Barcamp Koblenz & Bonn 2019 – Klassentreffen der Digitalen & der Kreativen

Die Barcamps Koblenz und Bonn feierten ihren fünften Geburtstag mit einem Paukenschlag. Denn die Macher legten kurzer Hand beide Veranstaltungen zu einem Doppelevent zusammen: Freitag Koblenz, Samstag & Sonntag Bonn.
Also: ein Wochenende, zwei Metropolen, ein Megaevent! Meine persönlichen Eindrücke habe ich hier in diesem Artikel zusammengefasst …

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Das Barcamp Koblenz wird fünf! Bei so einem Jubiläumsgeburtstag muss man sich ins Zeug legen. Das haben sich die Macher rund um Sascha Böhr (247Grad) und Christoph Krause (Kompetenzzentrum Digitales Handwerk) augenscheinlich zu Herzen genommen und für dieses Jahr etwas ganz besonderes auf die Beine gestellt: das gemeinsame Barcamp mit den Nachbarn aus Bonn!

Denn auch die Bundesstadt feiert den 5. Geburtstag Ihres Barcamps. Und gemeinsam feiern ist schließlich immer schöner! Natürlich bedeutet so ein Großevent auch doppelte Arbeit. Aber mit dem Barcamp Bonn kam auch deren Orga-Team von Bonn.digital mit ins Boot. Und Sascha, Johannes, Aziza und Hannah wissen ganz genau, wie man ein Barcamp rockt!

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(Fast) Alle vom Orgateam beisammen

An dieser Stelle (also bevor es überhaupt losgeht) sowohl an die Koblenzer als auch die Bonner:

Danke für das tolle Event! Für die Planung, Organisation und die reibungslose Durchführung! Das Ihr Barcamp könnt, wussten wir alle. Das Ihr auch noch einen drauf setzen könnt, haben wir jetzt am Wochenende gelernt!

1. Tag (Freitag) – Barcamp Koblenz

Rund 234 Teilnehmer, 36 Sessions, 95 Gigabyte Datenverkehr und Networking-at-his-best. Das sind die harten Fakten vom Barcamp Koblenz 2019, das am Freitag (14.06.2019) in den Räumen der Handwerkskammer Koblenz / Zentrum für Ernährung und Gesundheit (ZEG) stattfand.

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Blick in den Innenhof des ZEG

Die Wiederholungstäter kennen das ZEG aus den vergangenen Jahren: interessante Architektur, ein Innenhof, der wie für ein Barcamp gemacht scheint und viele Räume mit guter Technik. Insbesondere letzteres passt natürlich super zum Thema des Barcamps Koblenz: Digitale Kommunikation.

Ein besonderes Highlight, das es so bisher noch nie gab, war das Eintreffen „der Bonner“ mit einem Sonderbus: Denn am Freitag kamen die Bonner nach Koblenz und am Samstag wurden die Koblenzer im Bus nach Bonn transportiert.

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Die Bonner kommen!

Begrüßung

Ist das eigentlich schon ein Ritual? Altes Brauchtum? Etwas für das immaterielle Kulturerbe? Irgendwas in der Richtung vermutlich schon. Zumindest würde mir etwas fehlen, wenn ich bei einem Barcamp in Koblenz nicht vom Servicerebell mit gewohnt hohem Sprachtempo begrüßt werde.

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Barcamp ohne Sascha & Christoph? Undenkbar!

Oder Sascha bei der Vorstellungsrunde nicht im Zick-Zack-Kurs durch das Publikum kurven würde.

Sessionplanung

Das so ein 5. Geburtstag etwas besonderes ist, merkte man schon bei der Sessionplanung. Am Ende fanden 36 (!) Karten ihren Platz am Board. Klasse! Aber auch immer die Qual der Wahl (oder die Kunst des Weglassens), weil man leider nicht jede Session besuchen kann.

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Abstimmung bei der Sessionplanung

Hier noch einige Fotos von dieser Phase des Barcamps (alle Bilder findet Ihr in einem Album auf  Flickr, der Link ist weiter unten im Artikel).

Nachfolgend ein kurzer Abriss der Sessions, die ich selbst besucht habe:

Tipps & Tricks für bessere Texte

Nachdem ich gesehen hatte, dass der Vorschlag für diese Session von Sandra und Felix von 247GRAD kam, war mir klar: „Da musst Du hin!

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Der Ablauf hat mir sehr gut gefallen: zunächst musste jeder Teilnehmer einen kurzen Text verfassen. Dieser wurde im Verlauf der kommenden 45 Minuten immer wieder überarbeitet. Grundlage dafür waren insgesamt 16 Regeln oder Merksätze, die – Schritt-für-Schritt – zu einem besseren Text führen können.

Update 18.06.2019: hatte total verschwitzt, dass Sandra die Slides schon veröffentlicht hatte & auch den Link zu Slidesshare geteilt hat. Sorry! Wird hiermit nachgereicht.

Design Thinking und Design Sprint mit Hands on Workshop

Nicht weniger lehr- und hilfreich war die zweite Session von Juliette und Tim. Beide arbeiten bei mediaman und führten in der dreiviertel Stunde im Schnelldurchgang in das Thema Design Thinking und Design Sprint ein. Was mir auch hier wieder sehr gefallen hat: DIY! Kleine Gruppen von drei bis fünf Teilnehmern fanden sich zusammen und spielten einen kompletten Design-Sprint durch.

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Gerold (auch mediaman)

Eng getaktet, da normalerweise so ein Sprint eine Woche dauert. Aber um ein Gefühl für die Methode zu bekommen genau richtig!

Wer möchte kann aktuell die Slides via Formular bei mediaman anfordern. Hier der Link.

Pause & Mittagessen

Nach den zwei Sessions am Vormittag hieß es dann „Mahlzeit“. Zwar studiert ein voller Bauch bekanntlich nicht gern. Aber umgekehrt geht die Liebe zum Barcamp auch durch den Magen der Teilnehmer.

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Social Media Workshop „Arbeitgeber Marketing“

Frisch gestärkt ging es mit Social Media bei der Mitarbeitergewinnung weiter. Da HR quasi bei allen Firmen ein Thema ist und viele – wenn nicht alle – unter dem Fachkräftemangel ächzen, habe im mir gedacht: „Kann nicht schaden.“

Und hatte den richtigen Riecher: Andreas vom Haus der Wertarbeit hatte ein schönes Fallbeispiel mitgebracht. Tenor des Vortrags: Social Media Kanäle zu besetzen alleine ist sinnlos. Man muss seine Zielgruppe kennen, wissen, wo man sie erreicht und diese auch gezielt ansprechen.

Was ich Euch in keinem Fall vorenthalten möchte ist das (wie ich finde) gut gemachte und lustige Recruitervideo der BayernLB, das wir uns am Ende der Session angeschaut haben.

Agile Transition mit Fritz & Franz

Ja, und die Teilnahme bei der Session von #agileKOBLENZ war ja schon fast Ehrensache! In einem schön aufgeteiltem Vortrag wurde die Geschichte von Fritz und Franz erzählt – und gleichzeitig erklärt, was agile Transformation ist. Da haben die drei Macher von #agileKOBLENZ – Gentiana, Jan und Dennis – einen prima Job abgeliefert.

Super gemacht, locker vorgetragen (das mit dem „Wir haben das nur einmal kurz via Skype geprobt“ glaube ich Euch immer noch nicht) und vor allem für Einsteiger genial erzählt.

Wer die Session verpasst hat (oder sich von Jans Zeichenkünsten überzeugen will): hier der Link auf die Slides.

Psychologie und Agilität

Und wenn man schon mal agil unterwegs ist, bleibt man auch gleich dabei. In Form der Session Psychologie und Agilität. Diesmal stieg Matthias vom DICE in den Ring.

Bei seinem Vortrag hat mir besonders die fachliche Tiefe gefallen. Okay, und der nackte Typ, der im Regen auf die Bierbank gefesselt wurde, war auch schon ein bisschen strange. Und das es eine „klassische Versohlung“ gibt, wusste ich bis zu dieser Session auch nicht.

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Vortrag von Matthias

Man sieht: ein Barcamp sorgt auch immer für Wissenstransfer und schließt Wissenslücken.

Interne Unternehmenskommunikation

Die letzte Session, die ich besucht habe, drehte sich um die interne Unternehmenskommunikation. War mehr eine lockere Diskussionsrunde, in der einige der Anwesenden Tools und Erfahrungen austauschten.

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Diskussion zum Thema interne Unternehmenskommunikation

Was mir nicht gefallen hat

Wenn man unbedingt etwas bemängeln will, dann würde mir hier nur der Burger am Abend einfallen. Nicht, weil der nicht geschmeckt hätte  (He?! Der ist von Veggiewerk! Die schmecken super!). Aber gefühlt sind mehr als 200 hungrige Barcamper, die ja alle gleichzeitig Essen wollen, einfach too much?

Aber das ist wirklich jammern auf sehr, sehr hohem Niveau, weil auch in der Schlange gute Gespräche geführt werden können.

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Fütterung der Raubtiere

Mein Fazit zum Barcamp Koblenz

Ja, was soll man da sagen? Klasse, super, toll gemacht? Trifft alles zu und ist doch zu wenig. Das Barcamp Koblenz ist in den fünf Jahren seines Bestehens zu einer festen Institution in der Region geworden, zu einem Sammelbecken der Digitalen, zu einem Inkubator für neue Ideen und neue Initiativen. Hier kann man Netzwerken, alte Bekannte wiedertreffen und neue Verbindungen knüpfen. Und darum muss es auch genau so weitergehen!

2. Tag (Samstag) – Barcamp Bonn

Neuer Tag, neue Stadt, neues Motto: KOLLEKTIV KREA_TIV! Und vor allem eine neue Location: das Basecamp Hostel in Bonn. Da wollte ich schon immer mal hin! Das Hostel ist einfach der Hammer: allein die Idee, so was auf die Beine zu stellen, ist genial. Wer noch nix vom Basecamp gehört hat, kann sich ja vielleicht den hier verlinkten WDR-Beitrag anschauen (dauert nicht lange: knapp 5 Minuten).

Begrüßung & Vorstellung

Ähnlich wie das Barcamp Koblenz hat auch das Barcamp Bonn seine Urgesteine und seine eigenen Rituale. Und in Bonn beginnt ein Barcamp mit der Begrüßung der Teilnehmer durch Johannes und Sascha. An der Stelle wurde bereits das erste Ausrufezeichen gesetzt: Johannes hatte ein Sakko an! Uff! Damit hatten wohl die wenigsten gerechnet. Darf der das?

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Was mir  bei der Begrüßung aufgefallen ist: anders als in Koblenz hat in Bonn die Stadt mit Dr. Birgit Schneider-Bönninger einen Vertreter zum Barcamp entsendet. Finde ich super und zeigt, dass die Stadt Bonn den Stellenwerk einer solchen Veranstaltung wahrgenommen und verstanden hat. Eine Erkenntnis, die sich am Zusammenfluss von Rhein und Mosel wohl erst noch entwickeln muss.

Es folgte die obligatorische Vorstellungsrunde der Teilnehmer. Zur Verwirrung der Koblenzer ohne Twitter-Handel und ohne unsere geliebten drei Hashtags, dafür mit dem Beruf und dem Lieblingsthema (oder was mich privat interessiert). 🙂

Sessionplanung

Nach der Vorstellungsrunde folgte die Sessionplanung. Auch hier – wie in Koblenz – eine wilde, bunte Mischung von unterschiedlichsten Themen. Aber (passend zum Motto) mit weniger Hang zum Digitalen. Fand ich gut, erweitert in jedem Fall den Horizont.

Und jetzt geht es mit den Sessions weiter, die ich besucht habe:

#GirlsWhoCode

Da Koblenz Digital die Initiative KodePänz unterstützt, war es klar, dass ich bei der Session von Katja reinschauen würde.

Das Ziel, mit Brainstorming neue Ansätze für die Ansprache bei der Zielgruppe zu finden, wurde dank der vielen engagierten Teilnehmer voll und ganz erfüllt.

Ideenfindung mit Reverse Innovation Design

Auch diese Session war schon sehr früh bei mir gesetzt, weil ich es seit Jahren einfach nicht geschafft habe, Helmut und Stephan mal Live und in Action zu erleben.

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Helmut und Stephan

Und die Entscheidung war goldrichtig: gelandet bin ich nämlich in einer genialen Mit-Mach-Session, bei der jeder der Anwesenden eine Geschäftsidee aus dem Hut zaubern musste. Unterstützt durch das von den beiden entwickelte Kartenspiel. Super und hat irre viel Spaß gemacht. Auch wenn meine Idee im Laufe der Vorstellung von anderen „geklaut“ wurde. Aber so spielt halt das Leben.

Essen & sonstige Leckereien

Da kann man nicht meckern: das Essen war echt lecker! Und wenn man – neben Fingerfood – auch noch mit Donuts und Schokolade von Coppeneur verwöhnt wird? Lecker – und schlimm für die Hüften.

Frei reden ohne Gelabere

Während die ersten beiden Sessions auch in Koblenz hätten stattfinden können, war die dritte Runde wirklich Neuland für mich. Bianca kannte ich noch nicht und das Thema hat mich direkt angesprochen (Wortspiel): Frei reden ohne Gelabere. Interessanterweise war auch der alte Kommunikationsfuchs Gerrit mit am Start.

Nach einer kurzen Einweisung auf einer Seite Flipchart ging es dann auch direkt los mit Gruppenarbeit.

Aufgaben der Art „Überzeuge Dein gegenüber, wie toll der Beruf des Zugbegleiters ist!“ bis „Halte eine Rede über das Rollup“ sorgten für abwechslungsreiche Gespräche!

Cool, hat Spaß gemacht und (hoffentlich) was gebracht.

Was mir nicht gefallen hat?

Wie in Koblenz muss man auch in Bonn lange suchen, bis man ein Haar in der ansonsten wohlschmeckenden Suppe findet. Bei mir wäre es noch am ehesten die Aufteilung der Sessionräume. Gefühlt musste man hier immer wieder neu anfangen, zu suchen und sich zu orientieren.

Mein Fazit zum Barcamp Bonn

Tolles Event, mit dem Basecamp-Hostel eine wahnsinnig interessante Location (halt Fluch & Segen zugleich), die ein riesiges Fotomotiv mit wechselnden Szenerien ist, super-sympathisches Orga-Team und natürlich Unmengen von kreativen Menschen.

