Aus Scheitern lernen: Fuckup Night Koblenz

Scheitern und darüber reden? Am besten noch auf einer Bühne? Das ist nicht unbedingt die Art des Deutschen. Scheitern bedeutet Niederlage. Und die behält man am besten für sich. Doch gerade dadurch verlieren wir die Möglichkeit, aus Fehlern zu lernen. Ab Oktober schließt sich diese Wissenslücke. Denn dann kommt die Fuckup Night nach Koblenz.

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Wovon keiner gerne spricht

Gründer sind hippe, junge Menschen, die in Garagen sitzen, die Welt aus den Angeln heben und das entstandene Startup dann für irrwitzige Summen von Googles, Facebooks oder Amazons aufkaufen lassen. So oder so ähnlich stellen sich viele den vorgezeichneten Werdegang eines Startups vor. Von Null auf Hundert. Immer auf der Überholspur. Zum Erfolg verurteilt.
Das die Wirklichkeit viel zu oft anders ist, wissen die wenigsten. Man geht davon aus, dass sich drei Viertel aller deutschen Startups nicht länger als 2,8 Jahre am Markt halten können.
Überrascht?
Nicht wirklich, weil in Deutschland zwar das Gründen immer Beliebter wird, dass Scheitern aber immer noch den Malus der Niederlage in sich trägt. Und sowas behält man besser für sich. Man hört lieber von tollen Ideen, die sich durchsetzen. Doch das Scheitern gehört dazu. Und das Verschweigen oder Ignorieren dieser Gefahr hilft weder dem Gründer noch der Gesellschaft.
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Umdenken ist gefragt

Prominentes Beispiel für die Einstellung weiter Teile der Gesellschaft zum Thema Scheitern findet man in einer Rede des FDP Bundesvorsitzenden Christian Lindner. Der ging im Jahr 2015 in einer Rede im nordrhein-westfälischen Landtag kurz auf das Thema Gründung ein (übrigens: es war ein Lob für die damals regierende SPD!). In einem Zwischenruf gerade dieser SPD wies man darauf hin, das Lindner ja auch „… Erfahrungen mit dem Scheitern hat ..“.
Die Erwiderung und die folgende Rede halte ich für einen sehr guten Konter auf diese Art von Einstellung zum Scheitern. Wer die Rede nicht kennt – hier ist der Link auf das Video bei YouTube.
Kein Wunder also, dass auch Christian Lindner im Jahr 2016 bei einer Fuckup Night in Frankfurt als Sprecher auftrat und von seinem gescheiterten Startup berichtete.

Wo kommt die Idee der Fuckup Nights her?

Das Format Fuckup Nights kommt – nein, nicht aus Amerika, sondern aus Mexiko. Und war wohl mehr eine Zufallserfindung: ein paar Freunde sitzen zusammen, unterhalten sich und erzählen sich eines Abends von ihren unternehmerischen Erfahrungen. Genauer: von den erlittenen Fehlschlägen. Und sie erkennen, welch wertvolles Wissen in diesen Geschichten steckt. Und starten eine Veranstaltungsreihe, die sich unter dem Namen Fuckup Nights bisher in 80 Länder und 304 Städte ausgebreitet hat und immer mehr Freunde findet.

Und was ist jetzt eine Fuckup Night?

Bei einer Fuckup Night kommen Menschen auf die Bühne und erzählen, wie sie gescheitert sind, wie sie in die Insolvenz gegangen sind oder das eigene Unternehmen an die Wand gefahren haben. Das ist das Geheimnis der Fuckup Nights: der Misserfolg wird nicht verschwiegen sondern man berichtet davon. Man erklärt die gemachten Fehler und arbeitet die Gründe für das Scheitern heraus. Und die Gründe für das Scheitern können so vielfältig sein wie die Geschäftsideen, die zum Gründen geführt haben.
Der Vorteil einer Fuckup Night liegt auf der Hand: andere Gründer soll nicht der gleiche Fehler unterlaufen! Lerne aus den Fehlern anderer!
Und vielleicht will man auch Verständnis für das Scheitern bei der Gesellschaft wecken. Denn vielfach werden Gründer, deren Geschäftsidee eben nicht aufgegangen ist, stigmatisiert und kritisiert, wie das Beispiel von Christian Lindner zeigt. Doch das ist ein großer Fehler: Scheitern darf keine Schande in Deutschland sein.
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Und jetzt kommt Koblenz

In Koblenz wird die Fuckup Night unter anderem von Gentiana Daumiller auf die Beine gestellt und organisiert. Gentiana hatten wir hier im Blog vor kurzem schon einmal vorgestellt, nämlich bei dem #agileKoblenz Artikel. Gentiana ist selbstständiger Agile- und Business-Coach. Hier der Link auf ihr XING-Profil.
Vervollständigt wird die Fuckup-Crew durch Veronica Wilm, Co-Founder Wahlkampf Manufaktur (XING-Profil) und Immanuel Bär, Co-Founder ProSec Networks (XING-Profil).

Weitere Infos gefällig? Kein Problem!

Der Startschuss für die 1. Fuckup Night Koblenz fällt am 25. Oktober 2018 um 19:30 Uhr. Auch der Ort steht schon fest: Rotunde / Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz.
Aber beeilt Euch: die Early Bird Tickets nicht schon vergriffen. Jetzt beginnt der Run auf die verbleibenden Normaltickets! Denn (wichtig!): es wird keine Abendkasse geben, das heißt, Ihr müsst Euch vorab Euer Ticket schießen. Also: am besten gleich nachschauen und zuschlagen!

Tipp: Fuckup Nights – zum Nachlesen

Die Macher der Fuckup Nights haben die wichtigsten Ideen hinter der Show in einem Buch zusammengefasst, dass unter anderem über diesen Link heruntergeladen werden kann (PDF-Dokument, Englisch).

Mastodon – Ein Netzwerk hat seine Unschuld verloren

Wer hier einen Account anlegt, staunt nicht schlecht über die vergleichsweise angenehme Klientel sowie das Kommunikationsniveau. Eine Plattform, die die Trolle und Hetzer noch nicht für sich entdeckt haben? So schien es. Zumindest bis gestern.

Shitstorms passieren täglich irgendwo in Social Media. Auch auf Twitter. Nicht wenige haben diesem Dienst daher den Rücken gekehrt und zu Mastodon gewechselt. Dort wird nicht getwittert oder gezwitschert, sondern getrötet. Das Logo ist kein Vogel, sondern ein – genau, Mastodon. Doch natürlich sind das nicht die entscheidenden Unterschiede. Zu den Vorzügen der jüngeren Microblogging-Plattform zählen unter anderem die dezentrale Struktur sowie die Tatsache, dass keine Firma dahinter steckt. „Das in Deutschland entstandene Mastodon macht fast alles richtig, was Twitter falsch macht. Hassposts lassen sich relativ leicht in den Griff bekommen. Es gibt kein Datensammeln, keine Werbung und keine manipulierten Timelines (….)“, heißt es diese Woche auf lead-digital. Auch Blogger thematisieren die Probleme mit Twitter und befürworten das jüngere Netzwerk. „Seit einigen Tagen kommt Mastodon richtig in Fahrt. Grund für Neu- und Wiederanmeldungen dürfte für viele der zunehmende Ärger mit Twitter sein. Nicht nur, dass man dort so offenbar gar nichts gegen vielfältigen Hass tut – seit gestern ist die API für Drittanbieter Apps so beschränkt, dass sie die Nutzung stark einschränkt“, bloggte Online-Marketer Sascha Aßbach vor knapp zwei Wochen. Seit wenigen Tagen stellen sich jedoch auch die ansonsten begeisterten Mastodon-Nutzer die Frage, wie das Netzwerk mit der Herausforderung Mensch und demensprechend mit Hass und Hetze künftig umgehen wird.

„Mastodon hat seine Unschuld verloren“, teilte mir gestern ein Fan der Plattform mit. Da das in meinen Ohren nach einem guten Titel für …. schon fast egal, wofür …. klang, fragte ich nach, was geschehen war. Es kommt selten vor, dass der Titel steht, bevor man die Story kennt. Manchmal muss man mutig sein und sich gegebenenfalls eine Geschichte anhören, die bei Weitem nicht das Versprechen des Titels erfüllt. In dem Fall ist es jedoch nicht so. Vermutlich. Da ich schon lange nicht mehr auf dieser Plattform aktiv bin, ließ ich mir einiges zeigen und von den Begebenheiten erzählen. Alles fing mit einem Schauspieler an.

Will Wheaton, der sich als Schauspieler (Raumschiff Enterprise) und Buchautor einen Namen gemacht hatte, wurde vor knapp zwei Wochen auf Mastodon aktiv. Warum auch nicht? Viele Prominente tummeln sich auf Twitter und in anderen sozialen Netzwerken, warum also nicht auch dort? Wer nun annimmt, Wheatons Fans seien vor Freude ausgeflippt und hätten mit ihrem Überschwang irgendwie für Probleme gesorgt, der irrt. Schneller als man hinschauen konnte, begann eine Hetze gegen Wheaton. Die Gründe sind nicht ganz klar, aber die Vorwürfe gegen ihn häuften sich derart, dass der Schauspieler die betreffenden Nutzer meldete. Das wiederum fachte das Feuer umso mehr an, sodass bei den Moderatoren des Netzwerks täglich etwa 60 Beschwerden über Wheaton eingingen. Die von den vielen Beschwerden sowohl seitens Wheaton als auch seitens seiner Gegner genervten Moderatoren, sperrten schließlich seinen Account. Das ist die Kurzfassung. Wheaton hat dem Ganzen einen Blogbeitrag gewidmet und schreibt enttäuscht über Twitter und Mastodon:

„I thought I’d find something different. I thought I’d find a smaller community that was more like Twitter was way back in 2008 or 2009. Cat pictures! Jokes! Links to interesting things that we found in the backwaters of the internet! Interaction with friends we just haven’t met, yet! What I found was … not that.“

Derweil beschäftigt dieser Verlauf auch Nutzer, die mit dem Schauspieler bis dato nichts zu tun hatten. Für sie steht nicht die Frage im Vordergrund, ob etwas an den Vorwürfen gegen Wheaton dran ist. Ihnen ist wichtig, wie eine Instanz (in dem Fall die Moderatoren) bei Streitigkeiten reagieren. Warum? Weil es hier scheinbar um die gezielte und böswillige Vernichtung des digitalen Ichs einer Person geht. Mastodon-Nutzern wollen derartige Eskalationen auf dieser Plattform nicht haben. Immerhin hatten sie beispielsweise Twitter genau aus solchen Gründen verlassen. Sie beschreiben es als „toxisches Verhalten“, das sich bereits in anderen sozialen Netzwerken ausgebreitet hat und nun auch auf Mastodon zu finden ist. Zum einen ist es die Feststellung, dass sich auch dort Trolle tummeln und zum anderen die Erkenntnis, dass sich die Moderatoren beeinflussen lassen und falsch reagieren. Es wurde quasi das Opfer einer Hetze bestraft. Die Mastodon-Zuständigen seien damit nicht besser als andere Netzwerke, trötete beispielsweise ein in Berlin lebender Amsterdamer. Auch andere Fragen kommen auf, die tiefer in die Logik des Netzwerks greifen. So hatte der dezentrale Charakter der Plattform dem Schauspieler nicht geholfen, denn auch Personen aus anderen Instanzen konnten ihn problemlos angreifen, ohne daran gehindert zu werden. Das ist ein Punkt, über den künftig nachgedacht werden sollte. Hätte die Plattform aufgrund ihrer dezentralen Struktur nicht im Grunde bessere Möglichkeiten, die Ausbreitung eines Shitstorms zu verhindern?

Wer mag, kann sich das folgende Video anschauen, um besser zu verstehen, wie Mastodon funktioniert.

Wie steht es jetzt um Mastodons Vorzüge? Das Netzwerk besteht, wie alle anderen Plattformen, aus Menschen und muss daher sowohl mit ihren hellen als auch dunklen Seiten umzugehen lernen. Es ist ein grundsätzliches Problem unserer Gesellschaft, digital und analog.

Wheatons Enttäuschung von Social Media ist groß. I’m too old for this shit. What we used to call microblogging isn’t worth the headache for me. I’m gonna focus my time and my energy on the things that I love, that make me happy, that support my family.

Please do your best to be kind, and make an effort to make the world less terrible. Thanks for listening“, schreibt er.

Es bleibt zu beobachten wie Mastodon mit den typischen Herausforderungen von Social Media umgehen wird. Und überhaupt: Wie viel Hass verträgt das Netz?

 

Weitere Links:

Was ist das soziale Netzwerk Mastodon? Unterschied zu Facebook und Twitter

Mastodon und das Fediverse

Zurück in die Zukunft: Besuch in der Zukunftswerkstatt von Google

Wenn man an Google denkt, denkt man an die Suchmaschine, die unterschiedlichsten Services im Web, Mail, Kalender, YouTube und das Smartphone-Betriebssystem Androide. Manche denken auch an eine Datenkrake. Aber wie wäre es, wenn man einfach mal Google besuchen und dort an einem Workshop teilnehmen könnte? Geht nicht? Doch – und es ist einfacher, als man denkt.

Das Konzept der Google Zukunftswerkstatt ist einfach: neue Kompetenzen für neue Chancen! So fördert Google bundesweit Menschen mit kostenlosen Trainings zu den unterschiedlichsten Themengebieten. Und die sind, wie es sich für einen Konzern von der Größe Googles gehört, breit gestreut:
  • AdWords für Einsteiger & Fortgeschrittene
  • Programmieren für Anfänger
  • Online-Marketing und Online-Kommunikation
  • Online-Marketing für gemeinnützige Vereine
  • Erfolgreich präsentieren
  • Design Thinking und Business Model Canvas
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Digitale Tools für Journalisten
  • Webanalyse
Wohl gemerkt: das sind die Themengebiete. Zu jedem Themengebiet gibt es wiederum eine ganze Sammlung von unterschiedlichen Workshops.
In der Regel finden die Trainings in München, Berlin und Hamburg statt (= feste Standorte) oder in (temporären) Trainingszentren in Stuttgart, Leipzig, Erfurt oder Köln (ist ja für uns das Nächste).

Die Location in Köln: der Startplatz. Ein Träumchen.

„Mein“ Training fand in Köln im Media Park in den Räumen des Startplatz statt. Der Startplatz ist ein Inkubator und Hotspot für junge Gründer in Köln. Google hatte hier einen Teil der Lobby und einen großen Schulungsraum in Beschlag genommen. Aber wenn ich „Media Park Köln“ höre, bin ich eh schon hin-und-weg. Seit vier Jahren bin ich bei mindestens einem Event pro Jahr im Media Park – Tendenz steigend. Ich finde diesen Ort einfach Klasse, weil er so etwas wie Aufbruchsstimmung ausstrahlt.
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Auch der Kühlschrank hatte ein Google Branding.

Was hatte ich mir für den Tag vorgenommen?

An meinem Tag in Köln habe ich beispielsweise an folgenden Trainings teilgenommen:
  • Unternehmerisch Denken und Handeln
  • Geschäftsmodellentwicklung mit dem Business Model Canvas
  • Innovations-Studio: Kreatives Problemlösen mit Design Thinking
  • Erfolgreich präsentieren: Storytelling und Bühnenpräsenz
Im Nachhinein muss ich zugeben: Es war ein strammes Programm, das ich mir da zusammengeklickt habe. Los ging es um 09:30 Uhr. Jeder Workshop hatte eine Länge von zwei Stunden. Kurze Pause von 30 Minuten zwischen zwei Workshops (wobei natürlich jeder Workshop ein bisschen überzogen wurde). Und das Ganze dann bis zum Abschluss um 19:30 Uhr. An dem Tag war bei mir Dinner Cancelling angesagt und Abends habe ich gewusst, was ich gemacht habe.
Okay: Man muss sich nicht wie ich zu allen Workshops des Tages anmelden.
Aber: He? Es war Google und es waren geile Themen! Und vermutlich würde ich es beim nächsten Mal genauso machen.
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Ja, auch Print gib es bei der Zukunftswerkstatt.

Die Trainerin an diesem Tag: Top!

Noch ein Wort zur Trainerin: die oben angeführten Themen wurden von Dora Panayotova von wildchild innovations super sympathisch und vor allem sehr kompetent vermittelt. Habe selten so gut vorbereitete und professionell durchgeführte Workshops mitgemacht. Und das vor dem Hintergrund eines „Marathon-Trainings-Tages„?
Chapeau!

Und wie kommt man da dran…?

Die wohl wichtigste Frage, die dieser Artikel beantworten muss:
Wie kommt man an so einen Kurs bei Google?
Bestimmt durch Beziehungen, gell? Oder man muss – neben seinen Daten – auch noch das Erstgeborene verkaufen.
Alles falsch, denn dieser Part ist der einfachste.
Ich selbst bin durch Zufall auf das Angebot gestoßen, weil ich aktuell an einem Online-Kurs bei Google teilnehme. In der App war ein Menüpunkt „Vor-Ort-Training“ und schwups hat man eine Liste der Workshops angezeigt bekommen. Aber das Workshop-Programm steht nicht nur den Teilnehmern des Kurses offen und man braucht auch keine spezielle App: Die Trainings sind im Web frei verfügbar und stehen allen offen, die sich für die behandelten Themen interessieren.
Am einfachsten werft Ihr selbst einen Blick auf die kostenlosen Workshops vor Ort. Hier ist der Link auf die Seite.
Und das Beste ist: es sind wieder Kurse in Köln eingeplant. Die erste „Welle“ findet vom 24.-28. September statt und die Veranstaltungen sind auch schon wieder auf der Website gelistet.
Die zweite Welle soll im November (19.-23.11.2018) an den Start gehen.
Also, einfach ab und zu auf der Website nachschauen. Und sobald die Kurse dort auftauchen, anmelden.
So einfach ist das.
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Schreibzeug nicht vergessen!

Gebt uns Feedback!

Habt Ihr Interesse an einem Workshop in der Google Zukunftswerkstatt? Dann postet doch einen entsprechenden Kommentar in Facebook, Twitter oder hier im Blog! Vielleicht finden sich Gleichgesinnte und man kann gemeinsam zu einem Termin fahren …? Oder vielleicht warst Du schon mal selbst in der Zukunftswerkstatt? Dann schildere doch mal Deine Erfahrungen in einem Kommentar.

Kurz vorgestellt: das #agileKoblenz Meet Up

Wenn das Barcamp Koblenz eines ist, dann ein Inkubator für Neues. Das war bei KoblenzDigital so und ist jetzt wieder der Fall. Seit dem 19. Juni 2018 gibt es das #agileKoblenz Meet Up. Zeit, diese neue Gruppe einmal hier im Blog vorzustellen und zu klären, was das überhaupt ist, dieses „agile“, von dem alle reden …

Was ist Agile?

Auch wenn der Begriff „Agile“ nicht zwingend im Kontext von Softwareentwicklung auftreten muss, trifft man diese Form von Prozess gerade dort immer häufiger an. Der agile Ansatz basiert auf der Idee, Transparenz und Flexibilität im Entwicklungsprozess zu erhöhen, um einen schnelleren Einsatz des Systems für den Kunden zu erreichen. Risiken bei der Entwicklung werden minimiert, da frühes und häufiges Feedback zwischen Entwicklung und Kunde besteht.
Bei den meisten Formen der agilen Softwareentwicklung organisieren sich die Teams selbst. Starre Strukturen und Hierarchien, wie man sie von klassischen Firmen kennt, müssen (und sollen) im agilen Umfeld nicht vorhanden sein. Ein weiteres Merkmal der agilen Vorgehensweise ist, dass man mit möglichst wenigen Regeln und ohne Bürokratie auskommt. Ein gutes Verständnis für das agile Mindset erhält man, wenn man einen Blick auf das agile Manifest wirft. Hier der Link. (Keine Angst, es ist – wie der agile Grundgedanke es empfiehlt – nicht viel Text).
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Momentaufnahme vom ersten Meet Up im König Pilsener Bierhaus am Görresplatz

Und wozu dann diese Gruppe?

Ganz einfach: Leute mit ähnlichen Interesse treffen sich und tauschen sich aus. Man lernt voneinander, diskutiert, zeigt, wie man selbst agil arbeitet oder sieht, wie andere mit ähnlichen Herausforderungen umgehen.
Schon beim ersten Treffen im Juni mit zwölf Leuten hatte sich eine total bunte Truppe zusammengefunden: vom kleinen Startup aus Koblenz bis hin zum Paketdienstleister aus Bonn mit 340 000 Mitarbeitern war alles vertreten. Und gerade diese heterogene Mischung machte das Meeting so interessant.

Die Macher

Die Idee zu dem Agilen Meet Up in Koblenz wurde – ähnlich wie bei KoblenzDigital – auf dem Barcamp Koblenz geboren. Und weil wir so eine Gruppe für eine tolle Idee halten, stellen wir Euch die Macher hier kurz vor:
Gentiana Daumiller
Gentiana ist selbstständiger Agile- und Business-Coach.
Jan Claas Krisor
Jan ist IT Projektleiter bei der der Deutsche Post DHL Group
Dennis Willkomm
Dennis ist Scrum-Master und Coach bei der Siemens AG
Und dazu kommen dann natürlich noch jede Menge neugierige, interessierte und / oder engagierte Leute aus Koblenz und Umgebung. Also Menschen, die sich für die Agile-Idee interessieren (und in der Regel auch beruflich damit in Berührung kommen).

Wo findet man Infos zum #agileKoblenz Meet Up?

Aktuell gibt es zwei Anlaufstellen für das #agileKoblenz Meet Up im Web. Einmal in Form einer Gruppe bei Xing.
Und seit neustem kann man sich auch über eine Facebook-Gruppe vernetzen.

Das #agileKoblenz Meet Up geht in die zweite Runde

Agile steht ja auch für flink und beweglich. Dieser Definition bleibt das Meet Up treu und geht bereits im August in die zweite Runde. Der Termin steht schon fest:
Dienstag, der 21.08.2018, um 19:00 Uhr 
(im pinup)
Und es bleibt bei der aus dem ersten Treffen bewährten Ausrichtung des Events: Bring einfach Deine Ideen, Fragestellungen oder Anregungen rund um das Thema „Agilität“ mit. Lösungen & Erkenntnisse werden dann zu den unterschiedlichen Topics gemeinsam erarbeitet. Und selbst diese (ziemlich grobe und offene) Beschreibung des Treffens ist nicht in Stein gemeißelt. Im Gegenteil: nach dem Motto „inspectet and adapt“ kann und soll sich das Meet Up weiterentwickeln!
Also – gleich via Xing oder Facebook anmelden. Hier ist der Link.
Na? Wer ist am 21.08.2018 mit dabei …?

Kreativität zerstört die Filterblase und vernetzt

Unternehmen suchen nach kreativen Köpfen, haben aber häufig bereits vorab eine konkrete Vorstellung davon, wie dieser kreative Kopf ticken sollte. Es muss ja passen. Doch wenn es so schön passt, ist es oftmals nicht anders, als das, was man schon hat. Inspiration und Fortschritt? Fehlanzeige.

Netzwerken gilt als das A und O des zukunftsorientierten Unternehmertums und dennoch wird auch das weiterhin häufig falsch gemacht. Denn es fehlt an Kreativität und Vielfalt. Dabei muss nicht jeder im künstlerischen Sinne kreativ sein. Es geht vielmehr um Offenheit dem Unbekannten gegenüber. Ein kreativer Blick ist ein aufgeschlossener Blick – ohne Scheuklappen und unbedingt aus der Filterblase hinaus. Erfolgreiche Unternehmer sind kreativ, weil sie sich aus völlig anderen Bereichen Inspirationen holen. Sie befassen sich mit Dingen, die ihnen gestern noch unbekannt waren. Darin liegt der Knackpunkt und somit leider auch das größte Defizit vieler Events. Denn in der Regel schwimmt man in der eigenen Suppe und übt Selbstbeweihräucherung.

Die Digitalisierung erleichtert das Knüpfen neuer Kontakte, zahlreiche Events bringen Leute aus allen Richtungen der Bundesrepublik sowie dem Ausland zusammen und sorgen für großen Nachklang in den Printmedien, Blogs und Onlinemagazinen. Wer von uns hat sich noch nie mit der Teilnahme an einem speziellen Event gebrüstet? Wir wissen doch alle, dass solche Fotos auf LinkedIn, Instagram, Twitter und Facebook besonders gut rüberkommen. Wie praktisch! Man lernt interessante Leute (über das Digitale hinaus) persönlich kennen, bringt eventuell Kooperationen auf den Weg UND hat auch noch schöne Bildchen, um die digitalen Kanäle zu füllen. Klingt gut, bringt langfristig aber nicht zwangsläufig viel, weil etwas fehlt: Vielfalt und Kreativität.

Die meisten Events sind themenspezifisch und bringen Leute zusammen, die ähnlich denken, sich mit ähnlichen Schwerpunkten befassen, die gleichen Zeitungsartikel lesen und an die gleichen Orte verreisen. Man kennt einander. Filterblase ist als Begriff seit Jahren bekannt. Man geht zu den Pflichtveranstaltungen. Und fährt mal ein scheinbar kreativer Zug – ein BarCamp, Technik-Event oder Bloggertreffen? – vorbei, so springt man auf den Waggon, von dem man sich etwas verspricht, das war´s. Viele zieht es nach Berlin, andere, die dort bereits etwas erreicht haben, versuchen wiederum (zusätzlich) in anderen Regionen ihr „eigenes Ding“ auf die Beine zu stellen. Ideen gibt es viele, aber. Es ist dieses ABER.

Stadtverwaltungen, die innovativen Unternehmern das Leben unnötig schwer machen und Organisationen, die nur ihr eigenes Süppchen kochen, statt den Standort zu stärken, sind nur ein Beispiel. Jeder möchte etwas erreichen, verlässt seine Komfortzone jedoch nicht. Kreative Köpfe sollen helfen und werden gesucht, doch man sucht falsch.

Wer mehr Kreativität in seinen Teams haben oder selbst inspiriert werden möchte, sollte kreativer in seiner Suche werden und sich mit Menschen befassen, die nicht zu den typischen Events kommen, sondern andere Dinge machen.

Wie wäre es mit Veranstaltungen, die über die üblichen Grenzen hinausgehen? Nicht die Digitalen unter sich, nicht die Künstler und Kulturinteressierten unter sich, nicht die BWLer, Marketingleute oder Geschäftsführer unter sich. Auch das muss es zwar geben, doch ein Gegenentwurf entspricht vielmehr dem, was für die Zukunft notwendig ist. Der Blick muss sich ändern. Hier und da gibt es schon gute Ansätze – Veranstaltungen, die Farbe ins Spiel bringen, die Leute aus einander fremden Bereichen an einen Tisch zusammensetzen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig das ist. Denn überall wird in Zielgruppen gedacht, aber als Community, die deratige Events etablieren oder einen Standort stärken möchte, kann man keine typische Zielgruppe vorweisen. Dafür ist man zu vielfältig. Aus gleichen Gründen ist es anstrengender „Follower“ zu gewinnen und online mit ansprechenden Zahlen zu glänzen. Bleibt zu hoffen, dass diejenigen, die es trotzdem wagen, am Ball bleiben und nicht allzu früh aufgeben. Denn diese Art von Netzwerken wächst zwar langsamer, ist dafür aber umso intensiver und hat letztendlich mehr zu bieten – u.a. Inspiration, Ergänzung und Vertrautheit.

Ohne Kreativität gibt es Stillstand. Man muss Kreativität wachsen lassen und akzeptieren, dass sie Grenzen durchbricht und Brücken baut, wo vorher keine waren. Zukunftsorientierte Vernetzung braucht Kreativität.

 

Quo vadis, CEBIT …?

Wohin gehst Du? Das möchte man die CEBIT gerne fragen, wenn man die einst größte Computer-Messe der Welt in diesem Jahr besucht hat. Denn 2018 ist zum Schicksalsjahr für dieses Event erklärt worden – und ist vermutlich auch ein Scheideweg.

Die gute, alte Zeit

Die Älteren unter uns werden sie noch kennen, die „alte“ CeBIT. Die CeBIT mit dem kleinen „e“ in den ausgehenden Neunzigern und den frühen 2000er Jahren. Meine damaligen Besuche in Hannover haben meine Einstellung zu Messen geprägt: groß, größer, am größten. Mehr Hallen, mehr Aussteller, mehr Besucher. Ein Rekord jagt den anderen. Verzweifelte Kämpfe um die raren Hotelzimmer. Oder morgendliche Fahrten in total überlasteten Straßenbahnen.
CeBIT, das war Ausnahmezustand für die Soft- und Hardwarebranche. Und nicht nur in Deutschland. Nein, weltweit, denn die Welt war zu Gast in Hannover. Unvergessen der Rekord mit 830 000 Besuchern im Jahr 2001!
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Gute, alte Zeit.

Die CEBIT erfindet sich neu

Doch der Glanz der vergangenen Jahre ist verblasst. Die einst größte Computermesse der Welt kämpft mit schwindenden Besucher- und Ausstellerzahlen.
Und das merkt man allenthalben: wenige belegte Hallen, weniger Aussteller und auch weniger Besucher, die sich ihren Weg durch die Stände suchen.
Bei meinem diesjährigen Besuch habe ich das am deutlichsten am Stand von Facebook empfunden.
Facebook in Deutschland! Wow!
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Doch statt Schlange stehender Menschen, langen Wartezeiten und riesigen Menschentrauben war – nichts. Ein normaler, eher weniger stark besuchter Messeauftritt, entspannte Atmosphäre und viele freie Präsentationsplätze. Und wo ich schon mal da war habe ich auch gleich – wiederum ohne Wartezeit – einen doppelten Espresso beim standeigenen Barista geordet. Auf Kosten von Mark Zuckerberg, versteht sich. Und er hat obendrein auch noch gut geschmeckt.
Geringe Besucherzahlen haben auch ihr Gutes.
Aber ständig ging mir durch den Kopf, wie es wohl vor einigen Jahren hier ausgesehen hätte. Und automatisch denkt man auch darüber nach, was der Aussteller für ein Fazit zieht: Wird Mark mit der CEBIT zufrieden sein? Wird Facebook nächstes Jahr auch wieder dabei sein?

Die CEBIT im Umbruch

Die Macher der CEBIT haben in jedem Fall erkannt, dass sich etwas grundlegend ändern muss. Und sie haben Mut bewiesen: der Wechsel von der klassischen Messe hin zum Tech-Event mit Festival-Charakter ist eine radikale Kehrtwende. Und es wurde mit vielen Konventionen gebrochen.
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Das die Besucherzahlen gegenüber 2017 noch einmal zurückgegangen sind, führen viele Beteiligten auf ein „zuviel an Neuerungen“ zurück. Das mag sein, aber ich denke, die Verantwortlichen der CEBIT konnten nicht anders handeln:  lieber ein klarer  Schnitt und Neubeginn als eine schleichende Umstellung, die im Laufe der Jahre zerredet wird, im Sand verläuft und scheitert. Und eines weiß man in Hannover: die Umstellung braucht Zeit. Ob der Plan aufgeht und man die Talsohle erreicht hat, wird sich frühstens 2019 zeigen.

Mein Fazit

Das neue Konzept der CEBIT, die Ausrichtung auf ein Tech-Festival der Computerszene, hat das Zeug, etwas richtig Großes zu werden. Und etwas grundlegend Neues. Wenn man sie lässt. Denn der Wechsel des behäbigen Giganten CEBIT weg vom Messe-Image hin zum hippen Event muss erst noch in den Köpfen der neuen Besucher ankommen. Und die Aussteller müssen erkennen, welche neue Zielgruppe sich da auf den Weg nach Hannover macht.
Nächstes Jahr – zur CEBIT 2019.
Sehen wir uns …?

Gut für Koblenz & die Region: Barcamp Koblenz 2018

Was macht man, wenn man ein Barcamp besucht hat? Richtig: darüber reden. Oder besser: schreiben. Einen Bericht, einen Recap. Und das habe ich gemacht. Hier ist mein persönlicher Rückblick auf das Barcamp Koblenz 2018. 

Das war es also, das vierte Barcamp in Koblenz. Zum vierten mal in Folge haben das Team um Sascha Böhr (247 Grad) und Christoph Krause (Kompetenzzentrum Digitales Handwerk) dem digitalen Netzwerk von Koblenz eine Bühne gegeben. Und sie kamen. Auch in 2018. Nicht nur aus Koblenz. Nein: Aus der näheren und weiteren Umgebung folgten viele der Einladung in die Stadt an Rhein und Mosel. Teilweise sogar aus entlegenen Winkeln Deutschlands. Und damit ist die Rechnung aufgegangen, Koblenz für zwei Tage zum Zentrum des Themas „Digitale Kommunikation“ zu machen.
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Zahlen & Fakten

Schon die nackten Zahlen sind beeindruckend: insgesamt standen im Zentrum für Ernährung und Gesundheit der Handwerkskammer sechs Session-Räume für je sechs Timeslots zur Verfügung. Und natürlich müssen an dieser Stelle auch der große Lobby-Bereich und die Kantine erwähnt werden. Über 200 Gäste konnten an den beiden Tagen in Koblenz begrüßt werden. Und diese Besucher haben die (virtuellen) Leitungen des WLANs zum Glühen gebracht: insgesamt 130 GB Datentransfer an den beiden Tagen (das entspricht 28 DVDs)!
Respekt!
Es gab offenbar vieles zu berichten.

Sessionplanung

Wie heißt es in Köln: ab dem dritten Mal ist alles eine alte Tradition. Und so folgte der Auftakt des 4. Barcamps in Koblenz dem gleichen Ritual wie seit 2015. Begrüßung durch Christoph & Sascha, Vorstellungsrunde der Teilnehmer (ja – ALLER Teilnehmer) und dann die obligatorische Sessionplanung.
Und schon hatte man wieder die Qual der Wahl: welche Session besuche ich? Auf welche verzichte ich?
Nachfolgend ein kurzer Abriss von einigen Sessions, an denen ich teilgenommen habe.

Session: Barcamp als lokales Format

Auch das geht: Auf einem Barcamp wird über ein anderes Barcamp berichtet. Genauer: die Macher aus Hachenburg berichteten, wie sie aus dem Stand heraus ein Barcamp auf die Beine gestellt haben. Stefan und Michaela berichten sehr detailliert über die Anfänge, die Planung, Schwierigkeiten und Unterstützer – und dann auch mit berechtigtem Stolz über 90 Besucher, die das Barcamp in der Löwenstadt mit Leben füllten.
Wer mehr von diesem Projekt erfahren möchte, kann sich die Website des Barcamp Hachenburg anschauen.

Session der Westerwald Bank e.G.

Die Session stand unter dem Titel „Kundenorientierte Kommunikation – persönlich und digital“. Hier gaben Petra Cramer und Philipp Rahn einen sehr guten und tiefen Einblick, wie sich die Westerwald Bank e.G. digitalisiert. Welche Herausforderungen ergeben sich, wenn eine Bank eine große Fläche abdecken muss? Wie kann das Filialnetz optimiert und angepasst werden, ohne den Kontakt zum Kunden zu verlieren?
Spannende Themen und interessante Antworten, die die Westerwald Bank e.G. gefunden hat – und immer noch findet.

BURGER!

Mehr muss man zum Abendessen am ersten Tag nicht sagen. Oder vielleicht doch: vegetarische Burger. Von Veggiewerk.
Und die schmecken einfach gut!
Auch ohne Fleisch.
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Am Samstag ging es weiter mit neuen, spannenden Sessions. Auszug gefällig?

Session #DICE – Aufbau eines Innovation Centers in Koblenz

In dieser Session haben wir mehr über das DICE erfahren, einem Projekt der Debeka in Koblenz.
Patrick und Christoph haben in einem packenden Vortrag beschrieben, was das DICE ist, was es beinhaltet, welche Ziele verfolgt werden, und wo man aktuell steht.

Das Beste zum Schluss: Hackathon Handwerk

Meine letzte Session war gleichzeitig eine der Besten: Christoph Krause gab einen Einblick, wie die Digitalisierung des Handwerks aussehen kann – und was beim Hackathon Handwerk am 26./27. Juli 2018 passieren wird.
Wow! Noch so einer, bei dem man schon am Sprechtempo ablesen kann, wie sehr er hinter seinem Projekt steht.
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… und die dürfen nicht fehlen: Sponsoren!

Zwar haben 247 Grad, die Handwerkskammer Koblenz & das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk eine perfekte Orga hingelegt. Aber ohne Sponsoren hätte es das Barcamp nicht gegeben.

Daher an dieser Stelle ein dickes „Dankeschön!“ an

die Premium-Sponsoren

die Sponsoren

und die Medienpartner

Mehr Fotos vom Barcamp?

Eine Sammlung von insgesamt 136 Fotos findet Ihr auf Flickr. Hier der Link zum Album.

Mein Fazit

Eine geniale Veranstaltung, die ihren festen Platz im Veranstaltungskalender des digitalen Koblenz zu Recht verdient hat. Nette Menschen, tolle, interessante Themen und eine Organisation, die kaum Wünsche offen lässt.

Was ist überhaupt ein Barcamp …?

Für jemanden, der öfter auf Barcamps unterwegs ist, klingt die Frage komisch, aber selbst mir wird sie im Freundes- und Kollegenkreis immer wieder gestellt. Und es zeigt, dass das Format „Barcamp“ immer noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Und weil sich das dringend ändern muss, hier ein kurzer Abriss zum Thema Barcamp.
Oft stößt man bei den zahlreichen Erklärungen im Netz auf den Begriff „Un-Konferenz“. Zum Beispiel auch im Wikipedia-Artikel:
Ein Barcamp (häufig auch Barcamp, Un-Konferenz, Ad-hoc-Nicht-Konferenz) ist eine offene Tagung mit offenen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden. Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion, können teilweise aber auch bereits am Ende der Veranstaltung konkrete Ergebnisse vorweisen (…).
(Quelle: Wikipedia)
Zumindest zum Erklären eignet sich der Begriff Un-Konferenz meiner Meinung nach gut, da man so von etwas Bekanntem (einer Konferenz) zu dem doch etwas anderen Format überleiten kann. Dabei trifft es sich gut, dass ein Barcamp auch viel von einer „normalen“ Konferenz hat. Es gibt einen Organisator, der für die Location, Technik, Catering, Werbung und so weiter sorgt. Ja, sogar ein Anmeldeprozess und Eintrittskarten sind vorhanden. Zumindest ungefähr. Denn dann hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Gibt es auf der klassischen Konferenz ein festes Programm, dass ich mir im Vorfeld anschauen kann, habe ich bei der Un-Konferenz bestenfalls ein Oberthema. Das eigentliche Programm entsteht erst in der frühen Phase des Barcamp und wird von den Teilnehmern selbst festgelegt und umgesetzt! Und anders als bei der Konferenz, bei der in der Regel Frontalvorträge oder bestenfalls Diskussionen auf Expertenebene auf der Tagesordnung stehen, ist das Repertoire des Barcamp viel breiter aufgestellt. Vom Vortrag über Diskussion, Workshop, Kurzschulung oder Fragestunde ist alles möglich. Vorbereitet (die „alten Hasen“ kommen in der Regel mit einer Präsentation, Testumgebung oder ähnlichem zum Barcamp) oder spontan aus dem Bauch heraus – alles ist möglich und sogar erwünscht. Denn jedes Barcamp lebt von den Teilnehmern und von der Vielfältigkeit der Beiträge.
All dies entwickelt sich am Beginn des Barcamps im Rahmen der Sessionplanung: hier kristallisiert sich heraus, was genau auf der Tagesordnung stehen wird, wer was vortragen möchte und wer an welcher Session teilnehmen will. Und auch hier gilt der kollektive und offene Ansatz des Barcamps: Jeder kann, aber keiner muss eine Session halten.

Und jetzt Du!

Nach dem Barcamp ist vor dem Barcamp. Sei dabei, wenn es  im nächsten Jahr wieder heißt „Barcamp Koblenz 2019“! Folge einfach der Barcamp-Seite. Entweder auf Twitter
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