Barcamp Koblenz & Bonn 2019 – Klassentreffen der Digitalen & der Kreativen

Die Barcamps Koblenz und Bonn feierten ihren fünften Geburtstag mit einem Paukenschlag. Denn die Macher legten kurzer Hand beide Veranstaltungen zu einem Doppelevent zusammen: Freitag Koblenz, Samstag & Sonntag Bonn.
Also: ein Wochenende, zwei Metropolen, ein Megaevent! Meine persönlichen Eindrücke habe ich hier in diesem Artikel zusammengefasst …

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Das Barcamp Koblenz wird fünf! Bei so einem Jubiläumsgeburtstag muss man sich ins Zeug legen. Das haben sich die Macher rund um Sascha Böhr (247Grad) und Christoph Krause (Kompetenzzentrum Digitales Handwerk) augenscheinlich zu Herzen genommen und für dieses Jahr etwas ganz besonderes auf die Beine gestellt: das gemeinsame Barcamp mit den Nachbarn aus Bonn!

Denn auch die Bundesstadt feiert den 5. Geburtstag Ihres Barcamps. Und gemeinsam feiern ist schließlich immer schöner! Natürlich bedeutet so ein Großevent auch doppelte Arbeit. Aber mit dem Barcamp Bonn kam auch deren Orga-Team von Bonn.digital mit ins Boot. Und Sascha, Johannes, Aziza und Hannah wissen ganz genau, wie man ein Barcamp rockt!

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(Fast) Alle vom Orgateam beisammen

An dieser Stelle (also bevor es überhaupt losgeht) sowohl an die Koblenzer als auch die Bonner:

Danke für das tolle Event! Für die Planung, Organisation und die reibungslose Durchführung! Das Ihr Barcamp könnt, wussten wir alle. Das Ihr auch noch einen drauf setzen könnt, haben wir jetzt am Wochenende gelernt!

1. Tag (Freitag) – Barcamp Koblenz

Rund 234 Teilnehmer, 36 Sessions, 95 Gigabyte Datenverkehr und Networking-at-his-best. Das sind die harten Fakten vom Barcamp Koblenz 2019, das am Freitag (14.06.2019) in den Räumen der Handwerkskammer Koblenz / Zentrum für Ernährung und Gesundheit (ZEG) stattfand.

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Blick in den Innenhof des ZEG

Die Wiederholungstäter kennen das ZEG aus den vergangenen Jahren: interessante Architektur, ein Innenhof, der wie für ein Barcamp gemacht scheint und viele Räume mit guter Technik. Insbesondere letzteres passt natürlich super zum Thema des Barcamps Koblenz: Digitale Kommunikation.

Ein besonderes Highlight, das es so bisher noch nie gab, war das Eintreffen „der Bonner“ mit einem Sonderbus: Denn am Freitag kamen die Bonner nach Koblenz und am Samstag wurden die Koblenzer im Bus nach Bonn transportiert.

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Die Bonner kommen!

Begrüßung

Ist das eigentlich schon ein Ritual? Altes Brauchtum? Etwas für das immaterielle Kulturerbe? Irgendwas in der Richtung vermutlich schon. Zumindest würde mir etwas fehlen, wenn ich bei einem Barcamp in Koblenz nicht vom Servicerebell mit gewohnt hohem Sprachtempo begrüßt werde.

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Barcamp ohne Sascha & Christoph? Undenkbar!

Oder Sascha bei der Vorstellungsrunde nicht im Zick-Zack-Kurs durch das Publikum kurven würde.

Sessionplanung

Das so ein 5. Geburtstag etwas besonderes ist, merkte man schon bei der Sessionplanung. Am Ende fanden 36 (!) Karten ihren Platz am Board. Klasse! Aber auch immer die Qual der Wahl (oder die Kunst des Weglassens), weil man leider nicht jede Session besuchen kann.

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Abstimmung bei der Sessionplanung

Hier noch einige Fotos von dieser Phase des Barcamps (alle Bilder findet Ihr in einem Album auf  Flickr, der Link ist weiter unten im Artikel).

Nachfolgend ein kurzer Abriss der Sessions, die ich selbst besucht habe:

Tipps & Tricks für bessere Texte

Nachdem ich gesehen hatte, dass der Vorschlag für diese Session von Sandra und Felix von 247GRAD kam, war mir klar: „Da musst Du hin!

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Der Ablauf hat mir sehr gut gefallen: zunächst musste jeder Teilnehmer einen kurzen Text verfassen. Dieser wurde im Verlauf der kommenden 45 Minuten immer wieder überarbeitet. Grundlage dafür waren insgesamt 16 Regeln oder Merksätze, die – Schritt-für-Schritt – zu einem besseren Text führen können.

Update 18.06.2019: hatte total verschwitzt, dass Sandra die Slides schon veröffentlicht hatte & auch den Link zu Slidesshare geteilt hat. Sorry! Wird hiermit nachgereicht.

Design Thinking und Design Sprint mit Hands on Workshop

Nicht weniger lehr- und hilfreich war die zweite Session von Juliette und Tim. Beide arbeiten bei mediaman und führten in der dreiviertel Stunde im Schnelldurchgang in das Thema Design Thinking und Design Sprint ein. Was mir auch hier wieder sehr gefallen hat: DIY! Kleine Gruppen von drei bis fünf Teilnehmern fanden sich zusammen und spielten einen kompletten Design-Sprint durch.

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Gerold (auch mediaman)

Eng getaktet, da normalerweise so ein Sprint eine Woche dauert. Aber um ein Gefühl für die Methode zu bekommen genau richtig!

Wer möchte kann aktuell die Slides via Formular bei mediaman anfordern. Hier der Link.

Pause & Mittagessen

Nach den zwei Sessions am Vormittag hieß es dann „Mahlzeit“. Zwar studiert ein voller Bauch bekanntlich nicht gern. Aber umgekehrt geht die Liebe zum Barcamp auch durch den Magen der Teilnehmer.

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Social Media Workshop „Arbeitgeber Marketing“

Frisch gestärkt ging es mit Social Media bei der Mitarbeitergewinnung weiter. Da HR quasi bei allen Firmen ein Thema ist und viele – wenn nicht alle – unter dem Fachkräftemangel ächzen, habe im mir gedacht: „Kann nicht schaden.“

Und hatte den richtigen Riecher: Andreas vom Haus der Wertarbeit hatte ein schönes Fallbeispiel mitgebracht. Tenor des Vortrags: Social Media Kanäle zu besetzen alleine ist sinnlos. Man muss seine Zielgruppe kennen, wissen, wo man sie erreicht und diese auch gezielt ansprechen.

Was ich Euch in keinem Fall vorenthalten möchte ist das (wie ich finde) gut gemachte und lustige Recruitervideo der BayernLB, das wir uns am Ende der Session angeschaut haben.

Agile Transition mit Fritz & Franz

Ja, und die Teilnahme bei der Session von #agileKOBLENZ war ja schon fast Ehrensache! In einem schön aufgeteiltem Vortrag wurde die Geschichte von Fritz und Franz erzählt – und gleichzeitig erklärt, was agile Transformation ist. Da haben die drei Macher von #agileKOBLENZ – Gentiana, Jan und Dennis – einen prima Job abgeliefert.

Super gemacht, locker vorgetragen (das mit dem „Wir haben das nur einmal kurz via Skype geprobt“ glaube ich Euch immer noch nicht) und vor allem für Einsteiger genial erzählt.

Wer die Session verpasst hat (oder sich von Jans Zeichenkünsten überzeugen will): hier der Link auf die Slides.

