Gut für Koblenz & die Region: Barcamp Koblenz 2018

Was macht man, wenn man ein Barcamp besucht hat? Richtig: darüber reden. Oder besser: schreiben. Einen Bericht, einen Recap. Und das habe ich gemacht. Hier ist mein persönlicher Rückblick auf das Barcamp Koblenz 2018. 

Advertisements
Das war es also, das vierte Barcamp in Koblenz. Zum vierten mal in Folge haben das Team um Sascha Böhr (247 Grad) und Christoph Krause (Kompetenzzentrum Digitales Handwerk) dem digitalen Netzwerk von Koblenz eine Bühne gegeben. Und sie kamen. Auch in 2018. Nicht nur aus Koblenz. Nein: Aus der näheren und weiteren Umgebung folgten viele der Einladung in die Stadt an Rhein und Mosel. Teilweise sogar aus entlegenen Winkeln Deutschlands. Und damit ist die Rechnung aufgegangen, Koblenz für zwei Tage zum Zentrum des Themas „Digitale Kommunikation“ zu machen.
edf

Zahlen & Fakten

Schon die nackten Zahlen sind beeindruckend: insgesamt standen im Zentrum für Ernährung und Gesundheit der Handwerkskammer sechs Session-Räume für je sechs Timeslots zur Verfügung. Und natürlich müssen an dieser Stelle auch der große Lobby-Bereich und die Kantine erwähnt werden. Über 200 Gäste konnten an den beiden Tagen in Koblenz begrüßt werden. Und diese Besucher haben die (virtuellen) Leitungen des WLANs zum Glühen gebracht: insgesamt 130 GB Datentransfer an den beiden Tagen (das entspricht 28 DVDs)!
Respekt!
Es gab offenbar vieles zu berichten.

Sessionplanung

Wie heißt es in Köln: ab dem dritten Mal ist alles eine alte Tradition. Und so folgte der Auftakt des 4. Barcamps in Koblenz dem gleichen Ritual wie seit 2015. Begrüßung durch Christoph & Sascha, Vorstellungsrunde der Teilnehmer (ja – ALLER Teilnehmer) und dann die obligatorische Sessionplanung.
Und schon hatte man wieder die Qual der Wahl: welche Session besuche ich? Auf welche verzichte ich?
Nachfolgend ein kurzer Abriss von einigen Sessions, an denen ich teilgenommen habe.

Session: Barcamp als lokales Format

Auch das geht: Auf einem Barcamp wird über ein anderes Barcamp berichtet. Genauer: die Macher aus Hachenburg berichteten, wie sie aus dem Stand heraus ein Barcamp auf die Beine gestellt haben. Stefan und Michaela berichten sehr detailliert über die Anfänge, die Planung, Schwierigkeiten und Unterstützer – und dann auch mit berechtigtem Stolz über 90 Besucher, die das Barcamp in der Löwenstadt mit Leben füllten.
Wer mehr von diesem Projekt erfahren möchte, kann sich die Website des Barcamp Hachenburg anschauen.

Session der Westerwald Bank e.G.

Die Session stand unter dem Titel „Kundenorientierte Kommunikation – persönlich und digital“. Hier gaben Petra Cramer und Philipp Rahn einen sehr guten und tiefen Einblick, wie sich die Westerwald Bank e.G. digitalisiert. Welche Herausforderungen ergeben sich, wenn eine Bank eine große Fläche abdecken muss? Wie kann das Filialnetz optimiert und angepasst werden, ohne den Kontakt zum Kunden zu verlieren?
Spannende Themen und interessante Antworten, die die Westerwald Bank e.G. gefunden hat – und immer noch findet.

BURGER!

Mehr muss man zum Abendessen am ersten Tag nicht sagen. Oder vielleicht doch: vegetarische Burger. Von Veggiewerk.
Und die schmecken einfach gut!
Auch ohne Fleisch.
edf
Am Samstag ging es weiter mit neuen, spannenden Sessions. Auszug gefällig?

Session #DICE – Aufbau eines Innovation Centers in Koblenz

In dieser Session haben wir mehr über das DICE erfahren, einem Projekt der Debeka in Koblenz.
Patrick und Christoph haben in einem packenden Vortrag beschrieben, was das DICE ist, was es beinhaltet, welche Ziele verfolgt werden, und wo man aktuell steht.

