Eigene Teststation beim Usability Testessen

Das Testessen ist eine echte Institution geworden. Ungefähr alle vier Monate findet das Event statt und es ist immer ausgebucht. Dort treffen sich Tester, die Spaß daran haben, neue Dinge auszuprobieren und Feedback zu geben. Dazu gibt es Pizza und Kaltgetränke eine runde Sache!

Die erste eigene Teststation

Wie einige sicher wissen, arbeite ich bei 247GRAD im TechnologieZentrum. Nachdem ich letztes Mal als Tester dabei war, wollte ich die Chance nutzen und dieses Mal ein Projekt von uns mitbringen. Die Wahl fiel auf die Mobile-App der evm, die wir realisiert haben. Dort geht in den nächsten Wochen ein Redesign online, also der perfekte Zeitpunkt um nochmal unabhängiges Feedback einzusammeln.

Mein Kollege Florian hat sich freundlicherweise bereiterklärt, als Mitentwickler den technischen Part abzudecken und hatte ein paar User Stories vorbereitet. Das hat sich nachher als sehr hilfreich herausgestellt, denn dadurch, dass wir den Testen konkrete Aufgaben gegeben haben, ließen sich die Erkenntnisse nachher besser auswerten und vergleichen.

Unsere Teststation war schnell aufgebaut:

  • Laptop um auftretende Bugs direkt in den Bug Tracker einzutragen
  • Notizbuch um mitzuschreiben, was die Tester getan & gesagt haben
  • Test-Smartphone mit aufgespielter Vorabversion der App

Los ging es also und der erste Tester kam. Wir haben dabei zu zweit beobachtet, wie dieser in der App navigiert und dank der Think-Aloud-Methode (dabei sprechen) kamen schnell die ersten Erkenntnisse von einem unbefangenen Benutzer. Einiges funktionierte gut, bei manchem könnten wir es noch intuitiver gestalten oder es hat gehakt.

Bei der zweiten Testerin  fiel dann direkt auf: Manches passierte schon zum zweiten Mal. Aber auch neue Anmerkungen kamen dazu. Bis zum sechsten Tester konnten wir so im Kopf schon ganz gut priorisieren, was am wichtigsten verbessert werden muss. Zwei der Tester*innen kannten die evm-App sogar schon, was dann auch nochmal einen intensiveren Austausch ermöglichte. Auf jeden Fall grandioses Feedback und an alle Tester*innen, die bei uns waren: Top Arbeit!

Dann noch eine Überraschung: Was ich anfangs gar nicht erwartet hatte, waren konkrete Ideen, welche Features die App noch bieten könnte. Die Frage „Hat die App deine Erwartung erfüllt?“ war auf jeden Fall Gold wert. Wir können tatsächlich im nächsten Kundentermin mit einer Liste von Vorschlägen reingehen, auf die vorher noch keiner kam.

Der Abend hat richtig Spaß gemacht, die Pizza war super (danke für eine pflanzliche Variante!) und ich habe richtig Bock, nächstes Mal wieder dabei zu sein.

Initiator & Treiber des Usability Testessen Koblenz: EYEVIDO

Ein Event wie das Usability Testessen organisiert sich nicht von allein. Von daher mein aufrichtiger Dank und Respekt an das Team von EYEVIDO. Ihr habt das Eventformat Usability Testessen nach Koblenz gebracht. Und mit Eurem Engagement sorgt Ihr dafür, dass wir nun schon zum fünften Mal ein Testessen in Koblenz veranstalten konnten. Und damit habt Ihr dafür gesorgt, das viele Apps, Dienstleistungen oder Webseiten benutzerfreundlicher geworden sind.
Danke Daniela, Sezen & Christoph.

Danke auch an den Gastgeber – das DICE

Organisation und Herzblut sind das eine, offenes Mindset und der Wille, etwas in der Region zu bewegen, das andere. Der Dank geht daher auch an den Gastgeber des Abends, dem Team des DICE (Debeka Innovation Center). Im DICE werden für die Debeka neue Konzepte, Technologien und Formen der Projektorganisation erprobt. Somit ist das DICE ein Experimentierraum. Und davon machen die Köpfe des DICE rege Gebrauch.

Mehr zum Usability Testessen findet ihr auf der Website. Schaut auch in unsere vorherigen Beiträge!

Nacht der Technik 2019 in Koblenz – kurzer Rückblick

Alle Jahre wieder lädt die Handwerkskammer (HWK) Koblenz im Herbst zur Nacht der Technik ein. Eine bunte Mischung aus Ausstellungen, Shows, Vorträgen und Vorführungen erwartet die Besucher. So auch in diesem Jahr. Wir haben uns unter die mehr als 10.000 (!) Teilnehmer gemischt und uns umgeschaut …

Ein Fest für alle!

Bereits 14-mal hat die Handwerkskammer Koblenz – gemeinsam mit Betrieben aus der Region und Akteuren aus Forschung und Wissenschaft – zur Nacht der Technik geladen. Als Location diente das Metall- und Technologiezentrum sowie das benachbarte Berufsbildungszentren der Handwerkskammer Koblenz.

Ein bunt gemischtes Publikum tummelte sich auf dem verwinkelten Gelände und in den Gängen der Gebäude: Familien mit Kindern jeden Alters, Jugendliche, Erwachsene, Paare, Einzelpersonen, Jung und Alt, Männer und Frauen.

Ein Grund ist sicherlich das breit gefächerte Programm, das für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Natürlich kann man in einem Blogbeitrag nur einen groben Abriss geben. Aus diesem Grund habe ich meine persönlichen Top 3 von diesem Abend zusammengetragen.

Meine drei persönlichen Highlights

An erster Stelle kommt für mich der Infostand mit dem Hyperloop Pod Competition III. Es handelt sich dabei um die deutschen Teilnehmer am Hyperloop-Experiment. Ja, ja – Du hast richtig gelesen: der POD II nimmt an Elon Musks Vision eines neuen Verkehrsmittel teil. Und zwar mit Erfolg.

Auch an den Mauerfall vor 30 Jahren wurde an zentraler Stelle der Nacht der Technik gedacht. Ausstellungsstücke wie Mauer, Trabbi oder Wartburg durften da nicht fehlen.

Und der dritte Platz geht an einen interessanten und aufrüttelnden Vortrag, den ich zu vorgerückter Stunde besucht habe:
Digitalisierung – Chancen und Risiken für die Gesellschaft
Ab 22:15 Uhr spannte Prof. Dr. Sascha Skorupka von der Hochschule Fulda einen weiten Bogen. Beginnend bei der Theorie der Digitalisierung wurde über Leibnitz und Konrad Zuse der Bogen zum hier und jetzt gespannt.

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Vortrag von Prof. Dr. Sascha Skorupka von der Hochschule Fulda

Gegen Ende wurde klar, dass wir mitten in einer Phase der Digitalisierung stecken, die unheimliche viele Chancen aber auch Risiken birgt. Und es liegt an uns, an jedem Einzelnen, zu entscheiden, welche Zukunft wir uns wünschen und wie wir diese Zukunft gestalten wollen. Nur wenn wir uns aktiv einbringen, Regeln einfordern und Ziele setzen, verantwortungsbewusst mit unseren Daten umgehen, wird eine lebenswerte, digitale Zukunft entstehen.

Viel Licht – und kein Schatten bei der Nacht der Technik?

Eigentlich schon: bei der Nacht der Technik wird (wenn überhaupt!) auf sehr hohem Niveau gejammert.

  • Mimimi 1 – die Parkplatzsituation. Ich habe beispielsweise am RZ-Gebäude geparkt. Bringt einen nicht um, klar. Und ich hätte auch den Shuttel-Bus aus der Stadt nutzen könnte. Was ich im nächsten Jahr auch machen werde. Vielleicht.
  • Mimimi 2 – Räumlichkeiten für die Topacts, wie dieses Jahr die Physikanten. Der Raum ist für den Andrang und das Interesse einfach zu klein. Das hat drei Gründe: ein tolles Programm, die große Teilnehmerzahl und die baulichen Begebenheiten.

Fazit

Was soll ich sagen? Es war ein klasse Abend! Es macht einfach Spaß, über das Gelände der Handwerkskammer zu spazieren und sich an den unterschiedlichen Ständen vorbeitreiben zu lassen. Und wenn man Lust verspürt oder etwas besonders interessant ist, an einer Vorführung teilzunehmen. Das macht für mich den Reiz der Nacht der Technik aus. Und diesmal kam mit dem Vortrag von Prof. Dr. Sascha Skorupka ein echter „Wachrüttler“ mit Tiefgang dazu.

VHS Neuwied + SWR: Guter Journalismus vs. Fake-News – wie entstehen Nachrichten?

Die Nachrichten des Südwestrundfunks (SWR) erreichen uns via Fernsehen, Radio und Web. Doch den meisten von uns ist unklar, wie Nachrichtenjournalismus überhaupt funktioniert. Unter der Überschrift „Guter Journalismus vs. Fake-News“ hat die Kreisvolkshochschule (VHS) Neuwied Thomas Nettelmann für einen Vortrag gewinnen können. Der Nachrichtenchef des SWR wollte die Frage klären: „Wie entstehen Nachrichten?“

 Vortrag bei der Kreisvolkshochschule Neuwied

Schon lange vor dem 07. November 2019 waren die Plätze für den Vortrag bei der VHS Neuwied knapp geworden. Ein Zeichen, dass der SWR, die Kreisvolkshochschule Neuwied und der Weiterbildungsbeirat im Kreis Neuwied ein Thema angeschnitten haben, dass die Leute interessiert und bewegt.

Mehr als 20 Teilnehmer fanden sich am Abend in der food adademie in Neuwied ein. Alle waren gespannt auf den Vortrag von Thomas Nettelmann, dem SWR Nachrichtenchef und wie es wohl funktioniert, dieses „Nachrichten machen“.

Thomas Nettelmann

Leider war ich spät dran und bin erst 10 Minuten nach sechs in der food akademie eingetroffen. Die Begrüßung und Vorstellung von Thomas Nettelmann habe ich somit verpasst. Zumindest den Werdegang beim SWR konnte ich im Nachgang ermitteln:

  • Seit 1998 beim SWR als Nachrichtenredakteur tätig.
  • Ab 2009 Hörfunk-Nachrichtenchef im Landessender Rheinland-Pfalz
  • Zusätzlich seit 2011 Leiter des landespolitischen Korrespondentenbüro in Mainz.

Erster persönlicher Eindruck, den ich an dem Abend gewonnen habe (und – Spoileralarm – der sich am Ende des Abends bestätigt hat): ein sympathischer Mann mit einer lockeren, angenehmen Art, der weiß, wovon er spricht.

