Eigene Teststation beim Usability Testessen

Das Testessen ist eine echte Institution geworden. Ungefähr alle vier Monate findet das Event statt und es ist immer ausgebucht. Dort treffen sich Tester, die Spaß daran haben, neue Dinge auszuprobieren und Feedback zu geben. Dazu gibt es Pizza und Kaltgetränke eine runde Sache!

Die erste eigene Teststation

Wie einige sicher wissen, arbeite ich bei 247GRAD im TechnologieZentrum. Nachdem ich letztes Mal als Tester dabei war, wollte ich die Chance nutzen und dieses Mal ein Projekt von uns mitbringen. Die Wahl fiel auf die Mobile-App der evm, die wir realisiert haben. Dort geht in den nächsten Wochen ein Redesign online, also der perfekte Zeitpunkt um nochmal unabhängiges Feedback einzusammeln.

Mein Kollege Florian hat sich freundlicherweise bereiterklärt, als Mitentwickler den technischen Part abzudecken und hatte ein paar User Stories vorbereitet. Das hat sich nachher als sehr hilfreich herausgestellt, denn dadurch, dass wir den Testen konkrete Aufgaben gegeben haben, ließen sich die Erkenntnisse nachher besser auswerten und vergleichen.

Unsere Teststation war schnell aufgebaut:

  • Laptop um auftretende Bugs direkt in den Bug Tracker einzutragen
  • Notizbuch um mitzuschreiben, was die Tester getan & gesagt haben
  • Test-Smartphone mit aufgespielter Vorabversion der App

Los ging es also und der erste Tester kam. Wir haben dabei zu zweit beobachtet, wie dieser in der App navigiert und dank der Think-Aloud-Methode (dabei sprechen) kamen schnell die ersten Erkenntnisse von einem unbefangenen Benutzer. Einiges funktionierte gut, bei manchem könnten wir es noch intuitiver gestalten oder es hat gehakt.

Bei der zweiten Testerin  fiel dann direkt auf: Manches passierte schon zum zweiten Mal. Aber auch neue Anmerkungen kamen dazu. Bis zum sechsten Tester konnten wir so im Kopf schon ganz gut priorisieren, was am wichtigsten verbessert werden muss. Zwei der Tester*innen kannten die evm-App sogar schon, was dann auch nochmal einen intensiveren Austausch ermöglichte. Auf jeden Fall grandioses Feedback und an alle Tester*innen, die bei uns waren: Top Arbeit!

Dann noch eine Überraschung: Was ich anfangs gar nicht erwartet hatte, waren konkrete Ideen, welche Features die App noch bieten könnte. Die Frage „Hat die App deine Erwartung erfüllt?“ war auf jeden Fall Gold wert. Wir können tatsächlich im nächsten Kundentermin mit einer Liste von Vorschlägen reingehen, auf die vorher noch keiner kam.

Der Abend hat richtig Spaß gemacht, die Pizza war super (danke für eine pflanzliche Variante!) und ich habe richtig Bock, nächstes Mal wieder dabei zu sein.

Initiator & Treiber des Usability Testessen Koblenz: EYEVIDO

Ein Event wie das Usability Testessen organisiert sich nicht von allein. Von daher mein aufrichtiger Dank und Respekt an das Team von EYEVIDO. Ihr habt das Eventformat Usability Testessen nach Koblenz gebracht. Und mit Eurem Engagement sorgt Ihr dafür, dass wir nun schon zum fünften Mal ein Testessen in Koblenz veranstalten konnten. Und damit habt Ihr dafür gesorgt, das viele Apps, Dienstleistungen oder Webseiten benutzerfreundlicher geworden sind.
Danke Daniela, Sezen & Christoph.

Danke auch an den Gastgeber – das DICE

Organisation und Herzblut sind das eine, offenes Mindset und der Wille, etwas in der Region zu bewegen, das andere. Der Dank geht daher auch an den Gastgeber des Abends, dem Team des DICE (Debeka Innovation Center). Im DICE werden für die Debeka neue Konzepte, Technologien und Formen der Projektorganisation erprobt. Somit ist das DICE ein Experimentierraum. Und davon machen die Köpfe des DICE rege Gebrauch.

Mehr zum Usability Testessen findet ihr auf der Website. Schaut auch in unsere vorherigen Beiträge!

Als die App den halben Spitzkohl rettete …

Das kennt jeder von uns: man kocht etwas und von einer Zutat bleibt etwas übrig. Mist. Oft hat man Glück und kann sie am nächsten Tag verarbeiten. Manchmal will einem aber auch partout nichts einfallen. Dann vergeht die Zeit und irgendwann ist es  zu spät und man muss das übrig Gebliebene wegwerfen. Das sollte nicht passieren. Denn es gibt kleine Helfer, die einen dabei unterstützen können.

Wir werfen viel zu viele Lebensmittel weg!

Im Durchschnitt werfen wir Deutschen pro Kopf im Jahr 82 Kilogramm weg. Dieser Wert ist zumindest im Jahr 2012 bei einer Studie der Uni Stuttgart ermittelt worden. Das ist zwar im Vergleich zum restlichen Europa und Nordamerika mit einer Abfallmenge von 115 kg pro Kopf (im Jahr 1995) etwas weniger, aber immer noch viel zu viel.

Und was ist jetzt mit dem halben Spitzkohl passiert …?

Stimmt – der Spitzkohl. Dessen erste Hälfte wurde am Sonntag verspeist. Und jetzt war am Montag nochmal die gleiche Menge übrig.

Was tun? Das gleiche Gericht noch einmal kochen? Nein. Das wäre ja langweilig. Also etwas anderes. Und an dieser Stelle kommt die Zu-gut-für-die-Tonne-App ins Spiel. Sie besitzt einen Fundus von derzeit 525 Rezepten und ermöglicht es dem Nutzer, übrig gebliebene Zutaten (wie unseren halben Spitzkohl) einzugeben und damit nach passenden Rezepten zu suchen.

Bei uns fiel die Empfehlung auf das Rezept Nudeln mit feinem Spitzkohl von dem österreichischen Koch und Autor Jörg Wörter (Link).

Kochen muss man zwar noch selbst, aber ich muss sagen: dieser Selbstversuch hat toll funktioniert – und das Ergebnis war ziemlich lecker.

nfd

Und die Hauptsache: es wurde nichts weggeworfen!

Die Zu-gut-für-die-Tonne-App

Die in diesem Bericht vorgestellte App gibt es sowohl im Google Play Store für Android als auch für die iOS-Welt von Apple im Apple AppStore. Und beide sind natürlich kostenlos.

Weitere Informationen im Netz

Weitere Informationen zum Thema Umgang mit Lebensmitteln findet man auf der Projektseite Zu gut für die Tonne von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung .