Smarte Region MYK10 auf der Zielgeraden

Am 13. September 2022 ist es endlich soweit: der Entwurf der Strategie „Smarte Region MYK10“ wird offiziell vorgestellt und kann diskutiert werden. Ein guter Grund, für dieses Event die Werbetrommel zu rühren – und einen kleinen Blick zurückzuwerfen.

Strategie wird bei Zukunftsforum vorgestellt

Im Rahmen des Zukunftsforums in der Sayner Hütte am 13. September 2022 wird die in den letzten Monaten erarbeitete Strategie für die Smarte Region MYK10 erstmals einem breiten Publikum vorgestellt (Link). Die Bürger*innen des Landkreis Mayen-Koblenz erhalten bei der Veranstaltung Einblick in den geplanten Rahmen und die vorgesehenen Investitionsfelder der Strategie. Im Dezember 2022 wird dann der Kreistag die Planung offiziell bestätigen und die digitale Transformation unserer Region bis weit in die 2030er Jahre festlegen.

Ein Blick zurück

Gerade weil das Projekt Smarte Region MYK10 so wichtig ist, lohnt sich ein Blick zurück. Welche Meilensteine wurden erreicht? Wie wurden die Bürger*innen mitgenommen? Was wurde bereits auf den Weg gebracht?

Einen Teil der Entwicklung der Smarten Region MYK10 haben wir von Koblenz Digital begleitet und folgende Beträge im Blog veröffentlicht:

  • Wir werden smart! Startschuss für die Smarte Region MYK10 ist gefallen (29.09.2021) (Link)
  • Smarte Region MYK10: die Gewinner des Ideenwettbewerbs stehen fest (05.01.2022) (Link)
  • Zweiter Zukunftsdialog Smarte Region MYK10: Smart Cities Projekt nimmt weiter fahrt auf (05.04.2022) (Link)

Nachfolgend sind einige (und bei weitem nicht alle) Punkte zusammengefasst. Sie geben einen Eindruck vom offiziellen Start des Projekts im September 2021 bis zum nun anstehenden Zukunftsforum in Bendorf-Sayn.

  • Auftaktforum Smarte Region MYK10 (23.09.2021).
  • Ideenwettbewerb: Nach dem Auftaktforum werden einen Monat lang Projektvorschlage für die Smarte Region MYK10 gesammelt (07.10 bis 07.11.2021).
  • Projektbüro in Andernach wird eröffnet (03.12.2021).
  • Erster Zukunftsdialog zur Smarten Region MYK10 (Dezember bis Februar 2022) (Projektseite) (Link).
  • Ergebnisse des Zukunftsdialogs werden auf der Projektseite vorgestellt (03.03.2022) (Pressemitteilung Landkreis Mayen-Koblenz).
  • Smarte Region MYK10 nimmt an der Regionalkonferenz zum Thema „Smart-City-Strategien entwickeln“ teil (22.03.2022) (Facebook-Post, Link).
  • Zweiter Zukunftsdialog (29.03.2022) (Beitrag in Blick aktuell, Link).
  • Treffen der Projektgruppe Smarte Region MYK10 und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Mittelrhein (06.04.2022) (Facebook-Post, Link).
  • Projektbüro in Andernach unterstützt freies WLAN mittels einem Freifunk-Router (Facebook-Post, Link).
  • Kommunaldialoge finden im Kreisgebiet statt (17.05 bis 09.06.2022). Jeweils einmal als Abendveranstaltung und einmal mit Dialogstand an einem öffentlichen Platz (Pressemitteilung Landkreis Mayen-Koblenz, Link, und verschiedene Beiträge in Blick aktuell, zum Beispiel Link, Link).
  • Bürgerterminals sollen in fünf Pilotkommunen kommen (20.06.2022, Pressemitteilung Landkreis Mayen-Koblenz, Link).
  • Workshop „Zeitreise durch MYK“: Einsatz von Augmented Reality (AR) im Bereich Tourismus (22.07.2022) (Beitrag Blick aktuell, Link)
  • StartPlay-Conference an der Uni Koblenz (05.-06.08.2022) (Pressemitteilung Landkreis Mayen-Koblenz, Link).

Was sonst noch?

Parallel fanden verschiedene Bürgerwerkstätten statt. Beispielsweise zur Mobilität der Zukunft. Ein Ergebnis ist die Digitale Mitfahrerbank (Facebook-Post) (Link). Ähnliche Kooperationen erfolgten in allen Themengebieten des Projekts Smarte Region MYK10, zum Beispiel der Arbeitsgruppe Smarte Bildung (Link) oder auch der Arbeitsgruppe Smarte Arbeit (Link). Darüber hinaus erfolgten regelmäßige Sitzungen des Expertenbeirats (Link).

Jetzt kommst Du!

Allein die vielen Stationen auf dem Weg zur Strategie der Smarten Region MYK10 zeigen, wie wichtig dieses Thema für die teilnehmenden Kommunen aber auch für jede Bürgerin und jeden Bürger im Landkreis Mayen-Koblenz ist. Von daher: wenn Du Dir die Zeit nehmen kannst, melde Dich zum Zukunftsforum am 13. September 2022 in der Sayner Hütte an.

Hier der Link auf die Projektseite, auf der Du Dich auch direkt anmelden kannst.

Start der Veranstaltung ist um 13:00 Uhr. Auf der Agenda stehen folgende Punkte:

  • Eintreffen der Teilnehmer*innen, Registrierung, Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen (ab 13:00 Uhr)
  • Offizieller Start, Begrüßung (ab 14:00 Uhr)
  • Einblick in andere Smart City-Projekte
  • Vorstellung der Strategie Smarte Region MYK10
  • Pause
  • Workshops: Diskussion des Strategieentwurfs, Schärfung der Zielbielder
  • Lockerer Ausklang bei Musik und Snacks (ab ca. 19:00 Uhr)

Sehen wir uns?

A new star is born: Recap zum 1. Barcamp Limburg 

„Was lange währt, wird endlich gut.“ Wenn es eine Geschichte gibt, bei der dieses Sprichwort zutrifft, dann das Barcamp Limburg. Lang und steinig war der Weg von der ersten Idee im Jahr 2018 bis hin zur gelungenen Premiere in 2022. Von daher bin ich froh, dass ich bei der Nummer 1 der Limburger dabei sein konnte – und jetzt unseren Recap zur Veranstaltung abliefere.

Die (lange) Geschichte der Entstehung des Barcamp Limburg

Entstanden ist die Idee zum Barcamp Limburg in den Köpfen von drei Personen:  

Manuela, Diana und Florian

Darum schon gleich vorweg: Danke, dass Ihr nicht locker gelassen und eine tolle Premiere abgeliefert habt! 

Als „Initialzünder“ wirkte ein Twitter-Abendessen, bei dem sich die drei Twitterer aus Limburg trafen. Und irgendwann durch Zufall feststellten, dass Sie eine gemeinsame Idee mit sich herumtrugen: ein Barcamp für die Region Limburg.

Das war im Jahr 2018.

Nur ein Jahr später fand auf dem Barcamp RheinMain 2019 in Wiesbaden eine Session mit dem vielversprechenden Titel „Wie organisiert man ein BarCamp?“ statt. Und sorgte für tatkräftige Unterstützung durch die alten Hasen des Vereins zur Förderung der Netzkultur im Rhein-Main-Gebiet.

Gleich im Folgejahr 2020 sollte es losgehen: das 1. themenoffene Barcamp Limburg 2020 quasi in den Startlöchern.

Alle Hausaufgaben, die kleinen wie die Großen, von der Location, der Webpräsens, über die Social Media Kanäle, die Sponsoren und dem Helferteam – alles war erledigt, durchdacht und geplant. Es fehlt nur noch das „Go!“ für den Start des Ticketverkaufs. 

Und dann kam Corona. 

Anfangs wurde noch gehofft, geschoben. Erst innerhalb von 2020. Mit zunehmender Verfestigung der Pandemie verlegte man das Barcamp zunächst ins Folgejahr 2021, um dann schlussendlich im Jahr 2022 zu landen. 

Und da waren wir nun: am 16. Juli 2022 fand die Geschichte, die bei einem Abendessen im Herbst 2018 begann, ihren vorläufigen Höhepunkt mit der Durchführung des ersten themenoffenen Barcamps in Limburg.

Die Location: Friedrich-Dessauer-Schule

Als Location für das Barcamp fiel die Wahl auf die Friedrich-Dessauer-Schule. Die FDS in Limburg ist eine berufliche Schule mit den technischen Schwerpunkten Bautechnik, Elektrotechnik und Metalltechnik. Und bietet naturgemäß ideale Voraussetzungen für ein Barcamp: die Aula für große Runden und Unterrichtsräume mit passender, technischer Ausstattung.

Friedrich-Dessauer-Schule (FDS), Limburg

Hier der Link zur Website der Schule.

Begrüßung, Sessionradar & Sessionplanung

Man merkte es dem „Dreigestirn“ des Orga-Teams bei der Begrüßung an: da fielen gleich reihenweise Steine vom Herzen. Und diese positive Stimmung übertrug sich auf die etwas mehr als 25 Teilnehmer*innen in der Aula der FDS Limburg.

Nach der Begrüßung und den obligatorischen Grußworten an die Sponsoren folgten die organisatorischen Themen durch Diana: Vorstellung der Räumlichkeiten, zeitlicher Ablauf, Wo-finde-ich-was – und ja: bei so einem Barcamp werden auch Fotos und manchmal auch Videos gemacht.

Und dann war man auch schon mitten im wohl wichtigsten Programmpunkt eines Barcamps: der Sessionplanung.

Man hatte sich in Limburg für die Papier-Variante entschieden: die Sessiongeber stellten Ihre Idee den Teilnehmern vor, dann wurde der Zettel an einer Pinwand angebracht – und fertig. Ja, das ist nicht so hipp wie ein Online-Session-Schnicki-Schnack-Plan mit dazugehörender Landingpage & App. Aber es ist

  • deutlich schneller
  • genauso „digital“, denn jeder kann sich einfach ein Foto vom fertigen Sessionplan machen
  • vermutlich ist so eine Pinwand auch für meisten Teilnehmer*innen einfacher und auch haptischer

Heraus kam am Ende 10 Sessions, die sich auf zwei Räume (und den Schulhof beziehungsweise die Aula) verteilten.

Der fertige Sessionplan beim 1. Barcamp Limburg 2022

Nachfolgend ein kurzer Abriss von den Sessions, an denen ich teilnehmen konnte:

Session 1: Kinesiologie mit Bianca

Erste Session, was zum Mitmachen, mit Bewegung und einem Thema, von dem ich noch nie gehört habe. Einen spannenderen Start in ein Barcamp kann man sich eigentlich nicht wünschen.

Das Thema von Bianca ist Kinesiologie. Den Begriff kannte ich bisher nicht. Kineologie ist im Bereich der Körpertherapie und der Chiropraktik angesiedelt.

Kinesiologie mit Bianca Brahm

Bei der (spontanen) Session, bei der fast alle mitmachten, zeigte uns Bianca sowohl Übungen, die die Beweglichkeit verbesserten, als auch solche, mit der man Stress entgegenwirken kann. Klasse fand ich den Part „Ich-reibe-am-Ohr-und-kann-im-Anschluss-meinen-Kopf-weiter-drehen„.

Hat in jedem Fall Spaß gemacht und die Neugierde geweckt.

Hier der Link auf die Website von Bianca, die in Limburg kinesiologisches Coaching anbietet.