Das Beste zum Schluss: Hackathon Handwerk

Meine letzte Session war gleichzeitig eine der Besten: Christoph Krause gab einen Einblick, wie die Digitalisierung des Handwerks aussehen kann – und was beim Hackathon Handwerk am 26./27. Juli 2018 passieren wird.
Wow! Noch so einer, bei dem man schon am Sprechtempo ablesen kann, wie sehr er hinter seinem Projekt steht.
edf

… und die dürfen nicht fehlen: Sponsoren!

Zwar haben 247 Grad, die Handwerkskammer Koblenz & das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk eine perfekte Orga hingelegt. Aber ohne Sponsoren hätte es das Barcamp nicht gegeben.

Daher an dieser Stelle ein dickes „Dankeschön!“ an

die Premium-Sponsoren

die Sponsoren

und die Medienpartner

Mehr Fotos vom Barcamp?

Eine Sammlung von insgesamt 136 Fotos findet Ihr auf Flickr. Hier der Link zum Album.

Mein Fazit

Eine geniale Veranstaltung, die ihren festen Platz im Veranstaltungskalender des digitalen Koblenz zu Recht verdient hat. Nette Menschen, tolle, interessante Themen und eine Organisation, die kaum Wünsche offen lässt.

Was ist überhaupt ein Barcamp …?

Für jemanden, der öfter auf Barcamps unterwegs ist, klingt die Frage komisch, aber selbst mir wird sie im Freundes- und Kollegenkreis immer wieder gestellt. Und es zeigt, dass das Format „Barcamp“ immer noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Und weil sich das dringend ändern muss, hier ein kurzer Abriss zum Thema Barcamp.
Oft stößt man bei den zahlreichen Erklärungen im Netz auf den Begriff „Un-Konferenz“. Zum Beispiel auch im Wikipedia-Artikel:
Ein Barcamp (häufig auch Barcamp, Un-Konferenz, Ad-hoc-Nicht-Konferenz) ist eine offene Tagung mit offenen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden. Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion, können teilweise aber auch bereits am Ende der Veranstaltung konkrete Ergebnisse vorweisen (…).
(Quelle: Wikipedia)
Zumindest zum Erklären eignet sich der Begriff Un-Konferenz meiner Meinung nach gut, da man so von etwas Bekanntem (einer Konferenz) zu dem doch etwas anderen Format überleiten kann. Dabei trifft es sich gut, dass ein Barcamp auch viel von einer „normalen“ Konferenz hat. Es gibt einen Organisator, der für die Location, Technik, Catering, Werbung und so weiter sorgt. Ja, sogar ein Anmeldeprozess und Eintrittskarten sind vorhanden. Zumindest ungefähr. Denn dann hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Gibt es auf der klassischen Konferenz ein festes Programm, dass ich mir im Vorfeld anschauen kann, habe ich bei der Un-Konferenz bestenfalls ein Oberthema. Das eigentliche Programm entsteht erst in der frühen Phase des Barcamp und wird von den Teilnehmern selbst festgelegt und umgesetzt! Und anders als bei der Konferenz, bei der in der Regel Frontalvorträge oder bestenfalls Diskussionen auf Expertenebene auf der Tagesordnung stehen, ist das Repertoire des Barcamp viel breiter aufgestellt. Vom Vortrag über Diskussion, Workshop, Kurzschulung oder Fragestunde ist alles möglich. Vorbereitet (die „alten Hasen“ kommen in der Regel mit einer Präsentation, Testumgebung oder ähnlichem zum Barcamp) oder spontan aus dem Bauch heraus – alles ist möglich und sogar erwünscht. Denn jedes Barcamp lebt von den Teilnehmern und von der Vielfältigkeit der Beiträge.
All dies entwickelt sich am Beginn des Barcamps im Rahmen der Sessionplanung: hier kristallisiert sich heraus, was genau auf der Tagesordnung stehen wird, wer was vortragen möchte und wer an welcher Session teilnehmen will. Und auch hier gilt der kollektive und offene Ansatz des Barcamps: Jeder kann, aber keiner muss eine Session halten.

Und jetzt Du!

Nach dem Barcamp ist vor dem Barcamp. Sei dabei, wenn es  im nächsten Jahr wieder heißt „Barcamp Koblenz 2019“! Folge einfach der Barcamp-Seite. Entweder auf Twitter
oder auf Facebook.