Was guten Journalismus von Fake-News unterscheidet

In seinem Vortrag ging Thomas Nettelmann zunächst auf den organisatorischen Aufbau des SWR in Rheinland-Pfalz und Baden-Würtemberg ein. Neben den eigenen Studios und Büros kann der Sender auf ein eigenes Korrespondentennetzwerk von SWR und ARD zurückgreifen. Und das weltweit.

Doch der eigentliche Nachschub für die Redaktion stammt von unabhängigen Nachrichtenagenturen, wie beispielsweise der dpa (Deutsche Presseagentur) oder AP (Associated Press). Diese liefern einen kontinuierlichen Strom an (Roh-) Meldungen, der von den Nachrichtenredakteuren gesichtet und bewertet werden muss. Hier hat mich die schiere Anzahl überrascht:

Nachrichtenmacher müssen schnell entscheiden

Eins wird schnell klar: bei einer solchen Flut von Meldungen müssen die Nachrichtenmacher schnell entscheiden. Und das permanent. Denn eine am Morgen erstellte Nachrichtenmeldung kann wenige Stunden später durch neue Erkenntnisse veraltet sein und muss überarbeitet werden. Dieser Aufgabe stellen sich die Redakteure des SWR von frühmorgens bis spät in die Nacht mit mehreren Teams, die 24/7 für einen steten Fluss an aktuellen Nachrichten im Radio sorgen.

Ich gehe jetzt nicht auf alle Fazetten des Vortrags ein. Im Laufe des Abends wurde den Teilnehmern viele unterschiedliche Aspekte aufgezeigt, die von den Redakteuren beachtet werden müssen. Hier eine kleine Auswahl:

  • Andere Sender oder Social Media Kanäle berichten unreflektiert über Vorgänge, die unklar oder unbestätigt sind.
  • Bei den Texten muss auf – gewolltes oder ungewolltes – Framing geachtet werden.
  • Durch das relative kleine Zeitfenster (40 Sekunden, maximal fünf Nachrichten) muss die Auswahl mit hoher Sorgfalt erfolgen.

Hands on: was kommt morgen in den Nachrichten?

Selbst die Auswahl der Nachrichten entpuppt sich als komplexer Prozess, den die Teilnehmer an diesem Abend selbst miterleben konnten. Hierfür wurde aus der food akademie live in der Redaktion in Mainz angerufen und die Forecast für die Nachrichten des kommenden Tages abgerufen. Die in vier Gruppen zusammengefassten Teilnehmer sollten fünf Nachrichten auswählen, die am nächsten Tag (voraussichtlich) bei SWR aktuell gesendet werden.

Nach reger Diskussion siegte schließlich das Gefühl:

Unsere Nachrichten kommen bestimmt in die Sendung!

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Mögliche Nachrichtenthemen für den 08. November 2019. Welche es wohl in das Programm schafft…?

Am nächsten morgen hat sich herausgestellt, das dem nicht so war. Natürlich finden aus dem Forecast tatsächlich nur wenige Meldungen den Weg in eine Nachrichtensendung. Die Welt dreht sich nachts weiter und es trudeln neue Informationen in der Redaktion ein, die Forecast-Meldungen verdrängen. Aber dass es dann gerade mal zwei Meldungen aus der Liste waren, war eine Überraschung. Und es waren zwei Meldungen, die wir schon sehr früh aussortiert hatten.

Fazit

Veranstaltungen wie die der Volkshochschulen Koblenz und Neuwied sind gerade jetzt immens wichtig. Sie bieten Einblicke in die Arbeit der Nachrichtenredaktionen der öffentlich-rechtlichen Sender und zeigen die Möglichkeiten und Grenzen der Redaktionen auf. Sie machen die Regeln transparent, nach denen Nachrichten ausgewählt, produziert und veröffentlicht werden. Durch die Informationsabende und den persönlichen Kontakt zu „den Nachrichtenmachern“ entsteht elementar wichtiges: Vertrauen in die Redaktionen und Vertrauen in deren Nachrichten. Und durch das vermittelte Hintergrundwissen wird es leichter, manipulierende Berichterstattungen oder Postings in sozialen Medien zu erkennen und kritisch zu hinterfragen. Den eins ist klar: viele Menschen sind in einer Filterblase gefangen. In der Bubble wird die eigene Meinung weiter verstärkt und verfestigt, während „echte“ Nachrichten als Fake-News abgetan werden.

Weiterführende Artikel hier im Blog

Mit diesem Beitrag knüpfen wir an den Artikel Lange Nacht der VHS: Fünf Tools helfen, Fake News zu erkennen vom 13.10.2019 an. Bei dieser Veranstaltung der VHS Koblenz haben Maresa Getto (VHS) und David Rühl (SWR) die Themen „Fake-News“ und Nachrichtenjournalismus näher beleuchtet.

Digital durchstarten mit Facebook – Koblenz ist dabei!

Wann hast Du die Gelegenheit, auf einen Facebook-Trainer zu treffen und Informationen aus erster Hand zu bekommen? Nicht so oft, wie wir es gerne hätten oder bräuchten. Um so schöner war die Gelegenheit, die sich am 30.10.2019 bei dem Event „Digital Durchstarten mit Facebook“ im Zentrum für Erährung und Gesundheit in Koblenz geboten hat.

Eine Kooperation von Facebook, dem Handwerksblatt und der Handwerkskammer (HWK) Koblenz / dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk – das klingt nicht nur interessant, das ist spannend. Herausgekommen ist das Event Digital Durchstarten mit Facebook.

Facebook Marketing für Handwerker

Hintergrund der Aktion: Gemeinsam mit seinen Partnern will Facebook die Handwerker deutschlandweit bei der Digitalisierung unterstützen. Das die digitale Marketingstrategie dabei auf Facebook, Instagram, WhatsApp und Co. setzt, ist klar. Das ist jedoch kein Kritikpunkt! Die genannten Produkte sind für kleine und mittelständische Betriebe die Plattform der Wahl, wenn es um Marketing und Kundeninteraktion geht. Außerdem wird die Initiative von Facebook getrieben und unterstützt: aus meiner Sicht ist es somit legitim, dass die eigenen Dienste in den Mittelpunkt gestellt werden. Viele der angesprochenen Regeln und Erkenntnisse lassen sich 1:1 auf andere soziale Netzwerke übertragen.

Facebook zu Gast in Koblenz

Als Veranstaltungsort hatten sich die Macher des Events für das Zentrum für Ernährung und Gesundheit in der St.-Elisabeth-Straße 2 in Koblenz entschieden. Vielen Nicht-Handwerkern dürften die Räumlichkeiten von unterschiedlichen Veranstaltungen, beispielsweise dem Barcamp Koblenz, bekannt sein.

Rund 120 Teilnehmer haben sich an dem Nachmittag auf den Weg gemacht und sich im Lichthof eingefunden. Auf sie wartete nach dem Check-in eine Tagesordnung mit vier großen Programmpunkten:

  • Werde mit deinem Mobiltelefon kreativ
  • Identifiziere die Facebook Werkzeuge, welche am besten für dein Unternehmen funktionieren​
  • Podiumsdiskussion
  • Finde neue Kunden mit Instagram

Bis auf die Podiumsdiskussion handelte es sich um Vorträge der Facebook-Mitarbeiter. Ja, ja, ich weiß: Frontalbeschallung. Aber: wenn man in kurzer Zeit viel Input an eine große, heterogene Gruppe transportieren will, ist das immer noch das Mittel der Wahl.

Und die Leute von Facebook hatten einiges an Input mitgebracht:

  • Was kann Werbung auf Instagram bringen – und wann lohnt es sich?
  • Wie nutze ich Veranstaltungen auf Facebook für mein Business?
  • Wie kann ich mit Facebook Produkte verkaufen?

Viele Themen konnten nur angeschnitten werden. Doch die Mischung aus Fallbeispielen, Erfolgsgeschichten und Diensten rund um Facebook haben selbst im ungünstigsten Fall eines erreicht: die Anwesenden neugierig zu machen!

Einige Key-Facts haben wir bei dem Event in Form von Tweets festgehalten:

Zwei Beispiele aus der Region: Frl. Diehl & Jaeger Orthopädie

Im Praxisteil wurden zwei Handwerksbetriebe aus der Region auf der Bühne vorgestellt:
Frl. Diehl Karamell und Jaeger Orthopädie

Beides heimische Gewächse, Handwerksbetriebe, die – jeder für sich und auf seine eigene Art und Weise – die sozialen Netzwerke für sich nutzen.

… und weiter geht’s im Netz

Natürlich weiß Facebook, dass allein die Vorträge bei einer solchen Veranstaltung nicht ausreichen, um die Handwerksbetriebe nachhaltig auf die Plattformen zu ziehen. Darum wurden verschiedene Portale, Dienste und Einstiegsseiten vorgestellt, auf der die Teilnehmer weiterführende Informationen und Unterstützung erhalten.

Einige dieser Seiten haben wir nachfolgend für Dich zusammengefasst:

Blueprint: Mit dieser E-Learning-Plattform kannst du auf Facebook und Instagram durchstarten: Mit Hilfe von kurzen Texten und 15-minütigen Videos erfährst du alles, was du benötigst, um dein Unternehmen organisch und mit Kampagnen auszubauen.

Mobile Studio: Auf dieser Seite erfährst du, wie du großartige Anzeigen direkt mit deinem Smartphone erstellen kannst, ohne dass du viel Zeit und Geld aufbringen musst. Wir bieten einfach zu befolgende Video-Anleitungen, eine herunterladbare Planungsbeschreibung und kreative App-Empfehlungen, um dir den Einstieg zu erleichtern.

Creative Hub: Lass dich von kreativen Beispielen anderer Unternehmen inspirieren, erstelle dein eigenes Modell und teile es mit deinen Kollegen. Nutze unsere kreativen Tools und teste, welche Anzeigenideen am besten zu deiner Marke / deinem Produkt / deiner Dienstleistung passen.

Messenger für Unternehmen: Lerne die Vorteile der direkten Kommunikation mit deiner Zielgruppen kennen und lernen alle Funktionen von Messenger for Business kennen.

Fazit

Ein klasse Event mit jeder Menge Input! Von daher ein dickes „Dankeschön“ an Facebook, Handwerksblatt und Handwerkskammer & Kompentenzzentrum Digitales Handwerk Koblenz. Aktionen wie diese sorgen dafür, dass die Region Koblenz ihren Platz in der digitalen Gesellschaft finden und behaupten kann. Gerade das Handwerk ist ohne Frage bei uns ein „Treiber“ in Sachen Digitalisierung. Bleibt zu hoffen, dass sich das auf andere Bereiche der Gesellschaft überträgt.

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Christoph, Winni und Alex bei „Digital Durchstarten mit Facebook“

Ach so: Jede Menge Fotos von dem Event findet Ihr auf der folgenden Website.

Wird Koblenz die Chance am Florinsmarkt packen?

Die Zukunft unserer Stadt geht uns alle an. Koblenz ist nicht nur als Stadt an Rhein und Mosel bekannt, sondern auch wegen des wunderschönen Zusammenspiels aus Natur und Historie beliebt. Ein bedeutender Teil der historischen Altstadt steht aktuell zur Diskussion. Der Florinsmarkt an der Mosel. Viele Gerüchte ziehen wie Nebel übers Tal und wandern in alle Himmelsrichtungen. Wird die Universität Koblenz in die Altstadt ziehen? Oder wird sich Stifter Martin Görlitz dort ein ganz persönliches Denkmal setzen? Gar ein Schloss? 

“Eine Stadt sollte nicht nur aus Privatobjekten bestehen. Jeder hat das Recht auf Stadt.” (Martin Görlitz)

Am 22. Oktober lud Martin Görlitz zu einer bedeutenden Informationsveranstaltung ins Alte Kaufhaus ein. Das Aufgebot im Publikum war beeindruckend. Auch wir von Koblenz Digital waren vor Ort. Denn unsere Stadt liegt uns am Herzen. Als Bürgerinnen und Bürger möchten wir gut informiert sein über das, was hier geschieht.

Wie alles begann

2011 stellte die Stadt Koblenz das historische Ensemble am Florinsmarkt zum Verkauf. “Der Bürresheimer Hof und das Alte Kaufhaus hätten problemlos in falsche Hände geraten können”, wies Moderatorin Ulrike Nehrbaß (SWR) hin. Sofort hatte ich bestimmte Bilder im Kopf. Überteuerte Wohnung dürften Euch ein bekanntes Phänomen sein. Angeblich für Familien bestimmte Immobilien, die sich aber keine normale Familie leisten kann. Andere Möglichkeit: Shops diverser Handelsketten. Auch sie wären eine mögliche Folge gewesen. Alles, womit sich schnell Geld machen lässt. Das, was es bereits zuhauf in allen Städten gibt, so dass man diese kaum noch auseinanderhalten kann. Geschäfte als billige Kopien, ohne kulturellen Wert. 

Um das zu verhindern, griff Martin Görlitz zu. Der erfahrene Unternehmer und Stifter kaufte der Stadt die historischen Gebäude ab. So wie jeder erfolgreiche Unternehmer es macht: nicht planlos, sondern mit einer Vision. Nein, nicht um sich eine grandiose Penthousewohnung mit phänomenalem Blick auf die Mosel zu gönnen. Übrigens, im obersten Stock des Alten Kaufhauses wäre der perfekte Platz für so eine Wohnung. Traumhaft. Görlitz’ Steuerberater konnte es nicht fassen, als ihm der Unternehmer mitteilte, er wolle die Räume dort nicht für sich selbst nutzen. Weder für Eigenbedarf noch zum Vermieten.

“Bewahren” ist ein Wort, das Görlitz im Sinn hatte. Sein Anliegen war, das historische und kulturelle Erbe zu bewahren und neu zu beleben. Es in die heutige Zeit zu “übersetzen” und in das Leben aller Koblenzer Bürgerinnen und Bürger zu integrieren. Jedem die Möglichkeit an der Teilhabe zu geben. “Die Zugangsberechtigung für ein Einkaufszentrum haben wir als Käufer und Konsumenten, aber der Florinsmarkt soll für uns als Bürgerinnen und Bürger offenstehen, ein Ort der Begegnungen sein”, so der Initiator. Öffentliche Zugänglichkeit und Nutzung liegen ihm am Herzen. Warum diese Selbstlosigkeit? Vielleicht, weil der Unternehmer bereits viele Erfolge erlebt hat und nun auf diese Weise etwas Sichtbares und Nachhaltiges für die Allgemeinheit schaffen möchte. Dass ihm Zukunftsgestaltung und Nachhaltigkeit wichtig sind, hat er in der Zwischenzeit mit dem ISSO im Dreikönigenhaus (Link) gezeigt. Was für die Gebäude am Florinsmarkt angedacht ist, zeigt das folgende Video.

2013 wurde alles geplant und 2015 begannen die Sanierungsarbeiten am Florinsmarkt. Tausende von Fundstücken kamen bei den notwendigen Ausgrabungen zutage. Unter anderem eine Augustus-Münze aus der Zeit 29-27 v. Chr. (Alle Fundstücke werden in Vitrinen zu bestaunen sein.) Auch die angrenzende römische Stadtmauer und ein Kriegsbunker seien erwähnt, um die Bedeutung dieses Ortes zu unterstreichen. Die Sicherung der Gebäude, zu der beispielsweise eine Hochwasserwanne zählt, trugen dazu bei, dass Martin Görlitz inzwischen über 10 Millionen in das Projekt investiert hat. Komplett ohne öffentliche Gelder. In den Medien wurde es häufig so dargestellt, als handele es sich dabei um sein persönliches Projekt, mit dem er sich im Alleingang ein Denkmal setzen wolle. Im Interview für das Magazin LABEL 56 (Link) bekamen Leserinnen und Leser Ende 2018 die Möglichkeit, den Menschen hinter diesem Projekt kennenzulernen. Das positive Feedback zur Titelstory war groß. Dennoch scheinen viele noch nicht realisiert zu haben, dass ihre Unterstützung gefragt ist.

Heute

Das große Projekt kann unmöglich einer alleine stemmen. Zwar ist der Rohbau sowohl im Bürresheimer Hof als auch im Alten Kaufhaus fertiggestellt, doch nun herrscht Stillstand. Damit es weitergeht, werden Investitionen benötigt. Die Gesamtsumme wird auf etwa 23 Millionen geschätzt, einen großen Teil davon hat Görlitz bereits getragen.

“Ich bin zufrieden mit dem, was ich erreicht habe. Das kulturelle Erbe wird bewahrt bleiben, denn alles, was an den Gebäuden bereits gemacht wurde, wird mindestens 100 Jahre halten. Doch nun stellt sich die Frage, wie es weitergehen soll.” (Martin Görlitz)

Der Initiator wünscht sich einen Arbeitskreis, der sich gemeinsam mit ihm für die Zukunft am Florinsmarkt einsetzt. Investoren sind gefragt. Zwar kamen an dem Abend gute Anmerkungen aus dem Publikum. Professionelle Erläuterungen, wie man an welche öffentlichen Gelder kommen könnte. Doch eines ist klar: Das würde dauern. So lange mag niemand warten. Eine Kombination aus Investoren und öffentlichen Zuschüssen wäre wohl der beste Weg. Dass es sich zu investieren lohnt, erfuhren wir von Steuerberater Franz Fassbender. Denkmalgeschützte Immobilien bieten da gewisse Vorteile. In Anbetracht der Negativzinsen, die künftig vermutlich steigen werden, spricht so einiges für derartige Investitionen.

v.l.n.r.: Dr. Martin Bredenbeck, Oberbürgermeister David Langner, Ulrike Nehrbaß, Martin Görlitz, Prof. Dr. Wolf-Andreas Liebert, Franz Fassbender

Zukunft

Wie die Zukunft am Florinsmarkt aussehen könnte, trug Beatrix Sieben (ISSO) vor. Sie zeigte uns beeindruckende Beispiele für ähnliche Projekte, die sich bereits seit Jahren erfolgreich halten und erläuterte, dass in den historischen Gebäuden am Florinsmarkt eine Mischung daraus realisierbar wäre. Wer mag, kann sich die Vorbilder selbst anschauen:

  1. Wuppertal Institut (entwickelt Leitbilder, hat 220 Mitarbeiter). In Koblenz sind die Hochschulen sehr engagiert und für ihre Projekte international bekannt. Mit einem Institut wie dem in Wuppertal wären die Projekte der hiesigen Hochschulen sichtbarer. Ein “Reallabor”, also das Ausprobieren von Ideen, könnte ebenfalls nicht schaden.
  2. Unternehmen Mitte (in Basel) Das ist ein Gründungszentrum, dessen Unternehmer zugleich Gastgeber sind.
  3. Kloster Hornbach (Hotel; steht für Erhaltung durch Nutzung, da auch hier historische Bauten neu erlebbar gemacht wurden.)

Oberbürgermeister David Langner betonte, man wolle den Weg gemeinsam gehen und sich an Gesprächen beteiligen. Es sei wichtig Perspektiven zu schaffen und dafür zu sorgen, dass es weitergeht.

Von Prof. Dr. Liebert erfuhren wir, dass die Universität von der Nutzung der Räume am Florinsmarkt profitieren würde. Allerdings hat er die Sorge, dass es zu lange dauern wird, bis alles Notwendige bewilligt ist. “Die Idee, hier am Puls der Altstadt als Universität präsent zu sein, ist faszinierend. Zum einen würden sich die Studienbedingungen massiv verbessern, weil wir mehr Räumlichkeiten hätten. Zum anderen wünschen wir uns, dass die Bürgerinnen und Bürger an unserer wissenschaftlichen Arbeit Anteil haben und einfach in die ein oder andere Vorlesung kommen können. Sie sollen in den Forschungsprozess einbezogen werden.”

Welche Option würdet Ihr wählen?

Und nun? Martin Görlitz stellte an dem Abend klar, dass er kein Geld mehr investieren kann. Jedenfalls nicht alleine. Heimat war ein Stichwort, das Publikum und die Diskussionsrunde auf der Bühne einte. Bleibt zu hoffen, dass der Initiator und Stifter genug Menschen erreicht, die dazu bereit sind, sich ebenfalls für dieses Stück ihrer Heimat zu engagieren.

Martin Görlitz: “Energie habe ich noch ohne Ende, weil ich diese Gebäude liebe und Koblenz liebe.”

Links:

QualiScheck: bis 60 % Zuschuss für Deine Weiterbildung

Weiterbildung tut Not. Sagt jeder. Ein Leben lang sollen wir lernen. Mit der fortschreitenden Digitalisierung schritthalten. Uns fortbilden. Auf dem Laufenden bleiben. Den Anschluss nicht verlieren. Nur: wie Du Dich fördern lassen kannst, davon hörst Du – verhältnismäßig – wenig. Zum Glück gibt es den Blog von Koblenz Digital: wir stellen Dir den QualiScheck Rheinland-Pfalz vor und zeigen, wie Du von dem Programm profitieren kannst …

QualiScheck Rheinland-Pfalz

Der QualiScheck ist ein Weiterbildungsgutschein und soll die berufliche Qualifikation erhalten, verbessern oder ausbauen. Die Mittel stammen zum einen aus dem Landeshaushalt von Rheinland-Pfalz, zum anderen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Bis März 2017 konnten damit 50 % der erstattungsfähigen Kosten der Weiterbildung (bis zu einem Höchstbetrag von 1.000 EUR) abgedeckt werden. Seit März 2017 ist der Prozentsatz aufgrund des Jubiläums „ESF 60 Jahre – In Menschen investieren – Europäischer Sozialfonds“ sogar auf 60 % angehoben worden!

Praktisches Beispiel: kostet ein Lehrgang die maximale Fördersumme von 1.000 EUR, werden vom QualiScheck 600 EUR abgedeckt und Dein Eigenanteil sinkt auf 400 EUR.

Faires Angebot, wie ich finde!

Die Voraussetzungen

Auf den ersten Blick wirkt das Regelwerk kompliziert. Unterm Strich lassen sich die Voraussetzungen für die erfolgreiche Beantragung des QualiScheck jedoch wie folgt zusammenfassen:

  • Du wohnst (mit Hauptwohnsitz) in Rheinland-Pfalz (logo: ist ein Programm der Landesregierung).
  • Du stehst aktuell in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis (das schließt in den meisten Fällen Mutterschutz, Elternzeit oder ähnliches ein, da dort weiterhin ein gültiger Arbeitsvertrag vorliegt).
  • Die Weiterbildung beginnt nicht innerhalb der nächsten beiden Monate (gut Ding will Weile haben: Du solltest rechtzeitig im Voraus den Antrag auf den Weg bringen; der QualiScheck ist nichts für Kurzentschlossene).
  • Du musst ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von mehr als 20.000 EUR (bzw. 40.000 EUR bei gemeinsamer Veranlagung) nachweisen.
  • Du darfst die anvisierte Weiterbildung noch nicht gebucht haben (erst anmelden, wenn der QualiScheck genehmigt wurde).
  • Die Weiterbildung muss einen Bezug zum aktuell ausgeübten Beruf haben (das solltest Du im Vorfeld bei der Auswahl der Weiterbildung berücksichtigen).
  • Es darf sich niemand an den Kosten der Weiterbildung beteiligen (beispielsweise darf Dein Arbeitgeber nichts zuschießen).

Das war es. Wenn Du bei allen Punkten heftig mit dem Kopf genickt hast, bestehen gute Chancen, dass Du das Land und den ESF an den Kosten Deiner Weiterbildung beteiligen kannst!

Ganz genau kannst Du die Infos auf der ESF-Seite des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie nachlesen. Die Seite ist echt gut gemacht und hier findest Du den Vordruck für den Antrag im PDF-Format.

IHK Düsseldorf / der Lehrgang

Bei mir ist die Wahl auf eine Lehrgang der IHK Düsseldorf gefallen: Content-Marketing-Manager (IHK).

Primär ging es bei dem Kurs um die Erstellung von Online-Inhalten – und für dieses Thema brenne ich nun mal. Spätestens seitdem ich meinen Social Media Manager an der IHK Köln gemacht habe. Der angebotene Kurs des Content-Marketing-Manager war für mich die ideale Ergänzung für mein vorhandenes Fachwissen in diesem Bereich.

Fast genauso wichtig wie das Thema war der Termin. Denn was hilft einem die tollste Weiterbildung, wenn Du nicht frei bekommst? Auch hier passte alles: Kurs in der letzten Augustwoche und somit direkt im Anschluss an meinen Sommerurlaub.

Und die letzte Hürde – der Preis – lag genau im Budget: 1.100 EUR, als Frühbucher reduziert auf geschmeidige 990 EUR!

Passt!

Okay: die Fahrt- und Übernachtungskosten für den Kurs in Düsseldorf musste ich selber tragen (der QualiScheck gilt ausschließlich für die reinen Lehrgangskosten). Doch zum einen halten sich diese Ausgaben in Grenzen, und zum anderen kann ich sie guten Gewissens als Werbungskosten bei der nächsten Einkommenssteuererklärung geltend machen.

Lehrgang / Beispiele

Hier ein paar Eindrück von meiner Zeit in Düsseldorf und bei dem Lehrgang Content-Marketing-Manager (IHK) vom 26.-30.08.2019.

Fazit

Weiterbildung tut Not!“ Diese Aussage aus dem Teaser wiederhole ich gerne noch einmal! Nutzt die Chancen und die Unterstützung, die Euch vom Staat geboten werden. Ich mache mittlerweile regelmäßig Gebrauch davon und kann nur empfehlen, es mir gleich zu tun. Du erweiterst den eigenen Horizont, frischst Wissen auf oder vertiefst es und lernst neue Menschen kennen. Und der QualiScheck ist nur eine Möglichkeit von vielen. Auch natürlich muss Du nicht unbedingt in die Ferne schweifen:auch die IHK Koblenz bietet interessante Weiterbildungen an, die ebenfalls gefördert werden können. Einfach nach fragen oder sich auf der Website ein Bild machen.

Da geht noch mehr …?

Zum Thema „Weiterbildung“ findest ich im Blog von Koblenz Digital einen weiteren Artikel. Im April 2018 ging es um die Bildungsfreistellung in Rheinland-Pfalz. Umgangssprachlich besser bekannt als Bildungsurlaub. Vielleicht wäre das was für Dich? Schließlich kannst Du dabei ein paar zusätzliche Tage für Deine Weiterbildung herausschlagen.

Hast Du noch Tipps, wie man die eigene Aus- und Fortbildung vorantreiben kann? Dann lass gerne einen Kommentar hier (oder auf Facebook, Twitter oder Instagram – was Dir lieber ist). Oder schildere uns, wie Du einen „Sponsor“ für Deine Weiterbildung gefunden hast. Oder welche Erfahrungen Du beim Thema Weiterbildung gesammelt hast.

Lange Nacht der VHS: Fünf Tools helfen, Fake News zu erkennen

In der Flut der Informationen den Überblick nicht zu verlieren, ist nicht einfach. Und wahre von unwahren Nachrichten zu unterscheiden, wird immer wichtiger. Doch wie macht man das: Fakten von Fake News unterscheiden? Einen guten Einstieg in das Thema gab es kürzlich bei der Langen Nacht der Volkshochschulen in Koblenz.

Lange Nacht der Volkshochschulen mit hochwertigem Programm

Am 20.09.2019 fand in Deutschland die erste Lange Nacht der Volkshochschulen statt. Im Rahmen des 100jährigen Geburtstags luden bundesweit die Volkshochschulen zu einem bunten Schnupperprogramm ein. Das Motto lautete:

„zusammenleben. zusammenhalten“

Auch die Volkshochschule (VHS) Koblenz hat mitgemacht und mit den beiden Vorträgen

  • Fakten vs. Fake News: Erkennen Sie den Unterschied?!
  • Wahrheit braucht Zeit. SWR Nachrichtenjournalismus hautnah.

die Grundlage für diesen Beitrag gelegt.

Fakten vs. Fake News: Erkennen Sie den Unterschied

Im ersten Teil des Abends ging Maresa Getto von der VHS Koblenz auf die Grundlagen von Fake News ein: Wo kommt der Begriff her? Wofür steht er (und wofür nicht?).

Der wesentliche Schwerpunkt war das Erkennen von Fake News. Denn viele dieser Nachrichten folgen einem einheitlichen Schema.

Der Vortrag von Maresa Getto als PDF-Download!

Natürlich kann man die Informationen aus einem so umfangreichen Vortrag nicht so einfach 1:1 in einem Blogartikel wiedergeben. An dieser Stelle daher ein dickes „Dankeschön!“ an Maresa: Sie hat mir dankenswerterweise das Handout zu Ihrem Vortrag zur Verfügung gestellt und wir dürfen es hier im Blog von Koblenz Digital für Euch bereitstellen: Hier der Link zum PDF-Dokument.

Wahrheit braucht Zeit. SWR Nachrichtenjournalismus hautnah

Im Anschluss gewährte David Rühl vom SWR einen Einblick in die Arbeit einer Nachrichtenredaktion. Beeindruckend war hier schon allein der schiere Input, der von Presse-Agenturen tagtäglich in den Studios der öffentlich-rechtlichen Redaktionen aufläuft. Und dieser Input muss von dem fünfköpfigen Team gesichtet, bewertet und gegebenenfalls weiterverarbeitet werden, bis am Ende ein Betrag in den TV-Nachrichten herauskommt.

Fünf Tools, die Dir beim Faktencheck helfen

Nun kann natürlich nicht jeder von uns auf eine fünfköpfige Redaktion zurückgreifen. Aber bei der einen oder anderen Nachrichten sollte man mit Hilfe von Tools schon mal genauer hinschauen.
Los geht es mit dem Klassiker:

1. Die Google Bildersuche

Diese Tool ermöglicht es, nach dem Vorkommen eines Bildes im Web zu suchen. Gerade bei reißerischen oder an die Gefühle appellierenden Fotos kommt es häufig vor, dass diese gar nicht mit der Nachricht oder dem Posting zusammen hängen.

2. Hoax-Search

Wer einen Blick auf schon als Hoax (= Falschmeldung) enttarnte Nachrichten werfen möchte, ist bei dieser Suchmaschine in guten Händen.

Auf diesem Weg kann man sich unter Umständen auch eigene Recherchen schenken.

Tipp: einfach mal in dem Suchfeld „Koblenz“ eingeben: wer hätte gedacht, dass es selbst bei uns so vielen Hoax gibt ..?

3. YouTube DataViewer

Was die Googlebilder-Suche für Fotos macht leistet der Youtube DataViewer für Videos. Das Tool wird von Amnesty International bereitgestellt. Im Suchfeld eine YouTube-URL eingeben und das Tool zeigt zunächst allgemeine Infos: Titel, Text, Video-ID, Upload-Datum und -Zeit. Zusätzlich werden die Thumbnails des Videos bereitgestellt und ein Link zur Google Bildersuche: so kann man bequem prüfen, ob das Video eventuell schon einmal in dieser oder ähnlicher Form veröffentlicht wurde.

4. Accountanalysis (Twitter)

Mit dem nächsten Tool kann man Twitter-Accounts überprüfen. Gerade in sozialen Netzwerken kommt es häufiger vor, dass Fakeaccounts angelegt werden. Accountanalysis hilft Dir dabei, diese auf Twitter zu erkennen, indem der Account systematisch ausgewertet wird. Kleiner Nachteil: man muss sich mit dem eigenen Twitter-Account anmelden.

5. SWR Fakefinder

Das letzte Tool kommt vom SWR: der SWR Fakefinder. Hier geht es darum, spielerisch an das Thema herangeführt zu werden und für typische Fakemerkmale sensibilisiert zu werden. Ist zwar eher für das jüngere Publikum ausgelegt, aber mir hat es auch Spaß gemacht.

Hast Du noch einen Tipp für uns?

Wie steht es mit Dir? Kennst Du ein Tool, das Dir bei der Prüfung von Nachrichten und deren Wahrheitsgehalt hilft? Dann hinterlasse doch einen Kommentar mit einem Link.