Session 2: Bitcoin, digitaler Euro & Co. mit Stefan

Durch die erste Session motiviert ging es zu Stefan in den Raum Albert Weil. Stefan ist Prof an der Wiesbaden Business School und hatte uns das Hype-Thema „Bitcoin, digitaler Euro & Co.“ mitgebracht.

Schon bei der Sessionplanung schränkte Stefan ein, dass es bei Ihm gerade nicht um die technischen Hintergründe des Bitcoin gehen würde. Vielmehr sollte eine Einordnung des Bitcoins in die Welt des Zahlungsverkehrs erfolgen.

Bitcoin, digitaler Euro & Co. mit Stefan

Ein Thema, dass meiner Meinung nach genauso wichtig ist. Und wie sich zeigte, von Stefan auch verständlich und mit viel Hintergrundwissen in der Session vermittelt werden konnte. 

Session 3: 10 Steuertipps für Eure nächste Steuererklärung mit Florian

Bei der dritten Session blieb ich dem Bereich der Finanzen treu. Es wechselte lediglich der Sessiongeber und das Thema. Florian brachte uns 10 Steuertipps mit, die wir bei unserer nächsten Steuererklärung anwenden könnten. Die Palette war breit gefächert, wobei nicht jeder jeden Tipp anwenden konnte.

Steuertipps von Florian

Jetzt ist das Steuerwesen im Allgemeinen und die Steuererklärung im Besonderen ein ziemlich trockenes und vor allem unbeliebtes Thema. Umso besser, dass Florian sich schon von Berufs wegen damit auskennt und so auch die eine oder andere komplexere Frage aus dem Stehgreif beantworten konnte.

Session 4: Beweglichkeit mit Neuroathletik verbessern mit Jan 

Nach dem Mittagessen gab es eine weitere Bewegungssession. Diesmal mit Jan, der uns das Thema Neuroathletik mitgebracht hatte. Nur mit einem Kuli bewaffnet stürzten wir uns ins Abenteuer. Denn die wenigsten hatten bisher etwas von Neuroathletik gehört. 

Neuroathletik mit Jan: da habe ich definitiv etwas Neues kennengelernt

Dabei ist diese Technik gerade im Profisport schon längst etabliert. Die Neuroathletik umfasst alle zentralnervösen Prozessen, die sich quasi im Hintergrund abspielen. Sie bilden die Grundlage für die Bewegungsprogramm, die unser Gehirn entwirft und später immer wieder abruft, bevor die eigentliche Bewegung erfolgt. Durch gezieltes Trainieren der Hintergrundprozesse werden auch die späteren Bewegungen verbessert. 

Soweit die Theorie. 

Aber auch in der Praxis hat uns Jan mit den Übungen Schritt-für-Schritt an die Materie herangeführt. Und vermutlich konnten alle Teilnehmenden den einen oder anderen kleinen Erfolg verbuchen, was  die Beweglichkeit betrifft. 

Session 5: Kostenlose Marktringinstrumente für den lokalen Einzelhandel mit Thomas 

Die Session von Thomas beschäftigte sich mit einem Thema, dass vor allem vom lokalen Einzelhandel (trotz zwei Jahren Pandemie) noch sträflich vernachlässigt wird: die Nutzung von kostenlosen Online-Marketinginstrumenten. 

Kostenlose Marktringinstrumente für den lokalen Einzelhandel mit Thomas 

Thomas berichtete über Beispiele aus seiner Praxis als Berater zu dem Thema. Und stellte kostenlose Tools wie den Google Keyword Planer oder Google My Business vor. Ferner gab er wertvolle Tipps, was man auf den unterschiedlichen sozialen Netzwerken posten kann (und was besser nicht).

Session 6: Kurze Sätze, knackige Wörter + Struktur mit Manuela

Bei der Session von Manuela durfte ich natürlich nicht fehlen. Vor allem, weil dort viele Punkte angesprochen wurden, mit denen ich seit Jahren auf Kriegsfuß stehe. Und so lass sich auch die Stoffsammlung mit den Erwartungen der Teilnehmer*innen wie die eigene Wunschliste:

  • Struktur/Vorbereitung
  • Füllwörter
  • Komplexe Themen einfach rüberbringen
  • Kürzen
  • Laut vorlesen
  • Verständlichkeit
  • Verschachtelung
  • Kurz & knapp

Leider war für mich nach der Hälfte der Session Schluss: privater Folgetermin.

Was doppelt schade war, weil ich dadurch auch die gemeinsame Abschlusssession verpasst habe. Aber der folgende Tweet fasst den Tenor des letzten Programmpunktes gut zusammen:

Ganz wichtig: Danke an die Sponsoren!

Denn ohne Euch geht es nicht! Bei aller Euphorie, offenen Austausch und kreativen Ideen: so ein Barcamp wie in Limburg passiert nicht einfach so. Oder trägt sich über die Tickets. Es braucht Sponsoren aus der Region. Unternehmen und Unternehmer*innen, die den Wert eines solchen Events erkennen und die sich einbringen.

Von daher möchte ich mich im Artikel von Koblenz Digital explizit bei den Sponsoren des 1. Barcamp Limburg bedanken:

Das war definitiv eine richtige und eine gute Entscheidung.

Was sonst noch?

Beim Barcamp Limburg 2022 gab es auch eine kleine JobWall mit Stellenanzeigen (von der habe ich leider kein Foto gemacht – sorry).

Und natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz! Neben einem kleinen Frühstück gab es ein vegetarisches Mittagessen mit Nudeln und Salaten, am Nachmittag Kuchen, Nachtisch und natürlich die ganze Zeit über Kaffee, Tee und kalte Getränke.

Fazit

An diesem Wochenende fanden zwei Barcamps in unserer Region statt: das in Koblenz und das in Limburg. Zum Barcamp Koblenz muss man eigentlich nichts mehr sagen: dieses Event hat – trotz zwei Jahren Zwangspause – seinen festen Platz im Barcamp-Kalender gefunden. Leider habe ich es dieses Jahr aus beruflichen Gründen verpasst.