Weiterbildung mit der Bildungsfreistellung in Rheinland-Pfalz

Gerade dann, wenn man voll im Berufsleben steht, tritt das Thema „Weiterbildung“ bei vielen von uns in den Hintergrund. Der Alltag in Firma und Familie bestimmt den Tagesablauf. Aber gerade jetzt, in den Zeiten des digitalen Umbruchs, wird Weiterbildung immer wichtiger …

Ein Drittel der Unternehmen hat keine Weiterbildungsstrategie

Im Grunde wissen wir es alle: wir müssen uns weiterbilden. Jeder. Immer. Unser ganzes Leben lang. Von daher liefern auch die regelmäßig veröffentlichten Umfragen und Studien nicht wirklich grundlegend neue Erkenntnisse. Und doch haben sie ihre Berechtigung, da sie uns über aktuelle Trends und Entwicklungen informieren. Dies gilt zum Beispiel für den Trendmonitor Weiterbildung 2018, der von StifterverbandHHL Leipzip Graduate School of Managment und Lecturio herausgegeben wurde.

98 % aller befragten Unternehmen sind überzeugt, dass die Weiterbildung der Mitarbeiter für den zukünftigen Erfolgt des Unternehmens essentiell ist.

Durchaus verständlich und soweit eigentlich nichts Neues. Aber die gleiche Studie stellt auch fest: nur ein Drittel der befragten Unternehmen hat überhaupt eine Weiterbildungsstrategie.

Sich allein auf Arbeitgeber zu verlassen, scheint somit nicht die beste Idee zu sein.

Doch was kann man tun?

Eine Form der Förderung: Bildungsurlaub

Wenn wir – egal ob Privatmann oder Unternehmen – in Weiterbildung investieren, sprechen wir von den Ressourcen Zeit und Geld, die wir einsetzen. Und dafür gibt es einige Förderprogramme. In diesem Artikel möchte ich auf den Bildungsfreistellung eingehen: auf die haben nämlich viele Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch, ohne es zu wissen.

Generell gilt: Beschäftigte in Rheinland-Pfalz haben Anspruch auf Freistellung von der Arbeit zum Zwecke der beruflichen und gesellschaftlichen Weiterbildung unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts durch den Arbeitgeber.

Grundvoraussetzungen

Die Voraussetzungen für die Bildungsfreistellung in Rheinland-Pfalz sind überschaubar:

  • Beschäftigte im Bundesland Rheinland-Pfalz
  • mindestens sechs  Monate beim aktuellen Arbeitgeber beschäftigt
  • der Arbeitgeber muss mehr als fünf Personen beschäftigen

Der Arbeitgeber hat darüberhinaus das Recht, aus zwingenden betrieblichen Gründen den Antrag auf eine Weiterbildung abzulehnen. Was ja durchaus mal vorkommen kann, weil zum Beispiel ein akuter Personalengpass besteht. Die Ablehnung muss jedoch begründet werden und darf nicht zu einer „Dauerablehnung“ führen.

Auch gut zu wissen: Klein- und Mittelbetriebe haben die Möglichkeit, einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt zu beantragen.

Wie viele Tage Bildungsfreistellung stehen mir zu?

Innerhalb eines Zeitraums von zwei Kalenderjahren hat der Arbeitnehmer Anspruch auf zehn Tage Bildungsfreistellung (wobei dieser Zeitraum immer mit einem ungeraden Jahr beginnt; aktuell befinden wir uns also im Zeitraum 2017/2018). Die zehn Tage können am Stück oder auch aufgeteilt in Anspruch genommen werden. Ich mache zum Beispiel in jedem Jahr eine Fortbildung von drei Tagen Dauer.

Wie der Name schon sagt, wird bei der Bildungsfreistellung die Ressource „Zeit“ gefördert, indem der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber (unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts) freigestellt wird. Den Kurs selbst muss man aus eigener Tasche zahlen. Kann man dann aber beim Finanzamt als Weiterbildung und somit als Werbungskosten geltend machen.

Welche Weiterbildung wird gefördert?

Der Grundsatz lautet: Veranstaltungen der beruflichen oder der gesellschaftspolitischen Weiterbildung. Und der Arbeitnehmer selbst entscheidet, welche Veranstaltung er besuchen möchte. Und weil damit Tür und Tor für lange Diskussionen geöffnet wären, was denn nun zulässig ist und was nicht, hat man folgende Regelung getroffen:

Die Veranstaltung muss nach dem Bildungsfreistellungsgesetz als Fortbildungsveranstaltung anerkannt sein.

Das wird meistens auch bei den jeweiligen Kursen  (VHS, IHK, etc.) vermerkt. Zusätzlich bietet Rheinland-Pfalz ein Suchportal speziell für diese Art der Weiterbildung an.