Herz, was willst Du mehr?

All das sind Gründe, die auch in Zukunft (bei mir) für einen Besuch beim Barcamp Bonn sprechen werden!

Mehr Fotos von den Barcamps?

Wer mich kennt, weiß, dass ich bisher auf jedem Barcamp Fotos gemacht habe. Nicht unbedingt gute, aber halt viele. Da machen auch die Barcamps Koblenz & Bonn 2019 keine Ausnahme.

Vielleicht findet der eine oder andere ja einen guten Schnappschuss. Wenn Ihr auch Fotos veröffentlicht habt: gerne in den Kommentaren verlinken.

Und was nie (!) fehlen darf: Danke an die Sponsoren!

Ab einer gewissen Größenordnung muss ein Event von Sponsoren unterstützt werden. Da führt einfach kein Weg vorbei. Bei den Barcamps Koblenz und Bonn ist das schon der Fall, wenn Sie alleine agieren. Unterstützung ist daher erst recht notwendig, wenn man ein solches Doppel-Event auf die Beine stellen will.

Daher von mir an dieser Stelle ein dickes „Dankeschön!“ an alle Sponsoren! Klasse! Macht bitte weiter so!

Denn auch die Sponsoren partizipieren vom Barcamp! Es ist tatsächlich ein Geben und Nehmen oder meinetwegen eine Win-Win-Situation. Das Sponsering wird als Signal und in der Szene weithin sichtbares Statement des Unternehmens wahrgenommen. Ein positiver Effekt, den man nicht unterschätzen sollte. Allein der Auftritt als Sponsor bei einem Barcamp gibt einiges Preis über die eigene Einstellung.

Bei zwei Events kommt natürlich einiges an Sponsoren zusammen. Ich versuche die mal hier aufzudröseln. Und weil es so viele sind, bitte ich auch gleich um Nachsicht, dass ich hier nur Name & Link reinpacke.

Premium-Sponsoren Koblenz & Bonn

Premium-Sponsoren Koblenz

Premium-Sponsoren Bonn

Sponsoren Koblenz & Bonn

Koblenz – Sponsoren

Sponsoren Bonn

Puh! Ich hoffe, dass ich keinen vergessen oder falsch eingeordnet habe. Wenn doch, keine böse Absicht. Einfach melden.

Was ist ein Barcamp?

Jetzt hast Du Dich bis hierhin durchgeschlagen, weißt aber immer noch nicht, was ein Barcamp ist? Kein Problem! Wirf einfach einen Blick in den Artikel aus dem letzten Jahr:
Gut für Koblenz & die Region: Barcamp Koblenz 2018. Dort habe ich die (wenigen) Regeln eines Barcamps zusammengefasst (muss man ja nicht in jeden Artikel Copy&Pasten).

#agileKOBLENZ meets DICE – eine tolle Mischung!

Was macht ein ohnehin tolles Event mit tollen Menschen noch besser? Richtig: eine neue, inspirierende Location. Beim sechsten #agileKOBLENZ Meetup entstand diese Mischung durch das Debeka Innovation Center (DICE). Neben interessanten Gesprächen zu agilen Themen also gleichzeitig eine gute Gelegenheit für mich, einen Blick ins DICE zu werfen …

Eine Agile Community definiert sich immer durch die Menschen, die sich in ihr zusammenfinden und organisieren. Menschen, die vom Mindset der agilen Arbeitsweise überzeugt sind und idealerweise den Kulturwandel aktiv vorantreiben wollen, die neugierig sind und anderen helfen möchten. In Koblenz ist mit #agileKOBLENZ genau so eine Community entstanden.
Doch so eine Community braucht Unterstützer. Im Falle des #agileKOBLENZ beispielsweise in Form von Gastgebern. Und darum sind dem DICE in diesem Beitrag gleich zwei Abschnitte gewidmet: einmal als Dank an den Gastgeber und am Ende des Artikels nochmal einmal mit Bildern von der Führung durch das DICE.

Der Gastgeber: das DICE – Debeka Innovation Center

Wie gesagt: für das sechste Meetup konnte – nach den BRICKMAKERS – das DICE als Gastgeber gewonnen werden! Kaum ein Player hat in letzter Zeit in der Region Koblenz für soviel Aufmerksamkeit gesorgt wie das DICE. Und das noch vor der offiziellen Einweihung!

Schon auf dem Weg zur „Metternich Bay Area“ (übrigens eine geniale Wortschöpfung der IHK) mit der Postanschrift Universitätsstraße 6 merkt man: das DICE hat nette und innovative Nachbarn: der Universitäts-Campus Koblenz-Landau und das Technologiezentrum (TZK) sind beide nur einen Steinwurf weit fernt. Und auch der Stattstrand ist in Blick- und Rufreichweite.

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Das Kernteam des DICE: Teresa, Patrik und Christoph (v.l.n.r.)

Natürlich richtet sich unser Dank nicht an den Bürokomplex des DICE sondern an die drei Köpfe des Kernteams, das dem DICE Gesicht, Stimme und vor allen Dingen Charme & Esprit verleiht:

Danke für die Einladung und einen tollen Abend!

Spoiler: Am Ende des Artikels findet Ihr ein paar Fotos von meiner Führung durch das DICE!

Zurück zum #agileKOBLENZ Meetup

Das die Förderung der Innovationen im DICE sehr gut funktioniert, zeigte sich schon am Beginn des Abends: bei der Themensammlung, die nach bester Lean-Coffee-Manier erfolgte, wurden nicht weniger als 18 Vorschläge der Teilnehmer am Whiteboard angeheftet! Natürlich ist die Zeit begrenzt und so schafften es am Ende „nur“ vier Themenblöcke in unsere To-Do- und dann auch in die Done-Spalte.

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Top-Thema und als Nummer 1 in die Agenda aufgenommen wurde die Fragestellung „Mindset langjähriger Kollegen ändern„, die mit dem Vorschlag „Wie geht Verhaltensänderung agil?“ kombiniert wurde. Insbesondere bei „gemischten“ Teams, wenn als Kollegen aus der Linienentwicklung auf solche mit agilen Hintergrund treffen, kommt es in der Praxis oft zu Reibungspunkten, weil man den anderen nicht versteht.

Knapp dahinter landete auf Platz 2 die Frage „Agiles lernen?“ Neben der Möglichkeit von WOL wurde hier die Bildung beziehungsweise Förderung von Communities erörtert.

Platz 3 belegte wieder eine Kombination aus zwei Vorschlägen: „Agil in starren Strukturen“ und „Einführung von Agilität in bislang konservativen Strukturen„. Eine Herausforderung, die häufig bei Konzernen auftritt, in denen nur ein Teil der Teams agil aufgestellt ist.

Und als letztes Thema kam die Karte mit der Aufschrift „Priorisierung des Backlogs – Wie macht ihr das?“ auf Platz 4 in die To-do-Spalte. Hier wurde – neben einigen anderen Vorschlägen – auch die Methode der Bubble-Matrix kurz vorgestellt.

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Lean-Coffee

Man sieht: der Abend war

  • erstens interessant und ich habe aus der Diskussion einige wertvolle Punkte mitgenommen
  • zweitens viel zu kurz, weil wir noch einiges im Backlog hatten

Leider hat es mein eigener Vorschlag „Wie den Kunden in Scrum einbinden?“ nicht mehr in die Diskussion geschafft. Und ich überlege, ob ich ihn beim nächsten mal wieder „reinschmuggle“…

Wer steht eigentlich hinter #agileKOBLENZ?

Geboren und damit aus der Taufe gehoben wurde die Idee für das #agileKOBLENZ Meetup auf dem Koblenzer Barcamp 2018. Und seitdem entwickelt sich das Format kontinuierlich weiter. Sehr zur Freude der Macher und der Teilnehmer.

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Gentiana & Jan (Dennis konnte leider nicht)

Daher an dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön an die Initiatoren hinter der Idee:

  • Gentiana Daumiller
    Gentiana ist selbstständiger Agile- und Business-Coach – XING-Profil
  • Jan Claas Krisor
    Jan ist IT Projektleiter bei der der Deutsche Post DHL Group – XING-Profil
  • Dennis Willkomm
    Dennis ist Scrum-Master und Coach bei der Siemens AG – XING-Profil

Wer noch mehr wissen möchte, den verweisen wir an dieser Stelle auf den ersten Artikel zum Thema #agileKOBLENZ Meetup hier im Blog.

Vernetzen könnt Ihr Euch mit #agileKOBLENZ auf folgenden Plattformen:

Und seit neustem hast Du auch die Möglichkeit, auf der brandneuen #agileKOBLENZ Website vorbeizuschauen!

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Die neue Website von #agileKOBLENZ ist online!

Die Party geht weiter: das Juni-Meetup!

Am 27.06.2019 gibt sich ein weiteres Koblenzer IT-Schwergewicht die Ehre: Gastgeber des #agileKOBLENZ Meetups wird dann die CompuGroup Medical (CGM) sein.

Ihr seht: es geht spannend weiter!

Und Last-but-not-least: Bilder von der Führung durchs DICE

Ich hatte das Glück, gleich zwei Führungen mitzumachen zu können: eine mit Patrik und eine weitere mit Christoph. Aus Gerechtigkeits- und Gleichstellungsgründen müsste ich jetzt eigentlich noch eine dritte Führung mit Teresa machen … 🙂

Das erste, was man bei beiden – bei Patrik und Christoph – spürt, ist das Feuer und die Begeisterung für das Projekt DICE! Bei den Erläuterungen, dem Zeigen und dem Erklären der Details schwingt bei beiden die Leidenschaft für das Projekt mit.

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Christoph in Aktion

Und diese Leidenschaft hat dem DICE gut getan: hier wurde auf zwei Etagen ein Raum geschaffen, der zu 100% auf Innovation und Kollaboration ausgerichtet ist.

Genial sind die vielen Detaillösungen: offene Räume, Desksharing und Ruheoasen sind optimal miteinander verwoben, wechseln sich ab und ergänzen sich.

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Ruhe- und Rückzugszonen

Viel Wert wurde auf Flexibilität gelegt: Bereiche können mit Vorhängen abgeschirmt werden, mobile Monitore erlauben Add-hoc-Videokonferenzen oder Präsentationen. Nettes Detail: es gibt für alle Arbeitsplätze auf den beiden Etagen genau einen (!) Drucker.

Elektrisch höhenverstellbare Schreibtische, ergonomische Stühle, große Curved Monitore und eine Clean-Desk-Policy in Kombination mit persönlichen Schließfächern bilden das Rückrat der Arbeitsplätze, von den es 122 im DICE gibt.

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Typischer Arbeitsplatz im DICE

Abgerundet wird das ganze mit weiteren Schmankerln, wie zwei Küchen, zwei Balkonen, einem Bereich fürs Essen (der auch als Versammlungsort genutzt werden kann) und sogar an zwei Duschen für die Sportler unter den Mitarbeitern wurde gedacht.

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Viel Raum für Ideen

Mein persönlicher Eindruck: das DICE ist definitiv ein Place-to-be. Hier wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die die Zusammenarbeit fördern und in denen sich die Menschen wohlfühlen können. Ein Inkubator für Innovationen und frische, neue Ideen.

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Blick zum „Mutterhaus“ – der Debeka auf dem anderen Moselufer

Bin schon gespannt, was wir noch alles vom Debeka Innovation Center hören werden, wenn das DICE erstmal Fahrt aufgenommen hat…

Das Scheitern zelebrieren – Rückblick auf die Fuckup Nights Koblenz Vol. 2

„Aus Fehlern lernt man“ – jeder von uns hat diesen Spruch schon mal gehört. Doch heißt das automatisch, dass jeder junge Gründer selbst in jede Falle tappen muss? Nein, nicht, wenn er aus den Fehlern anderer lernen kann. Beispielsweise im Rahmen einer Fuckup Night, einem Format, bei dem Gründer und Unternehmer von ihrem ganz persönlichen Scheitern berichten.

In Deutschland ist es auch heute noch zumindest ungewöhnlich, wenn jemand über sein Scheitern berichtet. Um so mehr, wenn dabei persönliche Schicksalsschläge zur Sprache kommen. Aus diesem Grund sind Veranstaltungen wie die Fuckup Nights so wichtig: sie bieten die Plattform, um über das eigene Scheitern zu berichten und so den Weg für viele andere zu erleichtern. Und seit letztem Jahr hat auch die Region Koblenz eine eigene Fuckup Night, bei der das Scheitern gefeiert wird.

Du willst mehr über das Event-Format Fuckup Nights erfahren?

Nichts leichter als das! Wirf einfach einen Blick in unseren ersten Blogbeitrag zu diesem Thema – Aus Scheitern lernen: FuckUp Nights Koblenz vom September 2018.

Dort gehen wir auf die Basics und die Hintergründe der FuckUp Nights ein.

Volume 2 – und ich habe ein Ticket!

Für die erste Fuckup Nights Koblenz haben wir hier bei Koblenz Digital zwar fleißig getrommelt. Doch – Asche auf unser Haupt – teilgenommen hat dann doch keiner von uns. So was kann man natürlich nicht auf sich sitzen lassen! Gleich bei der ersten Ankündigung in Facebook habe ich daher zugeschlagen und ein Early-Bird-Ticket ergattert!
Als Location für die zweite Auflage der Fuckup Nights Koblenz hat man die Stadt hinter sich gelassen und sich für den Campus der Hochschule Koblenz auf der Kartause entschieden.
Hörsaalatmosphäre.
Manch einer fühlte sich daher in seine eigene Studienzeit zurückversetzt. Und mit 285 Plätzen bot der Hörsaal ausreichend Raum für alle Zuschauer.

Auch Top – das Catering an diesem Abend!  Allein die 1688-Limonade, die ich gleich mehrfach probiert habe, war super lecker!

Die Speaker bei der Fuckup Nights Koblenz Vol. 2

Das Herz eines solchen Events sind natürlich die Speaker, liebevoll auch Fuckupper genannt. Leute, die etwas gewagt haben – und gescheitert sind. Aus den unterschiedlichsten Gründen. Aber eines hatten alle Speaker an diesem Abend gemein gehabt: Mut. Entgegen dem ersten Reflex, sich zurückzuziehen, die Wunden zu lecken und möglichst Gras über die Sache wachsen zu lassen, berichten Sie über ihr Scheitern. Über das Wie und das Warum. Und geben anderen so Gelegenheit, daraus zu lernen.

Kazim Eryilmaz

Schon recht früh hatte sich Kazim Eryilmaz als erster Speaker für die Volume 2 aus der Deckung gewagt. Was seinem Wesen entspricht, denn als Motto gibt der Geschäftsführende Gesellschafter der Picco Bello GmbH selbst an:

„Wer nicht aufgibt, erzwingt seinen Erfolg, egal wie oft er scheitert“.

Als Erster bei so einem Event auf die Bühne zu müssen und (im übertragenen Sinne) die Hosen runter zu lassen, ist nicht jedermanns Sache. Aber Kazim hat das toll gemacht.

Bei dem Tweet fehlt übrigens der wichtigste Hashtag:

#schwarzermercedes

Besonders gut fand ich, dass Kazim (fast) sein ganzes Team mit zur Fuckup Nights Koblenz gebracht.

Sabine Schmidt

Als zweite hat Sabine Ihren Hut in den Ring geworfen. Schauspielerin, Moderatorin im Regionalfernsehen (mit Auszeichnung) und jetzt eine logopädische Praxis. Doch Sabine zeigte auf, dass das, was wie eine Bilderbuchkarriere im Raketentempo klingt, viel viel schwieriger ist, als es der reine Lebenslauf vermuten lässt.

Ging es bei Kazim primär um Finanzen, spielte bei der Geschichte von Sabine auch das persönliche Umfeld eine Rolle. Verlust, Trauer und plötzliche, oft negative Veränderungen prägten Ihren Werdegang. Das Thema Finanzen kam bei Ihr in Form der Falle „Abhängigkeit von wenigen Auftraggebern“, in die Freiberufler leicht tappen können, daher und sorgte zusätzlich für einen steinigen Werdegang.

Rolf Müller

Das es einen auch dann noch erwischen kann, wenn man sich schon an den Erfolg gewöhnt hat, zeigte der gelernte Drucker, Vertriebs-Ingenieur und Marketingfachmann Rolf Müller. Seine Devise: Nie aufgeben, immer nach vorne schauen.

Sein Motto hat Rolf an diesem Abend bei der Fuckup Nights Koblenz eindrücklich in der Praxis bewiesen, denn er stand trotz Zahn-OP auf der Bühne. Respekt.

Bei seinem Vortrag spielten – ähnlich wie bei Sabine – persönliche Aspekte eine wichtige Rolle. Und Rolfs Werdegang zeigt, wie man einen Rückschlag nutzen kann, um etwas gänzlich Neues zu beginnen.

Mademoiselle Nicolette

Die letzte (und vielleicht schillerndste) Persönlichkeit bei dieser Fuckup Night ist wohl Mademoiselle Nicolette gewesen. Mit ihrer interessanten Mischung aus Sexbloggerin, Comedian und Unternehmerin gab Sie einen sehr persönlichen Einblick in Ihre Karriere – und das dieser Weg nicht einfach sondern voller Hindernisse war.

Als letzte Speakerin schaffte es Mademoiselle Nicolette an vielen Stellen Ihrer Geschichte, dass es im Hörsaal ganz, ganz leise wurde. Kein Wunder bei einer sehr emotionalen Story.

Noch mehr Fotos vom Event?

Dann einfach einen Blick in diesen Facebook-Post werfen:
Da sind 79 Fotos von Mattphoto veröffentlicht, die die Stimmung an diesem Abend sehr gut eingefangen haben.

Ein Schiff ohne Kapitän und ohne Crew? Undenkbar!

Was auf Captain Jack Sparrow zutrifft gilt logischerweise auch für die FuckUp Nights Koblenz: ohne Organisatoren und „Macher“ kann so ein Event nicht funktionieren. Und in Koblenz hat sich dafür ein tolles Dreigestirn zusammengefunden.

Über Gentiana Daumiller haben wir hier im Blog bereits im Rahmen des #agileKoblenz Meetups berichtet. Und auch bei den Fuckup Nights Koblenz ist die Agile Culture Coachin vorne mit dabei. Wobei ich mich frage, wie sie das – neben der Selbstständigkeit, der Vorstandsarbeit bei der IT.Stadt Koblenz, und und und alles unter einen Hut bekommt.

Die Zweite im Bunde ist Veronica Wilm, Co-Founderin von Wahlkampf Manufaktur und Studentin. Ja, frühes gründen und weiter studieren funktioniert – Veronica ist der beste Beweis dafür.

Hahn im Korb ist zweifelsohne Immanuel Bär. Muss man Immanuel eigentlich noch vorstellen? Ich denke nicht. Zumindest halte ich es für unwahrscheinlich, dass jemand aus der Region Koblenz den Co-Founder von ProSec Networks nicht kennt oder zumindest schon einmal von ihm gehört hat.

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Auf der Landingpage der Fuckup Nights Koblenz findet Ihr von den Dreien jeweils ein kurzes Statement und warum sie sich für das Event stark gemacht haben.

Fazit

Ein tolles Event, dass super in die Szene von Koblenz passt & Lust auf mehr macht!

Darum freue ich mich auch schon auf den November, weil es dann wieder heißt: es ist Fuckup Nights in Koblenz!

Save your Internet: als die Bots durch Koblenz zogen

Wenn die Demonstration vom gestrigen Samstag in Koblenz eins gezeigt hat, dann, dass die Gegner der EU-Urheberrechtsreform alles sind – nur keine Bots. Sie sind viele, sie sind bunt, oft jung – und sie wehren sich. Gegen eine EU-Richtlinie, durch die sie Ihre Freiheit gefährdet sehen. Und gegen konservative Politiker, die das Gespür für Freiheit und die Anliegen gerade junger Bürger zu verlieren drohen …

Meine erste Demo – mit fünfzig!

Jetzt hat sie es geschafft, die Europäische Union: Ich war auf meiner ersten Demonstration. Mit fünfzig. Nicht für höhere Löhne, kürzere Arbeitszeiten oder für die Umwelt. Nein: für die freie Meinungsäußerung und damit gegen die EU-Urheberrechtsreform!

Nicht missverstehen: der Protest richtete sich nicht gegen die EU. Im Gegenteil: ich bin glühender Verfechter des europäischen Gedankens! Ich liebe Europa und die Errungenschaften, die uns diese Gemeinschaft gebracht hat. Aber gerade deshalb hat es mich jetzt auf die Straße gezogen, weil es dieses Europa verdient hat, verteidigt zu werden! Denn ich sehe ein wichtiges Gut der Europäer, die Meinungsfreiheit, in Gefahr. Durch die EU-Urheberrechtsreform und insbesondere den darin enthaltenen Artikel 13.

EU-Urheberrechtsreform & Artikel 13 – was geht mich das an?

Bei den netzaffinen Leuten ist das Thema EU-Urheberrechtsreform und Artikel 13 längst angekommen. Aber viele denken immer noch:
„Was geht mich das an?“
Bevor ich also auf die Demonstration eingehe, hier ein kurzer Blick auf die Thematik aus meiner persönlichen Sicht: Artikel 13 der geplanten EU-Urheberrechtsreform regelt im Wesentlichen, dass Plattformen, auf denen von den Nutzern Inhalte hochgeladen werden, haftbar gemacht werden, wenn diese Nutzer eine Urheberrechtsverletzung eingehen.
Okay: da steht jetzt nichts von „Plattformen müssen Uploadfilter einrichten„. Ein schwaches Argument der Befürworter, da die Betreiber der Plattformen gar keine andere Wahl haben, als Uploadfilter einzurichten. Nur so können sie sicher sein, dass sie eben nicht für Verstöße herangezogen werden. Und versetzt man sich in die Lage einer solchen Plattform, mal ehrlich: Da werde ich den Filter doch lieber ein bisschen zu stark als zu schwach einstellen (das sogenannte Over-Blocking).
Verständlich, oder?
Kurz: Freie Meinungsäußerung und Kreativität können durch dieses Gesetzesvorhaben erheblich eingeschränkt werden. Und selbst wenn nicht, hätte man eine Technik etabliert, die ohne großen Aufwand für eine gewollte Zensur missbraucht werden kann. Ich könnte jetzt noch weitere Argumente ins Feld ziehen (zum Beispiel den Verweis auf Artikel 5 Grundgesetz: „… Eine Zensur findet nicht statt. …“ und so weiter und so weiter). Spar‘ ich mir, weil man das überall im Web nachlesen kann. Zum Beispiel sehr schön auf Netzpolitik.org, die das Ganze nach dem zeitlichen Ablauf der Geschehnisse zusammengefasst haben.

Und jetzt zur Demo in Koblenz

Als ich in meiner Timeline den Aufruf der Piratenpartei Koblenz gelesen hatte, war mir klar: Da musst Du hin!

Angemeldet wurde die Demonstration für den 23.03.2019 von der Piratenpartei Koblenz. Danach haben sich noch einige andere Parteien der Initiative angeschlossen: die Grünen, die Linken, die Solids, DIE PARTEI, die Jusos, die Julis und die FDP. Ein breites Bündnis – und man erkennt auch, welche Parteien offenbar andere Meinungen vertreten (oder keine Zeit hatten).

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Schon am Startpunkt, dem Löhrrondell, wurde schnell klar: die angemeldete Zahl von 100 Personen war deutlich zu niedrig angesetzt. Viele, vor allem junge Menschen aus Koblenz und der Region, haben offenbar die Gefahr erkannt und sich bei eher trübem, kalten Wetter auf die Socken gemacht.

Mit etwas Verspätung machten sich dann gut 1000 Teilnehmer (also das zehnfache der geplanten Menge) auf den Weg durch Koblenz.

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Und damit wurde man auch dem Motto „Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr uns die Freiheit klaut“ gerecht!

Vom Löhrrondell führte die Demoroute zunächst zum Hauptbahnhof. Von dort ging es dann zur Mainzer Straße, dann zum Schloss und über den Zentralplatz wieder zurück zum Löhrrondell.

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Mehr Bilder & Videos?

Kein Problem. Andre hat über vimeo einige Impressionen der Demonstration als Video abgestellt.

Und Heiko hat in seinem Blog einige sehr schöne Fotos veröffentlicht.

Von daher schon mal an dieser Stelle von mir „Danke“ für das Dokumentieren der Aktion. Sollte noch jemand etwas veröffentlicht haben, gerne in den Kommentaren verlinken!

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Mein Fazit

Demonstrationen sind elementarer Bestandteil unserer Demokratie. Das Grundgesetz sichert uns das Demonstrationsrecht im Artikel 8 mit der Versammlungsfreiheit zu. Aber wir machen viel zu selten Gebrauch davon. Wie oft haben wir uns schon über unsinnige oder unserer Meinung nach falsche Entscheidungen geärgert? Nur: Wem hilft es, wenn wir das im stillen Kämmerlein tun?

Niemandem.

Die Demo in Koblenz hat gezeigt, wie stark der Widerstand der Menschen gegen die EU-Urheberrechtsreform und Artikel 13 ist. Gerade bei jungen Menschen, für die ein freies Netz ein natürlicher und integraler Bestandteil des Lebens geworden ist.
Meine Hoffnung ist, dass wir mit der Demonstration in Koblenz und in den zeitgleich in vielen europäischen Ländern stattfindenden Aktionen ein sichtbares und unüberhörbares Zeichen setzen konnten!

Getestet & für gut befunden: das Usability Testessen Koblenz

Egal ob Onlineshop, Smartphone-App oder Webanwendung – jedes Produkt wird für Nutzer gebaut, die sie bedienen. Kein Wunder, dass zunehmend nicht der Funktionsumfang entscheidet sondern die Usability. Test und Optimierung der Benutzerfreundlichkeit sind daher extrem wichtig. Aber – müssen sie darum auch extrem teuer sein? Was das Ganze mit Koblenz, Pizza, Bier und interessierten Leuten zu tun hat, das erfahrt Ihr hier in diesem Artikel …

Was ist das eigentlich – das Usability Testessen?

Das Usability Testessen ist ein aus der Not heraus geborenes Event, dass im Rhein-Main-Gebiet „erfunden“ wurde und von dort seinen Siegeszug in die Welt angetreten hat. Als maßgeblicher Initiator für das Format gilt heute die Agentur quäntchen + glück. Damals stand die Agentur vor einer neuen Herausforderung: Projekte wurden immer schneller fertigstellt, doch es fehlten die Zeit und die Probanden, um aussagekräftige Usability-Tests durchzuführen. Der Grundsatz einer (erfolgreichen!) Webentwicklung „Test early! Test often!“ lief Gefahr, ins Hintertreffen zu geraten.

In dieser Situation kam man auf eine einfache und zugleich geniale Idee: kühle Getränke, gesponserte Pizza – und ein Haufen Webworker, die an allen drei Elementen Spaß haben. Jeder kann selbst aktuelle Projekte zum Testen mitbringen oder stellt sein eigenes Können für die Tests der Produkte anderer Teilnehmer zur Verfügung. Und so hat man einen lockeren Abend mit interessanten Menschen und kann auch noch wertvolles Feedback zu einer App oder Anwendung einholen.

Klingt verrückt?

Vielleicht.

Aber es funktioniert!

Heraus kommt ein bunter Mix aus Designern, Entwicklern, kreativen Köpfen, Textern, aber auch Menschen aus anderen Bereichen, die nicht direkt in der Medien- und Tech-Branche verwurzelt sind. Aber vor allem trifft sich hier eine Gruppe von Leuten, die perfekt geeignet ist, um eine neue App oder Webanwendung einem ersten echten Test zu unterwerfen.

Das Motto des Events lautet daher auch: „Wenn es ein Problem gibt, dann mach eine Party daraus!

 

Wie läuft der Abend ab?

In Form eines Speedtestings: in sechs Runden á 12 Minuten wird an den Stationen getestet, ausprobiert oder einfach „laut gedacht“. Ja, denn die Testmethode, die zum Einsatz kommt, ist Thing-Aloud. Dabei soll der Proband laut denken, während er eine gestellte Aufgabe absolviert. Und umgekehrt notiert der, der das Produkt mitgebracht hat, fleißig das Feedback des Testers. Oder zeichnet es auf. Oder oder oder. Und nach 12 Minuten wird gewechselt und man geht zur nächsten Station.

Je nach Umfang und Teilnehmerzahl gibt es mehr als sechs Stationen. Bei den Brickmakers waren es zum Beispiel 15. Das heißt, nicht jeder Tester wird alle Anwendungen an einem Abend testen können. Das hatte das Orga-Team aber toll und vor allem übersichtlich mit kleinen Laufzetteln gelöst.

Und wie war es jetzt?

Einfach toll! Die ganze Veranstaltung hat mir von Anfang bis Ende einfach Spaß gemacht. Aber eins nach dem anderen. Die Location, das Headquarter der BRICKMAKERS, kannte ich noch vom letzten #agileKoblenz Meetup. Und ich finde die Atmosphäre in diesem Raum immer doch Top. Und das, obwohl ich sonst Großraumbüros eher kritisch gegenüberstehe.

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Neben dem Dach über dem Kopf ist das Essen natürlich ebenso wichtig. Auch hier wurde alles richtig gemacht: die Pizza von L’Osteria Koblenz war mega lecker.

Gesättigt und mit Kaltgetränken versorgt ging es anschließend zur kurzen Einweisung in den Abend: Was ist überhaupt das Usability Testessen? Wie sind die Abläufe? Welche Firmen sind da, die etwas zum Testen mitgebracht haben.

Und dann ging es richtig los.

An meiner erstes Station (Raum Atari) erwartet mich ein Notebook, ein Webshop und die Aufgabe, einen bestimmten Artikel zu suchen: einen Italienischen Geldclip aus Leder. Und den sollte ich bestellen und mir nach Frankreich schicken zu lassen. Fand ich dann schon ziemlich interessant – und habe festgestellt, dass einem die Think-Aloud-Methode viel viel einfacher fällt, als man im ersten Moment meint. Und die 12 Minuten waren ruckzuck verflogen.

Glocke!
Stationswechsel!
Wo ist Raum „Switch“?

Glück gehabt: nebenan. Und schon kommt die nächste Aufgabe:
ein Raumreservierungssystem mit einer Kombination aus Gesichtserkennung und Smartphone-App. Cool. Und auch gleich die ersten Aufgaben mit klaren Vorgaben:

  • Passt das Interface?
  • Versteht man die Vorgehensweise?
  • „Hakt“ es irgendwo?
  • Kann man die Aufgaben intuitiv & rasch erledigen?

Bei diesem Projekt von den BRICKMAKERS merkte man schon den hohen Reifegrad, da man – fast – nichts mehr anmerken konnte. Top.
Glocke.
Wie – schon vorbei?

Weiter zu Station 15.

Etwas ganz anderes: die Agentur Ressmann fragt und testet einen Hashtag und verschiedene Freecards für ein anstehendes Event. Interessant – hätte ich jetzt hier gar nicht erwartet. Passt aber auch irgendwie hier hin. Anfangs ein bisschen überrumpelt (konnte mit dem Hashtag nichts anfangen) nahm das Gespräch und der Wechsel aus Frage / Antwort immer schneller Fahrt auf.
Glocke.
Uff!
Geschafft!
Endlich Pause!

Erste Erkenntnis zur Pause: so ein Usability Testessen ist anstrengender als erwartet. Und macht irre viel Spaß!
Zweite Erkenntnis, während ich eine Fritz-Cola light trinke: ich möchte jetzt nicht in der Haut der Getesteten stecken. Denn die müssen jetzt das Feedback sauber dokumentierten und sich auf die nächste Runde vorbereiten.

Nach einer viertel Stunde Pause folgte der zweite Durchgang. Auf mich wartete dann eine Smartphone-App zur Inventarverwaltung, eine Motivations-App und – auch sehr interessant – Eyetracking auf der Website von Eyevido.

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Den Abschluss bildete eine gemeinsame Runde mit allen Teilnehmern (by-the-way: wir waren an diesem Abend 35 Leute!) mit einem kurzen Feedback von den einzelnen Teststationen.

Mein Fazit

Klasse Vorbereitung, schöne (und wie ich finde auch passende) Location, super Orga und ein Eventformat, dass mich sofort mitgenommen und begeistert hat! Einfach, direkt, auf den Punkt. Und ich bin mir sicher, dass dieser Abend auch gut für die getesteten Produkte und deren Entwickler war.

Danke dafür.

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Und wenn ich darf bin ich beim nächsten Usabilty Testessen Koblenz wieder dabei!

Dickes Lob an das Orga-Team von EYEVIDO

Treibende Kraft hinter dem Usabiltiy Testessen Koblenz ist unbestritten das Team von EYEVIDO. Daher an dieser Stelle ein dickes Dankeschön von mir: für die Vorbereitung, die Einladung zu dem Event und für ein tollen & interessanten Abend!

Dank an den Gastgeber – die BRICKERMAKERS

Gastgeber beim Usability Testessen Februar waren die BRICKMAKERS. Die sind bekanntlich vor kurzem in das Herz der Koblenzer Altstadt gezogen und haben für das erste Testessen in 2019 Ihre Räumlichkeiten Am Plan zur Verfügung gestellt.
Die BRICKMAKERS entwickeln Apps für alle Systeme (Android, iOS, Windows und Browser) und begleiten dabei den Kunden von der Konzeption über Entwicklung, Design bis hin zum Go-Live und zur Vermarktung der fertigen App.

Wo kann ich mehr über das Usability Testessen erfahren?

Wenn Du mehr über das Konzept von Usability Testessen erfahren möchtest, schau doch einfach auf der Website der Erfinder nach – zum Beispiel bei quäntchen + glück .

Oder – noch einfacher – auf der Projektseite von Usability Testessen.

Das hat gleichzeitig den Vorteil, dass Du Dir einen Überblick verschaffen kannst, in welchen Städten sich dieses Event schon durchgesetzt hat.

Und wenn Du aus der Region Koblenz kommst, vernetze Dich doch direkt mit dem lokalen Chapter von Koblenz. Entweder über deren Website oder über die gleichnamige Facebook-Gruppe.

Vier gewinnt – das 4. #agileKoblenz Meetup

Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer und Vernetzung rund um agile Themen – das sind die Ziele, die das Team von #agileKoblenz verfolgt. Nach dem Start in 2018 ging das Event am 23.01.2018 in die nunmehr vierte Runde. Diesmal direkt im Herzen der Altstadt von Koblenz: Gastgeber waren die BRICKMAKERS. Und man startete gleich mit einem tollen Impulsvortrag zum Thema WOL (Working-out-loud) …

Was ist eigentlich dieses „Agile“?

Wenn Du weitere Informationen zum Thema Agile haben möchtest, schau als Einstieg doch mal in unseren Blogbeitrag aus dem Sommer 2018: dort haben wir eine kurze Einleitung in das Thema veröffentlicht.

Impulsvortrag von Gentiana zum Thema WOL (Working out loud)

Working out loud – oder WOL – geht auf eine Idee von Bryce Williams zurück, der den Begriff erstmals im Jahr 2010 verwendete. Die Grundidee: statt Wissen anzusammeln und für sich zu horten soll man Wissen teilen. Aufbauend auf der Idee von Bryce entwickelte John Stepper fünf Jahre später den Gedanken weiter und lieferte gleich noch eine Methode für die Umsetzung mit: Die Circle-Guides waren geboren.

Und das war auch der Zeitpunkt, zu dem namhafte Firmen (hier werden gern Bosch und Daimler genannt) anfingen, WOL in ihren Unternehmen einsetzten.

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Welcome!

Doch was ist dieses WOL nun?

Stepper hat in seinem Buch fünf Prinzipien für Working-Out-Loud aufgestellt. Diese Prinzipien lauten:

  • Beziehungen
  • Großzügigkeit
  • Sichtbare Arbeit
  • Zielgerichtetes Entdecken
  • Wachstumsorientiertes Denken

Basierend auf diesen Prinzipien findet sich ein kleine Gruppe (drei bis fünf Personen – nicht mehr) im sogenannten Circle zusammen. Man trifft sich zwölf Wochen lang für jeweils eine Stunde pro Woche. Ob die Treffen „real“ stattfinden oder virtuell (beispielsweise via Skype) ist dabei zweitrangig. Jeder der Teilnehmer definiert für sich ein Ziel, dass er in den zwölf Wochen verfolgen möchte. Welches Ziel das ist, kann und muss jeder selbst festlegen. Es kann ein berufliches aber auch ein privates Ziel sein, sollte aber als Lernziel formuliert werden. Es muss aber innerhalb der zwölf Wochen realisierbar und für die eigene Person bedeutsam sein.

Die kleine Gruppengröße stellt sicher, dass jeder zu Wort kommt. Auch sind so die Hemmschwellen geringer, sich selbst in das Netzwerk einzubringen. Bei den Treffen wird an der Erreichung der individuellen Ziele der Teilnehmer gearbeitet. Als Hilfestellung dient dabei der Circle-Guide. Dieser enthält entsprechende Übungen und man hat damit eine Art „Fahrplan“ oder Agenda für WOL. Die deutschen Circle-Guides findet Ihr übrigens hier in der Version 4.51.

Nach einer kurzen Einleitung ins Thema ging es beim Meetup in Form von einigen einfachen Gruppenaufgaben zur Sache. Mitarbeit war angesagt. In kleinen Gruppen wurden beispielhaft Aufgaben durchgespielt, die auch bei einem echten Circle angewendet werden: Vorstellungsrunde, Festsetzung von Zielen – so was in der Art.

Mein persönliches Fazit: WOL ist ein tolles Format, das in jedem Fall das Potential hat, Leute voran zu bringen und kleine, aber intensive Mini-Netzwerke zu schmieden. Und dank des Vortrags sind (hoffentlich) viele der Teilnehmer an diesem Abend neugierig geworden und wollen vielleicht tiefer einsteigen. Wer weiß? Vielleicht gibt es ja in Kürze auch in Koblenz WOL Circle…?

Handout des Vortrags von Gentiana

Wie versprochen hat Gentiana die Folien Ihres Vortrags im Web bereitgestellt. Hier der Link auf Slideshare.

Oder doch lieber was auf die Ohren?

Nun, wie wäre es mit einem Podcast von t3n. Titel: Working out loud – was steckt hinter dem Hype-Begriff? Gehostet bei Soundcloud.

Dank an den Gastgeber – die BRICKERMAKERS GmbH

Gastgeber beim vierten #agileKoblenz Meetup waren die BRICKMAKERS. Die BRICKMAKERS entwickeln Apps für alle Systeme (Android, iOS, Windows und Browser) und begleiten dabei den Kunden von der Konzeption über Entwicklung, Design bis hin zum Go-Live und zur Vermarktung der fertigen App.

Übrigens: tolle Location! Da habt Ihr eine gute Nase für eine Top Lage gehabt!

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Willkommen bei den BRICKMAKERS

Und Danke natürlich auch an die Macher des Events

Ein Dankeschön geht natürlich auch an die drei „Erfinder“ von #agileKoblenz Meetup.

Gentiana Daumiller

Gentiana ist selbstständiger Agile- und Business-Coach – Xing-Profil.

Jan Claas Krisor

Jan ist IT Projektleiter bei der Deutschen Post DHL Group – Xing-Profil.

Dennis Willkomm

Dennis ist Scrum-Master und Coach bei der Siemens AG – Xing-Profil (und war an dem Abend leider krank).

Mehr als zwanzig Teilnehmer zeigen, dass Koblenz gerade auf diese Art von Netzwerk gewartet hat!

Und wo finde ich weitere Infos zu dieser Gruppe?

Informationen zum #agileKoblenz Meetup findest Du natürlich im Web, und zwar entweder in der gleichnamigen XING-Gruppe oder auf Facebook (ebenfalls als Gruppe).

Google Art Selfie: auf der Suche nach dem Selfie-Ebenbild

Anfang 2018 hat Google® in seiner App Arts & Culture eine neue Funktion freigeschaltet und damit erreicht, dass innerhalb kürzester Zeit mehr als 78 Millionen Nutzer Selfies von sich machten. Warum? Sie suchten nach Ihrem Selfie-Ebenbild in den Kunstsammlungen dieser Welt …

Die Rede ist von der Funktion Art Selfie, die in der Google Arts & Culture App integriert wurde. Die Funktion ist Teil eines KI-Experiments von Google: dabei macht der Nutzer ein Selfie und die App sucht im Anschluss in zehntausenden von Kunstwerken nach dem (optisch) passenden Gegenstück. Die besten Treffer werden innerhalb der App angezeigt. Inklusive der Angabe, wo sich das Kunstwerk befindet, wie es heißt, wer der Künstler und wie hoch die prozentuale Übereinstimmung ist. Wer möchte, kann an dieser Stelle noch weitere Informationen über das Kunstwerk anfordern und so Schritt für Schritt tiefer in die Geschichte des Kunstwerkes und des Künstlers abtauchen.
Das funktioniert natürlich nur, weil viele Museen und Kunstsammlungen bei diesem Projekt mit Google zusammenarbeiten. Das Ziel der Kooperation ist es, neue Wege zu erschließen, um Menschen Kunst näher zu bringen und sie für dieses Thema zu interessieren und neugierig zu machen. Die App selbst ist im Rahmen der Arbeiten von Google im Bereich maschinelles Lernen entstanden.

Und wie sieht das Ergebnis aus?

Im Normalfall lustig & unerwartet. Und natürlich extrem abhängig von der Art des Selfies, dass Du verwendest. Mit ohne Brille, Mütze, selbst die Kleidung kann (zu einem geringen Teil) Einfluss auf die Suchergebnisse haben.
Einen guten Vorgeschmack bekommt man, wenn man zum Beispiel bei Twitter nach dem Hashtag #ArtSelfie sucht. Hier der Link auf den Suchstring.
Natürlich habe ich die App auch ausgiebig getestet. Einige der Ergebnisse habe ich beigefügt (der Typ mit dem Cowboy-Hut hab mit am besten gefallen).

Das wichtigste: die Links zur App

Die in diesem Artikel beschriebene App gibt es für beide relevanten Smartphone-Welten:
Hier der Link auf die App im Apple® itunes-Store.
Und hier gehtś lang für alle, die die Android-Variante im Google Play Store suchen.
By-the-way: die App ist natürlich kostenfrei!
Und zum „roundup“ hier noch der Link auf den offiziellen Google-Blog-Artikel zum Thema.

Und jetzt Ihr!

Ladet Euch die App runter und sucht in den Kunstwerken dieser Welt nach Eurem Selfie-Gegenstück. Postet das Ergebnis entweder auf unserem Facebook- oder Twitter-Kanal.

Wir sind gespannt.

Ach so: und den Hashtag #ArtSelfie nicht vergessen!