Doch die Premiere in Limburg hat mich dafür mehr als entschädigt. Das Premieren-Barcamp hatte natürlich weit weniger Besucher*innen. Dafür konnte man hier sehr gut den ursprünglichen Spirit eines Barcamps spüren und das Herzblut aller Beteiligten! Und es war die Geburtsstunde eines für die Region Limburg neuen Formats. Getragen von der Begeisterung und dem Elan des Orga-Teams. Und der Funke ist auf die Teilnehmerinnen übergesprungen und wird sich jetzt weiter verbreiten. Da bin ich mir ziemlich sicher.

Und wer weiß? Vermutlich starten bald schon die Vorbereitungen für das 2. Barcamp Limburg …

Weiterführende Links zum Barcamp Limburg 

Da wäre natürlich die Landingspage zu nennen, quasi die Homebase des Barcamp.

Weiterhin findest Du das Barcamp Limburg auch in den sozialen Netzwerken Twitter und Facebook mit einem eigenen Kanal.

Und Manuela hat bereits Ihren ganz persönlichen Rückblick auf das 1. Barcamp Limburg 2022 veröffentlicht. Gespickt mit vielen Orga-Tipps für ein Barcamp – also unbedingt einen Blick riskieren.

Hurra: das war das 25. Meetup der agileKoblenz Community 

Veranstaltungstechnisch hat es die Region Koblenz in den letzten beiden Jahre ziemlich gebeutelt: viele Events mussten ausfallen, einige wenige fanden virtuell statt. Umso schöner, dass gerade das Jubiläums-Meetup von agileKoblenz in Präsenz stattfinden konnte. Bei tollem Wetter, mit einem tollen Programm und tollen Teilnehmer*innen. Wir waren am Stattstrand Koblenz mit am Start.

Das war zweifelsohne ein besonderes Meetup. Und das in mehrfacher Hinsicht:

  • Es war das 25. Meetup von agileKoblenz.
  • Es war das erste Meetup in Präsenz zwei langen „virtuellen“ Jahren.
  • Es war das erste agileKoblenz Meetup im Stattstrand.

Kein Wunder, dass sich das Orga-Team ganz besonders für diesen Abend ins Zeug gelegt hat. Mit Erfolg: neben einer tollen Location wartete ein abwechslungsreiches Programm auf die Teilnehmer – und jede Menge Raum für Networking.

agileKoblenzMeetup – eine Erfolgsstory

Die Geschichte von agileKoblenz beginnt auf dem Barcamp Koblenz im Jahr 2018. Und aus Idee, die bei einer Session vorgestellt wurde, entstand dann im Laufe der Zeit eine Community für agile Themen im Großraum Koblenz.

Meist trifft man sich im Abstand von zwei Monaten, um sich gemeinsam mit Gleichgesinnten über die unterschiedlichsten Themen rund um Agilität austauschen. Meistens in Form eines Open Space, bei dem das Programm quasi erst am Abend der Veranstaltung entsteht. Beliebt sind aber auch die von #agileKoblenz organisierten DeepDives: ein Abend, ein spezielles Thema, das in Form eines Impulsvortrags gestartet und meistens in einer Diskussion übergeht.

Weiter Infos zur #agileKoblenz Community kannst Du hier nachlesen.

Plakat bei 25. agileKoblenz Meetup

Die Location: der Happy-Gute-Laune-Place von Koblenz 

Der Stattstrand am Stadtrand ist einfach eine klasse Location: mit Hilfe von 800 Tonnen feinsten Quarzsand wird hier Urlaubsatmosphäre geschaffen. Und das nicht etwa zwei oder drei Flugstunden entfernt sondern direkt vor der Haustüre am heimischen Moselstrand. Der Uni-Campus, das TZK Koblenz und das Debeka DICE sind fußläufig erreichbar. 

Stattstrand am Stadtrand: Beachfeeling am Moselufer

Die Sessions beim agileKoblenz-Meetup

Leider (man kann sich ja nicht aufteilen) konnte ich nur an zwei Session teilnehmen und folgerichtig auch nur von diesen berichten:

Kreativitäts-Energizer mit Andrea

Bei dieser Session ging es darum, wie man Teilnehmer*innen aktiviert und die Kreativität oder das Teambuilding innerhalb einer Gruppe von Menschen fördern kann.

Den Start machte die Apfel-Challenge: Zwei Teams versuchen innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne möglichst viele Begriffe rund um einen vorgegebenen Startbegriff auf Papier zu bringen.

Beliebt ist dabei der Apfel (daher auch die Apfel-Challenge), funktioniert aber mit vielen Begriffen, wie zum Beispiel Stuhl, Auto oder Tasse.

Beispiel von Team 1 zur Apfel-Challenge

Weitere Infos (und vermutlich auch eine bessere Beschreibung) findest Du hier.

Das zweite Beispiel von Andrea war eine Kettenübung aus dem Improtheater: Ich bin ein Baum.

Dabei stellt sich ein Teilnehmer in die Mitte, nimmt die (seiner Meinung nach passende) Pose ein und sagt, was er darstellt. Zum Beispiel: „Ich bin ein Baum.“ Ein weiterer Teilnehmer tritt hinzu, um einen passenden Gegenstand darstellen zu können und sagt dan ebenfalls, was er ist. Bei uns war es ein Vögelchen. Beim dritten dann genauso. Sind drei Personen in der Mitte, tritt die erste Figur ab und kann eine der beiden anderen mitnehmen. Mit dem verbleibenden Teilnehmer geht es dann weiter.

Hat echt Laune gemacht.

Auch hier noch eine Web-Fundstelle.

Zum Ende kam dann von Lisa noch die Methode 1-2-3 dazu. Dabei stehen sich zwei Personen gegenüber und zählen abwechselnd von 1 bis 3 und dann immer wieder von vorn.

Wenn das einigermaßen klappt, wird der Schwierigkeitsgrad erhöht. Die Ziffer 1 wird durch eine Geste ersetzt (zum Beispiel klatschen).

Hat man sich auch daran gewöhnt, wird eine weitere Ziffer durch eine Geste ersetzt.

Ein toller Energizer!

Eine Session, die Laune gemacht hat, wie man sieht

Impro Session: Wert Offenheit mit Jan

Kein Wunder, dass ich bei der zweiten Session bei Jan gelandet bin. Bei Ihm ging es um Ideen, Offenheit und Wertschätzung. Es wurden Paare gebildet, die gemeinsam einen Dialog führen sollten.

Das Ziel: „Das nächste agileKoblenz Meetup planen!“.

In der ersten Runde musste einer der Partner eine Idee nach der anderen raushauen, während sein Gegenüber einfach alles mit „Nein“ ablehnte. In der zweiten Runde erläuterte einer wieder seine Ideen. Der andere lehnte diese wieder mit „Nein“ ab, musste aber ein passendes Argument liefern und einen Gegenvorschlag machen.

In der dritten und letzten Runde musste jeder Vorschlag mit „Ja – und…“ Beantwortet werden, wobei man die vorgeschlagene Idee, egal wie abwegig sie war, befürworten und – mehr oder weniger sinnvoll – ergänzen. Den Ball nahm dann der Partner auf und setzte mit „Ja – und …“ noch einen drauf.

Auch eine tolle Session, bei der nach jeder Runde eine kurze Feedback-Runde erfolgte.

Die Macher*innen: das OrgaTeam 

Ganz entscheidend für eine Community wie agileKoblenz ist das Orga-Team. Und die 25. Meetups in vier Jahren zeigen, dass sich hier ein klasse Team mit Ausdauer zusammengefunden hat. 

  • Dennis Willkomm: Scrum Master & Agile Coach – und zwischenzeitlich auch Autor (Roadmap durch die VUCA-Welt). 
  • Jan Krisor: Lean Methoden und Kulturveränderungen im Unternehmen sind bei ihm Leidenschaft und Profession. 
  • Andrea Kron: systemische Organisationsentwicklerin und Beraterin in Positiver Psychologie – und liebt Veränderungen. 
  • Gentiana Daumiller: Gründungsmitglied, selbstständige Agile Culture Coach und Macherin der FuckUp Nights Koblenz (jetzt nicht mehr aktiv im Orga-Team unterwegs, wenn auch das Herz noch genauso für die Community schlägt). 

Gut zu wissen: das Orga-Team von agileKoblenz hat sich verstärkt und verzeichnet zwei Neuzugänge:

Dankeschön an das TZK Koblenz

Natürlich darf bei so einem Blogartikel nicht das besonders dicke Dankeschön an das Technologiezentraum (TZK) Koblenz für die Unterstützung des Events fehlen. Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich und ich bin fest überzeugt, dass sich der Einsatz für eine starke, bunte und vielfältige Community in Koblenz lohnt und auszahlt!

Fazit

Das war nach langer Zeit wieder ein tolles Meetup von agileKoblenz in Präsenz. Da hat vom Wetter über den Zeitpunkt, die Location, die Teilnehmer*innen, das Programm und und und einfach alles gestimmt.

Bleibt mir eigentlich nur, den Tweet von agileKoblenz einzubinden:

Zweiter Zukunftsdialog Smarte Region MYK10: Smart Cities Projekt nimmt weiter fahrt auf

Die Smarte Region MYK10 soll mit und für die Bürger*innen gestaltet werden. Denn Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um in vielen Lebensbereichen Verbesserungen zu erzielen und insgesamt die Lebensqualität zu steigern. Die Beteiligung der Bürger*innen ist daher in immens wichtig. Aus diesem Grund fand am 29.03.2022 der Kickoff für den zweiten Zukunftsdialog statt. Wir waren bei dem Event dabei – hier unser Bericht.

Wie möchten wir künftig in unserem Landkreis leben, wohnen, arbeiten und uns fortbewegen?“ Die Fragestellung von Sonja Gröntgen, Chief Digital Officer des Landkreis Mayen-Koblenz, ist bewusst weit gefasst. Und sie spricht jeden an, der im Kreisgebiet MYK lebt, arbeitet oder in sonstiger Art und Weise hier verwurzelt ist.

Mit dem zweiten Zukunftsdialog startet innerhalb des Projekts MYK10 eine neue Phase. Und wieder steht die Bürgerbeteiligung im Mittelpunkt.

Zweiter virtueller Zukunftsdialog

Der zweite Zukunftsdialog fand am 29. März 2022 als Online-Event statt. Moderiert von Helena Schmidt (Zebralog) fanden sich an dem Abend mehr als siebzig Teilnehmer*innen in einem Zoom-Meeting ein. Sie erwartete ein eineinhalbstündiges Programm rund um das Projekt Smarte Region MYK10.

Virtuelle Auftaktveranstaltung via Zoom-Meeting

Nach der Begrüßung und technischen Hinweisen folgte als Einstieg ein kurzer Abriss zum Projekt Smarte Region MYK10 durch Sonja Gröntgen. Dazu gehörten die wichtigsten Eckpunkte zum Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundes, ein Überblick über die Teilnehmer am Projekt sowie zu den schon erfolgten Veranstaltungen. Die Angaben kann man unter anderem auf der Website des Projekts selbst oder auch in einem Artikel hier im Blog nachschlagen.

In der Überleitung zum nächsten Programmpunkt folgten einige Mentimeter Umfragen.

Wortwolke aus der Mentimeter-Umfrage: „Wie sind Sie auf das Projekt aufmerksam geworden?“

Sie zeigten einige interessante Aspekte. Zum Beispiel waren die Antworten auf die Frage „Wie sind Sie auf das Projekt aufmerksam geworden?“ unheimlich bunt gemischt. Und beim „Woher kommen Sie?“ hat es – nach dem Spitzenreiter Koblenz – meine Heimatstadt Mayen immerhin auf den 5. Platz geschafft.

Immerhin hat es meine Heimatstadt Mayen auf den 5. Platz im Ranking der Teilnehmer geschafft.

Impulsvortrag: Entwicklungsszenarien und Visionen für die Smarte Region MYK10

Es folgte der Impuls-Vortrag von Dr. Daniel Dettling. Der Zukunftsforscher vom Zukunftsinstitut umriss vier mögliche Zukunftsszenarien für unseren Landkreis. Jede eine mögliche Variante, die sich durch unterschiedliche Positionierung innerhalb eines Koordinatensystems definiert. Das System wird dabei unterschieden in den Grad der Vernetzung (von lokal bis global) und die Grundhaltung der Gesellschaft (von optimistisch bis hin zu pessimistisch).

Schnell wurde klar, dass die Mehrheit der Teilnehmer*innen sich als Wunschmodell für den Landkreis eine optimistische, globale – oder besser: vernetzte – Gesellschaft wünschen.

Umfrage: Welches Szenario von Dr. Dettling halten Sie für wünschenswert?

Interessant – und für mich neu – war der Begriff der Glokalisierung, die von Dr. Dettling in seinem Vortrag beschrieben wurde. Sie steht für eine gesunde Mischform: auf der einen Seite die Weltwirtschaft, das zusammentreffen von unterschiedlichen Kulturen und eine zunehmende Internationalisierung. Auf der anderen Seite der Wunsch vieler Menschen, lokale Produkte zu nutzen, regionale Strukturen zu stärken. Die Vorteile ergeben sich aus einen miteinander beider Ausrichtungen.

Dr. Daniel Dettling vom Zukunftsinstitut

An dieser Stelle wurde dann auch erstmal der Begriff der Glokalisierung von Dr. Dettling genannt. Sie steht für eine gesunde Mischform: auf der einen Seite die Weltwirtschaft, das zusammentreffen von unterschiedlichen Kulturen und eine zunehmende Internationalisierung. Auf der anderen Seite der Wunsch vieler Menschen, lokale Produkte zu nutzen, regionale Strukturen zu stärken. Die Vorteile ergeben sich aus einen miteinander beider Ausrichtungen.

Zukunftsthesen für die Smarte Region MYK10

Als letzten Programmpunkt des Abends wurden von Sonja Gröntgen die nun anstehenden Aufgaben im Projekt vorgestellt. Dreh- und Angelpunkt bilden dabei zwölf Thesen. Diese sind auf der Grundlage des ersten Zukunftsdialogs entwickelt worden.

Drei dieser Thesen stellte Sie kurz vor:

Die anderen Zukunftsthesen kannst Du ab sofort auf der Website des Projekts Smarte Region MYK10 nachlesen – und Dich am besten auch gleich mit Deinem Feedback beteiligen!

Ups! I did it again: das digitale Innovation Culture Camp 2022 

Am 29. Januar 2022 war es wieder soweit: das 3. Barcamp für Innovationskultur, Agiles Mindset, Future Work und Digitalen Wandel, das Innovation Culture Camp 2022, stand dick angestrichen in meinem Terminkalender. Und wie schon fast auf den Tag genau vor ein Jahr hieß es auch 2022: „Wie achten aufeinander. Deshalb diesmal wieder digital.“ Ob es Tom Klose zusammen mit dem Gutenberg Digital Hub in Mainz wieder geschafft hat, ein tolles, virtuelles Barcamp auf die Beine zu stellen …?

Im vorigen Jahr stand noch die bange Frage im Raum:

„Ein digitales Barcamp: wird das funktionieren?“

Mittlerweile sind wir in die Situation, in die uns die Corona-Pandemie gedrängt hat, hineingewachsen. In den vergangenen Monaten haben wir vermutlich alle unzählige Stunden in virtuellen Meetings verbracht und manche haben vielleicht auch virtuelle Barcamps besucht. Wir haben uns mit Zoom oder Teams herumgeärgert, haben nette Leute in Breakout-Sessions kennengelernt und manch einer wird auch sein Technik-Setup optimiert haben. Man könnte sagen, wir sind ein bisschen mehr in eine digitale Rolle hineingeschlüpft.

Doch das bedeutet nicht, dass jedes digitale Event automatisch ein Erfolg wird. Erfolg stellt sich nur ein, wenn man zum einen die Technik beherrscht, ein gutes Orga-Team hinter sich weiß und dann noch alles mit tollen Teilnehmer*innen kombinieren kann. Genau das ist den Macher*innen des Innovation Culture Camp 2022 gelungen.

Moderation und Organisationsteam 

Die Moderation bei diesem Barcamp teilten sich Tom Klose von supernju sowie Nina Wansart vom Gutenberg Digital Hub in Mainz. 

Die beiden haben uns schon im letzten Jahr super relaxt durch den Tag begleitet – und so war es auch diesmal. Zusammen mit einer großen Schar von Helfer*innen vor und hinter den Kulissen. 

Von daher an die vielen dienstbaren Geister bei dem Event (egal, ob man Euch gesehen oder ihr im Hintergrund aktiv wart) an dieser Stelle ein dickes „Dankeschön!“ von mir. 

Nina vom Gutenberg Digital Hub & Tom von supernju

By-the-way: Ich hatte das Glück, den Gutenberg Hub schon mal live erleben zu können und muss sagen: „Wow!“ Da hat die Landeshauptstadt Mainz eine feine Location bekommen. Und das aus dem Zusammenschluss aus regionaler Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichen Institutionen. Einen solchen Inkubator könnte man sich auch in anderen Landesteilen vorstellen. Daher der Tipp an alle, die mal die Gelegenheit haben, dort vorzuschauen: tut es! Es lohnt sich! 

Die Technik beim digitalen Barcamp 

Bei der Technik setzte man auf altbewährtes: Zoom in der Version >= 5.3 und die dort enthaltenen Breakout-Sessions. Frei nach dem Slogan von Adenauer: „Keine Experimente.“ Jedem (!) Sessionraum wurde ein Moderator*in zur Seite gestellt, um bei der Orga zu unterstützen, die Auszeichnung zu starten oder einfach beim Fragen sofort zur Stelle zu sein. Ein Luxus, den man nicht bei jedem Barcamp vorfindet.

Das mag unspektakulär klingen. Aber eine Technik und ein Orga, die nicht in Erscheinung tritt, weil sie schlicht reibungslos funktioniert, hat schon was für sich. 

Was noch?

Wie im Vorjahr gab es auch 2022 eine JobWall beim Innovation Culture Camp, die von den Teilnehmenden fleißig genutzt wurde. Neu hinzu gekommen ist die Teilnehmenden-Wall. Sie soll die altbekannte Lücke von Zoom schließen, da man sich dort weder Vorstellen noch weitere Infos teilen kann.

Beides wurde effektiv mit einem Mural Whiteboard gelöst und zeigt, dass man auch mit einfachen Lösungen die Teilnehmer*innen bei der Vernetzung unterstützen kann.

Die JobWall beim Innovation Culture Camp

Die Überraschung kam schon Vorab per DHL

Ebenfalls wie im Vorjahr konnten sich die Teilnehmer*innen im Vorfeld über ein Überraschungspaket freuen. Mit allem, was das Barcamper-Herz höher schlagen lässt: eine Barcamp-Tasse, Nudeln mit Pesto Rosso für die Mittagspause sowie Energieriegel, Kaffee und Tee für die Pause zwischen durch. Und für die richtig spannenden Sessions war sogar Popcorn mit dabei.

Das Überraschungspaket

Perfekt!

Grußwort von Heike Raab aus der Staatskanzlei

Leider nicht live sondern aus terminlichen Gründen als Video kam der Einspieler von der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, dem Hauptsponsor des Innovation Culture Camp. Staatssekretärin Heike Raab ging in dem kurzen Clip auf die Bedeutung des Barcamps ein und auf den hohen Stellenwert, den das Thema Digitalisierung bei der Landesregierung hat.

Das wichtigste – die Sessions 

Der Sessionplan war diesmal besonders vollgepackt. 34 Sessions (die Yoga-Sessions habe ich hier mal mitgezählt) sorgten für ordentlich Abwechslung & Auswahl. Aber bei mir auch wieder für #FOMA. 

Hier ein kurzer Abriss von den Sessions, an denen ich teilgenommen habe. 

Wie du das Beste in dir, deinem Team und deinem Unternehmen stärkst

Gleich die erste Session war ein (wie ich finde) sehr guter Griff. Dort ging Andrea Kron von kronkonsult der Frage nach, wie man eigene Stärken effektiv nutzen kann. Sei es persönlich, im Team oder im Unternehmen. Denn Innovation ist definitiv kein Selbstläufer!

Den Einstieg in den (leider vielllllllll zu kurzen) Workshop bildeten verschiedene, aktivierende Fragen. Zum Beispiel

So wurden Step-by-step durch die Teilnehmer*innen die Faktoren herausgearbeitet, die dazu beitragen können, dass Menschen und Organisationen ihr volles Potenzial entfalten.

Klasse fand ich die „Kopfstand-Methode“: hier wurde die Fragestellung einfach umgedreht :

„Was kannst Du tun, damit du, dein Team und dein Unternehmen verkümmern?“

Da sprudelten die Ideen auf einmal.

Ein Tipp ist mir noch besonders im Gedächtnis hängengeblieben: das Highlight und das Learning der Woche im Team etablieren.

»BRANDheiß« – 80 Ideen fürs Employer Branding

Allein der provokante Untertitel:

„Fachkräftemangel? Das ist nur ein Mangel an Ideen!“

hat mich gecatcht. Und ich wurde nicht enttäuscht:

In ihrer Session haben Stephan Mallmann und Udo Schüring gleich einen ganz Sack an Ideen mitgebracht und im Warm-up vorgestellt. Und auch wenn es nicht 80 waren (dafür reicht die Zeit einfach nicht): das hat schon Appetit auf die Workshop-Karten und die Innovationsmethode „Reverse Innovation Design“ gemacht.

Besonders toll: es handelte sich um eine „Mitmach-Session“, das heißt die Teilnehmer bekamen eine Aufgabe und mussten sich so in Rekordzeit durch ein Set von Fragen klicken.

Mit der Brille des Chefs einer Spedition blickten wir auf verschiedene Szenarien im Arbeitsalltag der Kraftfahrer und sollten dann rasch Ideen entwickeln. Trotz Zeitnot kam da von den Teilnehmer*innen ziemlicher cooler Input. Und in der Diskussion wurden diese Ideen noch einmal verbessert.

Wenn Ihr mehr von den beiden oder von dem Workshop erfahren wollt: hier zwei hilfreiche Links:

https://www.cleverandersbeliebt.de/

https://www.protransform.org/akademie/reverse-innovation-design/

Stephan und Udo gibt es auch auf die Ohren zum Mitnehmen. In Form eines noch ziemlich frischen Podcasts:

Video-Stellenanzeigen – Authentisch überzeugen durch einen Mix an Information & Emotion 

Dem Udo Schüring bin ich dann auch gleich treu geblieben und ihm zu seiner zweiten Session gefolgt: Video-Stellenanzeigen.  

Der Einstieg zeigte auf, dass althergebrachte Muster, die wir alle zur Genüge kennen, in der heutigen Zeit nicht mehr zum Ziel führen. 

Vielmehr müssen Unternehmen erkennen, dass die Verbesserung ihrer Arbeitgeberattraktivität eine echte Chance darstellt. Nicht nur für neue sondern auch für die bestehende Belegschaft. 

Als Beispiel diente ein Video der Firma Grenke. 

Wenn man sich die Session anschaut, fragt man sich: „Warum gibt es nicht bereits mehr Recruitingvideos?“ Allerdings muss auch „der Rest“ zum Video passen. Sprich: der Bewerbungsprozess muss ebenso digital und auf Augenhöhe sein. 

Insgesamt viele tolle Denkanstöße und Ideen, die in dieser Session von Udo rübergebracht wurden. 

Hier die passende Landingpage zum Thema: https://www.different4u.de/  

Customer first!? ?? Wie können wir unser Wissen über Kund*innen silo-übergreifend besser nutzen?

Mit dieser Session ging Stefan Hoch von Safari Consulting an den Start. Er ging der Frage nach:

„Was wissen die Unternehmen über ihre eigene Kundschaft?“

Sehr schnell wurde klar, dass es sehr viel Wissen im Unternehmen oder auch Konzern gibt. Aber oft wird dieses Wissen nicht oder nur innerhalb des eigenen Silos genutzt.

Dabei ist das Potential enorm! Gerade die Abteilungen mit hohem Kundenkontakt (Marketing, Vertrieb, Produkt und Service) sollten daher alles daran setzen, ihr Wissen zu teilen und mit anderen Abteilungen zu nutzen.

Diese und andere Denkanstöße verwebte Stefan geschickt in einer Customer Journey mit Beispielen aus seiner Praxis.

Ein firmeninternes Barcamp durchführen – eine Austauschrunde

Die letzte Session war kein Vortrag sondern eine Austauschrunde. Und zwar stellten Josia und Hubert von der Süddeutschen Krankenversicherung a.G. ihre Idee vor, ein firmeninternes Barcamp zu veranstalten.

Und da gibt es natürlich unheimlich bei der Orga, der Motivation und der Durchführung zu beachten.

Es begann ein tolle Diskussion, bei der unheimlich viele Ideen, Vorschläge, aber auch Fragen aufgeworfen wurden. Hier ein (nicht vollständiger) Auszug:

  • Nennt es nicht Barcamp sondern OpenSpace
  • Beim ersten Barcamp: ein Teil der Sessions sollte vor bei potentiellen Sessiongebern angefragt werden
  • Gretchenfrage: lieber ein offenes oder ein Themen-Barcamp veranstalten?
  • Wie kann man den Erfolg eines Barcamps messen?
  • Trommeln / Werbung für das Barcamp machen
  • Start small. Kreis dann erweitern.
  • Vorbereitungszeit ist Arbeitszeit.
  • Ein großes Orga-Team einplanen.

Natürlich darf man die Sponsoren nicht vergessen

Im Falle des Innovation Culture Camp ist diese Rubrik – im Vergleich zu anderen Barcamps – recht überschaubar. Es gibt nämlich nur einen Sponsor und das ist – Trommelwirbel! – die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz. Also quasi die Schaltzentrale der Macht in unserem Bundesland.

Na: ein bisschen hatte ich das ja schon zu beginn des Artikels verraten.

Das Engagement  zeigt meiner Meinung nach sehr schön, welchen Stellenwert die Veranstaltung für die Landesregierung besitzt. Von daher – wie es sich gehört – auch in diesem Blogbeitrag ein dickes „Dankeschön“ für die Unterstützung. Formate wie das Innovation Culture Camp sind unheimlich wichtig für unsere Region und die digitale Szene darin.

Fazit

Das war es also, mein zweites Innovation Culture Camp. Wieder rein digital und nach zwei Jahre Pandemie. Und trotzdem habe ich mich auf diesen Samstag am Computer gefreut, habe einen ganzen Tag in Zoom verbracht – und hatte Spaß.

Spaß am Austausch mit Gleichgesinnten, an der Diskussion und daran, etwas zu lernen oder anderen zu Helfen.

Ja, die zwei Jahre stecken uns allen in den Knochen. Und man konnte förmlich fühlen, wie sehr wir uns danach sehnen, uns wieder „Live“ zu treffen. Gemeinsam einen Kaffee oder ein Bier zu trinken. Den anderen von Angesicht zu Angesicht zu begegnen. Oder von einem Sessionraum zum nächsten zu hetzen. Den Beamer nicht ans Laufen zu bekommen, weil der Appel-Adapter fehlt.

All diese Kleinigkeiten, die aber in der Gesamtheit ein Event wie das Barcamp erst zu dem machen, was wir so lieben.

Zum Schluss: die Kultur

Natürlich kam auch bei diesem Barcamp die Kultur nicht zu kurz. Zum einen in Form des Graphic Recording durch die unerreichte Yanbo Chen.

Einen Einblick in Ihre Arbeit findest Du hier auf YouTube.

Und als Musik-Act für die After-Show hatte man LIN verpflichtet (hier der Link zu Ihrem Facebook-Profil).

Hat super gepasst (und ein bisschen war man an dieser Stelle auch eifersüchtig auf die Leute, die im Gutenberg Digital Hub live dabei waren). 

Aber hier ist noch ein schönes Video von Lin: 

Du hast noch nicht genug vom Innovation Culture Camp?

Nun, dann können wir Dir noch den Artikel aus dem Vorjahr anbieten. Denn als Wiederholungstäter haben wir uns auch 2021 (wenn auch nur virtuell) beim Barcamp von Tom herumgetrieben und im Nachgang hier im Blog einen Beitrag gepostet. Oder Du wirfst einen Blick in dieses Wakelt: dort sind 288 Posts rund um das Innovation Culture Camp 2022 zusammengefasst.