Obacht: da (fast) jedes Bundesland ein eigenes Bildungsfreistellungsgesetz hat, das ähnlich tickt wie das in Rheinland-Pfalz, achtet darauf, dass der Kurs eine Freistellung für unser Bundesland besitzt. Wenn das nicht der Fall ist, einfach mal beim Anbieter fragen! Habe ich auch schon gemacht, wenn beispielsweise nur eine Anerkennung für Hessen oder Nordrhein-Westfalen vorlag. Gerade die großen Anbieter wie die Volkshochschulen in Großstädten oder die IHK, aber auch private Unternehmen, haben kein Problem damit, die Anerkennung auch für Rheinland-Pfalz zu beantragen (und Fragen kostet bekanntlich nichts).

Wie ist der Ablauf?

Der Ablauf der Beantragung ist einfach:

  • Veranstaltung heraussuchen, die man besuchen möchte.
  • Mindestens sechs Wochen vor dem Beginn Antrag schriftlich beim Arbeitgeber stellen. Einen PDF-Muster-Antrag gibt es hier zum Herunterladen.
  • Der Arbeitgeber kann nun bis drei Wochen vor dem Beginn der Veranstaltung schriftlich die Teilnahme ablehnen (siehe oben).
  • Nach Abschluss der Teilnahme ist dem Arbeitgeber eine Teilnahmebescheinigung oder ähnliches vorzulegen.

Wichtig: Auf die Details achten!

In dem vorliegenden Beitrag sind die wichtigsten Eckpunkte der Regelung beschrieben worden. Es gibt jedoch noch Besonderheiten, beispielsweise für Auszubildende. Von daher in jedem Fall die Website des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz zu diesem Thema besuchen und die dort angegebenen Informationen lesen.

Hast Du schon Erfahrungen mit der Bildungsfreistellung gesammelt?

Ich selbst war schon mehrfach auf unterschiedlichen VHS Kursen unterwegs, meistens in Köln, weil dort das Angebot sehr vielfältig ist. Hier einige Posts von diesen Weiterbildungen:

Wie sieht es bei Dir aus? Hast Du auch schon diese Fördermöglichkeit der Weiterbildung genutzt? Oder einen Tipp für uns? Dann hinterlasse doch einfach einen Kommentar hier im Blog – oder Poste etwas auf Facebook zu diesem Beitrag.

Link zur Studie Trendmonitor Weiterbildung 2018

Hier der Link auf die oben angeführte Studie von Stifterverband, HHL Leipzip Graduate School of Managment und Lecturio zum Nachlesen.

Die  Studie wurde im Januar 2018 veröffentlicht.

Goo.gl: Rest in peace, alter Freund

Die ersten Schneeglöckchen recken neugierig ihre Blüten in Richtung Sonne, es wird langsam aber stetig wärmer und man kann ihn schon riechen, den Frühling. Und jetzt ist auch die Zeit, zu der Google seinen berühmt-berüchtigten Frühjahrsputz startet. Neuestes Opfer: der URL-Shortener Goo.gl.

Kurz-URL-Dienst

Kurz-URL-Dienste (oder englisch: URL-Shortener) sind ein Service im Web, der beliebige URL-Adressen für den User verkürzt. Das macht das Handling der manchmal doch langen und kryptischen URLs einfacher.
Aus
https://wpkoblenz.de/meetup/wordpress-meetup-koblenz-10-die-neue-eu-datenschutzverordnung/
wird so zum Beispiel
https://goo.gl/oDHF6F

Als Goodie erhält man on top einige statistische Informationen zur Verwendung des verkürzten Links: Wer hat wie oft geklickt? Aus welchem Land kamen die Nutzer? Welchen Browser haben sie verwendet?

Insgesamt gerade für Blogger oder Leute, die viel im Social-Web unterwegs sind, eine tolle Sache. Und diese Aufgabe hat Goo.gl  -meiner Meinung nach – sehr schön erledigt: mit einer minimalistischen und daher übersichtlichen Web-Oberfläche und einer mobilen App für das Betriebssystem Android, die das Kürzen auf dem mobilen Device ermöglichte. Allein bei mir haben sich so seit Juli 2014 insgesamt 560 Kurz-URLs angesammelt.

Der Friedhof der ausrangierten Google Dienste

Wie immer, wenn ein Google Dienst zu Grabe getragen wird, passiert das in Form eines Blogbeitrags. Da macht auch der Google URL-Shortener Goo.gl keine Ausnahme. Und so nimmt der URL-Verkürzer den gleichen Weg wie schon iGoogle, die personalisierte Startseite, Google Reader, der RSS-Reader oder Picasa, der Fotodienst. Okay: für letzteren gab es einen Nachfolger aus dem Hause Google in Form von Google Photos.

