Region Mittelrhein: Warum wir 2022 digital durchstarten werden 

2022 wird für unsere Region Mittelrhein im digitalen Bereich ein temporeiches Jahr werden. Warum? Weil noch nie so viele unterschiedliche Player am Start waren, die uns in der einen oder anderen Richtung digitaler, smarter oder vernetzter machen wollen. Es lohnt sich daher, einen Blick auf die Digitalexpertinnen und –experten und Ihre Initiativen zu werfen.

Tatsächlich standen die Zeichen selten so auf „Go!“ wie gerade jetzt zu Beginn von 2022. Trotz Corona und der damit einhergehenden Einschränkungen. Etablierte Player der Szene in der Region Koblenz-Mittelrhein werden ergänzt durch neue Initiativen. Und alle gemeinsam versuchen sie, die Region nach vorne zu bringen. Ein positiver Spirit, den man unterstützen muss!

Werfen wir einfach mal einen Blick auf die Akteure:

Smarte Region MYK10

Seit September 2021 nimmt das smarte Projekt des Landkreis Mayen-Koblenz beständig Fahrt auf: Auftaktveranstaltung, Ideenwettbewerb, ein wachsender Mitarbeiterstab und das Projektbüro in Andernach. Es herrscht ein beständiger Strom an positiven Nachrichten.

Aktuell steht der nächste Meilenstein an: das erste Dialogfenster, bei dem der offene Austausch mit den Bürger*innen des Landkreises gesucht wird.

Das Dialogfenster ist noch bis zum 10. Februar geöffnet. Von daher lohnt sich schon aus diesem Grund ein Blick auf die Projektseite von Smarte Region MYK10.

Meine Meinung: vermutlich das größte und auch spannendste Vorhaben, dass uns nur 2022 und darüber hinaus begleiten wird.

IT Stadt Koblenz mit neuer Vorstandsspitze

Anfang Dezember 2021 trat der neu gewählte Vorstand der IT Stadt Koblenz zusammen. Nach der Wahl im November des vergangenen Jahres führt nun Frau Prof. Dr. Maria Wimmer von der Universität Koblenz-Landau die Geschicke des Vereins. Der bisherige Vorsitzende, Ralph Brubach von der Confluentis IT Capital GmbH, bleibt als Vertreter dem Vorstand erhalten. Neu ins Team gewählt wurde Christoph Surges vom DICE.

Meine Meinung: eine gute Mischung aus Kontinuität und Erneuerung, die der IT Stadt Koblenz gut tun wird. Aus meiner Wahrnehmung war es in 2021 eher ruhig um die IT Stadt Koblenz geworden.

Region56plus

Zugegeben: der Begriff „Regionalmarketinggesellshaft r56+“ klingt ein wenig sperrig. Die Idee dahinter ist es nicht. Im Gegenteil: Region56Plus fördert das Potential der Region Mittelrhein als attraktiven Wirtschaftss- und Bildungsstandort.

Aktionen wie #endlichdaheim, der R56+ Award 2021 und vor kurzem der eRACING-CUP 2021 setzen Highlights und zeigen, dass es zwischen den Metropol-Regionen Köln-Bonn und Rhein-Main einen weiteren Player gibt, der einiges zu bieten hat.

Meine Meinung: die Aktionen von Region56+ in 2021 haben gezeigt, dass das Bündnis unter der gemeinsamen Marke #Region56+ sich auch durch Corona nicht ausbremsen lässt. Und für 2022 bin ich schon auf die weiteren Aktionen gespannt.

Digimit2

Ganz frisch in der Region angekommen: Digimit2 – das Kompetenzzentrum digitale Technologien Mittelstand für die Region Mittelrhein-Westerwald. Das Team rund um Christoph Szedlak will zentrale Anlaufstelle & Netzwerkknoten für eine branchenübergreifende Abstimmung von digitalen Angeboten für Unternehmen werden.

Digimit2 findet Ihr auch auf LinkedIn.

Meine Meinung: ohne starke Unternehmen keine starke Region. Und auch wenn sich die Angebote von Digimit2 primär an die kleinen und mittleren Unternehmen richten: schlussendlich werden Menschen die digitale Transformation in die Unternehmen tragen und dort voran bringen. Von daher bin ich auf die ersten Aktionen und Veranstaltungen gespannt.

Mittelrhein.Digital

Nicht ganz so frisch wie Digimit2, aber auch erst 2020 an den Start gegangen: Mittelrhein.Digital. Zu der Konstellation habe ich mir selbst noch kein genaues Bild machen können. Die Beschreibung auf der Website von Mittelrhein.Digital klingt durchaus so, als ob hier ebenfalls ein Inkubator für die Digitalisierung der Region entsteht: „Mittelrhein.Digital ist eine Initiative der ansässigen Unternehmen aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz, die gemeinsam die Digitalisierung in der Region vorantreiben.“

Zu den Mitgliedern gehören (unter anderem) die Universität Koblenz, die Hochschule Koblenz, die evm, ZF, designfunktion und die Debeka.

Meine Meinung: ein neues, spannendes Netzwerk, das durchaus Potential entfalten kann.

Was ist Eure Meinung?

Was meint Ihr? Sind wir für 2022 digital gut aufgestellt oder gibt es Bereiche, in denen noch Lücken bestehen? Oder habe ich vielleicht einen Player übersehen? Dann hinterlasse mir einen Kommentar. Entweder hier im Blog oder auf Facebook, Twitter oder Instagramm.

Smarte Region MYK10: die Gewinner des Ideenwettbewerbs stehen fest

Im September 2021 fiel der Startschuss zum Projekt Smarte Region MYK10. Und kurz darauf schickte man einen Ideenwettbewerb ins Rennen. Der ist nun vorbei und seit dem 22.12.2021 stehen die drei Gewinner fest. Zeit, einen erneuten Blick auf das digitale Projekt der Region Mayen-Koblenz zu werfen.

Modellprojekt Smart Cities

Der Landkreis Mayen-Koblenz will smarter werden. Aus diesem Grund hat sich die Kreisverwaltung bei dem „Modellprojekt Smart Cities 2020“ der Bundesregierung beworben – und den Zuschlag erhalten. Gemeinsam mit 31 anderen Kommunen ist man in der zweiten Staffel des Projekts unter dem Motto „Netzwerke entwickeln. Digital denken. Region leben.“ in eine – hoffentlich – smartere Zukunft gestartet. Das Pilotprojekt hat eine Laufzeit von sieben Jahren und wird vom Bund mit 11,4 Mio. EUR gefördert.

Weitere Informationen zu dem Modellprojekt findest Du hier.

Der Ideenwettbewerb

Nach der Auftaktveranstaltung im September des vergangenen Jahres – siehe unseren Bericht hier im Blog – startete ein Ideenwettbewerb.

Screenshot von der Auftaktveranstaltung MYK10 im September 2021

Einen Monat lang hatten die Bürger*innen im Landkreis Mayen-Koblenz Zeit und Gelegenheit, Ihre eigenen Ideen und Vorschläge zur Verbesserung des Alltags einzubringen. Der Aufruf lautete:

Was ist Ihre Idee für einen „smarteren“ Alltag in Mayen-Koblenz?

Und die Leute machten mit. Fast 70 Vorschläge wurden innerhalb der vier Wochen auf der Projektseite eingereicht.

Der Auswahlprozess

Genauso vielfältig wie die Region waren auch die Vorschläge (die Du übrigens auch jetzt noch einsehen kannst).

Und von vornherein stand fest, dass im ersten Schritt nur drei Ideen sofort in Angriff genommen werden können. Es musste also eine Auswahl getroffen werden.

Im ersten Schritt wurden die eingereichten Ideen von Experten des Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE bewertet. Das macht durchaus Sinn, ist das IESE doch eine anerkannte Autorität rund um das Thema „Digitalisierung ländlicher Regionen und Stadtquartiere“.

Im Anschluss erfolgte dann die eigentliche Diskussion und die Abstimmung in der Lenkungsgruppe der Smart Region MYK10. Diese setzt sich wie folgt zusammen:

  • Kreisvorstand
  • Mitgliedern des Zukunftsausschusses
  • Vorsitzende der Kreisgruppe im Städte- und Gemeindebund
  • WFG-Geschäftsführung
  • Digitalisierungsbeauftragte des Landkreises

And the Winner is …

Und den Weg aufs Siegertreppchen fanden die folgenden drei Projektvorschläge:

Digital erlebbarer Landkreis als erstes Modul der „Smart MYK-App“

Als erster Schritt hin zu einer „Smart MYK-App“ sollen die Stadt-, Wander- und Radewege der Region gebündelt und digital erlebbar gemacht werden. Mit QR-Codes, die in der realen Welt angebracht werden und mit der Vernetzung der Tour mit lokalen Freizeit- und Tourismusangeboten.

Digitale Mitfahrbank

Mit der digitalen Mitfahrbank soll ein Angebot geschaffen werden, das die Mobilität im Landkreis verbessert. Fahrer und Mitfahrer können sich so auf einer Plattform finden und treffen sich an Mitfahrbänken, die mit QR-Codes die Buchung erleichtern.

Digitales Raumbelegungsmanagement

Hier sollen die Anbieter von Raum und die Menschen, die einen Raum benötigen, zusammengebracht werden. Ziel ist es, Raume multifunktional zu nutzen und Leerstände zu minimieren oder Räume wiederzubeleben.

Und jetzt…?

Geht es natürlich mit diesen drei Projekten los! Zu jedem der drei Gewinner-Projekten werden nun sogenannte Lösungswerkstätten stattfinden. Dabei sollen die Projektidee vertieft und – mit Hilfe von professioneller Unterstützung – zur konkreten Lösung weiterentwickelt werden.

Ihr seht: es bleibt spannend bei uns im Landkreis.

Recap zum Barcamp RheinMain 2021: Wenn digital sich gut anfühlt

Das war es also: das Barcamp RheinMain 2021. Nachdem das Event im letzten Jahr ganz ausfiel folgte nun eine digitale Edition. Motto: „bcrm goes digital!“. Wie hat sich das in einer Zeit angefühlt, in der viele von „Digitalmüdigkeit“ sprechen? Und vor den Erfahrungen aus drei tollen Barcamps in der Vergangenheit? Das sind Fragen, auf die wir in unserem Bericht zum Barcamp RheinMain eingehen …

Das Barcamp RheinMain

Das Barcamp RheinMain 2021 war bereits mein vierter Ausflug zu unseren südlichen Nachbarn. Doch anders als in den Jahren 2016, 2018 und 2019 fand das Barcamp diesmal nicht in Präsens statt. Wie so viele andere Events muss das Barcamp RheinMain Digital stattfinden. Die Macher setzten dabei auf ein ziemlich einfaches Konzept: die ganze Veranstaltung fand in Zoom statt. Natürlich mit Breakout-Sessions. Das hatte den Vorteil, dass die technischen Hürden für die Teilnehmer gering waren und das Setup entsprechend einfach gehalten werden konnte. Das ist zumindest ein Vorteil nach 22 Monaten Pandemie: nahezu jeder hat schon mal an einem Zoom-Meeting teilgenommen.

Und wo war der Raum für das Networking der Teilnehmer …? Da hat der Verein zur Förderung der Netzkultur im Rhein-Main-Gebiet e.V., der hinter dem Barcamp RheinMain steht, eine ebenso einfache wie pragmatische Lösung gefunden: neben den Session-Räumen standen in Zoom zusätzlich Breakoutsession-Räume für das Networking zur Verfügung. Beispielsweise eine Kaffeeküche, die ja bekanntlich bei Live-Barcamps oft ein Hotspot ist.

Ich selber bin meist im „großen“ Raum hängen geblieben, weil sich auch dort immer wieder interessante Gespräche in den Pausen entwickelt haben. Das zeigt, dass das Konzept aufgegangen ist. Ja: „Live“ ist natürlich was anderes. Aber manchmal muss man halt nehmen, was man bekommt.

Sessionplanung, Jobwall

Die Moderation an diesem Tag haben Tom Klose und Samater „Sam“ Liban gewuppt. Und das haben beide sehr gut gemacht: entspannt, unaufgeregt und (meistens) auch Herr der (technischen) Lage.

Das Moderatoren-Team: Tom & Sam

Die offiziellen Zahlen habe ich zwar nicht, aber ich schätze, dass sich mehr als 80 TeilnehmerInnen an diesem Samstag auf Zoom tummelten. Entsprechend prall gefüllt stellte sich die Sessionplanung dar. Zum Schluss fanden sich dort 22 Einträge wieder. In jedem der 40 Minuten-Slots fanden vier oder fünf Sessions parallel statt. Wie bei jedem Barcamp musste man sich auch hier wieder zwischen tollen Themen entscheiden.

Eine Twitterwall gab es diesem Tag nicht (macht bei einer digitalen Edition auch wenig Sinn). Aber eine Jobwall wurde angeboten – und wie man sieht auch genutzt.

Bewegung an der Jobwall des Barcamp RheinMain

Die Sessions

Natürlich konnte ich nicht an allen 22 Sessions teilnehmen (obwohl ich mir das manchmal gewünscht hätte). Trotzdem hier ein kurzer Einblick:

Mobile Apps in 5 Minuten auf dem Handy mit LowCode (geeignet ab 9. Klasse für euch getestet)

Bei der Session von Thomas Nolte ging es um Technik. Sein Versprechen: „In fünf Minuten habt Ihr eine selbstgemachte App auf dem Smartphone.“

Saxotom bei seiner Technik-Session

Da hatte sich Saxotom was vorgenommen! Nicht, dass ich es ihm nicht zutrauen würde. Ich hatte nämlich schon im Vorfeld sein Projekt auf Twitter verfolgt. Aber via Zoom ist das dann doch noch eine andere Hausnummer.

Bei der Session lotste uns Tom durch die Anwendung Outsystems. Bei Outsystems handelt es sich um eine sogenannte „Low-Code-Plattform“, die für die schnelle Entwicklung von Apps auf Android und iOS gelobt wird. Und wer hat sich das nicht schon immer gewünscht: die eigene App entwickeln, ohne von Developern abhängig zu sein?

Und so war es kein Wunder, dass sich einige Mutige zusammenfanden und – unter Toms Führung – auf die Reise gingen. Als Hemmschuh stellte sich schnell die unterschiedliche Hardwareausstattung heraus. Von Windows, Linux, Apple bis hin zum Smartphone oder Tablet war wirklich alles am Start.

Aber (Long Story short): am Ende der Session (sprich: nach 45 Minuten, weil wir ein bisschen überzogen haben) hatte ich

  • einen Account bei Outsystems angelegt.
  • die Entwicklerumgebung auf meinen zweiten Notebook (Windows 10) installiert.
  • ein erstes Einstiegsprojekt im Schnelldurchgang erstellt.
  • zum Schluss einen Testlauf der App auf meinem Android-Smartphone absolviert.

Also ich würde sagen: Tom hat geliefert.

Verifizierung von Social-Media-Inhalten im Nachrichtenjournalismus

Diese Session von Jörn Ratering war meine zweite Station. Jörn ist Rechercheur beim ZDF und er hatte seinen Slot mit jeder Menge Mitmach-Content gespickt. Jörn zeigte anhand verschiedener Nachrichten auf, wie die Faktenchecker beim ZDF vorgehen, um den Wahrheitsgehalt einer Meldung zu bestätige – oder halt zu wiederlegen. Und im Anschluss an jedes Beispiel hatten die Teilnehmer Gelegenheit, die Tipps selbst auszuprobieren.

  • Ist das Bild von der Autobahn in der Wüste echt?
  • Wurde der Hubschrauber wirklich an der angegebenen Stelle abgeschossen?
Jörn und mein Setup an diesem Tag

Obwohl ich mich in meiner Freizeit schon öfter mit dem Thema beschäftigt habe, waren bei dem Vortrag von Jörn auch für mich neue, überraschende Beispiele dabei. Zum Beispiel dieser (Falsch-) Tweet, der es immerhin bis in die Nachrichten des Hessischen Rundfunks schaffte:

Beim ZDF besteht das Team der Faktenchecker übrigens aus vier Personen, von denen immer einer im Dienst ist. Angesichts der wichtigen Aufgabe und der gigantischen Flut an Fakenews bei Leibe kein leichter Job.

Eine Graswurzelinitiative im Konzerndschungel starten?!

Nach der Mittagspause ging es weiter mit der Session von Stefan Häfner von der R+V Versicherung. In seiner Session hat er uns mit auf eine abenteuerliche Reise durch einen Konzern genommen. Und es ging – am Hintergrundbild kann man es erahnen – um Bienen.

Ja, auch so können Abenteurer aussehen: Stefan Häfner

Stefan erzählte uns, wie er das Firmengelände kurzerhand „gekapert“ hat und in einen Bienengarten verwandelte. Schon zu beginn hatte er dabei den richtigen Riecher. Denn statt sich im Vorfeld auf langwierige Diskussionen mit Allergikern & Co. einzulassen, hat er einfach gemacht! Denn: geht man mit einer Idee zu früh an die Öffentlichkeit, weckt man neben Mitstreitern natürlich auch die Skeptiker und es kommt rasch Gegenwind auf.

Erst nach und nach, nachdem erste Erfolge sichtbar wurden, ging Stefan daran, seine Idee zu teilen. Sein Tipp:

Und so kam es, dass das Projekt immer weitere Kreise zog und schrittweise auch vom Konzern selbst wahrgenommen wurde.

Learning aus dieser Session (könnte auch das Motto von Stefan sein):

Tausche Beraterjob gegen Lebenssinn

Die Session Tausche Beraterjob gegen Lebenssinn war aus mehreren Gründen die aus meiner Sicht emotionalste. Zum einen habe ich Frank schon zig mal bei Barcamps getroffen, hatte mich im Vorfeld auf das Thema gefreut – und war war dann doch von der Offenheit überrascht, mit der Frank über seine Lebensplanung berichtete.

Frank Hamm – Der Entspannende

Locker & wunderbar unaufgeregt schilderte Frank seinen Werdegang, in den sich – mit Ausnahme der letzten Phase – wohl viele von uns hineinversetzen können: Bundeswehr (Luftwaffe), anschließend Anwendungsentwickler, IT-Berater, Web-Entwickler, PR Consultant, selbstständiger Berater für Kommunikation & Kollaboration – und dann: Blogger, Wander- und Gästeführer, Wanderbuch-Autor und Kultur-und Weinbotschafter Rheinland-Pfalz.

Da hatten einige der Teilnehmer Fragen. Und das führte dann zu einer angeregten Diskussion rund um Lebensplanung, Absicherung und Zufriedenheit mit dem, was man tut. Letzteres ist Frank in jedem Fall gelungen. Allerdings wurde auch klar, dass Frank diese neue Phase im Berufsleben nicht ohne seine Frau hätte realisieren können:

Als Wanderbuch-Autor wird man nicht reich.

Franks Rat: Wartet nicht zu lange mit einer Entscheidung.

Von meiner Seite an dieser Stelle nochmal Danke für die Session, Frank, die mir sehr gut gefallen und aus der ich einige Anregungen mitnehmen konnte.

Und dann noch – Danke an die Sponsoren!

Barcamps wachsen nicht auf den Bäumen. Sie werden getragen von einer kleine Gruppe von Machern, einer größeren Gruppe von Teilnehmern – und von den Sponsoren, die dabei helfen, eine Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Dabei ist es egal, ob ein Barcamp in Präsenz oder rein Digital stattfindet.

Von daher auch von mir ein dickes „Dankeschön!“ an die Sponsoren des Barcamp RheinMain 2021!

supernju

„We mage people innovate“ Damit ist auch schon alles verraten: supernju ist ein Innovationsberatung, die dabei hilft, den Menschen in Unternehmen, Organisationen und Institutionen die besten Ideen, Konzepte und Strategien zu entwickeln.

giinco

giinco kommt ebenfalls aus der Beraterschiene, hat aber einen anderen Fokus. Hier geht es um die Entwicklung von Strategien für eine integrierte und digitale Kommunikation.

United Digital Group

Die United Digital Group hat sich dem Thema Customer Centricity verschrieben. Und sie hilft Unternehmen, die digitale Transformation im Vertrieb und im Marketing zu meistern.

Deutsche Bahn

Deutsche Bahn…? Really? Ja, wirklich. Denn wenn ein Konzern ohne digitales Mindset aufhören würde zu existieren, dann wäre es die Deutsche Bahn. Und das auch jenseits von Skydeck.

R+V Versicherung

Last-but-not-least – die R+V Versicherung. Sie ist nicht nur eine der größten Versicherungsgesellschaften Deutschlands. Sie ist auch bei der Unterstützung des Barcamp RheinMain eine feste Größe und in der RheinMain-Region einer der Treiber der Digitalisierung.

Fazit

Was soll ich sagen? Ich bin ein Fan des Barcamp RheinMain, das auch in der digitalen Edition seine Stärken ausspielen konnte. Nämlich gute Organisation, tolle Teilnehmer und inspirierende Sesssions.

Und – ja: es gibt eine digitale Müdigkeit, der Wunsch, wieder Menschen Face-to-Face zu treffen. Aber solange die Zeit noch nicht reif dafür ist, sind Events, sind Leuchttürme wie der Barcamp RheinMain unheimlich wichtig.

Rückblick

Da wir schon viermal beim Barcamp RheinMain dabei waren, gibt es noch drei weitere Blog-Artikel, in die Du vielleicht reinschnuppern möchtest.

Hier die Links:

Noch mehr?

Nun: dann hätten wir noch das Wakelet anzubieten, in dem (fast) alle Tweets vom Barcamp RheinMain 2021 zusammengefasst wurden.

Zur Wakelet-Sammlung geht´s hier.

QualiScheck Rheinland-Pfalz: Neue Regeln, höhere Fördersumme

Gerade in unserer digitalisierten Welt ist berufliche Weiterbildung immens wichtig. Gelernt bedeutet eben nicht “ausgelernt”. Doch wie soll man diese Weiterbildung finanzieren? Vor zwei Jahren haben wir Euch das QualiScheck Programm Rheinland-Pfalz vorgestellt. Zeit für ein Update …

Zeit für ein Update

In unserem Artikel aus dem Jahr 2019 haben wir Euch das Förderprogramm QualiScheck vorgestellt. Mit dem QualiScheck-Programm fördert das Land Rheinland-Pfalz – gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfonds – das lebenslange Lernen und die Kompetenz der Arbeitnehmer*innen.

Jetzt wird es Zeit für ein Update. Zum einen, weil sich die Regeln für die Förderung geändert haben, aber vor allen Dingen, weil die Fördersumme deutlich erhöht wurde.

Förderprogramm QualiScheck

Lasst Euch von dem auf den ersten Blick vielleicht verwirrend erscheinenden Regelwerk nicht ins Boxhorn jagen. Wenn man sich auf die Materie einlässt, erkennt man, dass es zum einen kein Hexenwerk ist und sich in jedem Fall für Deine Weiterbildungsstrategie lohnen wird.

Die Voraussetzungen für die Förderung lauten aktuell wie folgt (Änderungen gegenüber der bisherigen Regel habe ich in Klammern gesetzt):

  • Dein Hauptwohnsitz oder Arbeitsort liegt in Rheinland-Pfalz.
  • Du stehst in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis.
  • Die Weiterbildung darf nicht innerhalb eines Monats beginnen [alte Regelung: zwei Monate].
  • Dein zu versteuerndes Jahreseinkommen muss mehr als 20.000 EUR (bzw. 40.000 EUR bei gemeinsamer Veranlagung) betragen [Neu ist, dass diese Grenze nur bei Weiterbildungen geprüft wird, die weniger als 1.000 EUR kosten].
  • Du darfst die gewünschte Weiterbildung noch nicht gebucht haben.
  • Die Weiterbildung muss berufsbezogen sein.
  • Für die Weiterbildung darf keine andere öffentliche Förderung in Anspruch genommen werden.
  • Die Weiterbildung muss mehr als 100 EUR kosten [das scheint mir auch neu zu sein].

Das Beste kommt aber noch. Wie bisher werden 50 % der entstehenden Weiterbildungskosten (Anmelde-, Teilnahme- und Prüfungsgebühren) gefördert. Pro Kalenderjahr beträgt die maximale Förderhöhe pro Person jedoch nun 1.500 EUR!

Wow!

Das heißt, Du kannst an einem 3.000 EUR teuren Kurs für 1.500 EUR teilnehmen.

Mit dieser Anhebung der Fördersumme haben sich die Möglichkeiten für eine Weiterbildung natürlich deutlich erweitert. So können jetzt beispielsweise viele IHK Zertifikatskurse in die Reichweite des persönlichen Budgets rücken.

Weitere Informationen

Wie immer gilt: die genauen und vollständigen Voraussetzungen sowie die aktuellen Antragsformulare findest Du auf der Website des Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz.

Neben den hier im Artikel beschriebenen (Haupt-) Punkten gibt es nämlich noch eine paar andere Dinge zu beachten. Aber keine Angst: das hält sich alles in Grenzen. Schließlich habe ich es auch geschafft.

Und jetzt Du!

Lass doch mal hören, ob Du an dem QualiScheck Programm teilgenommen hast. Was waren Deine Erfahrungen? Alles Tippi-Toppi oder gab es Fallstricke bei der Antragstellung?

Das (digitale) Content Strategy Camp 2021 – ein Recap

Beim Content Marketing geht es darum, die eigene Zielgruppe mit informierenden, beratenden und unterhaltenden Inhalten anzusprechen, um sie so vom eigenen Unternehmen oder von der eigenen Institution zu überzeugen. Und es ist gleichzeitig das Kernthema des COSCA – dem Content Strategy Camps. Ich habe mich auf der neunten Ausgabe des Barcamps, das digital stattgefunden hat, umgesehen. Hier mein Bericht.

Was ist das COSCA?

Das Content Strategy Camp ist seit 2013 ein regelmäßig stattfindendes Barcamp, dass sich mit den Themen Content Strategie und Content Marketing beschäftigt. In Laufe der Zeit hat es sich zu einem Treffpunkt für rund 200 Expertinnen und Experten aus Deutschland, Österreich und Schweiz entwickelt. Das Barcamp fand seit 2013 auf dem Mediencampus der Hochschule Darmstadt statt. In den Jahren 2020 und 2021 ist man pandemiebedingt auf eine Online-Variante ausgewichen. Veranstalter ist das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kommunikation aus Dieburg.  

Was ist ein Barcamp?

Bei quasi jedem Artikel, der von einem Barcamp handelt, stelle ich mir diese Frage: „Muss ich nochmal erklären, was ein Barcamp ist?“ Kennt doch jeder. Und dann trifft man doch wieder jemanden, der mit dem Begriff „Barcamp“ (oder der Un-Konferenz) nichts anfangen kann.

Wir bewegen uns halt (oft unbemerkt) in Blasen.

Von daher verweise ich für diejenigen, die bei dem Begriff „Barcamp“ ein Fragezeichen auf der Stirn haben, auf den Beitrag Gut für Koblenz und die Region: Barcamp Koblenz 2018. Dort ist das Eventformat Barcamp recht gut beschrieben.

Anreise / Location / Check-in

Ja, das gibt es halt alles nicht bei einem virtuellen Barcamp. Oder halt: fast nicht. Denn irgendwie muss es eine technische Basis geben. Beim COSCA21 ist das Gather Town. Gather Town ist ein browserbasierter Video-Streaming-Dienst, bei dem man mit einem Avatar durch virtuelle Räume wandeln kann. Alles in 8-Bit-Optik wie bei einem Retro-Computerspiel. Aber gerade das macht den Reiz aus.

Parallel – quasi als „Backupsystem“ – setzte man vor allem in der Vorlaufphase auf Slack

Begrüßung / Einweisung in die Technik / Sessionplanung

Die Begrüßung und Moderation der ersten Programmpunkte übernahm Katja Eisert von SinnerSchrader. Ein paar Fragen zum Wam-up, kurze Beschreibung des Content Strategy Camp – und schon waren wir alle mittendrin.

Dann folgte auch schon die Vorstellung des Orga-Teams und der „guten Seelen“ im Hintergrund des Events. Und natürlich durfte auch der Dank an die Unterstützer der Veranstaltung nicht fehlen.

Und bevor man sich richtig umsehen konnte waren wir auch schon in der Sessionplanung.

Darum auch von mir an dieser Stelle nochmal ein dickes „Dankeschön“ an das komplette Orga-Team: klasse gemacht! Auch die (gefühlt) überall in GatherTown erreichbaren Mitglieder des Teams, die einem mit Rat und Tat zur Seite standen: vorbildlich!

Sessions

Apropos Sessionplanung. Wie bei jedem Barcamp musste man sich natürlich auch beim COSCA zwischen den parallel stattfindenden Sessions entscheiden. Das ist nicht immer leicht. Aber ich denke, ich hab eine ganz gute Mischung erwischt.

Session 1: Blended Onboarding – Einarbeitung mit unterstützendem Online-Content

Meine erste Session führte mich zu Laura Evers von blink it.

Im Sessionplan hatte Sie folgende Beschreibung eingereicht: 

„Wie gelingt die Einarbeitung neuer Mitarbeitenden schnell und einfach mit dem Blended- Learning- Konzept und digitalem Lerncontent? Konzept und  erfolgreiche Praxisbeispiele von KMU bis Großkonzern – spannend für alle Teamleiter, Personaler und Kollegen.“ 

Am Beispiel von Blink.it zeigte Laura auf, wie das Onboarding – auch in Zeiten der Pandemie – ablaufen kann. 

Faszinierend fand ich bei Lauras Schilderung den Part „Videotagebuch“: die neuen mussten in der Anfangsphase des Onboarding-Prozesses jeweils ein kurzes Videostatement zum Tag abgeben: was sie erlebt haben, was sie gelernt haben. Cool. Und zahlt gleichzeitig auf den (digitalen) Wissenspool ein, der bei Blink.it aufgebaut wird.

Session 2: Content Marketing als digitales Akquise-Tool

Diese Session wurde von Dennis Ollig gehalten – und mein lieber Schwan: da ging es ab! Man merkte gleich zu Beginn des Vortrags, dass Dennis für Content Marketing brennt.

Von daher verging diese Session fast wie im Rausch. Es wurde eine Lanze für die Analyse im Content-Marketing gebrochen ( „Erstellung (49 %) und Recherche (19 %).  Analyse…? Weit abgeschlagen bei 5,5 %.“). Dieser rote Faden zog sich weiter über die Festlegung, auf welche eigenen Businessziele der Content einzahlen soll, über einen sechsstufigen Fahrplan zur Umsetzung der eigenen Contentstrategie bis hin zu der Frage: „Wieviel Content brauchen wir eigentlich?“ 

Hammer. Keine Ahnung, wie er den Stoff in die 45 Minuten gepackt hat. 

Session 3: Social Media Content für B2B 

Diese Session fand Ihren Weg eher spontan in den Sessionplan. Aber das sind ja bekanntlich die besten Sessions: „Offener Austausch über Ideen, Erfahrungen und und und… Welche Kanäle? Welche Art von Content? Was funktioniert, was nicht…?  

Kernfrage: Wie gelingt der Start ins (Lead-)Ergiebige Social Media Marketing für B2B?“ 

Hier trat erneut Laura Evers an – diesmal zusammen mit Julia Himbert von der HELABA .

Hier ging es mehr um die Diskussion mit den Teilnehmern, die jeweils aus ihren Arbeitsbereichen eigene Aspekte einbrachten. Interessant fand ich, dass die HELBA auf Corporate Influencer setzt. Schließlich ist der Bankensektor auch so ein Umfeld, dass viele von uns als eher unsexy beschreiben würden. Trotzdem scheint das Konzept aufzugehen. Viele in der Session waren der Meinung, dass die Wunschvorstellung „Leads über Content generieren.“ (und das am besten schnell und direkt) wohl das ist, was da steht: eine Wunschvorstellung. Nichtsdestotrotz müssen in jedem Fall Kennzahlen überwacht werden.  

Mein wichtigstes Zitat aus dieser Session:  

Session 4: Digitale Formate für Content Marketing & Corporate Communications 

Die vierte und (leider) letzte Session bei diesem Barcamp wurde von Kai Heddergott angeboten.  

Seine Beschreibung im Vorfeld des Sessionplans lautete wie folgt: 

„Session zu Optionen digitaler Zusammenkünfte aka Videokonferenzen für Content Marketing & Corporate Communications (Einstieg: Strukturierter Parforceritt durch Praxiserfahrungen aus den letzten 20 Monaten (aus digitalen Barcamps, Konferenzen, Klausurtagungen, Workshops, Webinaren etc. – inkl. Moderationstipps, Technik-Setup und Konzepten). Offener Teil: Miro-Board zur gemeinsamen Sammlung, was wir meinen, was am erfolgversprechendsten ist – also quasi das “Dieburger Modell der Digital-Events” basteln 😉“ 

Keine Ahnung, ob Kai sein Ziel erreicht hat. In jedem Fall ist mir (und vermutlich vielen anderen) klar geworden, dass wir vielleicht Online-Meetings, Präsentationen oder Webinare digital halten. Von der Professionalität, Sicherheit und der Technik (und deren Beherrschung), die Kai uns hier gezeigt hat, bin ich zumindest Lichtjahre weit entfernt.  

Allein das technische Setup ist ein Traum. Und zeigt gleichzeitig, wie tief und intensiv er sich mit der neuen Normalität auseinander gesetzt hat. 

Viele Elemente aus digitalen Formaten werden bleiben. Auch nach der Pandemie. Und sie werden Events nachhaltig verändern. Eine Veränderung, auf die wie reagieren müssen. So wird Interaktion mit dem Publikum immer wichtiger. Vermutlich werden hier Tools zum Einsatz kommen.  

Wir haben an  diesem Tag zum Beispiel http://app.tedme.com  verwendet, viele kennen auch Mentimeter. Sogenannte „Sessionbegleitendes Interaktionstool.“.

Und bei allem muss immer das Publikum, der Teilnehmer, betrachtet werden: er darf nicht überfordert werden. Schon im Vorfeld muss idealerweise ermittelt werden, wie der Wissenstand der Teilnehmenden ist. Der bisherige Präsentator wird somit mehr und mehr zum Moderator. 

Kai stellte dafür ein Mindset für die eigene, digitale Präsenz vor: 

  • Sich selbst gut in Szene setzen (technisch)
  • Publikum im Fokus behalten.
  • In die Cam schauen.
  • Mit dem Publikum interagieren.
  • Inhalte sorgfältig vorbereiten.
  • Wenn möglich direkt auf Wortmeldungen eingehen.
  • Keine Wortfluss immer wieder mit Wortmeldungen oder Feedback aus dem Teilnehmerkreis auflockern
  • Kompetenzen der Teilnehmer in der Anwendung, die man nutzt
  • Supportangebote vorbereiten
  • inklusive Kommunikation vorbereiten / einplanen.

Danke an die Partner des Barcamps

Zu einem Barcamp-Recap gehört natürlich der Dank an die Partner & Sponsoren. Denn – keine Sponsoren, kein Barcamp.

Und weil Barcamps unheimlich hilfreich und wichtig sind, sollte es in Zukunft noch mehr Sponsoren geben. Weil: Mehr Sponsoren – mehr Barcamps.

Also: Danke für die Unterstützer des Content Strategy Camp 2021.

Bundeministerium für Wirtschaft und Energie

Neben dem Kompetenzzentrum Kommunikation ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie der zweite Mitveranstalter des COSCA21.

Kooperationspartner

Sinnerschrader

Digtalagentur mit Hauptsitz in Hamburg. Kreiert mit Beratern, Konzeptern, Designern und Entwicklern Lösungen für unser mobiles Zeitalter.

:SCRIPT COMMUNICATIONS 

SCRIPT bezeichnet sich sich selbst als Agentur für Transformation. Und das trifft es sehr gut: Unternehmenskommunikation stärken und so zum Erfolg von Unternehmen oder Organisationen beitragen. 

Fink & Fuchs 

Auch Fink & Fuchs haben sich die integrierte Kommunikation auf die Fahnen geschrieben – für Unternehmen und den Public Sector. 

Fazit 

Ein klasse Barcamp. Das Oberthema „Content Strategy“ ist interessant und vielfältig, die Sessiongeber waren hochkarätige Fachleute und alle Teilnehmer hochmotiviert.  Und das in einer Digital-Ausgabe des Barcamps. Um wieviel besser dann wohl ein Live- Barcamp wäre …? 

Mehr? 

Wenn Du Lust auf eine Sammlung der Tweets vom COSCA21 hast – hier geht es zu einer Wakelet-Sammlung.  Oder hier der Link auf den Blog-Beitrag des Kompetenzzentrums Kommunikation zum COSCA21.