Psychologie und Agilität

Und wenn man schon mal agil unterwegs ist, bleibt man auch gleich dabei. In Form der Session Psychologie und Agilität. Diesmal stieg Matthias vom DICE in den Ring.

Bei seinem Vortrag hat mir besonders die fachliche Tiefe gefallen. Okay, und der nackte Typ, der im Regen auf die Bierbank gefesselt wurde, war auch schon ein bisschen strange. Und das es eine „klassische Versohlung“ gibt, wusste ich bis zu dieser Session auch nicht.

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Vortrag von Matthias

Man sieht: ein Barcamp sorgt auch immer für Wissenstransfer und schließt Wissenslücken.

Interne Unternehmenskommunikation

Die letzte Session, die ich besucht habe, drehte sich um die interne Unternehmenskommunikation. War mehr eine lockere Diskussionsrunde, in der einige der Anwesenden Tools und Erfahrungen austauschten.

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Diskussion zum Thema interne Unternehmenskommunikation

Was mir nicht gefallen hat

Wenn man unbedingt etwas bemängeln will, dann würde mir hier nur der Burger am Abend einfallen. Nicht, weil der nicht geschmeckt hätte  (He?! Der ist von Veggiewerk! Die schmecken super!). Aber gefühlt sind mehr als 200 hungrige Barcamper, die ja alle gleichzeitig Essen wollen, einfach too much?

Aber das ist wirklich jammern auf sehr, sehr hohem Niveau, weil auch in der Schlange gute Gespräche geführt werden können.

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Fütterung der Raubtiere

Mein Fazit zum Barcamp Koblenz

Ja, was soll man da sagen? Klasse, super, toll gemacht? Trifft alles zu und ist doch zu wenig. Das Barcamp Koblenz ist in den fünf Jahren seines Bestehens zu einer festen Institution in der Region geworden, zu einem Sammelbecken der Digitalen, zu einem Inkubator für neue Ideen und neue Initiativen. Hier kann man Netzwerken, alte Bekannte wiedertreffen und neue Verbindungen knüpfen. Und darum muss es auch genau so weitergehen!

2. Tag (Samstag) – Barcamp Bonn

Neuer Tag, neue Stadt, neues Motto: KOLLEKTIV KREA_TIV! Und vor allem eine neue Location: das Basecamp Hostel in Bonn. Da wollte ich schon immer mal hin! Das Hostel ist einfach der Hammer: allein die Idee, so was auf die Beine zu stellen, ist genial. Wer noch nix vom Basecamp gehört hat, kann sich ja vielleicht den hier verlinkten WDR-Beitrag anschauen (dauert nicht lange: knapp 5 Minuten).

Begrüßung & Vorstellung

Ähnlich wie das Barcamp Koblenz hat auch das Barcamp Bonn seine Urgesteine und seine eigenen Rituale. Und in Bonn beginnt ein Barcamp mit der Begrüßung der Teilnehmer durch Johannes und Sascha. An der Stelle wurde bereits das erste Ausrufezeichen gesetzt: Johannes hatte ein Sakko an! Uff! Damit hatten wohl die wenigsten gerechnet. Darf der das?

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Was mir  bei der Begrüßung aufgefallen ist: anders als in Koblenz hat in Bonn die Stadt mit Dr. Birgit Schneider-Bönninger einen Vertreter zum Barcamp entsendet. Finde ich super und zeigt, dass die Stadt Bonn den Stellenwerk einer solchen Veranstaltung wahrgenommen und verstanden hat. Eine Erkenntnis, die sich am Zusammenfluss von Rhein und Mosel wohl erst noch entwickeln muss.

Es folgte die obligatorische Vorstellungsrunde der Teilnehmer. Zur Verwirrung der Koblenzer ohne Twitter-Handel und ohne unsere geliebten drei Hashtags, dafür mit dem Beruf und dem Lieblingsthema (oder was mich privat interessiert). 🙂

Sessionplanung

Nach der Vorstellungsrunde folgte die Sessionplanung. Auch hier – wie in Koblenz – eine wilde, bunte Mischung von unterschiedlichsten Themen. Aber (passend zum Motto) mit weniger Hang zum Digitalen. Fand ich gut, erweitert in jedem Fall den Horizont.

Und jetzt geht es mit den Sessions weiter, die ich besucht habe:

#GirlsWhoCode

Da Koblenz Digital die Initiative KodePänz unterstützt, war es klar, dass ich bei der Session von Katja reinschauen würde.

Das Ziel, mit Brainstorming neue Ansätze für die Ansprache bei der Zielgruppe zu finden, wurde dank der vielen engagierten Teilnehmer voll und ganz erfüllt.

Ideenfindung mit Reverse Innovation Design

Auch diese Session war schon sehr früh bei mir gesetzt, weil ich es seit Jahren einfach nicht geschafft habe, Helmut und Stephan mal Live und in Action zu erleben.

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Helmut und Stephan

Und die Entscheidung war goldrichtig: gelandet bin ich nämlich in einer genialen Mit-Mach-Session, bei der jeder der Anwesenden eine Geschäftsidee aus dem Hut zaubern musste. Unterstützt durch das von den beiden entwickelte Kartenspiel. Super und hat irre viel Spaß gemacht. Auch wenn meine Idee im Laufe der Vorstellung von anderen „geklaut“ wurde. Aber so spielt halt das Leben.

Essen & sonstige Leckereien

Da kann man nicht meckern: das Essen war echt lecker! Und wenn man – neben Fingerfood – auch noch mit Donuts und Schokolade von Coppeneur verwöhnt wird? Lecker – und schlimm für die Hüften.

Frei reden ohne Gelabere

Während die ersten beiden Sessions auch in Koblenz hätten stattfinden können, war die dritte Runde wirklich Neuland für mich. Bianca kannte ich noch nicht und das Thema hat mich direkt angesprochen (Wortspiel): Frei reden ohne Gelabere. Interessanterweise war auch der alte Kommunikationsfuchs Gerrit mit am Start.

Nach einer kurzen Einweisung auf einer Seite Flipchart ging es dann auch direkt los mit Gruppenarbeit.

Aufgaben der Art „Überzeuge Dein gegenüber, wie toll der Beruf des Zugbegleiters ist!“ bis „Halte eine Rede über das Rollup“ sorgten für abwechslungsreiche Gespräche!

Cool, hat Spaß gemacht und (hoffentlich) was gebracht.

Was mir nicht gefallen hat?

Wie in Koblenz muss man auch in Bonn lange suchen, bis man ein Haar in der ansonsten wohlschmeckenden Suppe findet. Bei mir wäre es noch am ehesten die Aufteilung der Sessionräume. Gefühlt musste man hier immer wieder neu anfangen, zu suchen und sich zu orientieren.

Mein Fazit zum Barcamp Bonn

Tolles Event, mit dem Basecamp-Hostel eine wahnsinnig interessante Location (halt Fluch & Segen zugleich), die ein riesiges Fotomotiv mit wechselnden Szenerien ist, super-sympathisches Orga-Team und natürlich Unmengen von kreativen Menschen.

Herz, was willst Du mehr?

All das sind Gründe, die auch in Zukunft (bei mir) für einen Besuch beim Barcamp Bonn sprechen werden!

Mehr Fotos von den Barcamps?

Wer mich kennt, weiß, dass ich bisher auf jedem Barcamp Fotos gemacht habe. Nicht unbedingt gute, aber halt viele. Da machen auch die Barcamps Koblenz & Bonn 2019 keine Ausnahme.

Vielleicht findet der eine oder andere ja einen guten Schnappschuss. Wenn Ihr auch Fotos veröffentlicht habt: gerne in den Kommentaren verlinken.

Und was nie (!) fehlen darf: Danke an die Sponsoren!

Ab einer gewissen Größenordnung muss ein Event von Sponsoren unterstützt werden. Da führt einfach kein Weg vorbei. Bei den Barcamps Koblenz und Bonn ist das schon der Fall, wenn Sie alleine agieren. Unterstützung ist daher erst recht notwendig, wenn man ein solches Doppel-Event auf die Beine stellen will.

Daher von mir an dieser Stelle ein dickes „Dankeschön!“ an alle Sponsoren! Klasse! Macht bitte weiter so!

Denn auch die Sponsoren partizipieren vom Barcamp! Es ist tatsächlich ein Geben und Nehmen oder meinetwegen eine Win-Win-Situation. Das Sponsering wird als Signal und in der Szene weithin sichtbares Statement des Unternehmens wahrgenommen. Ein positiver Effekt, den man nicht unterschätzen sollte. Allein der Auftritt als Sponsor bei einem Barcamp gibt einiges Preis über die eigene Einstellung.

Bei zwei Events kommt natürlich einiges an Sponsoren zusammen. Ich versuche die mal hier aufzudröseln. Und weil es so viele sind, bitte ich auch gleich um Nachsicht, dass ich hier nur Name & Link reinpacke.

Premium-Sponsoren Koblenz & Bonn

Premium-Sponsoren Koblenz

Premium-Sponsoren Bonn

Sponsoren Koblenz & Bonn

Koblenz – Sponsoren

Sponsoren Bonn

Puh! Ich hoffe, dass ich keinen vergessen oder falsch eingeordnet habe. Wenn doch, keine böse Absicht. Einfach melden.

Was ist ein Barcamp?

Jetzt hast Du Dich bis hierhin durchgeschlagen, weißt aber immer noch nicht, was ein Barcamp ist? Kein Problem! Wirf einfach einen Blick in den Artikel aus dem letzten Jahr:
Gut für Koblenz & die Region: Barcamp Koblenz 2018. Dort habe ich die (wenigen) Regeln eines Barcamps zusammengefasst (muss man ja nicht in jeden Artikel Copy&Pasten).

Debeka eröffnet Innovation Center

In direkter Nähe zur Universität und zum TechnologieZentrum Koblenz, mitten in der „Metternich Bay Area“ steht eines der neusten Debeka-Gebäude. Dort befinden sich allerdings keine üblichen Büros, sondern ganz spezielle Räume, die eine neue Arbeitskultur ermöglichen. TV Mittelrhein beschreibt es so: „Die Debeka hat auf dem modernen Arbeitsmarkt den nächsten Schritt gewagt.“ Wir waren zu Gast auf der Eröffnungsfeier des Debeka Innovation Centers, kurz DICE, und möchten unsere Eindrücke mit Euch teilen.

Der Event begann im DICE-Gebäude. Begrüßungsgetränk, kurze Willkommensreden und Präsentationen, danach Führungen durch die spannend ausgestatteten Räumlichkeiten. Alles locker. Wir fühlten uns mehr als wohl und hatten bei der Führung mit Christoph Surges viel Spaß. Hier einige Bilder von der Begrüßungsrunde. (Sofern nicht anders angegeben, alle Fotos: Debeka.)

Da in diesem Fall Bilder mehr sagen als Worte, beschränken wir uns textlich auf die Aussagen einiger Persönlichkeiten des Events. Hierzu dient uns das gut gemachte Video von TV-Mittelrhein als Quelle. In voller Länge könnt Ihr es Euch hier anschauen (Klick).

Was sind die Ziele des DICE?

Thomas Brahm (Vorstandsvorsitzender Debeka): „Wir wollen sehen wie wir die bisherigen, etablierten Arbeitsabläufe verbessern können. Wir wollen schneller und effizienter werden und das entsprechende Arbeitsumfeld bilden wir hier. Die Techniken und modernen Methoden werden hier angewandt – von unseren Mitarbeitern, die teilweise von der anderen Seite der Mosel hierher kommen, um sich hier auf die neuen Arbeitsmethoden einzulassen.“

An welchen Projekten wird hier gearbeitet?

Christoph Surges (Leitung des DICE): „Im ersten Umfeld sind wir natürlich dafür da, Projekte umzusetzen – neue, innovative Lösungen für den Kunden zu schaffen. (…) Im anderen Umfeld ist das Innovation Center relativ groß, das heißt wir sind auch ein Coworking Space für Debeka-interne Projekte. Wir bieten ihnen den Raum, effektiv ihre vorhandenen Projekte umzusetzen. (…) Zugleich sind wir auch dafür da, uns Innovationen anzugucken. Was machen andere Startups, beispielsweise im TZK auf der anderen Straßenseite? Was machen sie, wie können wir mit ihnen kooperieren und interessante Lösungen für unsere Kunden darstellen?“

Roland Weber (IT Vorstand Debeka): „Das ist für uns eine neue Welt, denn bisher haben wir an Systemen gearbeitet (…), die viele viele Jahre stabil und sicher laufen mussten. Aber Apple, Google, Facebook und all die anderen Internet-Dienstleister haben die Kundenerwartungen an Services verändert und deshalb müssen wir da mithalten und auch entsprechend für die Kundenschnittstelle relativ schnell arbeiten und immer besser werden. Deshalb brauchen wir hier Leute, die in schnellen Sprints agil in Projekten arbeiten – aber die andere Welt brauchen wir auch.“

Das DICE als großer Experimentierraum? Tatsächlich unterscheiden sich die Räumlichkeiten stark von üblichen Büros. Höhenverstellbare Tische, Stühle unterschiedlicher Arten, gemütliche Sofaecken, Einzel- und Gruppenarbeitsplätze sowie ruhige Rückzugsorte wechseln sich ab. Hier einige Fotos, doch eigentlich muss man sich das alles vor Ort anschauen.

Besonders toll fanden wir zudem, dass es nach der Führung an den StattStrand ging. So viele Männer in Anzügen sieht man an Stränden eher selten, doch das passte. Vom DICE aus sind es nur wenige Schritte bis zum Strand. Als wir dort ankamen, warteten bereits leckere Cocktails auf uns. Urlaubsstimmung. Bei angenehmen Gesprächen, leckerem Essen und Networking ließen wir gemeinsam den Abend ausklingen.

Wir danken für den tollen Abend und wünschen dem DICE-Team alles Gute!

(Sofern nicht anders angegeben, alle Fotos: Debeka)

Links:

Zehntklässler des Koblenzer Hilda-Gymnasiums übergeben Oberbürgermeister Langner die Kinderrechte

Koblenz, 10:30 Uhr. Wir stehen am Haupteingang des Hilda-Gymnasiums und warten bei guter Laune auf die Ankunft von Oberbürgermeister David Langner.

Wir, das sind zwei Zehntklässlerinnen, ihre Lehrerin Alexandra Schlupp, Petra Butter vom Bunten Kreis Rheinland e.V. und zwei Personen, die wir der Einfachheit halber als Presse bezeichnen. Die große Schultür geht auf und Schulleiter OStD Breitenbach kommt heraus. Zur Begrüßung reicht er jedem die Hand und sorgt mit seiner Art dafür, dass man sich sofort willkommen fühlt. Kurz darauf erscheint auch der Oberbürgermeister. Die Stimmung ist angenehm locker. Gemeinsam folgen wir den Schülerinnen samt Lehrerin durch das Gebäude, über den Schulhof, in einen alten Klassenraum. Dort sitzt der Rest der Klasse in Begleitung von Inka Orth, der Vorsitzenden und Gründerin des Bunter Kreis Rheinland e.V.