Der Fahrplan für das endgültige „Aus“ von Goo.gl steht bereits fest:

  • ab 13.04.2018: Goo.gl kann von anonymen Nutzern nicht mehr verwendet werden. Neuanmeldungen sind nicht mehr möglich.
  • bis 30.03.2019: Bestehende Benutzer können Goo.gl weiterhin nutzen. Die Statistiken stehen weiter zur Verfügung, die Daten der Kurz-URLs können exportiert werden.
  • ab 31.03.2019: Goo.gl wird eingestellt, die Weiterleitungen der Kurz-URLs funktionieren jedoch weiterhin.

Und was kommt nach Goo.gl?

Für Entwickler empfiehlt Google den Dienst Firebase Dynamic Links. Aber „normale“ Anwender müssen sich woanders umsehen.

Nun war und ist Google nicht der einzige Anbieter beim Thema URL-Shortener. Einer der „Erben“ wird daher sicherlich Bitly werden. Bitly hat bereits jetzt viele Nutzer und der Funktionsumfang des Dienstes ist sogar umfangreicher als bei Google. Aber auch Tinyurl oder Ow.ly, der Dienst von Hootsuite©, werden in den nächsten Wochen und Monaten User hinzugewinnen.

Oder doch lieber was aus Deutschland?

Aus Deutschland? Gibt es nicht? Oh doch. Nur kennt (und nutzt) den Dienst kaum einer. Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) hat einen eigenen URL-Shortener entwickelt.  Und weil die Server dieses Dienstes in Deutschland stehen, wird sehr viel bewusster mit dem Thema „Datenschutz“ umgegangen, als das bei den anderen, oben angeführten Diensten der Fall ist.

Und Du?

Benutzt Du überhaupt einen URL-Shortener? Und wenn Du Goo.gl nutzt: auf welchen neuen Dienst wirst Du demnächst umsatteln? Schreib uns einen Kommentar oder poste Deine Antwort auf unseren Social-Media-Kanälen.

Als die App den halben Spitzkohl rettete …

Das kennt jeder von uns: man kocht etwas und von einer Zutat bleibt etwas übrig. Mist. Oft hat man Glück und kann sie am nächsten Tag verarbeiten. Manchmal will einem aber auch partout nichts einfallen. Dann vergeht die Zeit und irgendwann ist es  zu spät und man muss das übrig Gebliebene wegwerfen. Das sollte nicht passieren. Denn es gibt kleine Helfer, die einen dabei unterstützen können.

Wir werfen viel zu viele Lebensmittel weg!

Im Durchschnitt werfen wir Deutschen pro Kopf im Jahr 82 Kilogramm weg. Dieser Wert ist zumindest im Jahr 2012 bei einer Studie der Uni Stuttgart ermittelt worden. Das ist zwar im Vergleich zum restlichen Europa und Nordamerika mit einer Abfallmenge von 115 kg pro Kopf (im Jahr 1995) etwas weniger, aber immer noch viel zu viel.

Und was ist jetzt mit dem halben Spitzkohl passiert …?

Stimmt – der Spitzkohl. Dessen erste Hälfte wurde am Sonntag verspeist. Und jetzt war am Montag nochmal die gleiche Menge übrig.

Was tun? Das gleiche Gericht noch einmal kochen? Nein. Das wäre ja langweilig. Also etwas anderes. Und an dieser Stelle kommt die Zu-gut-für-die-Tonne-App ins Spiel. Sie besitzt einen Fundus von derzeit 525 Rezepten und ermöglicht es dem Nutzer, übrig gebliebene Zutaten (wie unseren halben Spitzkohl) einzugeben und damit nach passenden Rezepten zu suchen.

Bei uns fiel die Empfehlung auf das Rezept Nudeln mit feinem Spitzkohl von dem österreichischen Koch und Autor Jörg Wörter (Link).

Kochen muss man zwar noch selbst, aber ich muss sagen: dieser Selbstversuch hat toll funktioniert – und das Ergebnis war ziemlich lecker.

nfd

Und die Hauptsache: es wurde nichts weggeworfen!

Die Zu-gut-für-die-Tonne-App

Die in diesem Bericht vorgestellte App gibt es sowohl im Google Play Store für Android als auch für die iOS-Welt von Apple im Apple AppStore. Und beide sind natürlich kostenlos.

Weitere Informationen im Netz

Weitere Informationen zum Thema Umgang mit Lebensmitteln findet man auf der Projektseite Zu gut für die Tonne von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung .