Barcamp Bonn 2021 goes Digital

Im Jahr 2021 sind digitale Events Teil unserer neuen Normalität geworden. Nahezu alles, was bisher live und vor Ort geschah, ist digitalisiert und in die Cloud umgezogen. Hier macht das Barcamp Bonn 2021 keine Ausnahme. Und so tummelten sich Ende April die Teilnehmer zwei Tage lang rein digital und virtuell im Netz.

Was bisher geschah…  

Das war es also, das BarCamp Bonn – Das Städte-Barcamp für Bonn und Rhein-Sieg. Vom 30. April bis zum 01. Mai 2021.  Zwei Tage Innovation, Austausch und Teilnehmer, die sich im Browser mit WebCam und Headset ins virtuelle Getümmel stürzten.

Der Weg hierhin war lang.  Und eine Achterbahn der Gefühle. Los ging die Reise bei mir Ende 2019 mit dem Kauf der Tickets für das Barcamp Bonn 2020 und jeder Menge Vorfreude. Der erste Dämpfer dann Anfang März: Das Barcamp Bonn 2020 wird nicht wie geplant stattfinden. Absage! Zu diesem Zeitpunkt haben wir vermutlich alle langsam verstanden, dass da etwas großes unser aller Leben verändern würde (obwohl ich davon ausgehe, dass wohl keiner absehen konnte, wie es tatsächlich mit Corona und uns weitergeht). Umso positiver die Nachricht im Juli 2020: Johannes und Sascha von Bonn Digital haben eine Onlineplattform aus dem Boden gestampft, auf der ein digitales Barcamp stattfinden kann! Die Barcamp Bonn Digital Sommer-Edition 2020 war geboren. Und fand dann im August als eintägiges Event statt. Wow! Was für ein Fest und  das erste digitale Barcamp, dass ich besucht habe.

Und gleichzeitig die Info: das eigentliche Barcamp Bonn 2020 wird in 2021 stattfinden!

Ja, das war er: der lange Weg des Barcamp Bonn 2020 aka Barcamp Bonn 2021. 

Wir alle sind in diesem Jahr gewachsen. Anfang 2020 hätten viele von uns auf die Frage nach einem digitalen Barcamp verwundert drein geschaut. Heute bin ich froh, dass es Macher wie Bonn Digital gibt, die Plattformen bereitstellen, auf denen wir trotz Corona den Austausch auf Augenhöhe und die Impulse aus den Sessions eines Barcamps digital erleben können. 

Was ist überhaupt ein Barcamp? 

Schon wieder? Ja, weil ich es immer noch nicht geschafft habe, hier im Blog einen eigenen Artikel zum Thema  „Was ist ein Barcamp?“ zu veröffentlichen, auf den ich einfach verlinken kann. 

Interessanterweise unterscheidet sich der Ablauf eines analogen von einem digitalen Barcamp kaum. Generell gilt:  

Ein Barcamp ist eine Un-Konferenz und somit ein offenes Veranstaltungsformat, bei dem die Teilnehmer aufgerufen sind, aktiv mit zu gestalten. Kernpunkt ist, dass das Programm erst zu Beginn des Events im Rahmen einer gemeinsamen Sessionplanung entsteht. Ein „Programmheft“, wie es bei einer klassischen Konferenz üblich ist, wirst Du also bei einem Barcamp vergeblich suchen.  

Der Sessionplanung vorgeschaltet ist (beim analogen Barcamp) noch die Vorstellungsrunde. Bei digitalen Barcamps entfällt dieser Punkt häufig. Name, Hashtags und kurze Vorstellung der Protagonisten übernimmt die Plattform, auf der das digitale Barcamp stattfindet und jedem Teilnehmer ein Profil zur Verfügung stellt. 

Bei der Sessionplanung werden Timeslots von 45 min für die einzelnen Sessions vergeben. Diese können – je nach Gusto – mit einem Workshop, einer lockeren Diskussionsrunde oder auch einem Impulsvortrag gefüllt werden. So entsteht nach und nach das Tagesprogramm. 

Am Ende des Tages steht dann die gemeinsame Abschlussrunde mit allen Teilnehmern, bei der das Feedback zum Barcamp eingesammelt wird. 

Die Oberfläche 

Was beim analogen Barcamp die Location ist beim digitalen Pondo die Oberfläche, auf der das digitale Event stattfindet. Beim Barcamp Bonn ist dies eine gelungene Mischung aus  

Was mir besonders gefallen hat: Sascha und Johannes haben die verschiedenen Module in eine Oberfläche gepackt, die einheitlich daher kommt, nicht zu überfrachtet ist und bei der die einzelnen Elemente nahtlos ineinander greifen. 

Sessions

Kommen wir jetzt zum Wichtigsten: den Sessions des Barcamps. Denn hier passiert die Magie der Un-Konferenz: der wertvolle Austausch von Ideen, Informationen, die Diskussion auf Augenhöhe oder einfach das Kennenlernen und Netzwerken mit interessanten Menschen. 

Was Rahmwirsing mit SocialMedia zu tun hat 

Allein der Titel der Session macht neugierig. Und so nahm uns Achim von DieMeurers mit auf Entdeckungstour. Die Reise startete tatsächlich in der Küche des Hotel Weinbergschlösschen mit – Rahmwirsing. 

Anhand dieses Best Practice zeigte uns Achim, wie ein familiengeführtes Hotels & Restaurant in der Krise Social Media eingesetzt hat. Und dabei interessante Erfolge verzeichnen konnte. 

Was Rahmwirsing mit Social Media zu tun hat

Das Achim und Monika gerade zu Beginn der Corona-Pandemie die Kommunikation und Außendarstellung des Hotels Weinbergschlösschen optimieren sollten, ist sicherlich dem Zufall geschuldet. Die Erfolge, die sich dabei in kurzer Zeit einstellten, sind aber Ergebnis von viel Arbeit und einem durchdachten Plan. 

Für mich hat sich (wieder einmal!) gezeigt, dass unheimlich viele Unternehmer das Potential von Social Media ungenutzt lassen. Teils aus Unwissenheit, hier und da aus Angst vor dem Unbekannten.

Von daher mein Tipp: schaut Euch die beiden nachfolgenden Artikel aus dem Blog DieMeurers an: 

Was geschieht eigentlich mit dem Corona-Selbsttest nach der Benutzung? 

Ja, die kennen wir mittlerweile zur Genüge: die Packungen mit dem langen Wattestäbchen, dem Fläschchen und einem Stück Plastik, in dem wir einige Tropfen der Flüssigkeit tröpfeln müssen. Und uns freuen, wenn nur ein STrich erscheint. Corona Schnelltests werden immer wichtiger. Und – immer mehr.  

Um ehrlich zu sein: mit der Frage der Entsorgung hatte ich mich bisher überhaupt nicht beschäftigt. Und das war dann auch mit einer der Gründe, warum ich in dieser Session gelandet bin. 

Gehalten wurde die Session von Sasika, die PR-Managerin bei den SWB Verwertung ist und sich daher schon von Haus aus gut mit der Materie auskennt. 

Die gute Nachricht vorweg: die Corona-Schnelltests sind kein Sondermüll oder ähnliches sondern normaler Restmüll, der thermisch verwertet wird. Doch damit war die Session natürlich nicht vorbei. Es gab einen virtuellen Rundgang durch die MVA Bonn, bei dem die wichtigsten Produktionsschritte erläutert wurden.  

Schlussendlich mündeten die 45 Minuten in einer Diskussion zum Thema „ZeroWast“.

SIAM: Service Integration and Management 

In die Session von Wolfgang  hat mich meine Neugierde getrieben: denn mit dem Thema SIAM konnte ich so Garnichts anfangen. 

Diese Wissenslücke hat Wolfgang in der Session geschlossen. Nicht komplett, weil dafür ist das Thema SIAM einfach zu groß. Aber allein der Einblick in die Materie war spannend. 

Rheinische Post goes TikTok 

Die nächste Session gehörte für mich zum Pflichtprogramm: Aziza hatte zum Thema Rheinische Post goes TikTok geladen. 

Die Rheinische Post hat zum ersten Februar 2021 einen TikTok-Kanal gestartet. Bei der Session sollte es nun um die ersten Learnings und ein paar Tipps und Tricks für die Plattform gehen. 

Jetzt muss man wissen, dass TikTok und ich einen ganz schlechten Start hatten. Die App wurde direkt wieder vom Smartphone verbannt und wir (also TikTok und ich) haben uns fortan gegenseitig so gut es eben geht ignoriert und sind uns aus dem Weg gegangen.  

Und trotzdem bin ich nach wie vor vom Phänomen TikTok fasziniert. Von daher habe ich die Einblicke, die uns Aziza zum TikTok Projekt HUMBUG  gegeben hat, förmlich in mich aufgesaugt. 

Hier die wichtigsten Punkte, die ich mir notiert habe: 

  • Videoqualität ist auf TikTok alles! 
  • Videos nicht erst privat hochladen, um sie dann zu veröffentlichen. 
  • Jumpcuts + Greenscreen nutzen. 
  • Die Nutzeroberfläche von TikTok gewöhnungsbedürftig. 
  • Follower sind auf TikTok nicht so wichtig wie auf anderen Plattformen. 

Zukunft der Bonner Innenstadt 

Zugegeben: ich bin jetzt nicht direkt von der Bonner Innenstadt abhängig. Aber die Probleme sind vermutlich zum großen Teil 1:1 auf andere Städte übertragbar. 

Sessiongeber war ein Dreigestirn, bestehend aus Michele, Askan und Matthias.

Das Thema wurde (und wird!) sowohl auf Clubhouse als auch in einer Facebook-Gruppe diskutiert. 

Screenshot aus der Session „Zukunft der Bonner INNENSTADT.

So sind beispielsweise schon Themenfelder ausgearbeitet, die die Eckpunkte zum Thema Zukunft der Bonner Innenstadt umreißen: 

  • Ideenfindung  
  • Rheinanbindung  
  • Stadt für Menschen  
  • Begnungszonen  
  • Bürgerbeteiligung  
  • das Gebiet 
  • Rad = Anti-Stau-Programm  
  • Kultur  
  • Klimaschutz: Was ist nötig 

Offen ist noch die Frage, welche lokalen Player man ansprechen könnte, die – direkt oder indirekt – bei der Realisierung von Vorhaben unterstützen können. Im Verlauf der Diskussion wurde auch eine eigene Homepage angeregt, die Stärkung der Bürgerbeteiligung in Bonn und die Idee für eine Autofreie Innenstadt.

Wer sich mit in das Thema einbringen möchte: einfach mal in der Facebook-Gruppe, die ich oben verlinkt habe, reinschauen. 