Den Jugendlichen merkt man ihre Nervosität an, doch David Langner entpuppt sich als bodenständig und nahbar. Warum er hier ist? Wegen der Kinderrechte. Der Bunte Kreis e.V. setzt sich seit 30 Jahren für Kinder und ihre Rechte ein. Auch das Hilda-Gymnasium unterstützt den Verein bei seiner Tätigkeit – zum Beispiel im Rahmen des Taschenlampenkonzertes. Insbesondere die zehnte Klasse hat sich intensiv mit dem Thema Kinderrechte befasst und möchte diese symbolisch an den Oberbürgermeister der Stadt übergeben, damit er die Rechte der Koblenzer Kinder und Jugendlichen stets im Auge behält und auch in ihrem Sinne agiert. Eine schöne Geste also? Nicht nur! Denn die Jugendlichen haben zudem Fragen an David Langner vorbereitet. Allgemeinpolitische Fragen, aber auch die Belange ihrer Schule betreffend. Oberbürgermeister Langner stellt direkt zu Beginn klar: “Alle Fragen sind zulässig.”

Oberbürgermeister David Langner beantwortet die Fragen der Zehntklässler.
Oberbürgermeister David Langner beantwortet die Fragen der Zehntklässler. (Foto: Stephan Mahlow)

“Was halten Sie von Fridays for Future?”, beginnt eine Schülerin das Gespräch.

Langner: “Ich finde es gut, dass sich Jugendliche engagieren. Es ist ein wichtiges Thema, das noch nicht so stark von der Politik vertreten wird wie erforderlich.”

Denken Sie, dass wir Kinder und Jugendlichen ernstgenommen werden und tatsächlich Einfluss auf die Politik haben können?

Langner: “Das lässt sich schwer messen. Die Wahlen zeigen, dass man reagieren muss. Demonstrationen alleine können nicht viel bewirken, weil es vergleichsweise einfach ist, sie abzutun. Da es sich hierbei aber nicht um einzelne Demos handelt, sondern um eine längerfristige Bewegung, ist die Wirkung schon größer. Trotzdem muss auf europäischer Ebene mehr passieren.

Nehmen wir mal meine Rolle als Oberbürgermeister. Ich besuche sehr gerne Schulen. Das habe ich auch schon in meinen vorherigen beruflichen Positionen gemacht. Trotzdem kann ich nicht ins Büro zurückgehen und direkt alle Anliegen und Wünsche der Schülerschaft umsetzen. Vor allem komplexe Themen nicht, denn diese brauchen Zeit.”

Schüler: Denken Sie, dass die Wahlergebnisse, die zeigen, dass den Wählern das Thema Umwelt wichtig ist, auch die anderen Parteien beeinflussen werden?

Langner: “Ja. Ich befasse mich schon länger mit Umweltfragen, aber bisher war das Thema nicht so präsent wie heute. Zu meiner Zeit im Landtag waren die Grünen dort nicht vertreten. Ich fühlte mich ein wenig wie ein Grüner in der SPD. Damals setzten sich einige in der SPD ganz besonders für das Thema Klima ein. Ich war ohnehin im Umweltausschuss der Stadt tätig. Daher zurück zu den Wahlergebnissen. Diese beeinflussen die Politik immer. Die Frage ist, ob genug.”

Schülerin: Wie sieht es mit unserer Schule aus – die Toiletten und teilweise auch die Fenster sind schon lange renovierungsbedürftig. Wann wird sich die Politik darum kümmern?

Langner (nickt und blickt zum Fenster): “In diesem Raum sind nur einfachverglaste Fenster. Höchste Zeit das zu ändern, natürlich. In Koblenz gibt es allerdings viele Schulen und es herrscht Sanierungsstau. Wir kümmern uns um alle Schulen – Schritt für Schritt. Ich habe einige Unterlagen mitgebracht und schaue direkt nach, wann die Fenster in diesem Gebäude des Hilda-Gymnasiums gemacht werden sollen. Diese Schule ist im Konjunkturpaket … – einen Augenblick – hier steht: Fenster 2020.”

Und die Toiletten?

“Die sind im Konjunkturpaket 3, das wir beantragt haben. Aktuell warten wir noch auf die Bewilligung.”

Schülerin: Warum werden die Prioritäten so gelegt? Für Bildung müsste doch viel mehr gemacht werden.

Lehrerin: Am Arbeitsplatz im Büro müssen bestimmte Annehmlichkeiten wie Pausenraum und genügend Toiletten gegeben sein, aber für Schulen gilt das nicht. Dabei verbringen die Kinder hier viele Stunden pro Woche.

Langner: “Ich verstehe das Problem vollkommen. Doch Geld lässt sich nur einmal ausgeben. Daher muss man priorisieren. In Koblenz werden aktuell mehrere Brücken saniert. Niemand schreit, wenn eine Million in die Pfaffendorfer Brücke fließt, weil alle wissen, dass wir diese Brücke brauchen. Es steht keiner auf und ruft: Aber die Schulen brauchen das Geld dringender! Das bedeutet, die Dringlichkeit der Probleme spielt eine Rolle. Und in der Politik hat auch ein Kompromiss seinen Wert. Die Mittel für die Schulen haben wir übrigens im letzten Jahr erhöht.”

Schülerin: Unsere Taschen sind schwer. Warum ersetzen wir Bücher nicht durch Tablets? Das wäre bestimmt auch für die Umwelt besser.

Langner: “Am Max-von-Laue-Gymnasium hat man das versuchsweise eingeführt. Soviel ich weiß, gibt es rechtliche Schwierigkeiten, das insgesamt einzuführen. Unabhängig davon, halte ich es für fraglich, ob Tablets besser für die Umwelt sind als Bücher. Betrachtet man die Öko-Bilanz sieht es vermutlich anders aus. Ja, uns ist wichtig, eine digitale Infrastruktur zu schaffen, aber wir wissen noch nicht wie viel Geld wir explizit dafür erhalten werden.”

Andere Schülerin: Meiner Ansicht nach, gibt es Wichtigeres als Tablets. Zum Beispiel ordentliche Toiletten.

Langner: “Das ist Ansichtssache, denn eigentlich ist beides wichtig. In der Berufswelt muss man mit Geräten wie beispielsweise Tablets umzugehen wissen, deshalb sollte man damit vorher auch mal in der Schule gearbeitet haben.”

Und warum werden dann Unterschiede zwischen den Schulen gemacht? Eine Schule bekommt Tablets, eine andere nicht.

Langner: “Dabei spielen Fördergelder eine Rolle. Wenn eine Schule zum Beispiel einen Hochbegabtenzweig anbietet, erhält sie Anspruch auf besondere Förderung. Diese kann sich dann in Form von Tablets äußern.”

Die Zehntklässler hören David Langner aufmerksam zu und stellen Rückfragen.
(Foto: Stephan Mahlow)

In anderen Städten kann man mit dem Schülerticket alle Linienbusse nutzen und kommt überall hin. Warum ist das in Koblenz nicht auch so?

Langner: “Das ist ein sehr komplexes Thema, weil allein schon die Aufteilung der Einnahmen des hiesigen Verkehrsverbundes nicht einfach zu erklären ist. Zum einen ist da die Stadt Koblenz und zum anderen die umliegenden Ortschaften. Wir haben schon einmal daran gedacht, die Tarifzonen innerhalb der Stadt abzuschaffen. Man entschied sich damals dagegen, denn das wäre zwar für die Stadt gut, aber für das Umland würde sich daraus ein finanzieller Nachteil ergeben. Ich habe das zu meinem Thema gemacht und es ist mir tatsächlich sehr wichtig. Nicht zuletzt der Umwelt zuliebe soll Busfahren günstiger werden. Die Veränderungen benötigen jedoch Zeit. Richtig greifen wird das alles im Winter 2020. Eines steht fest: Wir werden den ÖPNV komplett umkrempeln.”

Oberbürgermeister David Langner betrachtet lächelnd das Plakat, das ihm die Zehntklässler übergeben möchten. Gemeinsam mit dem Bunten Kreis Rheinland möchten sie damit auf die Kinderrechte aufmerksam machen.
Die zehnte Klasse des Hilda-Gymnasiums und der Bunte Kreis Rheinland e.V. übergeben Oberbürgermeister David Langner ein Plakat mit den Kinderrechten. (Foto: Stephan Mahlow)

Am Ende des Gesprächs überreicht die Klasse dem Oberbürgermeister symbolisch ein Plakat mit den Kinderrechten. Dieses soll von nun an im Rathaus hängen. David Langners Lächeln wirkt echt, als er das schön gestaltete Plakat sieht. Diplomfotografin Julia Berlin hat für den Bunten Kreis Rheinland e.V. Kinder fotografiert, die mit Schildern auf ihre Rechte hinweisen. Unterstützt wird dieses Projekt auch vom Koblenzer Familienmagazin JANU, das erstmalig im Juni und ab dann vierteljährlich erscheinen wird.

Für den Zeitaufwand und die Bereitschaft zum Treffen im Hilda-Gymnasium überreicht Inka Orth dem Oberbürgermeister Langner und Frau Schlupp jeweils einen frisch gebackenen Gugelhupf mit Dankeskarte. Ein Geschenk von Herzen. Nichts könnte besser passen zum so wichtigen Herzensthema – den Kinderrechten.

#agileKOBLENZ meets DICE – eine tolle Mischung!

Was macht ein ohnehin tolles Event mit tollen Menschen noch besser? Richtig: eine neue, inspirierende Location. Beim sechsten #agileKOBLENZ Meetup entstand diese Mischung durch das Debeka Innovation Center (DICE). Neben interessanten Gesprächen zu agilen Themen also gleichzeitig eine gute Gelegenheit für mich, einen Blick ins DICE zu werfen …

Eine Agile Community definiert sich immer durch die Menschen, die sich in ihr zusammenfinden und organisieren. Menschen, die vom Mindset der agilen Arbeitsweise überzeugt sind und idealerweise den Kulturwandel aktiv vorantreiben wollen, die neugierig sind und anderen helfen möchten. In Koblenz ist mit #agileKOBLENZ genau so eine Community entstanden.
Doch so eine Community braucht Unterstützer. Im Falle des #agileKOBLENZ beispielsweise in Form von Gastgebern. Und darum sind dem DICE in diesem Beitrag gleich zwei Abschnitte gewidmet: einmal als Dank an den Gastgeber und am Ende des Artikels nochmal einmal mit Bildern von der Führung durch das DICE.

Der Gastgeber: das DICE – Debeka Innovation Center

Wie gesagt: für das sechste Meetup konnte – nach den BRICKMAKERS – das DICE als Gastgeber gewonnen werden! Kaum ein Player hat in letzter Zeit in der Region Koblenz für soviel Aufmerksamkeit gesorgt wie das DICE. Und das noch vor der offiziellen Einweihung!

Schon auf dem Weg zur „Metternich Bay Area“ (übrigens eine geniale Wortschöpfung der IHK) mit der Postanschrift Universitätsstraße 6 merkt man: das DICE hat nette und innovative Nachbarn: der Universitäts-Campus Koblenz-Landau und das Technologiezentrum (TZK) sind beide nur einen Steinwurf weit fernt. Und auch der Stattstrand ist in Blick- und Rufreichweite.

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Das Kernteam des DICE: Teresa, Patrik und Christoph (v.l.n.r.)

Natürlich richtet sich unser Dank nicht an den Bürokomplex des DICE sondern an die drei Köpfe des Kernteams, das dem DICE Gesicht, Stimme und vor allen Dingen Charme & Esprit verleiht:

Danke für die Einladung und einen tollen Abend!

Spoiler: Am Ende des Artikels findet Ihr ein paar Fotos von meiner Führung durch das DICE!

Zurück zum #agileKOBLENZ Meetup

Das die Förderung der Innovationen im DICE sehr gut funktioniert, zeigte sich schon am Beginn des Abends: bei der Themensammlung, die nach bester Lean-Coffee-Manier erfolgte, wurden nicht weniger als 18 Vorschläge der Teilnehmer am Whiteboard angeheftet! Natürlich ist die Zeit begrenzt und so schafften es am Ende „nur“ vier Themenblöcke in unsere To-Do- und dann auch in die Done-Spalte.

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Top-Thema und als Nummer 1 in die Agenda aufgenommen wurde die Fragestellung „Mindset langjähriger Kollegen ändern„, die mit dem Vorschlag „Wie geht Verhaltensänderung agil?“ kombiniert wurde. Insbesondere bei „gemischten“ Teams, wenn als Kollegen aus der Linienentwicklung auf solche mit agilen Hintergrund treffen, kommt es in der Praxis oft zu Reibungspunkten, weil man den anderen nicht versteht.

Knapp dahinter landete auf Platz 2 die Frage „Agiles lernen?“ Neben der Möglichkeit von WOL wurde hier die Bildung beziehungsweise Förderung von Communities erörtert.

Platz 3 belegte wieder eine Kombination aus zwei Vorschlägen: „Agil in starren Strukturen“ und „Einführung von Agilität in bislang konservativen Strukturen„. Eine Herausforderung, die häufig bei Konzernen auftritt, in denen nur ein Teil der Teams agil aufgestellt ist.

Und als letztes Thema kam die Karte mit der Aufschrift „Priorisierung des Backlogs – Wie macht ihr das?“ auf Platz 4 in die To-do-Spalte. Hier wurde – neben einigen anderen Vorschlägen – auch die Methode der Bubble-Matrix kurz vorgestellt.

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Lean-Coffee

Man sieht: der Abend war

  • erstens interessant und ich habe aus der Diskussion einige wertvolle Punkte mitgenommen
  • zweitens viel zu kurz, weil wir noch einiges im Backlog hatten

Leider hat es mein eigener Vorschlag „Wie den Kunden in Scrum einbinden?“ nicht mehr in die Diskussion geschafft. Und ich überlege, ob ich ihn beim nächsten mal wieder „reinschmuggle“…

Wer steht eigentlich hinter #agileKOBLENZ?

Geboren und damit aus der Taufe gehoben wurde die Idee für das #agileKOBLENZ Meetup auf dem Koblenzer Barcamp 2018. Und seitdem entwickelt sich das Format kontinuierlich weiter. Sehr zur Freude der Macher und der Teilnehmer.

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Gentiana & Jan (Dennis konnte leider nicht)

Daher an dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön an die Initiatoren hinter der Idee:

  • Gentiana Daumiller
    Gentiana ist selbstständiger Agile- und Business-Coach – XING-Profil
  • Jan Claas Krisor
    Jan ist IT Projektleiter bei der der Deutsche Post DHL Group – XING-Profil
  • Dennis Willkomm
    Dennis ist Scrum-Master und Coach bei der Siemens AG – XING-Profil

Wer noch mehr wissen möchte, den verweisen wir an dieser Stelle auf den ersten Artikel zum Thema #agileKOBLENZ Meetup hier im Blog.

Vernetzen könnt Ihr Euch mit #agileKOBLENZ auf folgenden Plattformen:

Und seit neustem hast Du auch die Möglichkeit, auf der brandneuen #agileKOBLENZ Website vorbeizuschauen!

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Die neue Website von #agileKOBLENZ ist online!

Die Party geht weiter: das Juni-Meetup!

Am 27.06.2019 gibt sich ein weiteres Koblenzer IT-Schwergewicht die Ehre: Gastgeber des #agileKOBLENZ Meetups wird dann die CompuGroup Medical (CGM) sein.

Ihr seht: es geht spannend weiter!

Und Last-but-not-least: Bilder von der Führung durchs DICE

Ich hatte das Glück, gleich zwei Führungen mitzumachen zu können: eine mit Patrik und eine weitere mit Christoph. Aus Gerechtigkeits- und Gleichstellungsgründen müsste ich jetzt eigentlich noch eine dritte Führung mit Teresa machen … 🙂

Das erste, was man bei beiden – bei Patrik und Christoph – spürt, ist das Feuer und die Begeisterung für das Projekt DICE! Bei den Erläuterungen, dem Zeigen und dem Erklären der Details schwingt bei beiden die Leidenschaft für das Projekt mit.

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Christoph in Aktion

Und diese Leidenschaft hat dem DICE gut getan: hier wurde auf zwei Etagen ein Raum geschaffen, der zu 100% auf Innovation und Kollaboration ausgerichtet ist.

Genial sind die vielen Detaillösungen: offene Räume, Desksharing und Ruheoasen sind optimal miteinander verwoben, wechseln sich ab und ergänzen sich.

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Ruhe- und Rückzugszonen

Viel Wert wurde auf Flexibilität gelegt: Bereiche können mit Vorhängen abgeschirmt werden, mobile Monitore erlauben Add-hoc-Videokonferenzen oder Präsentationen. Nettes Detail: es gibt für alle Arbeitsplätze auf den beiden Etagen genau einen (!) Drucker.

Elektrisch höhenverstellbare Schreibtische, ergonomische Stühle, große Curved Monitore und eine Clean-Desk-Policy in Kombination mit persönlichen Schließfächern bilden das Rückrat der Arbeitsplätze, von den es 122 im DICE gibt.

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Typischer Arbeitsplatz im DICE

Abgerundet wird das ganze mit weiteren Schmankerln, wie zwei Küchen, zwei Balkonen, einem Bereich fürs Essen (der auch als Versammlungsort genutzt werden kann) und sogar an zwei Duschen für die Sportler unter den Mitarbeitern wurde gedacht.

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Viel Raum für Ideen

Mein persönlicher Eindruck: das DICE ist definitiv ein Place-to-be. Hier wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die die Zusammenarbeit fördern und in denen sich die Menschen wohlfühlen können. Ein Inkubator für Innovationen und frische, neue Ideen.

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Blick zum „Mutterhaus“ – der Debeka auf dem anderen Moselufer

Bin schon gespannt, was wir noch alles vom Debeka Innovation Center hören werden, wenn das DICE erstmal Fahrt aufgenommen hat…

Warum du zum Barcamp Koblenz kommen solltest

Wir versuchen jedes Jahr, noch diverser zu werden und Menschen aus verschiedenen Richtungen auf dem Barcamp Koblenz zusammenzubringen.

Erstmal: Wir freuen uns, dass sich das Event mittlerweile als feste Größe im Jahr etabliert hat. Dieses Jahr feiern wir das fünfte Jubiläum und das wird nochmal ganz besonders.

Als Mitorganisator finde ich es besonders wichtig, dass sich jeder willkommen fühlt. Deshalb ist das Oberthema Digitale Kommunikation bewusst weit gefasst – das geht jeden an. Wir hatten auf dem Barcamp schon Sessions aus den verschiedensten Richtungen. Es ging von 3D-Druck über Live-Hacking, Jodel-App und Agilität über Fotografie bis zu Storytelling bei der Bundeswehr.

Auf dem Barcamp sind auch bereits einige Initiativen entstanden, neben Koblenz Digital auch agileKoblenz und das WP-Meetup.

Sessionplan vom Freitag des Barcamp Koblenz 2018

Bringt Leute mit, redet über das Barcamp

Ich bin mir sicher, dass es in der Region noch mehr Themen gibt, die es wert sind, auf dem Barcamp stattzufinden. Deshalb der Aufruf: Sprecht über das Barcamp! Erzählt euren Kolleg*innen und Freund*innen davon und ermutigt skeptische Menschen, es einfach mal auszuprobieren. Ich habe bisher noch von niemandem gehört, der am Ende nicht geflasht war von der Energie auf dem Barcamp.

Haltet euch den 14./15. Juni 2019 frei

Dieses Jahr gibt es zum Jubiläum beider Barcamps einen Barcamp-Tag in Koblenz und den zweiten Tag in Bonn! 🔥 Am Samstag bringen wir euch kostenlos mit einem Bus🚌 nach Bonn und wieder zurück. Es gibt günstige Jubiläumstickets🎫 für beide Tage und zwei Afterpartys🎉, im Preis bereits enthalten und Verpflegung🍔🍹🍻 ist ebenfalls inklusive.

Bitte scheut euch nicht, im Vorfeld Fragen zu stellen wenn ihr etwas wissen möchtet oder eine Idee habt! Wir freuen uns auf ein unvergessliches Barcamp-Wochenende von und mit euch! #bcko19

Koblenzer Coworking Spaces

Neue Arbeitsformen sind der Renner. NEW WORK gilt als Oberbegriff für den Wandel an Erwartungen im Arbeitsleben. Insbesondere in Berufen, die sich am Computer abspielen, ermöglicht die Digitalisierung ortsunabhängiges Arbeiten.

Coworking zählt zu den Arbeitskonzepten der Zukunft und ist schon heute verfügbar. Was oberflächlich betrachtet als Trend aus den Metropolen abgetan werden könnte, hat nicht zuletzt auf dem Lande großes Potenzial. Kürzlich berichtete der SWR über Coworking Spaces in rheinland-pfälzischen Dörfern. Dort heißen sie „Dorf-Büro“. Was viele nicht wissen: In Koblenz hat man die Wahl zwischen drei Coworking Spaces. Welche das sind und was genau hinter dem Konzept steht? Wir erklären es Euch.

Was ist ein Coworking Space?

„Coworker arbeiten unabhängig und frei voneinander an verschiedenen Projekten, jedoch meist im selben Raum und können sich so gegenseitig ergänzen. Jeder kann von dem Wissen anderer profitieren und so zu kreativen und vielfältigen Ideen kommen. Die Coworking Spaces bieten neben Arbeitsplätzen auch Infrastruktur (wie Netzwerk, Drucker, Besprechungsräume) an und ermöglichen so das eigenständige Arbeiten, aber auch die Bildung einer Gemeinschaft.“ (Quelle: Startplatz)

Nicht nur digitale Nomaden, Freiberufler und kleine Start-ups haben als Coworker die Möglichkeit, zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis einen Arbeitsort für eine mehr oder weniger beliebige Dauer zu mieten. Was dafür spricht?

  • Digitale Nomaden lieben den Ortswechsel und lernen in der Regel gerne die Bewohner der jeweiligen Stadt kennen.
  • Freiberufler sind froh, nicht immer alleine im Homeoffice zu arbeiten, sondern mal unter Leute zu kommen und so etwas wie Arbeitskollegen zu haben.
  • Für Start-ups ist es in erster Linie ein günstiges Büro, doch es bietet ihnen zusätzlich den Vorteil, dass sie sich mit den anderen Coworkern austauschen und von ihnen lernen können. Networking ergibt sich hier von selbst.

In Koblenz scheint sich das neue Arbeitsmodell noch nicht rumgesprochen zu haben. Bisher gibt es hier noch nicht viele Coworker. Vor allem Unternehmensberater und kreativ Tätige, wie Fotografen, Webdesigner und Blogger nutzen die hiesigen Coworking Spaces. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass man an solchen Orten (auch in Koblenz) ganz bestimmte Menschentypen trifft. In der Stadt, die inmitten eines Paradieses aus Vulkaneifel, Hunsrück, Westerwald, Weinbergen, Burgen – also Kultur und Natur gelegen ist, könnt Ihr als Coworker zwischen drei Arbeitsorten wählen. Zwei davon befinden sich in der Koblenzer Altstadt, einer in Uni-Nähe.

Alle hiesigen Coworking Spaces verfügen über WLAN, Drucker und sonstiges Büro-Equipment (Drucken, Kopieren, Scannen ist möglich).

ISSO Coworkingspace

Das ISSO Coworkingspace befindet sich im historischen Dreikönigenhaus in der Koblenzer Altstadt und ist Teil des ISSO-Instituts.

Informationen im Überblick:

  • zentrale Lage, mitten in der Altstadt
  • neue, moderne Räumlichkeiten im historischen Gebäude
  • insgesamt zwei große Räume
  • Monatsmiete: 118 € (inkl. MwSt.).
  • 24/7-Zutritt
  • Laufzeit: ab einem Monat.
  • Küche zur Mitbenutzung; Box für eigenes Müsli oder andere Lebensmittel
  • Kann als Postadresse genutzt werden.
  • Konferenzräume: gegen Gebühr
  • Im ISSO werden regelmäßig Veranstaltungen zu zukunftsweisenden, kulturellen und wirtschaftlichen Themen sowie Seminare, Coachings und eine offene Bühne für potenzielle Gründer geboten.
  • Als Coworker erhält man auf ausgewählte Events Rabatt. Einige Veranstaltungen, wie das MeetUp@ISSO, sind kostenfrei.
  • Im Gebäude befinden sich unter anderem Start-ups aus den Bereichen Webdesign und Grafikgestaltung, die UNICEF-Arbeitsgruppe Koblenz, der BUND, Höhenwind (Windkraft) sowie ein Restaurant.
  • Schwerpunkte: Social Entrepreneurship, Nachhaltigkeit, Lösungsansätze für gesellschaftliche Probleme.
  • Nach Feierabend ein Gläschen Wein? Kein Problem, nur die Treppe runter ins Erdgeschoss ….

Fazit: Wer beruflich im sozialen Sektor tätig ist, sich mit Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein befasst oder schlicht historische Gebäude mit moderner Ausstattung zu schätzen weiß, ist hier genau richtig. Das freundliche und kompetente Team sowie der Flair der wunderschönen Altstadt sorgen für Wohlfühlcharakter. In der Mittagspause kann man das Restaurant im Erdgeschoss besuchen oder wenige Schritte aus dem Gebäude wagen, schon ist man umgeben von schicken Boutiquen, kleinen Fachgeschäften, einladenden Cafés und anderen Lokalitäten.

TechnologieZentrum Koblenz (TZK)

Foto: Manolito Röhr.

Im Coworking Space des TZK herrscht Gründergeist. Es befindet sich im Stadtteil Metternich, schön zwischen Universität und Mosel gelegen und ist Teil des TechnologieZentrums Koblenz.

Foto: Manolito Röhr.
  • Gute Infrastruktur und Parkmöglichkeiten
  • Monatsmiete: 119 € (inkl. MwSt.)
  • Laufzeit: ab einem Monat.
  • modernes Gebäude
  • in direkter Nachbarschaft zur Universität
  • Zuhause zahlreicher Start-ups
  • 24/7-Zutritt
  • Whiteboard, Flipchart
  • Sofa-Ecke
  • Küche zur Mitbenutzung
  • Verschließbare Fächer
  • Konferenzräume: gegen Gebühr
  • Kann als Postadresse genutzt werden.
  • Auch hier finden regelmäßig Events statt. Diese konzentrieren sich insbesondere auf Themen der Gründerszene.
  • Als Coworker lernt man eine Menge Gründer, aber auch bereits erfahrene Unternehmer sowie angesagte Agenturen kennen und erhält Einblick in ihre Arbeitswelt.
  • Die unmittelbare Nähe zu innovativen Unternehmen inspiriert zu neuen Ideen, und es ergeben sich Kooperationen.
  • Jeden Dienstag kommt der italienische Pizzabäcker Mario auf den Parkplatz und bereitet in seinem einzigartigen Fahrzeug frisch vor Ort Pizza nach Wunsch zu.
  • In der Pause oder nach Feierabend genügen wenige Schritte, schon ist man am StattStrand.
Foto: Manolito Röhr.

Fazit: Das TechnologieZentrum Koblenz steht für innovatives Denken. Hier arbeiten Start-ups heiter, aber konzentriert an ihren Zielen. Es herrscht lockere Stimmung, man duzt einander und ist aufgeschlossen. Als Coworker erlebt man mit, dass sich Teams unterschiedlicher Unternehmen gegenseitig unterstützen und kann, wenn man möchte, auch selbst Teil der Gemeinschaft (#tzkfamily) werden. Das TZK ist nicht nur ein Arbeitsort, sondern auch ein Treffpunkt. Manche Mitarbeiter verbringen hier einen Teil ihrer Freizeit. Sie treffen sich an Wochenenden zu Pen&Paper-Spielen oder bieten zum Beispiel Malkurse an.

Sowohl im ISSO als auch im TZK werden Events mit Mehrwert angeboten. Besonders nennenswert ist, dass es sich hierbei um keine Konkurrenten handelt, sondern mehrmals pro Jahr auch gemeinsame Veranstaltungen organisiert werden – zum Beispiel im Rahmen der Startup League. Daher haben wir Euch diese beiden Coworking Spaces genauer vorgestellt. Zum Abschluss möchten wir noch auf ein weiteres Angebot hinweisen.

KOworking

KOworking ist am Florinsmarkt, in der Koblenzer Altstadt, gelegen und ist als Coworking Space aufgrund der Preise eher der gehobenen Art zuzuweisen. Gegründet wurde es von Organisationsberaterin und Coach Iris C. Hartmann und ist das einzige Coworking Space in Koblenz, das einen Tagestarif anbietet.

  • Tagestarif: 35 €/Tag
  • Monatsmiete: 250 bzw. 330 Euro (excl. MwSt)
  • Loungebereich
  • Kann als Postadresse genutzt werden.

Bisher hat niemand aus unserem Team Erfahrungen in diesem Coworking Space gesammelt. Sollte sich das ändern, werden wir die Informationen hier aktualisieren.

Jetzt Ihr!

Was haltet Ihr von dieser neuen Arbeitsform? Habt Ihr schon einmal in einem Coworking Space gearbeitet? Wo war das, und hat es Euch gefallen? Was müsste ein Coworking Space haben, damit es für Euch interessant wird?

Weiterführende Links:

Das Scheitern zelebrieren – Rückblick auf die Fuckup Nights Koblenz Vol. 2

„Aus Fehlern lernt man“ – jeder von uns hat diesen Spruch schon mal gehört. Doch heißt das automatisch, dass jeder junge Gründer selbst in jede Falle tappen muss? Nein, nicht, wenn er aus den Fehlern anderer lernen kann. Beispielsweise im Rahmen einer Fuckup Night, einem Format, bei dem Gründer und Unternehmer von ihrem ganz persönlichen Scheitern berichten.

In Deutschland ist es auch heute noch zumindest ungewöhnlich, wenn jemand über sein Scheitern berichtet. Um so mehr, wenn dabei persönliche Schicksalsschläge zur Sprache kommen. Aus diesem Grund sind Veranstaltungen wie die Fuckup Nights so wichtig: sie bieten die Plattform, um über das eigene Scheitern zu berichten und so den Weg für viele andere zu erleichtern. Und seit letztem Jahr hat auch die Region Koblenz eine eigene Fuckup Night, bei der das Scheitern gefeiert wird.

Du willst mehr über das Event-Format Fuckup Nights erfahren?

Nichts leichter als das! Wirf einfach einen Blick in unseren ersten Blogbeitrag zu diesem Thema – Aus Scheitern lernen: FuckUp Nights Koblenz vom September 2018.

Dort gehen wir auf die Basics und die Hintergründe der FuckUp Nights ein.

Volume 2 – und ich habe ein Ticket!

Für die erste Fuckup Nights Koblenz haben wir hier bei Koblenz Digital zwar fleißig getrommelt. Doch – Asche auf unser Haupt – teilgenommen hat dann doch keiner von uns. So was kann man natürlich nicht auf sich sitzen lassen! Gleich bei der ersten Ankündigung in Facebook habe ich daher zugeschlagen und ein Early-Bird-Ticket ergattert!
Als Location für die zweite Auflage der Fuckup Nights Koblenz hat man die Stadt hinter sich gelassen und sich für den Campus der Hochschule Koblenz auf der Kartause entschieden.
Hörsaalatmosphäre.
Manch einer fühlte sich daher in seine eigene Studienzeit zurückversetzt. Und mit 285 Plätzen bot der Hörsaal ausreichend Raum für alle Zuschauer.

Auch Top – das Catering an diesem Abend!  Allein die 1688-Limonade, die ich gleich mehrfach probiert habe, war super lecker!

Die Speaker bei der Fuckup Nights Koblenz Vol. 2

Das Herz eines solchen Events sind natürlich die Speaker, liebevoll auch Fuckupper genannt. Leute, die etwas gewagt haben – und gescheitert sind. Aus den unterschiedlichsten Gründen. Aber eines hatten alle Speaker an diesem Abend gemein gehabt: Mut. Entgegen dem ersten Reflex, sich zurückzuziehen, die Wunden zu lecken und möglichst Gras über die Sache wachsen zu lassen, berichten Sie über ihr Scheitern. Über das Wie und das Warum. Und geben anderen so Gelegenheit, daraus zu lernen.

Kazim Eryilmaz

Schon recht früh hatte sich Kazim Eryilmaz als erster Speaker für die Volume 2 aus der Deckung gewagt. Was seinem Wesen entspricht, denn als Motto gibt der Geschäftsführende Gesellschafter der Picco Bello GmbH selbst an:

„Wer nicht aufgibt, erzwingt seinen Erfolg, egal wie oft er scheitert“.

Als Erster bei so einem Event auf die Bühne zu müssen und (im übertragenen Sinne) die Hosen runter zu lassen, ist nicht jedermanns Sache. Aber Kazim hat das toll gemacht.

Bei dem Tweet fehlt übrigens der wichtigste Hashtag:

#schwarzermercedes

Besonders gut fand ich, dass Kazim (fast) sein ganzes Team mit zur Fuckup Nights Koblenz gebracht.

Sabine Schmidt

Als zweite hat Sabine Ihren Hut in den Ring geworfen. Schauspielerin, Moderatorin im Regionalfernsehen (mit Auszeichnung) und jetzt eine logopädische Praxis. Doch Sabine zeigte auf, dass das, was wie eine Bilderbuchkarriere im Raketentempo klingt, viel viel schwieriger ist, als es der reine Lebenslauf vermuten lässt.

Ging es bei Kazim primär um Finanzen, spielte bei der Geschichte von Sabine auch das persönliche Umfeld eine Rolle. Verlust, Trauer und plötzliche, oft negative Veränderungen prägten Ihren Werdegang. Das Thema Finanzen kam bei Ihr in Form der Falle „Abhängigkeit von wenigen Auftraggebern“, in die Freiberufler leicht tappen können, daher und sorgte zusätzlich für einen steinigen Werdegang.

Rolf Müller

Das es einen auch dann noch erwischen kann, wenn man sich schon an den Erfolg gewöhnt hat, zeigte der gelernte Drucker, Vertriebs-Ingenieur und Marketingfachmann Rolf Müller. Seine Devise: Nie aufgeben, immer nach vorne schauen.

Sein Motto hat Rolf an diesem Abend bei der Fuckup Nights Koblenz eindrücklich in der Praxis bewiesen, denn er stand trotz Zahn-OP auf der Bühne. Respekt.

Bei seinem Vortrag spielten – ähnlich wie bei Sabine – persönliche Aspekte eine wichtige Rolle. Und Rolfs Werdegang zeigt, wie man einen Rückschlag nutzen kann, um etwas gänzlich Neues zu beginnen.

Mademoiselle Nicolette

Die letzte (und vielleicht schillerndste) Persönlichkeit bei dieser Fuckup Night ist wohl Mademoiselle Nicolette gewesen. Mit ihrer interessanten Mischung aus Sexbloggerin, Comedian und Unternehmerin gab Sie einen sehr persönlichen Einblick in Ihre Karriere – und das dieser Weg nicht einfach sondern voller Hindernisse war.

Als letzte Speakerin schaffte es Mademoiselle Nicolette an vielen Stellen Ihrer Geschichte, dass es im Hörsaal ganz, ganz leise wurde. Kein Wunder bei einer sehr emotionalen Story.

Noch mehr Fotos vom Event?

Dann einfach einen Blick in diesen Facebook-Post werfen:
Da sind 79 Fotos von Mattphoto veröffentlicht, die die Stimmung an diesem Abend sehr gut eingefangen haben.

Ein Schiff ohne Kapitän und ohne Crew? Undenkbar!

Was auf Captain Jack Sparrow zutrifft gilt logischerweise auch für die FuckUp Nights Koblenz: ohne Organisatoren und „Macher“ kann so ein Event nicht funktionieren. Und in Koblenz hat sich dafür ein tolles Dreigestirn zusammengefunden.

Über Gentiana Daumiller haben wir hier im Blog bereits im Rahmen des #agileKoblenz Meetups berichtet. Und auch bei den Fuckup Nights Koblenz ist die Agile Culture Coachin vorne mit dabei. Wobei ich mich frage, wie sie das – neben der Selbstständigkeit, der Vorstandsarbeit bei der IT.Stadt Koblenz, und und und alles unter einen Hut bekommt.

Die Zweite im Bunde ist Veronica Wilm, Co-Founderin von Wahlkampf Manufaktur und Studentin. Ja, frühes gründen und weiter studieren funktioniert – Veronica ist der beste Beweis dafür.

Hahn im Korb ist zweifelsohne Immanuel Bär. Muss man Immanuel eigentlich noch vorstellen? Ich denke nicht. Zumindest halte ich es für unwahrscheinlich, dass jemand aus der Region Koblenz den Co-Founder von ProSec Networks nicht kennt oder zumindest schon einmal von ihm gehört hat.

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Auf der Landingpage der Fuckup Nights Koblenz findet Ihr von den Dreien jeweils ein kurzes Statement und warum sie sich für das Event stark gemacht haben.

Fazit

Ein tolles Event, dass super in die Szene von Koblenz passt & Lust auf mehr macht!

Darum freue ich mich auch schon auf den November, weil es dann wieder heißt: es ist Fuckup Nights in Koblenz!