft man sich ein bis zwei mal in der Woche im Restaurant Remos. Verkehrstechnisch besser als das Remos kann man in Koblenz eigentlich nicht liegen: Haupt- und Busbahnhof sind vis-a-vis und dort ist dann auch für die Autofahrer die Einfahrt zur Tiefgarage des Bahnhofs. Wer das Remos noch nicht kennen sollte: unbedingt mal hin gehen und eine Pizza essen: super lecker, mega-dünner Teig und dabei riesengroß!

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Die Pizza im Remos ist ein Gedicht

Aber ich schweife ab.

Die Treffen von Workerlicious gehen jeweils von 09:00 bis 16:00 Uhr. Während dieser Zeit können die Teilnehmer an eigenen Projekten arbeiten, sich mit den anderen austauschen und vielleicht sogar neue Kollaborationen oder Partnerschaften aufbauen. Tische, Stühle, Strom & WLAN sind natürlich vorhanden und die Treffen finden in einem abgetrennten Bereich des Restaurants statt. Die Zielgruppe ist dabei (vom Grundsatz her) die gleiche wie bei einem klassichen Co-Working-Space. Also Selbstständige, Freelancer und Freiberufler aber auch Studenten oder einfach interessierte Leute.

Workspace mit Herz

Workerlicious will sich von den klassischen Co-Working-Spaces in Koblenz auch mit einem besonderen Konzept abheben:

Workerlicious soll ein Workspace mit Herz werden.

Diesen Hauptgedanken hat mir Gentiana Daumiller, die treibende Kraft hinter dem Projekt, bei einem Treffen im Remos vor der Sommerpause erläutert. Denn wichtiger als der Workspace an sich ist das gemeinsame Mindset, das die Grundwerte und die Arbeitsweise bei Workerlicious zusammenfasst. Die Schlagworte lauten

  • Vertrauen
  • Mut
  • Wertschätzung
  • Wissenstransfer

Wenn man den kompletten Text (unten im Foto) liest, merkt man, dass hier einiges an agilem Gedankengut eingeflossen ist. Und mit diesem „Stammbuch“ unterscheidet sich Workerlicious von einer schlichten Hausordnung, wie man sie sonst antrifft.

Auf einen Punkt, der vielleicht beim Überfliegen des Textes untergehen könnte, hat mich Gentiana besonders hingewiesen und wir haben uns länger darüber unterhalten. Der Satz beschreibt die eigentliche Utopie, die hinter dem gesamten Projekt stehen soll:

Gemeinsam Mehrwert schaffen für die Gesellschaft in Koblenz

Und diese Utopie macht aus meiner Sicht den eigentlichen Unterschied von Workerlicous zu anderen, „normalen“ Co-Working-Spaces aus: eine Idee, ein Projekt, das (neben der eigenen Arbeit im Space) gemeinsam von allen Beteiligten vorangetrieben wird.

Fazit

Ein spannendes und wie ich finde einmaliges Konzept für einen Co-Working-Space: in einem Office entsteht eine Community, die sich gemeinsamen Werten verpflichtet fühlt und (on Top) ein gemeinsames Ziel verfolgt. Das Ganze in einer tollen Location, zentral im Herzen der Stadt gelegen, von & mit Leuten, die mit Herzblut bei der Sache sind. Und mit Gentiana als „Treiber“ ideal besetzt. Auf meine Frage, warum das Restaurant Remos bei diesem Pilotprojekt überhaupt mitmacht, hat Zona, die Mitinhaberin des Remos geantwortet: „Weil es Gentiana ist.

Also ich könnte mir vorstellen, das so eine Initiative prima nach Koblenz passt und Erfolg haben kann.

Wie geht es weiter…?

Zunächst sind jetzt zwei Wochen Sommerpause. Ab dem 12.08.2019 werden dann in der Facebook-Gruppe die nächsten Termine veröffentlicht (voraussichtlich wieder zwei Tage pro Woche, jeweils 09:00 bis 16:00 Uhr).

Dann wird auch die Utopie konkretere Formen annehmen. Geplant ist, in einem Gespräch mit dem David Langner, dem Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, mögliche Kooperationen für ein Projekt von Workerlicious auszuloten.

Wenn Du nun Interesse an Workerlicious hast, Dir die Idee gefällt und / oder Du Dir vorstellen kannst, selber zu machen, melde schau Dich doch in der Facebook-Gruppe um oder melde Dich bei Gentiana.

Fünf Koblenzer Initiativen, die Du vielleicht noch nicht kennst

Wenn Du selbst ein Blog betreibst, kennst Du bestimmt diese Situation: Du hast eine Seite, auf der Du ein bestimmtes Thema behandelst. Du pflegst die Seite, hältst sie aktuell, machst hier und da ein Update: Aber irgendwann passiert es dann doch: Informationen sind veraltet, Dinge, die ausgewiesen werden, stimmen nicht mehr oder sind unvollständig.
Genau so ist es uns mit der Seite „Initiativen“ hier im Blog ergangen.
Was wir getan haben, um das zu ändern, was wir aktualisiert haben und wie Du uns helfen kannst, erfährst Du in diesem Artikel.

Aktualität ist kein Hexenwerk …

… nur eine Fleißaufgabe. Ja, ja. Schon klar. Darum haben wir die Seite Initiativen hier im Blog nach bestem Wissen und Gewissen erweitert. Hinzugekommen sind die folgenden fünf Initiativen aus Koblenz und Umgebung:

Usabilitiy Testessen Koblenz
„Wenn‘s ein Problem gibt, mach mit uns ne Party draus.“ UI/UX-Profis und Laien treffen sich bei Pizza und Bier und löschen Probleme.

Dreck-weg-Koblenz
In viel zu vielen Ecken von Koblenz sieht es mülltechnisch nicht berauschend aus. Die Initiative Dreck-weg-Koblenz nimmt sich der Sache an: im Web und in der realen Welt.

#agileKoblenz
Community rund um das agile Mindset. Regelmäßige Meetups an wechselnden Orten in Koblenz.

Fuckup Nights Koblenz
„Aus Fehlern lernt man.“ Frei nach diesem Motto finden in Koblenz Veranstaltungen statt, bei denen Menschen vom beruflichen oder privaten Scheitern berichten.

kodepänz
Initiative, die junge Mädchen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren an das Programmieren heranführen will.

Hilf mit, die Seite „Initiativen“ aktuell zu halten

Ihr seht, ein bisschen Vorarbeit haben wir schon geleistet. Aber wir denken auch: das ist nicht genug, da geht noch mehr!

Darum unser Appell:

Hilfe mit, die Liste zu erweitern und zu vervollständigen!

Schreib uns einfach an: hier im Blog als Kommentar, via E-Mail (ja, das Zeug gibt es immer noch – ist nicht tot zu kriegen), Facebook, Twitter oder Instagram.

Voraussetzung ist, das die Initiative aus der Region kommt oder hier zumindest einen Ableger hat. Und dann sollte Sie auch (zumindest im weitesten Sinne) etwas mit „Digital“ zu tun haben.

Also: traut Euch, macht mit!

münz Firmenlauf Koblenz 2019 – Teamgeist, Laufen & Party!

Man sagt Nerds nach, das Sie Pizza & abgedunkelte Räume lieben, Hoodies tragen und um sportliche Aktivitäten einen möglichst großen Bogen machen. Das dies Klischees sind, davon konnte man sich beim diesjährigen münz Firmenlauf in Koblenz eindrucksvoll überzeugen. Dort liefen nämlich viele von diesen „Nerds“ mit. Und – Trommelwirbel! – ich war dabei. Meine Eindrücke vom Firmenlauf, meine Bilder – hier im Blog von Koblenz Digital.

Über den münz Firmenlauf Koblenz

Der münz Firmenlauf ist zu einer festen Größe im Eventkalender von Koblenz geworden. Und wird von Jahr zu Jahr größer. Für 2019 konnte man beeindruckende 17.500 Anmeldungen verzeichnen. Das ist – im Vergleich zum ersten münz Firmenlauf in 2003 mit 1.450 Startern – eine mehr als satte Steigerung. Auch wenn einige dann doch (vermutlich wegen der Hitze) vom Start absahen, konnte das münz Orga-Team am Ende 15.000 Finisher vermelden.

Rekord!

Selbst die Zeiten können sich (gerade vor dem Hintergrund der hochsommerlichen Temperaturen) sehen lassen: der Schnellste ging mit 15: 44 Minuten über die Ziellinie. Doch beim münz Firmenlauf geht es eben nicht um Höchstleistungen.

Beim münz Firmenlauf zählt das Team

Wenn es ein Buzzword gibt, dass in nahezu allen Bereichen und Definitionen von NewWork vorkommt, dann ist es der Team-Gedanke. Und das meine ich hier durchaus nicht negativ. Ganz egal, ob man im Büro gemeinsam Software entwickelt, in einem Laden dem Kunden einen guten Service bietet oder auf der Baustelle gemeinsam mit anpackt – Teamwork ist in unserer Arbeitswelt unerlässlich. Und der münz Firmenlauf ist ein Event, bei dem man dieses „Wir“-Gefühl stärken kann! Das haben viele Firmen aus der Region Koblenz erkannt und fördern aktiv die Teilnahme ihrer Mitarbeiter. Und oft laufen die Chefs sogar selber mit!

Anreise und erste Eindrücke

Ich laufe in meiner Freizeit schon länger, habe jedoch bisher um Laufevents einen großen Bogen gemacht. Doch in diesem Jahr war ich neugierig – und habe zusammen mit drei Kollegen das Angebot angenommen, mit dem Team der CompuGroup Medical (CGM) beim münz Firmenlauf an den Start zu gehen.

Allein die schiere Anzahl der Läuferinnen und Läufer (15.000) flößt Respekt ein. Und hinterließ hinsichtlich der Verkehrssituation ein mulmiges Gefühl (Brücken und so). Von daher habe ich mich für die Fahrt zum Startpunkt Deutsches Eck auf den Shuttle-Service der evm verlassen, was definitiv die richtige Wahl war.

Das wäre dann auch mein erster Tipp für alle kommenden Teilnehmer: nutzt die kostenlosen Park-&-Ride-Shuttels: das spart Geld, Nerven, die Umwelt und die Verbindung ist echt klasse!

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Der Shuttle-Service der evm

Von der Haltestelle zum Deutschen Eck konnte man dann schon einen ersten Eindruck von der großen Zahl der Teilnehmer gewinnen:

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Der Marsch zum Deutschen Eck

Eine nicht enden wollende Heerschar von Läuferinnen und Läufern strebte mit mir gemeinsam am Moselufer entlang in Richtung Deutsches Eck. Und es wurden immer mehr.

Klasse!

Angekommen am Eck kam sofort Festival-Charaktere auf: Zelte mit den Firmen, die Ihre Mitarbeiter supporten. Teams mit bunten Shirts der jeweiligen Firmen, immer wieder trifft man auf Bekannte & Freunde, die entweder selbst laufen oder die Kollegen anfeuern wollen.

Mein zweites Learning für diesen Tag: die Zeit vor und nach dem Rennen ist ein großes Happening mit Wohlfühlgarantie.

Und ein genauer Blick auf die Zelte offenbart, dass Laufen durchaus etwas für Nerds zu sein scheint! Da wäre zum Beispiel die Debeka mit einem riesigen Team. Oder die CompuGroup Medical, in deren Mannschaft ich selbst und 125 weitere Läufer an den Start gehen. Oder die BRICKMAKERS, die mit ihren Leuten ebenfalls den 5-Kilometer-Rundkurs am Rheinufer in Angriff nehmen. Toll auch die Aktion des Technologiezentrum Koblenz: das läuft zwar nicht selber mit, stellt aber ein Unterstützerzelt für alle Startups des TZK bereit! Klasse Idee, weil gerade die kleinen, noch jungen Firmen von der Organisation der Teilnahme am münz Firmenlauf entlastet werden und sich auf das wesentliche konzentrieren können: dem Spaß bei einem solchen Event.

Jetzt wird’s ernst: der Lauf

Zugegeben: ein bisschen nervös war ich schon, als es auf 18 Uhr zu ging und es Zeit wurde, mich beim Tor 2 einzufinden. Startgruppe 4 = unter 35 Minuten! Ob ich das schaffe? Oder ob mir auf halber Strecke die Puste ausgeht?