Perfect Pitch – Der Tweet für Deine Vorstellung 

Ja, den wollen wir doch alle: den perfekten Picht. Nur: worauf muss ich achten? Wie sieht er aus, der „Perfect Pitch“? Dieser Frage hat Bianca von Stark mit Worten eine Session gewidmet.  

Ihr Tipp: eine solche „Ein-Satz-Vorstellung“ sollte jeder von uns haben. Und im Laufe der Session wurden die einzelnen Bestandteile eines solchen Pitch erarbeitet: 

  • Wer bin ich? Nennt Euren Namen. 
  • Was mache ich? Und zwar: aktiv! Verben nutzen! 
  • Mit wem (oder für wen) mache ich etwas? 
  • Wofür? (Stellt Euch die Frage „Was hat mein Gegenüber davon?„) 

Live-Twittern 

Ja, auch diesmal haben wir von Koblenz Digital die Tastatur zum Glühen gebracht. An den beiden Tagen sind insgesamt 674 Tweets mit dem Hashtag #bcbn21 entstanden. Und etwas mehr als die Hälfte davon gingen auf das Konto drei „Dampf-Twitterern“:

Hier der Link auf den Report, den Bonn Digital erstellt hat.

Und wer weiß? Vielleicht halten wir beim nächsten Barcamp eine Session zum Thema Live-Twittern.

Nur: wer wird dann darüber twittern…? 

Danke an die Sponsoren! 

An dieser Stelle eines Blogbeitrags, der von einem Barcamp berichtet, darf eines nicht fehlen: der Dank an die Sponsoren. Egal ob Platin-, Gold-, Silber- oder Sachsponsor:  

Danke!  

Danke, dass Ihr geholfen habt, dass dieses tolle Barcamp wahr geworden ist. Das wir uns kennenlernen und uns austauschen konnten. Barcamps sind Plätze, an denen großartiges passieren kann und auch passiert. Und sie können nur mit Hilfe der Sponsoren überhaupt stattfinden. 

An erster Stelle muss hier natürlich das Forum Internationale Wissenschaft (FIW) genannt werden, die die Räumlichkeiten für das Barcamp Bonn 2020 gestellt haben.
Als wissenschaftliche Einrichtung der Universität Bonn mit nationaler und internationaler Ausrichtung ist der freie Geist beim FIW quasi „built in“. 

Ein schon langjähriger Begleiter und Unterstützer des Barcamp Bonn ist WetterOnline
Die „Wettermacher“ aus Bonn sind ebenfalls auf dem gesamten Globus tätig und stellen Ihre Wetterinformationen regelmäßig über 35 Millionen Besuchern zur Verfügung. 

Ebenfalls treuer Unterstützer (und mal Gastgeber) des Barcamp Bonn ist die Deutsche Post DHL Group.  
Das die Deutsche Post DHL Group zu Bonn gehört, ist danke des Posttowers weithin für Besucher sichtbar. Aber das man bei der Post auch ein Herz für das Barcamp Bonn hat, davon zeugt die stete Unterstützung dieses Events. Die – nebenbei bemerkt – nicht nur den Teilnehmern Vorteile bietet sondern auch der Stadt Bonn und der Region. 

Zur Riege der Sponsoren gehört auch Maynert Online Marketing. 
Maynert Online Marketing ist eine Fullservice Internetagentur aus Bonn, die den Mittelstand mit maßgeschneiderten Digital Marketing Strategien nach vorne bringt. 

Als „Wiederholungstäter“ auf dem Sponsor-Board war 2021 auch die Barmer Krankenkasse vertreten. 
Keine Ahnung, ob es am Sponsering lag, aber einige Sessions im Raum „Barmer“ drehten sich dann – direkt oder indirekt – um das Thema Gesundheit. Von daher hat sich der Einsatz hier schon gelohnt! 

Mit dabei war auch die IHK Bonn/Rhein-Sieg
Als Körperschaft des öffentlichen Rechts hat die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg ein ureigenes Interesse daran, ein innovatives Event wie das Barcamp Bonn zu fördern und zu unterstützen. Und ich denke, dass auch in 2021 einige wertvolle Impulse beim Barcamp Bonn entstanden sind und so die Region nach vorne bringen. 

Nicht vergessen werden dürfen die Sachsponsoren: zum einen O’Reilly, die sich in Form von Buchpreisen für die Teilnehmer beteiligt haben und so für geistige Nahrung gesorgten. 

Und dann natürlich die Confiserie Coppeneur, die uns mit dem tollen Schokoladenpaket verwöhnt haben. 

Mein persönliches Fazit 

Ich blicke auf zwei tolle, inspirierende Tage zurück. Bonn digital hat da eine Weboberfläche geschaffen, die das Beste aus dem digitalen Format herausholt, ohne die Nutzer zu überfordern. Natürlich vermisse ich den direkten Kontakt mit den Teilnehmern, die Gespräche und das Networking jenseits der Sessions. Aber die Basics, der Informationsaustausch und die Diskussionen auf Augenhöhe, all das funktioniert auch im Digitalen. Und Digital hat auch Vorteile: Kosten für die Anreise entfallen, räumliche Schranken existieren quasi nicht mehr. 

Für mich war das Barcamp Bonn 2021 wieder ein tolles Event! 

Mein Rückblick auf das digitale BusinessCamp Bonn 2020

Nach einem tollen BusinessCamp Bonn auf dem Telekom Campus in 2019 lag die Messlatte für das Folgeevent in 2020 von Beginn an hoch. Doch im Corona-Jahr ist bekanntlich alles anders. Für die dritte Ausgabe des BusinessCamp hieß das: das BizBonn20 fand als „digitales Event“ statt. Spannend. Geht das überhaupt? Und genauso spannend das Leitthema für der Veranstaltung: „Cyber Security“.

Was ist ein Barcamp?

Ein Barcamp ist ein offenes Veranstaltungsformat. Dabei wird – im Gegensatz zu einer herkömmlichen Konferenz – im Vorfeld kein starres Programm vorgegeben. Stattdessen definieren die Teilnehmer im Laufe des Barcamps in der sogenannten Sessionplanung das Programm selbst. Die Inhalte stammen also aus den Reihen der Besucher des Barcamps: Jeder kann eine Session zu einem bestimmten Thema anbieten. Finden sich genügend Teilnehmer, wird der Vorschlag in das Sessionboard aufgenommen und ist damit im Programm.

Eine ausführlichere Beschreibung zum Ablauf eines Barcamp findest Du hier bei uns im Blog.

Location

Die Location war diesmal der Browser auf unseren Rechnern, dem Tablet oder bei den ganz innovativen das Smartphone. Und dementsprechend bunt waren die Hintergründe, die man teilweise auf den Webcams der Teilnehmer sehen konnte: Büros, Wohnzimmer, Küchen und wer weiß wo sich die Teilnehmer noch aufgehalten haben. Ich bin mir nicht sicher, aber einmal habe ich sogar eine Werkbank gesehen.

Für die Organisation und die Technik hat Oliver Kepka von der Telekom Business – wie schon im letzten Jahr – auf die Agentur Bonn.digital gesetzt. Und damit wieder Johannes Mirus als Moderator für das Barcamp gewinnen können.

Oliver und Johannes bei der Begrüßung der Teilnehmer

Gleich vorweg: das war eine gute Wahl, Oliver! Die Technik, die Moderation und die gesamte Plattform, die von Bonn.digital bereitgestellt wurde, war genau richtig, technisch ausgereift und hat uns über den gesamten Tag nicht im Stich gelassen (von kleinen Ausreißern abgesehen).

Technik

Ja, die Technik bekommt diesmal einen eigenen, kleinen Abschnitt im Artikel. Anders als bei einem analogen Barcamp, bei dem unheimlich viel ohne oder nur mit wenigen Hilfsmitteln abgewickelt werden kann, muss in der digitalen Variante mit Software gelöst werden. Vorstellung der Session? Separater Stagingbereich. Das Sessionboard? Software. Die einzelnen Räume? Software. Ein Raum für Pausengespräche? Software. Twitterwall? War schon immer Software.

Kernstück des Projekts war Venueless, das von Bonn.Digital um verschiedene Services wie eine Twitterwall oder ein virtuelles Foyer erweitert wurde.

Hier hat Bonn.Digital ein tolles Gesamtpaket abgeliefert, dass obendrein mit den Regeln der EU-DSGVO konform betrieben werden konnte und bei dem die einzelnen Bestandteile nahtlos ineinander gegriffen haben.

Die Sessionplanung

Aber kommen wir jetzt zum Inhalt von drei Sessions, an denen ich teilgenommen habe:

Session 1: Fünf Tipps für einen besseren Umgang mit digitalem Stress im Berufsalltag

Los ging’s im Raum Moscow mit einem Thema, das viele von uns vermutlich kennen: digitaler Stress im Berufsalltag. Dort hin hatte Dr. Ann-Kathrin Richarz eingeladen und arbeitete sehr schön heraus, ob wir Menschen denn überhaupt für die Digitalisierung vorbereitet sind. Für das „Always on“ und für ein Smartphone, dass immer dabei und Segen und Fluch zugleich sein kann.

Bei der Einleitung untermauerte die studierte Biomedizinerin  mit interessanten und zumindest mir neuen Fakten, warum man sich mit dem Thema digitaler Stress auseinander setzen sollte.
Beispiel gefällig?

  • Wusstest Du, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beruflichen Stress zu den größten Gefahren des 21. Jahrhundert zählt?
  • Das unsere Konzentrationsfähigkeit abnimmt? 46,9 % der wachen Zeit schweifen wir gedanklich von den Dingen ab, mit denen wir uns eigentlich beschäftigen wollten.
  • Das wir – getrieben durch Wettbewerb und die Vergleichbarkeit mit Kollegen – selbst versuchen, noch schneller und produktiver zu werden?

Dem gegenüber stellte Ann-Kathrin im zweiten Teil Ihres Vortrags fünf Tipps vor, die zu einem besseren Umgang mit digitalem Stress im Berufsleben führen können:

  • Übernahme von Verantwortung: die Verantwortung liegt bei allen. Beispielsweise dem Arbeitgeber allein die Schuld zu geben, greift zu kurz. Jeder muss auch auf sich selbst achten.
  • Die eigene Handynutzung hinterfragen: muss ich wohl nicht weiter ausführen – wisst Ihr vermutlich selber, oder? Netter Funfact: Beim Scrollen über den Handyscreen werden die gleichen Stoffwechselvorgänge im Gehirn aktiviert wie bei einem Drogensüchtigen beim Anblick von Heroin.
  • Gutes Zeitmanagement: optimale Planung der anstehenden Arbeiten (und konsequente Umsetzung) können starken Einfluss auf Stresssituationen haben.
  • Selbstkenntnis für mehr digitales Bewusstsein: bei dem Punkt muss man vermutlich tiefer einsteigen, da es darum geht, die eigenen, inneren Treiber kennenzulernen, um entsprechend damit umgehen können und Fehlentwicklungen aus eigenem Antrieb einen Riegel vorzuschieben.
  • Steigerung der Resilienz: die Fähigkeit, mit Krisen umzugehen, kann man erlernen. Das Thema wurde aus Zeitgründen nur angerissen, kann man aber – Google sei dank – nachlesen. Einfach mal nach Sieben Säulen der Resilienz suchen.

Ja: und da waren die 45 Minuten auch schon vorbei. Toller Vortrag, bei dem man gemerkt hat, dass Ann- Kathrin weiß, wovon sie spricht. Und gleichzeitig ein Vortrag, der mir persönlich den einen oder anderen Denkanstoß geliefert hat (Stichwort: Handynutzung).

Session 2: Von Suchmaschinenoptimierung bis Influencer-Kooperationen: Das Digitalmarketing 1×1

Bei der zweiten Session nahm uns Sören Böckmann, Co-Founder von Stories We Love, mit auf eine rasante Reise durch die Welt des Digitalmarketings: von der der Suchmaschinenoptimierung bis zur Influencer-Kooperation.

Das man dafür kein Kurzstreckenticket lösen konnte, war klar: in 45 Minuten kann man bei so einem Thema nur die wichtigsten Punkte anreißen. Und darum legte Sören auch gleich von Anfang an ein hohes Tempo vor.

Einige (bei weitem nicht alle) Punkte habe ich auf dem Twitter-Kanal von Koblenz Digital dokumentiert.

Hier ein kleiner Auszug:

  • „Zentrale Anlaufstelle ist die eigene Website“
  • Eine Website ist kein Selbstläufer. Sie ist nie fertig und die Inhalte müssen laufend gepflegt, angepasst und aktualisiert werden.
  • Man muss das Nutzerverhalten nachverfolgen: was nicht funktioniert, wird eingestellt. Was vom Nutzer angenommen wird, wird vermehrt angeboten.
  • Kein Geheimnis: ein Großteil des Traffics einer Website kommt – Trommelwirbel! Trommel – von Google.
  • Mehrwert bei Posts auf Social Media ist das A und O.
  • Influencer Markting: da bezahle ich auch, aber halt nicht der Plattform sondern Leuten, die Reichweite / Follower haben.
  • E-Mail-Marketing ist nicht tot. Im Gegenteil!

Wow! Die Session verging wie im Flug und hat – auf Metaebene – einen guten Überblick gegeben, welche Themen im digitalen Marketing relevant sind. Zum Schluss stellte Sören noch das neue Tool Narraflix vor, mit dem Arbeitgeber das Thema Storytelling in der Kommunikation besser umsetzen sollen.

Session 3: Erarbeitung eines Cyber-Incident-Response-Plan

In der dritten Session, auf die ich hier im Artikel eingehen möchte, ging es um die Erarbeitung eines Cyber-Incident-Response-Plan.  Hier traten gleich zwei Speaker in den Ring:
Dr. Frank Schemmel, Head of Privacy (Corporate) bei DataGuard und zertifizierter Datenschutzbeauftragter (TÜV) sowie Christian Taube , ebenfalls zertifizierter Datenschutzbeauftragter (TÜV) und wie Frank bei DataGuard als Entrepreneur in Residence für den Bereich „Information Security as a Service“ tätig.

Jetzt ist so ein „Online Vorfallreaktionsplan“ nicht jedermanns Sache. Trotzdem war der virtuelle Session-Raum gut gefüllt. Frank und Christian haben – zusammen mit den Teilnehmern – trotz der komplexen Materie sehr schön die Begründung, die Beteiligten und die wichtigsten Bestandteile eines Cyber-Incident-Response-Plan herausgearbeitet.

Zunächst wurden bekannte Bedrohungsszenarien abgefragt. Das Ergebnis zeigt, dass die Teilnehmer einige Cyber-Attacke konkret benennen konnten.
Aus den nun vorliegenden Bedrohungsszenarien wurden die Ziele möglicher Angreifer abgeleitet:

  • Verfügbarkeit von Systemen ausschalten oder herabsetzen
  • Die Vertraulichkeit von Daten verletzen
  • Die Integrität von Daten zerstören

Danach gingen Frank und Christian auf die „Stakeholder“ ein, die in einem Unternehmen bei der Erstellung eines Cyber-Incident-Response-Plan beteiligt sein sollten. Und das waren eine ganze Menge. Inklusive Positionen, die man auf dem ersten Blick in dieser Runde vielleicht nicht verortet hätte (wie beispielsweise die Pressestelle oder Vertreter der Shareholder bei einer AG). Oder Job-Bezeichnungen, die man in der Praxis selten zu Gesicht bekommt, wie der Informationssicherheitsbeauftragte.

Es folgten die Stationen präventive Maßnahmen, Meldepflichten und zum Schluss die Kommunikation inklusive einem Kommunikationsplan für den Ernstfall.

Klasse Session, die mir sowohl Spaß gemacht hat, aber auch alle wichtigen Punkte für einen Cyber-Incident-Response-Plan gehandelt hat.  Leider konnten Frank und Christian nicht so tief abtauchen, wie man (oder ich) es sich gewünscht hätten. Aber eine Session hat nun mal nur 45 Minuten.

Immerhin hat es für eine kleine Sketchnote gereicht.

Sketchnote zur Session „Erarbeitung eines Cyber-Incident-Response-Plan“

Danke, Deutsche Telekom!

An dieser Stelle gebührt dem alleinigen Sponsor des BusinessCamp Bonn mein persönlicher Dank: der Telekom Deutschland GmbH. Nach der Verschiebung (und den zwischenzeitlich rasant steigenden Corona-Infektionszahlen) war es kein Automatismus, dass das #BizBonn20 als digitales Event stattgefunden hat.

Danke für dieses Zeichen der Kontinuität in einer schwierigen Zeit!

Fazit

Das war es also, mein erstes digitales Barcamp. Und ich muss sagen: hat Potential. Ich habe von neun Uhr morgens bis nachmittags um halb fünf vorm Rechner gesessen, habe die Sessions verfolgt, bin durch die Räume gestreift und habe hier und dort neue Kontakte geknüpft. Mein persönliches Learning von diesem Tag ist, dass ein digitales Barcamp funktioniert. Und wenn man es auf einer Plattform die Telekom beim #BizBonn20 macht, funktioniert es auch sehr gut.

Natürlich fehlt dem digitalen Event der persönliche Kontakt, die Nähe zu den Personen, das Netzwerken auf dem Gang, das Gespräch abseits der Bühne, bei einem Kaffee oder Bier. Umgekehrt fallen räumliche (oder zeitliche) Beschränkungen weg, die bei einem realen Barcamp eine Teilnahme vielleicht verhindern. Oder auch die fast schon lieb gewonnenen Schweißausbrüche der Apple-Nutzer, wenn bei der Vorbereitung der Session festgestellt wird, dass ein Adapter fehlt.

Beide Formate haben ihre Stärken und Schwächen. Das BusinessCamp Bonn hat gezeigt, wie man das Potenzial einer digitalen Location ausspielen kann, um eine tolle Veranstaltung abzuliefern. Aber vermutlich spreche ich vielen aus dem Herzen, wenn ich sage: Sobald es wieder möglich ist, müssen wir ein altmodisches, analoges Barcamp machen, uns wieder Auge-in-Auge gegenüberstehen und auch mal umarmen. Und meinetwegen danach gemeinsam den Appel-Adapter suchen.

Zum Abschluss noch einmal das Pausenbild vom #BizBonn20

#HRCKO: Das HRcamp Koblenz feierte seine Premiere

Koblenz hat ein neues Event! Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus? Welche Erwartungen hat das Personal? Was muss man tun, um Mitarbeiter langfristig zu halten und neue Fachkräfte hinzuzugewinnen? Zu diesen und weiteren Fragen rund um Human Resources kann man sich künftig auf dem HRcamp Koblenz austauschen. Gestern fand die Premiere statt.

Personaler haben kein gutes Image. Deshalb spricht man nicht mehr von der Personalabteilung, sondern von der HR-Abteilung: Human Resources. Das klingt gehoben, hat den Geschmack von Verantwortung und Ansehen. Wie sieht jedoch die Realität aus? Genießen Personaler tatsächlich Wertschätzung? Wie verhalten sich HR-Fachkräfte unter sich, wie ticken sie und mit welchen Herausforderungen haben sie in ihrem Job zu tun? Wir wissen es, denn wir haben das erste HR-Barcamp der Region besucht. Veranstaltet wurde das Event von der IHK Akademie Koblenz. Die Idee, so ein Fach-Barcamp zu organisieren, entstand übrigens auf dem diesjährigen Barcamp Koblenz. Hut ab für die schnelle Umsetzung!

Am besten lassen wir die Teilnehmer selbst sprechen und nehmen Euch hierfür auf eine kleine Reise durch die Tweets zur Veranstaltung mit. Sabine Dyas, Geschäftsführerin der IHK Akademie Koblenz, begrüßte uns alle, und Stefan Evertz moderierte die Veranstaltung. Zu den Hosts des Events gehörte auch seine Frau Katja Evertz.

Die Vorstellungsrunde zeigte, wie viele Teilnehmer*innen aus durchaus unterschiedlichen Bereichen kamen. Obwohl die meisten Anwesenden zum ersten Mal an einem Barcamp teilnahmen, das Format folglich noch nicht recht kannten, hatten sie gekonnt jeweils drei Hashtags vorbereitet und dabei Humor gezeigt. Nach der Vorstellungsrunde und Sessionplanung, begann der erste Sessionblock. Es fanden jeweils drei Sessions parallel statt.

Während beispielsweise Gerrit über das spannende Thema „Employee Advocacy“ sprach und erklärte, wie man eigene Mitarbeiter für Social Media gewinnt, saß ich in der Session „HR ist wie Aquise“ und diskutierte mit allen Teilnehmenden unter anderem über die aktuellen Herausforderungen im Bereich Recruiting. Wer ein negatives Bild von Personalern hat, hätte in dieser Session sitzen müssen, denn eines wurde deutlich: Die Anwesenden machen sich tagtäglich eine Menge Gedanken um das Wohl der Angestellten.

Personalgewinnung scheint insbesondere im ländlichen Raum ein großes Problem darzustellen.

Und wo findet man ITler überhaupt? Ohne Social Media scheint nichts mehr zu laufen, aber obwohl sogar schon auf Instagram gesucht wird, sind ITler schwer auffindbar. Die Frage nach den ITlern entfachte eine kleine Diskussion auf Twitter. Bester Hinweis: Sie sind auf GitHub unterwegs! Das meint auch Katja. Außerdem kam noch dieser Tipp hier:

In der zweiten Sessionrunde ging es mit weiteren Aspekten von Human Resources weiter. Dabei wurde deutlich, dass es HR-Abteilungen wie Sandwichkindern geht. Die Position zwischen Geschäftsführung und Personal ist kein leichtes Spiel. Einer der Tipps, die sich die Anwesenden zur gegenseitigen Unterstützung gaben, lautete: „Wenn man die Mitarbeiter zur Teilnahme am Gesundheitstag oder ähnlichen Aktionen nicht mobilisiert bekommt, hilft es häufig, den Betriebsrat mit ins Boot zu nehmen. Der erreicht die Menschen ganz anders. Das wirkt.“

Wollt Ihr mehr über solche Videos wissen? Hier haben zwei Teilnehmer des HRcamps in der Pause mal kurz darüber gesprochen und es professionell authentisch rübergebracht. Schaut mal:

Aber Ihr wisst schon, Natürlichkeit ist alles.

Mittagspause! #yummy, das war lecker! Doch die Tatsache, dass wir hier so gut wie keine Bilder der leckeren Speisen einbauen können, zeigt, dass auf der Veranstaltung mehr Wert auf Gespräche als aufs Fotografieren gelegt wurde. Das ist ein gutes Zeichen. Netzwerken ist sinnvoll.

 

Alle Sessions zu erwähnen, würde den Rahmen dieses Blogbeitrages sprengen. Wer mehr davon sehen und eventuell auch ganze Gespräche nachlesen möchte, die sich dazu parallel auf Twitter ergeben haben, findet sämtliche Tweets unter dem Hashtag #hrcko.

Feedback zum HRcamp Koblenz gab es anschließend auch.

Und hier unser Feedback. Per Video. Denn diese Möglichkeit gab es vor Ort, und da wir Social-Media-Freaks bekanntlich zum Pferdestehlen sind, konnten wir uns auch diesen Spaß nicht nehmen lassen. 😉

Und damit Ihr nicht nur unsere Meinung dazu kennt, hier auch noch das Feedback von Maren aus Düsseldorf:

Wir bedanken uns für das erste HRcamp Koblenz und freuen uns aufs nächste Jahr.

Lesenswertes zum #HRCKO:

Gut für Koblenz & die Region: Barcamp Koblenz 2018

Was macht man, wenn man ein Barcamp besucht hat? Richtig: darüber reden. Oder besser: schreiben. Einen Bericht, einen Recap. Und das habe ich gemacht. Hier ist mein persönlicher Rückblick auf das Barcamp Koblenz 2018. 

Das war es also, das vierte Barcamp in Koblenz. Zum vierten mal in Folge haben das Team um Sascha Böhr (247 Grad) und Christoph Krause (Kompetenzzentrum Digitales Handwerk) dem digitalen Netzwerk von Koblenz eine Bühne gegeben. Und sie kamen. Auch in 2018. Nicht nur aus Koblenz. Nein: Aus der näheren und weiteren Umgebung folgten viele der Einladung in die Stadt an Rhein und Mosel. Teilweise sogar aus entlegenen Winkeln Deutschlands. Und damit ist die Rechnung aufgegangen, Koblenz für zwei Tage zum Zentrum des Themas „Digitale Kommunikation“ zu machen.
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Zahlen & Fakten

Schon die nackten Zahlen sind beeindruckend: insgesamt standen im Zentrum für Ernährung und Gesundheit der Handwerkskammer sechs Session-Räume für je sechs Timeslots zur Verfügung. Und natürlich müssen an dieser Stelle auch der große Lobby-Bereich und die Kantine erwähnt werden. Über 200 Gäste konnten an den beiden Tagen in Koblenz begrüßt werden. Und diese Besucher haben die (virtuellen) Leitungen des WLANs zum Glühen gebracht: insgesamt 130 GB Datentransfer an den beiden Tagen (das entspricht 28 DVDs)!
Respekt!
Es gab offenbar vieles zu berichten.

Sessionplanung

Wie heißt es in Köln: ab dem dritten Mal ist alles eine alte Tradition. Und so folgte der Auftakt des 4. Barcamps in Koblenz dem gleichen Ritual wie seit 2015. Begrüßung durch Christoph & Sascha, Vorstellungsrunde der Teilnehmer (ja – ALLER Teilnehmer) und dann die obligatorische Sessionplanung.
Und schon hatte man wieder die Qual der Wahl: welche Session besuche ich? Auf welche verzichte ich?
Nachfolgend ein kurzer Abriss von einigen Sessions, an denen ich teilgenommen habe.

Session: Barcamp als lokales Format

Auch das geht: Auf einem Barcamp wird über ein anderes Barcamp berichtet. Genauer: die Macher aus Hachenburg berichteten, wie sie aus dem Stand heraus ein Barcamp auf die Beine gestellt haben. Stefan und Michaela berichten sehr detailliert über die Anfänge, die Planung, Schwierigkeiten und Unterstützer – und dann auch mit berechtigtem Stolz über 90 Besucher, die das Barcamp in der Löwenstadt mit Leben füllten.
Wer mehr von diesem Projekt erfahren möchte, kann sich die Website des Barcamp Hachenburg anschauen.

Session der Westerwald Bank e.G.

Die Session stand unter dem Titel „Kundenorientierte Kommunikation – persönlich und digital“. Hier gaben Petra Cramer und Philipp Rahn einen sehr guten und tiefen Einblick, wie sich die Westerwald Bank e.G. digitalisiert. Welche Herausforderungen ergeben sich, wenn eine Bank eine große Fläche abdecken muss? Wie kann das Filialnetz optimiert und angepasst werden, ohne den Kontakt zum Kunden zu verlieren?
Spannende Themen und interessante Antworten, die die Westerwald Bank e.G. gefunden hat – und immer noch findet.

BURGER!

Mehr muss man zum Abendessen am ersten Tag nicht sagen. Oder vielleicht doch: vegetarische Burger. Von Veggiewerk.
Und die schmecken einfach gut!
Auch ohne Fleisch.
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Am Samstag ging es weiter mit neuen, spannenden Sessions. Auszug gefällig?

Session #DICE – Aufbau eines Innovation Centers in Koblenz

In dieser Session haben wir mehr über das DICE erfahren, einem Projekt der Debeka in Koblenz.
Patrick und Christoph haben in einem packenden Vortrag beschrieben, was das DICE ist, was es beinhaltet, welche Ziele verfolgt werden, und wo man aktuell steht.

Das Beste zum Schluss: Hackathon Handwerk

Meine letzte Session war gleichzeitig eine der Besten: Christoph Krause gab einen Einblick, wie die Digitalisierung des Handwerks aussehen kann – und was beim Hackathon Handwerk am 26./27. Juli 2018 passieren wird.
Wow! Noch so einer, bei dem man schon am Sprechtempo ablesen kann, wie sehr er hinter seinem Projekt steht.
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… und die dürfen nicht fehlen: Sponsoren!

Zwar haben 247 Grad, die Handwerkskammer Koblenz & das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk eine perfekte Orga hingelegt. Aber ohne Sponsoren hätte es das Barcamp nicht gegeben.

Daher an dieser Stelle ein dickes „Dankeschön!“ an

die Premium-Sponsoren

die Sponsoren

und die Medienpartner

Mehr Fotos vom Barcamp?

Eine Sammlung von insgesamt 136 Fotos findet Ihr auf Flickr. Hier der Link zum Album.

Mein Fazit

Eine geniale Veranstaltung, die ihren festen Platz im Veranstaltungskalender des digitalen Koblenz zu Recht verdient hat. Nette Menschen, tolle, interessante Themen und eine Organisation, die kaum Wünsche offen lässt.

Was ist überhaupt ein Barcamp …?

Für jemanden, der öfter auf Barcamps unterwegs ist, klingt die Frage komisch, aber selbst mir wird sie im Freundes- und Kollegenkreis immer wieder gestellt. Und es zeigt, dass das Format „Barcamp“ immer noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Und weil sich das dringend ändern muss, hier ein kurzer Abriss zum Thema Barcamp.
Oft stößt man bei den zahlreichen Erklärungen im Netz auf den Begriff „Un-Konferenz“. Zum Beispiel auch im Wikipedia-Artikel:
Ein Barcamp (häufig auch Barcamp, Un-Konferenz, Ad-hoc-Nicht-Konferenz) ist eine offene Tagung mit offenen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden. Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion, können teilweise aber auch bereits am Ende der Veranstaltung konkrete Ergebnisse vorweisen (…).
(Quelle: Wikipedia)
Zumindest zum Erklären eignet sich der Begriff Un-Konferenz meiner Meinung nach gut, da man so von etwas Bekanntem (einer Konferenz) zu dem doch etwas anderen Format überleiten kann. Dabei trifft es sich gut, dass ein Barcamp auch viel von einer „normalen“ Konferenz hat. Es gibt einen Organisator, der für die Location, Technik, Catering, Werbung und so weiter sorgt. Ja, sogar ein Anmeldeprozess und Eintrittskarten sind vorhanden. Zumindest ungefähr. Denn dann hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Gibt es auf der klassischen Konferenz ein festes Programm, dass ich mir im Vorfeld anschauen kann, habe ich bei der Un-Konferenz bestenfalls ein Oberthema. Das eigentliche Programm entsteht erst in der frühen Phase des Barcamp und wird von den Teilnehmern selbst festgelegt und umgesetzt! Und anders als bei der Konferenz, bei der in der Regel Frontalvorträge oder bestenfalls Diskussionen auf Expertenebene auf der Tagesordnung stehen, ist das Repertoire des Barcamp viel breiter aufgestellt. Vom Vortrag über Diskussion, Workshop, Kurzschulung oder Fragestunde ist alles möglich. Vorbereitet (die „alten Hasen“ kommen in der Regel mit einer Präsentation, Testumgebung oder ähnlichem zum Barcamp) oder spontan aus dem Bauch heraus – alles ist möglich und sogar erwünscht. Denn jedes Barcamp lebt von den Teilnehmern und von der Vielfältigkeit der Beiträge.
All dies entwickelt sich am Beginn des Barcamps im Rahmen der Sessionplanung: hier kristallisiert sich heraus, was genau auf der Tagesordnung stehen wird, wer was vortragen möchte und wer an welcher Session teilnehmen will. Und auch hier gilt der kollektive und offene Ansatz des Barcamps: Jeder kann, aber keiner muss eine Session halten.

Und jetzt Du!

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