#HRCKO: Das HRcamp Koblenz feierte seine Premiere

Koblenz hat ein neues Event! Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus? Welche Erwartungen hat das Personal? Was muss man tun, um Mitarbeiter langfristig zu halten und neue Fachkräfte hinzuzugewinnen? Zu diesen und weiteren Fragen rund um Human Resources kann man sich künftig auf dem HRcamp Koblenz austauschen. Gestern fand die Premiere statt.

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Personaler haben kein gutes Image. Deshalb spricht man nicht mehr von der Personalabteilung, sondern von der HR-Abteilung: Human Resources. Das klingt gehoben, hat den Geschmack von Verantwortung und Ansehen. Wie sieht jedoch die Realität aus? Genießen Personaler tatsächlich Wertschätzung? Wie verhalten sich HR-Fachkräfte unter sich, wie ticken sie und mit welchen Herausforderungen haben sie in ihrem Job zu tun? Wir wissen es, denn wir haben das erste HR-Barcamp der Region besucht. Veranstaltet wurde das Event von der IHK Akademie Koblenz. Die Idee, so ein Fach-Barcamp zu organisieren, entstand übrigens auf dem diesjährigen Barcamp Koblenz. Hut ab für die schnelle Umsetzung!

Am besten lassen wir die Teilnehmer selbst sprechen und nehmen Euch hierfür auf eine kleine Reise durch die Tweets zur Veranstaltung mit. Sabine Dyas, Geschäftsführerin der IHK Akademie Koblenz, begrüßte uns alle, und Stefan Evertz moderierte die Veranstaltung. Zu den Hosts des Events gehörte auch seine Frau Katja Evertz.

Die Vorstellungsrunde zeigte, wie viele Teilnehmer*innen aus durchaus unterschiedlichen Bereichen kamen. Obwohl die meisten Anwesenden zum ersten Mal an einem Barcamp teilnahmen, das Format folglich noch nicht recht kannten, hatten sie gekonnt jeweils drei Hashtags vorbereitet und dabei Humor gezeigt. Nach der Vorstellungsrunde und Sessionplanung, begann der erste Sessionblock. Es fanden jeweils drei Sessions parallel statt.

Während beispielsweise Gerrit über das spannende Thema „Employee Advocacy“ sprach und erklärte, wie man eigene Mitarbeiter für Social Media gewinnt, saß ich in der Session „HR ist wie Aquise“ und diskutierte mit allen Teilnehmenden unter anderem über die aktuellen Herausforderungen im Bereich Recruiting. Wer ein negatives Bild von Personalern hat, hätte in dieser Session sitzen müssen, denn eines wurde deutlich: Die Anwesenden machen sich tagtäglich eine Menge Gedanken um das Wohl der Angestellten.

Personalgewinnung scheint insbesondere im ländlichen Raum ein großes Problem darzustellen.

Und wo findet man ITler überhaupt? Ohne Social Media scheint nichts mehr zu laufen, aber obwohl sogar schon auf Instagram gesucht wird, sind ITler schwer auffindbar. Die Frage nach den ITlern entfachte eine kleine Diskussion auf Twitter. Bester Hinweis: Sie sind auf GitHub unterwegs! Das meint auch Katja. Außerdem kam noch dieser Tipp hier:

In der zweiten Sessionrunde ging es mit weiteren Aspekten von Human Resources weiter. Dabei wurde deutlich, dass es HR-Abteilungen wie Sandwichkindern geht. Die Position zwischen Geschäftsführung und Personal ist kein leichtes Spiel. Einer der Tipps, die sich die Anwesenden zur gegenseitigen Unterstützung gaben, lautete: „Wenn man die Mitarbeiter zur Teilnahme am Gesundheitstag oder ähnlichen Aktionen nicht mobilisiert bekommt, hilft es häufig, den Betriebsrat mit ins Boot zu nehmen. Der erreicht die Menschen ganz anders. Das wirkt.“

Wollt Ihr mehr über solche Videos wissen? Hier haben zwei Teilnehmer des HRcamps in der Pause mal kurz darüber gesprochen und es professionell authentisch rübergebracht. Schaut mal:

Aber Ihr wisst schon, Natürlichkeit ist alles.

Mittagspause! #yummy, das war lecker! Doch die Tatsache, dass wir hier so gut wie keine Bilder der leckeren Speisen einbauen können, zeigt, dass auf der Veranstaltung mehr Wert auf Gespräche als aufs Fotografieren gelegt wurde. Das ist ein gutes Zeichen. Netzwerken ist sinnvoll.

 

Alle Sessions zu erwähnen, würde den Rahmen dieses Blogbeitrages sprengen. Wer mehr davon sehen und eventuell auch ganze Gespräche nachlesen möchte, die sich dazu parallel auf Twitter ergeben haben, findet sämtliche Tweets unter dem Hashtag #hrcko.

Feedback zum HRcamp Koblenz gab es anschließend auch.

Und hier unser Feedback. Per Video. Denn diese Möglichkeit gab es vor Ort, und da wir Social-Media-Freaks bekanntlich zum Pferdestehlen sind, konnten wir uns auch diesen Spaß nicht nehmen lassen. 😉

Und damit Ihr nicht nur unsere Meinung dazu kennt, hier auch noch das Feedback von Maren aus Düsseldorf:

Wir bedanken uns für das erste HRcamp Koblenz und freuen uns aufs nächste Jahr.

Lesenswertes zum #HRCKO:

Gut für Koblenz & die Region: Barcamp Koblenz 2018

Was macht man, wenn man ein Barcamp besucht hat? Richtig: darüber reden. Oder besser: schreiben. Einen Bericht, einen Recap. Und das habe ich gemacht. Hier ist mein persönlicher Rückblick auf das Barcamp Koblenz 2018. 

Das war es also, das vierte Barcamp in Koblenz. Zum vierten mal in Folge haben das Team um Sascha Böhr (247 Grad) und Christoph Krause (Kompetenzzentrum Digitales Handwerk) dem digitalen Netzwerk von Koblenz eine Bühne gegeben. Und sie kamen. Auch in 2018. Nicht nur aus Koblenz. Nein: Aus der näheren und weiteren Umgebung folgten viele der Einladung in die Stadt an Rhein und Mosel. Teilweise sogar aus entlegenen Winkeln Deutschlands. Und damit ist die Rechnung aufgegangen, Koblenz für zwei Tage zum Zentrum des Themas „Digitale Kommunikation“ zu machen.
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Zahlen & Fakten

Schon die nackten Zahlen sind beeindruckend: insgesamt standen im Zentrum für Ernährung und Gesundheit der Handwerkskammer sechs Session-Räume für je sechs Timeslots zur Verfügung. Und natürlich müssen an dieser Stelle auch der große Lobby-Bereich und die Kantine erwähnt werden. Über 200 Gäste konnten an den beiden Tagen in Koblenz begrüßt werden. Und diese Besucher haben die (virtuellen) Leitungen des WLANs zum Glühen gebracht: insgesamt 130 GB Datentransfer an den beiden Tagen (das entspricht 28 DVDs)!
Respekt!
Es gab offenbar vieles zu berichten.

Sessionplanung

Wie heißt es in Köln: ab dem dritten Mal ist alles eine alte Tradition. Und so folgte der Auftakt des 4. Barcamps in Koblenz dem gleichen Ritual wie seit 2015. Begrüßung durch Christoph & Sascha, Vorstellungsrunde der Teilnehmer (ja – ALLER Teilnehmer) und dann die obligatorische Sessionplanung.
Und schon hatte man wieder die Qual der Wahl: welche Session besuche ich? Auf welche verzichte ich?
Nachfolgend ein kurzer Abriss von einigen Sessions, an denen ich teilgenommen habe.

Session: Barcamp als lokales Format

Auch das geht: Auf einem Barcamp wird über ein anderes Barcamp berichtet. Genauer: die Macher aus Hachenburg berichteten, wie sie aus dem Stand heraus ein Barcamp auf die Beine gestellt haben. Stefan und Michaela berichten sehr detailliert über die Anfänge, die Planung, Schwierigkeiten und Unterstützer – und dann auch mit berechtigtem Stolz über 90 Besucher, die das Barcamp in der Löwenstadt mit Leben füllten.
Wer mehr von diesem Projekt erfahren möchte, kann sich die Website des Barcamp Hachenburg anschauen.

Session der Westerwald Bank e.G.

Die Session stand unter dem Titel „Kundenorientierte Kommunikation – persönlich und digital“. Hier gaben Petra Cramer und Philipp Rahn einen sehr guten und tiefen Einblick, wie sich die Westerwald Bank e.G. digitalisiert. Welche Herausforderungen ergeben sich, wenn eine Bank eine große Fläche abdecken muss? Wie kann das Filialnetz optimiert und angepasst werden, ohne den Kontakt zum Kunden zu verlieren?
Spannende Themen und interessante Antworten, die die Westerwald Bank e.G. gefunden hat – und immer noch findet.

BURGER!

Mehr muss man zum Abendessen am ersten Tag nicht sagen. Oder vielleicht doch: vegetarische Burger. Von Veggiewerk.
Und die schmecken einfach gut!
Auch ohne Fleisch.
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Am Samstag ging es weiter mit neuen, spannenden Sessions. Auszug gefällig?

Session #DICE – Aufbau eines Innovation Centers in Koblenz

In dieser Session haben wir mehr über das DICE erfahren, einem Projekt der Debeka in Koblenz.
Patrick und Christoph haben in einem packenden Vortrag beschrieben, was das DICE ist, was es beinhaltet, welche Ziele verfolgt werden, und wo man aktuell steht.

Das Beste zum Schluss: Hackathon Handwerk

Meine letzte Session war gleichzeitig eine der Besten: Christoph Krause gab einen Einblick, wie die Digitalisierung des Handwerks aussehen kann – und was beim Hackathon Handwerk am 26./27. Juli 2018 passieren wird.
Wow! Noch so einer, bei dem man schon am Sprechtempo ablesen kann, wie sehr er hinter seinem Projekt steht.
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… und die dürfen nicht fehlen: Sponsoren!

Zwar haben 247 Grad, die Handwerkskammer Koblenz & das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk eine perfekte Orga hingelegt. Aber ohne Sponsoren hätte es das Barcamp nicht gegeben.

Daher an dieser Stelle ein dickes „Dankeschön!“ an

die Premium-Sponsoren

die Sponsoren

und die Medienpartner

Mehr Fotos vom Barcamp?

Eine Sammlung von insgesamt 136 Fotos findet Ihr auf Flickr. Hier der Link zum Album.

Mein Fazit

Eine geniale Veranstaltung, die ihren festen Platz im Veranstaltungskalender des digitalen Koblenz zu Recht verdient hat. Nette Menschen, tolle, interessante Themen und eine Organisation, die kaum Wünsche offen lässt.

Was ist überhaupt ein Barcamp …?

Für jemanden, der öfter auf Barcamps unterwegs ist, klingt die Frage komisch, aber selbst mir wird sie im Freundes- und Kollegenkreis immer wieder gestellt. Und es zeigt, dass das Format „Barcamp“ immer noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Und weil sich das dringend ändern muss, hier ein kurzer Abriss zum Thema Barcamp.
Oft stößt man bei den zahlreichen Erklärungen im Netz auf den Begriff „Un-Konferenz“. Zum Beispiel auch im Wikipedia-Artikel:
Ein Barcamp (häufig auch Barcamp, Un-Konferenz, Ad-hoc-Nicht-Konferenz) ist eine offene Tagung mit offenen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden. Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion, können teilweise aber auch bereits am Ende der Veranstaltung konkrete Ergebnisse vorweisen (…).
(Quelle: Wikipedia)
Zumindest zum Erklären eignet sich der Begriff Un-Konferenz meiner Meinung nach gut, da man so von etwas Bekanntem (einer Konferenz) zu dem doch etwas anderen Format überleiten kann. Dabei trifft es sich gut, dass ein Barcamp auch viel von einer „normalen“ Konferenz hat. Es gibt einen Organisator, der für die Location, Technik, Catering, Werbung und so weiter sorgt. Ja, sogar ein Anmeldeprozess und Eintrittskarten sind vorhanden. Zumindest ungefähr. Denn dann hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Gibt es auf der klassischen Konferenz ein festes Programm, dass ich mir im Vorfeld anschauen kann, habe ich bei der Un-Konferenz bestenfalls ein Oberthema. Das eigentliche Programm entsteht erst in der frühen Phase des Barcamp und wird von den Teilnehmern selbst festgelegt und umgesetzt! Und anders als bei der Konferenz, bei der in der Regel Frontalvorträge oder bestenfalls Diskussionen auf Expertenebene auf der Tagesordnung stehen, ist das Repertoire des Barcamp viel breiter aufgestellt. Vom Vortrag über Diskussion, Workshop, Kurzschulung oder Fragestunde ist alles möglich. Vorbereitet (die „alten Hasen“ kommen in der Regel mit einer Präsentation, Testumgebung oder ähnlichem zum Barcamp) oder spontan aus dem Bauch heraus – alles ist möglich und sogar erwünscht. Denn jedes Barcamp lebt von den Teilnehmern und von der Vielfältigkeit der Beiträge.
All dies entwickelt sich am Beginn des Barcamps im Rahmen der Sessionplanung: hier kristallisiert sich heraus, was genau auf der Tagesordnung stehen wird, wer was vortragen möchte und wer an welcher Session teilnehmen will. Und auch hier gilt der kollektive und offene Ansatz des Barcamps: Jeder kann, aber keiner muss eine Session halten.

Und jetzt Du!

Nach dem Barcamp ist vor dem Barcamp. Sei dabei, wenn es  im nächsten Jahr wieder heißt „Barcamp Koblenz 2019“! Folge einfach der Barcamp-Seite. Entweder auf Twitter
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