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Auf dem Weg zur Start

Für alle, die ähnliche Gedankengänge haben und sich bisher davon haben abschrecken lassen: vergesst das! Beim Firmenlauf gibt es keinen Erfolgsdruck! Hier steht klar der Spaß und das Wir-Gefühl im Mittelpunkt. Besonders bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke.

Und mit der Einstellung bin ich dann auch ins Rennen gestartet.

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Da vorne geht es los!

Okay: es war heiß, ohne Frage. Aber die Zuschauer, die Bands und Supporterteams am Wegesrand feuerten die Läufer an. Und die hier und da aufgestellten Rasensprenger sorgten für eine seltene aber um so willkommenere Abkühlung.

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Eines der Fotos aus den „Fotofallen“ auf der Strecke

Und so passierte man Tor für Tor und kam dem Ziel – der 5000-m-Marke – immer näher.

Und kurz vor dem Finale reichte es sogar noch für einen kleinen Endspurt!

Kaum zu glauben: ich habe es geschafft! Trotz fehlendem Trainings auch noch innerhalb der avisierten Zeit von unter 35 Minuten (genauer: 34:48).

Ein tolles Gefühl.

Und Durst! Jede Menge Durst!

Von der Wasserstation hinter der Ziellinie ging es daher – matt & zufrieden – zurück zum Zelt der CGM und zur After-Run-Party!

Mein Fazit

Genial. Der Lauf, das Event, das Gefühl. Für mich steht fest: ich werde im nächsten Jahr versuchen, wieder dabei zu sein und meine Runde beim münz Firmenlauf 2020 zu drehen!

Und darum mein Appell an alle Firmen: unterstützt die Idee des Firmenlaufs, unterstützt Eure Mitarbeiter! Der Firmenlauf ist ein Ausflug, der die Gemeinschaft stärkt und somit ein Investment in ein stärkeres Wir-Gefühl im Unternehmen!

Und jetzt Du!

Wie sind Deine Eindrücke vom Firmenlauf? Was treibt Dich an? Was hat Dir gefallen? Was hat Dir nicht gefallen oder was könnte man besser machen? Lass hören: hier im Blog, auf Facebook, Twitter oder Instagram! Und am besten poste auch ein Foto von Dir oder Deinem Team!

Hier noch ein paar Links

Die Ergebnisliste, Urkunden und Fotos kann man von der Website des münz Firmenlaufs herunterladen.

#agileKoblenz: der CGM in die (SAFe) Karten geschaut

Am vergangenen Donnerstag war es wieder soweit: #agileKoblenz und das Koblenzer IT-Ur-Gestein CompuGroup Medical (CGM) hatten zum Meetup geladen. Und zu einer Premiere: anstelle des sonst üblichen Themenmix stand diesmal ein Deepdive zu einem einzelnen Punkt auf dem Programm. Titel: „Agile Entwicklung skalieren – das Scaled Agile Framework vorgestellt (SAFe)“. Wie die Premiere – trotz Rekordhitze – verlaufen ist, könnt Ihr in diesem Artikel nachlesen…

Der Gastgeber: die CompuGroup Medical (CGM)

Die CompuGroup Medical (CGM) ist mit rund 5.000 Mitarbeitern einer der großen Player in Koblenz. Das Unternehmen ist im Bereich E-Health unterwegs und entwickelt Softwareprodukte für Arztpraxen, Apotheken, Labore und Krankenhäuser rund um den Globus. Dabei ist die CGM in 19 Ländern mit eigenen Standorten vertreten und mit ihren Produkten in 55 Ländern am Start.

An dieser Stelle nochmal ein dickes „Dankeschön“ von mir an den Gastgeber dieses Abends: eine tolle Aktion, ein interessanter Abend und ein klares Zeichen, dass sich die CGM in der regionalen Szene von Koblenz engagiert.

Durch den Abend führten zwei Scrum-Master der CGM, Fred Kamp und René Niendorf. Und bei beiden merkte man, dass Sie sich sehr gut auf den Abend und den Vortrag vorbereitet hatten. Auch an Euch beide dafür ein Danke!

Scaled Agile Framework (SAFe)

Wenn jemand vom Scaled Agile Framework (SAFe) aus erster Hand berichten kann, dann sicherlich die Mitarbeiter der CGM. Allen voran Fred und René, die zum einen wissen, wie SAFe in einem Konzern funktionieren kann und wo gegebenenfalls Stolpersteine liegen können.

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René und das SAFe for Lean Enterprises

Ähnlich wie beim agilen Manifest wird die Basis von SAFe durch neun Grundprinzipien und Werte gebildet:

  1. Eine wirtschaftliche Perspektive einnehmen
  2. Systemisches Denken anwenden
  3. Variabilität annehmen und Optionen vorhalten
  4. Inkrementell mit schnellen integrierten Lernzyklen entwickeln
  5. Meilensteine auf die objektive Bewertung von funktionierenden Systemen basieren
  6. Unfertige Ergebnisse visualisieren und limitieren, Losgrößen reduzieren sowie Warteschlangen managen
  7. Einen kontinuierlichen Rhythmus anwenden, mit der übergreifenden Planung synchronisieren
  8. Die intrinsische Motivation von Wissensarbeitern erschließen
  9. Fällen von Entscheidungen dezentralisieren

Wenn man genau hinschaut, sind einige der Punkte aus dem agilen Manifest übernommen worden. In ihrer Gesamtheit bilden diese Prinzipien das Fundament, dass die agile Arbeitsweise auch in großen Konzernen funktionieren kann.
Weitere Infos zum Scaled Agile Framework (SAFe) – dann in englischer Sprache – kannst Du hier nachlesen.

Im Laufe des Abends ergaben sich immer wieder Rückfragen aus dem Kreis der rund 30 Teilnehmer. Das zeigte zum einen, dass das Thema beim Publikum ankam. Denn Agile ist nicht Agile: ein kleines Startup kann halt mit ein, zwei Teams komplett anders agieren als ein Konzern, der bis zu 15 Teams mit insgesamt 150 Team-Mitgliedern synchronisieren muss!

Und zum Abschluss blieb dann (wie immer bei einem #agileKoblenz Meetup) genügend Zeit für das obligatorische Networking.

Fazit

Klasse Vortrag von Fred und René von der CompuGroup Medical! Die Teilnehmer aus kleineren Unternehmen erhielten einen guten Einblick, um wie viel komplexer ein agiles Arbeitsumfeld in einen Konzern realisiert werden muss. Gleichzeitig wurde deutlich, das diese Komplexität beherrschbar ist und die Größe allein kein Argument gegen ein agiles Arbeitsumfeld ist. Und die Teilnehmer, die selbst in größeren Firmen beschäftigt sind, konnten sehen, wie die CGM ihr agiles Umfeld geschaffen hat und damit tagtäglich Software für den medizinischen Bereich auf dem ganzen Erdball entwickelt.

#agileKoblenz – eine Erfolgsstory

Fast könnte man annehmen, die Region Koblenz hätte nur auf diese Community gewartet. Zumindest entwickelt sich das Treffen der vom agilen Gedanken begeisterten Menschen aus Koblenz und Umgebung seit der Geburt auf dem Barcamp Koblenz 2018 kontinuierlich weiter. Ein bisschen merkt man das auch hier bei uns im Blog, da wir schon eine richtige kleine Artikelserie über das #agileKoblenz Meetup veröffentlicht haben:

Wer nun neugierig geworden ist und mehr von der Initiative #agileKoblenz erfahren möchte, hier sind die wichtigsten Quellen:

Und es geht weiter!

Jetzt ist zwar erst einmal Sommerpause, aber das nächste Meetup von #agileKoblenz steht schon fest: am 19.09.2019 bei der DECADIS AG in Koblenz.

Sieht man sich …?

Usability Testessen Koblenz mit TZK, 247GRAD & ALPHAJUMP

Wenn sich für ein Event gleich drei Gastgeber zusammentun, dann ist das schon etwas Besonderes. Und genau diese Konstellation hatten wir am 19.06.2019 beim Usability Testessen Koblenz: eingeladen hatten Technologiezentrum Koblenz (TZK), ALPHAJUMP und 247GRAD Labs zusammen mit eyevido. Gestellt wurden die Räumlichkeiten, die Logistik und vor allen Dingen Bier, Brause & Pizza. Und herausgekommen ist ein Abend ganz im Sinne von Usability und User Experience!

Ähnlich wie bei den Reden zur Verleihung der Oskars fange ich bei diesem Artikel mit den Danksagungen an. Das hat gleich zwei Vorteile: zum einen haben sich das die „Dankgesagten“ verdient, weil hier etwas ganz Tolles auf die Beine gestellt wurde. Und zum anderen vergesse ich es nicht.

Danke an die Gastgeber: TZK, ALPHAJUMP & 247GRAD Labs

Aktionen wie das Usability Testessen sind immer von drei Akteuren abhängig:

  • den Initiatoren, die für die Sache brennen, sie anstoßen & vorantreiben
  • der Community, die sich für eine Sache interessiert & mitmacht
  • den Unternehmen vor Ort, die beides unterstützen & fördern

Von daher finde ich es toll, dass sich für diese Runde gleich drei der Koblenzer Unternehmen zusammengefunden haben, um das Usability Testessen gemeinsam zu unterstützen.

Das Technologiezentrum Koblenz (TZK) ist schon von der Definition her der ideale Partner für das Usability Testessen: fest verwurzelt in der Region ist die Aufgabe des TZK, innovative, technikbasierte Start-ups zu fördern, sei es durch Dienstleistungen, Know-how oder einfach nur durch günstige Mietkonditionen in den Räumen gleich neben der Universität Koblenz.

Der zweite im Bunde ist 247GRAD Labs. Die Labs wurden 2012 von Sascha als „Ableger“ der Agentur 247GRAD gegründet. Dort wurde die Plattform 247GRAD CONNECT weiterentwickelt, aus der nun die All-in-One-Plattform dirico.io entstanden ist.

Last but not least ALPHAJUMP, ebenfalls ein „Gewächs“ des Technologiezentrums. ALPHAJUMP stellt ein Karriere- und Bewerbernetzwerk speziell ausgerichtet auf die Bedürfnisse von Studierenden, Absolventen und Unternehmen bereit. Schwerpunkt ist dabei zum einen ein professioneller Auftritt für die Studenten mit digitaler Bewerbungsmappe, aber auch für die Unternehmen, die gezielte Studierende ansprechen können.

Allen drei Gastgebern hier im Blogartikel von mir ein dickes „Dankeschön!“ für Euer Engagement in und für die Region Koblenz und unsere digitale Szene. Und natürlich für diesen tollen Abend!

Danke an den Initiator und Treiber: EYEVIDO

Natürlich darf an dieser Stelle auch Lob & Dank an das Team von EYEVIDO nicht fehlen. Euch ist es zu verdanken, das dieses tolle und innovative Eventformat seinen Weg nach Koblenz gefunden hat. Und ihr sorgt nun schon zum vierten mal dafür, das eine perfekte und durchdachte Organisation mit zu einem gelungenen Abend beiträgt. Danke Daniela, Sezen & Christoph.

Begrüßung

Obligatorisch bei so einem Abend: Begrüßung, Beschreibung des Ablaufs und Vorstellung der Teststationen. Den Reigen eröffnete Christoph von eyevido, der nach einigen Grußworten in einem kurzen Vortrag den Ablauf des Abends erläuterte. Natürlich hatten die Gastgeber – TZK, 247GRAD Labs und ALPHAJUMP – Gelegenheit, sich kurz vorzustellen. Das Ganze aufmerksam verfolgt von den Teilnehmern, die sich parallel bereits mit Pizza versorgt hatten.

Nun zu „meinen“ Teststationen

Bekanntlich kann nicht jeder Tester alle Stationen durchlaufen. Das wird durch Laufzettel geregelt, die jeder Teilnehmer am Anfang des Abends bekommt.

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Mein Laufzettel für diesen Abend

Mein Laufzettel sah diesmal folgende Stationen vor:

LW Medien GmbH
Meine erste Station. Thema war die Website einer Jobsuchmaschine mit Fokus auf den regionalen Markt. War schon ziemlich interessant zu sehen, dass regionale, klassische Printmedien ihre Onlineaktivitäten immer weiter ausbauen und verbessern.

Berge & Meer
Aus dem Westerwald hat sich einer der großen auf dem Reisemarkt zu uns nach Koblenz gemacht. Ziel: eine neue, optimierte Suchmaschine für Reisen. Bei sowas hilft man doch gern!

Sdui GmbH
Eine sichere Alternative zu WhatsApp an Schulen? Sowas gibt es? Ja, sowas gibt es! Und diese App kommt auch noch aus Koblenz! App installiert und dann den Onboarding-Prozess durchgespielt. Schade – beim Stundenplan war leider aus Zeitgründen Schluss. Hätte mir noch gern den Chat angeschaut…

Modix GmbH
Nächste Station, wieder eine App. Allerdings eine gänzlich andere Branche: von der Schulbank mit Sdui ging es in den Autohandel und das B2B-Geschäft. Fokus des Tests war eine Funktion, mit der Fotos von Fahrzeugen für spätere Veröffentlichungen erstellt und verwaltet werden können. Spannend.

247GRAD Labs
Glück muss der Mensch (oder der Tester) haben: ich durfte mir auch die Oberfläche von dirico.io anschauen. Darauf war ich schon immer neugierig. Und: WOW! Tolles Teil! Leider waren die 12 Minuten hier viel zu kurz! Aber man konnte (a) eine Ahnung davon bekommen, was diese Software zu leisten im Stande ist und (b) feststellen, dass die Oberfläche (bis auf Nuancen) bereits ziemlich rund ist. Echtes Highlight für mich!

ALPHAJUMP
Und wenn man dann richtig viel Schwein hat, dann kann man sich auch noch die Website des zweiten Sponsors dieses Abends anschauen. Hier musste ich mich in die Rolle eines Studenten versetzen, der – nach der Anlage des Accounts – beginnt, sein Profil auszufüllen.

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Als Tester in Sachen Usabiltity unterwegs

Mein Fazit vom Usability Testessen Koblenz

Ein Klasse Abend! Spannende Teststationen, leckere Getränke & Pizza und natürlich super nette Menschen! Doch wer jetzt denkt, das Usability Testessen ist ein reines Fun-Event, der ist eindeutig auf dem Holzweg! Auch wenn immer noch Zeit für inspirierende Gespräche (insbesondere vor und nach dem Event) bleibt, ist der Ablauf selbst eng getaktet. Und das muss er auch sein, damit alles Reibungslos funktioniert und alle Teststationen ihr Feedback bekommen können. Denn darum geht es ja bei diesem Abend: dass die Projekte, die sich beim Usability Testessen den Testern stellen, im Anschluss verbessert und optimiert werden!

Noch nicht genug?

Dann wirf doch einfach einen Blick in den ersten Betrag zum Thema Usability Testessen in Koblenz, den ich hier im Blog veröffentlicht haben. Damals, im Februar 2019, waren die BRICKMAKERS die Gastgeber.

In diesem Artikel gehe ich auf die Basics ein:

  • Wie ist das Usability Testessen entstanden?
  • Wie läuft so ein Abend genau ab?
  • Welche Methoden werden angewendet?

Oder Du schaust Dir die Projektseite des Usability Testessen an. Und wenn Du Wiederholungstäter werden willst, lohnt sich bestimmt auch ein Blick in die Facebook-Gruppe.

Barcamp Koblenz & Bonn 2019 – Klassentreffen der Digitalen & der Kreativen

Die Barcamps Koblenz und Bonn feierten ihren fünften Geburtstag mit einem Paukenschlag. Denn die Macher legten kurzer Hand beide Veranstaltungen zu einem Doppelevent zusammen: Freitag Koblenz, Samstag & Sonntag Bonn.
Also: ein Wochenende, zwei Metropolen, ein Megaevent! Meine persönlichen Eindrücke habe ich hier in diesem Artikel zusammengefasst …

Das Barcamp Koblenz wird fünf! Bei so einem Jubiläumsgeburtstag muss man sich ins Zeug legen. Das haben sich die Macher rund um Sascha Böhr (247Grad) und Christoph Krause (Kompetenzzentrum Digitales Handwerk) augenscheinlich zu Herzen genommen und für dieses Jahr etwas ganz besonderes auf die Beine gestellt: das gemeinsame Barcamp mit den Nachbarn aus Bonn!

Denn auch die Bundesstadt feiert den 5. Geburtstag Ihres Barcamps. Und gemeinsam feiern ist schließlich immer schöner! Natürlich bedeutet so ein Großevent auch doppelte Arbeit. Aber mit dem Barcamp Bonn kam auch deren Orga-Team von Bonn.digital mit ins Boot. Und Sascha, Johannes, Aziza und Hannah wissen ganz genau, wie man ein Barcamp rockt!

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(Fast) Alle vom Orgateam beisammen

An dieser Stelle (also bevor es überhaupt losgeht) sowohl an die Koblenzer als auch die Bonner:

Danke für das tolle Event! Für die Planung, Organisation und die reibungslose Durchführung! Das Ihr Barcamp könnt, wussten wir alle. Das Ihr auch noch einen drauf setzen könnt, haben wir jetzt am Wochenende gelernt!

1. Tag (Freitag) – Barcamp Koblenz

Rund 234 Teilnehmer, 36 Sessions, 95 Gigabyte Datenverkehr und Networking-at-his-best. Das sind die harten Fakten vom Barcamp Koblenz 2019, das am Freitag (14.06.2019) in den Räumen der Handwerkskammer Koblenz / Zentrum für Ernährung und Gesundheit (ZEG) stattfand.

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Blick in den Innenhof des ZEG

Die Wiederholungstäter kennen das ZEG aus den vergangenen Jahren: interessante Architektur, ein Innenhof, der wie für ein Barcamp gemacht scheint und viele Räume mit guter Technik. Insbesondere letzteres passt natürlich super zum Thema des Barcamps Koblenz: Digitale Kommunikation.

Ein besonderes Highlight, das es so bisher noch nie gab, war das Eintreffen „der Bonner“ mit einem Sonderbus: Denn am Freitag kamen die Bonner nach Koblenz und am Samstag wurden die Koblenzer im Bus nach Bonn transportiert.

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Die Bonner kommen!

Begrüßung

Ist das eigentlich schon ein Ritual? Altes Brauchtum? Etwas für das immaterielle Kulturerbe? Irgendwas in der Richtung vermutlich schon. Zumindest würde mir etwas fehlen, wenn ich bei einem Barcamp in Koblenz nicht vom Servicerebell mit gewohnt hohem Sprachtempo begrüßt werde.

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Barcamp ohne Sascha & Christoph? Undenkbar!

Oder Sascha bei der Vorstellungsrunde nicht im Zick-Zack-Kurs durch das Publikum kurven würde.

Sessionplanung

Das so ein 5. Geburtstag etwas besonderes ist, merkte man schon bei der Sessionplanung. Am Ende fanden 36 (!) Karten ihren Platz am Board. Klasse! Aber auch immer die Qual der Wahl (oder die Kunst des Weglassens), weil man leider nicht jede Session besuchen kann.

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Abstimmung bei der Sessionplanung

Hier noch einige Fotos von dieser Phase des Barcamps (alle Bilder findet Ihr in einem Album auf  Flickr, der Link ist weiter unten im Artikel).

Nachfolgend ein kurzer Abriss der Sessions, die ich selbst besucht habe:

Tipps & Tricks für bessere Texte

Nachdem ich gesehen hatte, dass der Vorschlag für diese Session von Sandra und Felix von 247GRAD kam, war mir klar: „Da musst Du hin!

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Der Ablauf hat mir sehr gut gefallen: zunächst musste jeder Teilnehmer einen kurzen Text verfassen. Dieser wurde im Verlauf der kommenden 45 Minuten immer wieder überarbeitet. Grundlage dafür waren insgesamt 16 Regeln oder Merksätze, die – Schritt-für-Schritt – zu einem besseren Text führen können.

Update 18.06.2019: hatte total verschwitzt, dass Sandra die Slides schon veröffentlicht hatte & auch den Link zu Slidesshare geteilt hat. Sorry! Wird hiermit nachgereicht.

Design Thinking und Design Sprint mit Hands on Workshop

Nicht weniger lehr- und hilfreich war die zweite Session von Juliette und Tim. Beide arbeiten bei mediaman und führten in der dreiviertel Stunde im Schnelldurchgang in das Thema Design Thinking und Design Sprint ein. Was mir auch hier wieder sehr gefallen hat: DIY! Kleine Gruppen von drei bis fünf Teilnehmern fanden sich zusammen und spielten einen kompletten Design-Sprint durch.

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Gerold (auch mediaman)

Eng getaktet, da normalerweise so ein Sprint eine Woche dauert. Aber um ein Gefühl für die Methode zu bekommen genau richtig!

Wer möchte kann aktuell die Slides via Formular bei mediaman anfordern. Hier der Link.

Pause & Mittagessen

Nach den zwei Sessions am Vormittag hieß es dann „Mahlzeit“. Zwar studiert ein voller Bauch bekanntlich nicht gern. Aber umgekehrt geht die Liebe zum Barcamp auch durch den Magen der Teilnehmer.

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Social Media Workshop „Arbeitgeber Marketing“

Frisch gestärkt ging es mit Social Media bei der Mitarbeitergewinnung weiter. Da HR quasi bei allen Firmen ein Thema ist und viele – wenn nicht alle – unter dem Fachkräftemangel ächzen, habe im mir gedacht: „Kann nicht schaden.“

Und hatte den richtigen Riecher: Andreas vom Haus der Wertarbeit hatte ein schönes Fallbeispiel mitgebracht. Tenor des Vortrags: Social Media Kanäle zu besetzen alleine ist sinnlos. Man muss seine Zielgruppe kennen, wissen, wo man sie erreicht und diese auch gezielt ansprechen.

Was ich Euch in keinem Fall vorenthalten möchte ist das (wie ich finde) gut gemachte und lustige Recruitervideo der BayernLB, das wir uns am Ende der Session angeschaut haben.

Agile Transition mit Fritz & Franz

Ja, und die Teilnahme bei der Session von #agileKOBLENZ war ja schon fast Ehrensache! In einem schön aufgeteiltem Vortrag wurde die Geschichte von Fritz und Franz erzählt – und gleichzeitig erklärt, was agile Transformation ist. Da haben die drei Macher von #agileKOBLENZ – Gentiana, Jan und Dennis – einen prima Job abgeliefert.

Super gemacht, locker vorgetragen (das mit dem „Wir haben das nur einmal kurz via Skype geprobt“ glaube ich Euch immer noch nicht) und vor allem für Einsteiger genial erzählt.

Wer die Session verpasst hat (oder sich von Jans Zeichenkünsten überzeugen will): hier der Link auf die Slides.

Psychologie und Agilität

Und wenn man schon mal agil unterwegs ist, bleibt man auch gleich dabei. In Form der Session Psychologie und Agilität. Diesmal stieg Matthias vom DICE in den Ring.

Bei seinem Vortrag hat mir besonders die fachliche Tiefe gefallen. Okay, und der nackte Typ, der im Regen auf die Bierbank gefesselt wurde, war auch schon ein bisschen strange. Und das es eine „klassische Versohlung“ gibt, wusste ich bis zu dieser Session auch nicht.

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Vortrag von Matthias

Man sieht: ein Barcamp sorgt auch immer für Wissenstransfer und schließt Wissenslücken.

Interne Unternehmenskommunikation

Die letzte Session, die ich besucht habe, drehte sich um die interne Unternehmenskommunikation. War mehr eine lockere Diskussionsrunde, in der einige der Anwesenden Tools und Erfahrungen austauschten.

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Diskussion zum Thema interne Unternehmenskommunikation

Was mir nicht gefallen hat

Wenn man unbedingt etwas bemängeln will, dann würde mir hier nur der Burger am Abend einfallen. Nicht, weil der nicht geschmeckt hätte  (He?! Der ist von Veggiewerk! Die schmecken super!). Aber gefühlt sind mehr als 200 hungrige Barcamper, die ja alle gleichzeitig Essen wollen, einfach too much?

Aber das ist wirklich jammern auf sehr, sehr hohem Niveau, weil auch in der Schlange gute Gespräche geführt werden können.

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Fütterung der Raubtiere

Mein Fazit zum Barcamp Koblenz

Ja, was soll man da sagen? Klasse, super, toll gemacht? Trifft alles zu und ist doch zu wenig. Das Barcamp Koblenz ist in den fünf Jahren seines Bestehens zu einer festen Institution in der Region geworden, zu einem Sammelbecken der Digitalen, zu einem Inkubator für neue Ideen und neue Initiativen. Hier kann man Netzwerken, alte Bekannte wiedertreffen und neue Verbindungen knüpfen. Und darum muss es auch genau so weitergehen!

2. Tag (Samstag) – Barcamp Bonn

Neuer Tag, neue Stadt, neues Motto: KOLLEKTIV KREA_TIV! Und vor allem eine neue Location: das Basecamp Hostel in Bonn. Da wollte ich schon immer mal hin! Das Hostel ist einfach der Hammer: allein die Idee, so was auf die Beine zu stellen, ist genial. Wer noch nix vom Basecamp gehört hat, kann sich ja vielleicht den hier verlinkten WDR-Beitrag anschauen (dauert nicht lange: knapp 5 Minuten).

Begrüßung & Vorstellung

Ähnlich wie das Barcamp Koblenz hat auch das Barcamp Bonn seine Urgesteine und seine eigenen Rituale. Und in Bonn beginnt ein Barcamp mit der Begrüßung der Teilnehmer durch Johannes und Sascha. An der Stelle wurde bereits das erste Ausrufezeichen gesetzt: Johannes hatte ein Sakko an! Uff! Damit hatten wohl die wenigsten gerechnet. Darf der das?

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Was mir  bei der Begrüßung aufgefallen ist: anders als in Koblenz hat in Bonn die Stadt mit Dr. Birgit Schneider-Bönninger einen Vertreter zum Barcamp entsendet. Finde ich super und zeigt, dass die Stadt Bonn den Stellenwerk einer solchen Veranstaltung wahrgenommen und verstanden hat. Eine Erkenntnis, die sich am Zusammenfluss von Rhein und Mosel wohl erst noch entwickeln muss.

Es folgte die obligatorische Vorstellungsrunde der Teilnehmer. Zur Verwirrung der Koblenzer ohne Twitter-Handel und ohne unsere geliebten drei Hashtags, dafür mit dem Beruf und dem Lieblingsthema (oder was mich privat interessiert). 🙂

Sessionplanung

Nach der Vorstellungsrunde folgte die Sessionplanung. Auch hier – wie in Koblenz – eine wilde, bunte Mischung von unterschiedlichsten Themen. Aber (passend zum Motto) mit weniger Hang zum Digitalen. Fand ich gut, erweitert in jedem Fall den Horizont.

Und jetzt geht es mit den Sessions weiter, die ich besucht habe:

#GirlsWhoCode

Da Koblenz Digital die Initiative KodePänz unterstützt, war es klar, dass ich bei der Session von Katja reinschauen würde.

Das Ziel, mit Brainstorming neue Ansätze für die Ansprache bei der Zielgruppe zu finden, wurde dank der vielen engagierten Teilnehmer voll und ganz erfüllt.

Ideenfindung mit Reverse Innovation Design

Auch diese Session war schon sehr früh bei mir gesetzt, weil ich es seit Jahren einfach nicht geschafft habe, Helmut und Stephan mal Live und in Action zu erleben.

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Helmut und Stephan

Und die Entscheidung war goldrichtig: gelandet bin ich nämlich in einer genialen Mit-Mach-Session, bei der jeder der Anwesenden eine Geschäftsidee aus dem Hut zaubern musste. Unterstützt durch das von den beiden entwickelte Kartenspiel. Super und hat irre viel Spaß gemacht. Auch wenn meine Idee im Laufe der Vorstellung von anderen „geklaut“ wurde. Aber so spielt halt das Leben.

Essen & sonstige Leckereien

Da kann man nicht meckern: das Essen war echt lecker! Und wenn man – neben Fingerfood – auch noch mit Donuts und Schokolade von Coppeneur verwöhnt wird? Lecker – und schlimm für die Hüften.

Frei reden ohne Gelabere

Während die ersten beiden Sessions auch in Koblenz hätten stattfinden können, war die dritte Runde wirklich Neuland für mich. Bianca kannte ich noch nicht und das Thema hat mich direkt angesprochen (Wortspiel): Frei reden ohne Gelabere. Interessanterweise war auch der alte Kommunikationsfuchs Gerrit mit am Start.

Nach einer kurzen Einweisung auf einer Seite Flipchart ging es dann auch direkt los mit Gruppenarbeit.

Aufgaben der Art „Überzeuge Dein gegenüber, wie toll der Beruf des Zugbegleiters ist!“ bis „Halte eine Rede über das Rollup“ sorgten für abwechslungsreiche Gespräche!

Cool, hat Spaß gemacht und (hoffentlich) was gebracht.

Was mir nicht gefallen hat?

Wie in Koblenz muss man auch in Bonn lange suchen, bis man ein Haar in der ansonsten wohlschmeckenden Suppe findet. Bei mir wäre es noch am ehesten die Aufteilung der Sessionräume. Gefühlt musste man hier immer wieder neu anfangen, zu suchen und sich zu orientieren.

Mein Fazit zum Barcamp Bonn

Tolles Event, mit dem Basecamp-Hostel eine wahnsinnig interessante Location (halt Fluch & Segen zugleich), die ein riesiges Fotomotiv mit wechselnden Szenerien ist, super-sympathisches Orga-Team und natürlich Unmengen von kreativen Menschen.

Herz, was willst Du mehr?

All das sind Gründe, die auch in Zukunft (bei mir) für einen Besuch beim Barcamp Bonn sprechen werden!

Mehr Fotos von den Barcamps?

Wer mich kennt, weiß, dass ich bisher auf jedem Barcamp Fotos gemacht habe. Nicht unbedingt gute, aber halt viele. Da machen auch die Barcamps Koblenz & Bonn 2019 keine Ausnahme.

Vielleicht findet der eine oder andere ja einen guten Schnappschuss. Wenn Ihr auch Fotos veröffentlicht habt: gerne in den Kommentaren verlinken.

Und was nie (!) fehlen darf: Danke an die Sponsoren!

Ab einer gewissen Größenordnung muss ein Event von Sponsoren unterstützt werden. Da führt einfach kein Weg vorbei. Bei den Barcamps Koblenz und Bonn ist das schon der Fall, wenn Sie alleine agieren. Unterstützung ist daher erst recht notwendig, wenn man ein solches Doppel-Event auf die Beine stellen will.

Daher von mir an dieser Stelle ein dickes „Dankeschön!“ an alle Sponsoren! Klasse! Macht bitte weiter so!

Denn auch die Sponsoren partizipieren vom Barcamp! Es ist tatsächlich ein Geben und Nehmen oder meinetwegen eine Win-Win-Situation. Das Sponsering wird als Signal und in der Szene weithin sichtbares Statement des Unternehmens wahrgenommen. Ein positiver Effekt, den man nicht unterschätzen sollte. Allein der Auftritt als Sponsor bei einem Barcamp gibt einiges Preis über die eigene Einstellung.

Bei zwei Events kommt natürlich einiges an Sponsoren zusammen. Ich versuche die mal hier aufzudröseln. Und weil es so viele sind, bitte ich auch gleich um Nachsicht, dass ich hier nur Name & Link reinpacke.

Premium-Sponsoren Koblenz & Bonn

Premium-Sponsoren Koblenz

Premium-Sponsoren Bonn

Sponsoren Koblenz & Bonn

Koblenz – Sponsoren

Sponsoren Bonn

Puh! Ich hoffe, dass ich keinen vergessen oder falsch eingeordnet habe. Wenn doch, keine böse Absicht. Einfach melden.

Was ist ein Barcamp?

Jetzt hast Du Dich bis hierhin durchgeschlagen, weißt aber immer noch nicht, was ein Barcamp ist? Kein Problem! Wirf einfach einen Blick in den Artikel aus dem letzten Jahr:
Gut für Koblenz & die Region: Barcamp Koblenz 2018. Dort habe ich die (wenigen) Regeln eines Barcamps zusammengefasst (muss man ja nicht in jeden Artikel Copy&Pasten).

Debeka eröffnet Innovation Center

In direkter Nähe zur Universität und zum TechnologieZentrum Koblenz, mitten in der „Metternich Bay Area“ steht eines der neusten Debeka-Gebäude. Dort befinden sich allerdings keine üblichen Büros, sondern ganz spezielle Räume, die eine neue Arbeitskultur ermöglichen. TV Mittelrhein beschreibt es so: „Die Debeka hat auf dem modernen Arbeitsmarkt den nächsten Schritt gewagt.“ Wir waren zu Gast auf der Eröffnungsfeier des Debeka Innovation Centers, kurz DICE, und möchten unsere Eindrücke mit Euch teilen.

Der Event begann im DICE-Gebäude. Begrüßungsgetränk, kurze Willkommensreden und Präsentationen, danach Führungen durch die spannend ausgestatteten Räumlichkeiten. Alles locker. Wir fühlten uns mehr als wohl und hatten bei der Führung mit Christoph Surges viel Spaß. Hier einige Bilder von der Begrüßungsrunde. (Sofern nicht anders angegeben, alle Fotos: Debeka.)

Da in diesem Fall Bilder mehr sagen als Worte, beschränken wir uns textlich auf die Aussagen einiger Persönlichkeiten des Events. Hierzu dient uns das gut gemachte Video von TV-Mittelrhein als Quelle. In voller Länge könnt Ihr es Euch hier anschauen (Klick).

Was sind die Ziele des DICE?

Thomas Brahm (Vorstandsvorsitzender Debeka): „Wir wollen sehen wie wir die bisherigen, etablierten Arbeitsabläufe verbessern können. Wir wollen schneller und effizienter werden und das entsprechende Arbeitsumfeld bilden wir hier. Die Techniken und modernen Methoden werden hier angewandt – von unseren Mitarbeitern, die teilweise von der anderen Seite der Mosel hierher kommen, um sich hier auf die neuen Arbeitsmethoden einzulassen.“

An welchen Projekten wird hier gearbeitet?

Christoph Surges (Leitung des DICE): „Im ersten Umfeld sind wir natürlich dafür da, Projekte umzusetzen – neue, innovative Lösungen für den Kunden zu schaffen. (…) Im anderen Umfeld ist das Innovation Center relativ groß, das heißt wir sind auch ein Coworking Space für Debeka-interne Projekte. Wir bieten ihnen den Raum, effektiv ihre vorhandenen Projekte umzusetzen. (…) Zugleich sind wir auch dafür da, uns Innovationen anzugucken. Was machen andere Startups, beispielsweise im TZK auf der anderen Straßenseite? Was machen sie, wie können wir mit ihnen kooperieren und interessante Lösungen für unsere Kunden darstellen?“

Roland Weber (IT Vorstand Debeka): „Das ist für uns eine neue Welt, denn bisher haben wir an Systemen gearbeitet (…), die viele viele Jahre stabil und sicher laufen mussten. Aber Apple, Google, Facebook und all die anderen Internet-Dienstleister haben die Kundenerwartungen an Services verändert und deshalb müssen wir da mithalten und auch entsprechend für die Kundenschnittstelle relativ schnell arbeiten und immer besser werden. Deshalb brauchen wir hier Leute, die in schnellen Sprints agil in Projekten arbeiten – aber die andere Welt brauchen wir auch.“

Das DICE als großer Experimentierraum? Tatsächlich unterscheiden sich die Räumlichkeiten stark von üblichen Büros. Höhenverstellbare Tische, Stühle unterschiedlicher Arten, gemütliche Sofaecken, Einzel- und Gruppenarbeitsplätze sowie ruhige Rückzugsorte wechseln sich ab. Hier einige Fotos, doch eigentlich muss man sich das alles vor Ort anschauen.

Besonders toll fanden wir zudem, dass es nach der Führung an den StattStrand ging. So viele Männer in Anzügen sieht man an Stränden eher selten, doch das passte. Vom DICE aus sind es nur wenige Schritte bis zum Strand. Als wir dort ankamen, warteten bereits leckere Cocktails auf uns. Urlaubsstimmung. Bei angenehmen Gesprächen, leckerem Essen und Networking ließen wir gemeinsam den Abend ausklingen.

Wir danken für den tollen Abend und wünschen dem DICE-Team alles Gute!

(Sofern nicht anders angegeben, alle Fotos: Debeka)

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