Verschwörungsmythen & Corona:  Rückblick auf die Onlinevorträge der Koblenzer Wochen der Demokratie

Anfang Juli fanden im Rahmen der Koblenzer Wochen der Demokratie drei Online-Vorträge statt. In jedem dieser Vorträge beleuchtete eine Expertin / ein Experte das Thema „Verschwörungsmythen und Corona“ aus einem bestimmten Blickwinkel. Ich hatte das Glück, an den Vorträgen von Dr. Thomas Grunau (Universität Koblenz-Landau) und von Katharina Nocun teilnehmen zu können. In diesem Artikel gebe ich Dir einen kurzen Abriss von diesen beiden Zoom-Sessions.

Was sind die Koblenzer Wochen der Demokratie?

Die Koblenzer Wochen der Demokratie sind eine Veranstaltungsreihe, die von der Stadt Koblenz im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ ins Leben gerufen wurde. Zusammen mit Akteuren der Region wird der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern gesucht. Ziel ist die aktive Mitgestaltung und Erneuerung der Demokratie im 21. Jahrhundert.

Die Durchführung der Online-Vorträge, auf die in diesem Artikel eingegangen wird, wurden organisatorisch von der Stadt Koblenz und dem dortigen Bildungsbüro unterstützt.  Mit-Veranstalter waren die Universität Koblenz-Landau in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Koblenz.

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Verschwörungstheorien und das Corona-Virus

Denn Auftakt machte Dr. Thomas Grunau von der Universität Koblenz-Landau. Bei seinem Online-Vortrag am 02.07.2020 ging es um das Thema Verschwörungstheorien und das Corona-Virus. Zu Beginn wurde zunächst abgefragt, welche Verschwörungserzählungen bei den Teilnehmern überhaupt schon bekannt sind.

Und das waren einige:

  • Mondlandung hat nie stattgefunden
  • Pizzagate
  • Chemtrails
  • JFK Attentat
  • 9/11

Die Beispiele sprudelten nur so aus den Teilnehmern der Zoom-Session heraus.

Die echten (wahren) Verschwörungen

Als nächstes wies Dr. Grunau darauf hin, dass es in der langen Geschichte der Menschheit durchaus echte (wahre) Verschwörungen gab.

Diese echten Verschwörungen unterscheiden sich jedoch anhand von verschiedenen Merkmalen von den Verschwörungsmythen:

  • Oft gab es im Vorfeld keine Theorie oder Vermutung zum Vorhandensein der Verschwörung
  • Kurzer Zeitraum oder Ereignis
  • Wenige Involvierte
  • Geschichte ist nicht langfristig planbar

Kein Wunder also, dass es die Verschwörungserzählungen auch in die Unterhaltungsindustrie geschafft haben. In Form von Filmen oder beliebten Serien:

Verschwörungsmythen rund um den Corona-Virus

In dem Vortrag ging es anschließend um die Frage, welche Mythen rund um den Corona-Virus bekannt sind.

Nüchtern betrachtet oft auf Anhieb haltlose Geschichten. Nur wenige haben einem (vermeintlich) wahren Hintergrund. Wie zum Beispiel bei Bill Gates, der tatsächlich über seine Stiftung erhebliche Gelder in die Forschung investiert und schon vor einigen vor den Gefahren einer Pandemie gewarnt hat. Nur sind die Schlussfolgerungen daraus an den  Haaren herbeigezogen und durch nichts belegt.

Der Vortrag von Dr. Grunau endete mit allgemeinen Empfehlungen für den Umgang mit Verschwörungsmythen:

Fazit des erste Vortrags

Klasse Veranstaltung, bei der das Thema von Dr. Grunau kompetent und (was man sich bei dieser Materie oft auf den Social Networks wünschen würde) unaufgeregt analysiert wurde.

Fake Facts – Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen

Für den zweiten Vortrag am 08.07.2020 hatte man Katharina Nocun verpflichten können. Sie ist Autorin, Bloggerin und Netzaktivistin und hat vor kurzem zusammen mit Pia Lamberty das Buch „Fake Facts. Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen“ veröffentlicht.

Da Dr. Grunau mit seinem Vortrag am 02.07.2020 die Messlatte schon recht hoch gehangen hat, war ich auf den Beitrag von Katharina schon gespannt:

Der Ton macht die Musik

Gleich zu Beginn wurde auf das korrekt Wording hingewiesen: eine Theorie ist nämlich ein „… System wissenschaftlich begründeter Aussagen zur Erklärung bestimmter Tatsachen oder Erscheinungen und der ihnen zugrunde liegenden Gesetzlichkeiten…“ Den meisten verschwurbelten Verschwörungserzählungen mangelt es an fast allem, was in dieser Definition vorkommt. Von daher ist die Verwendung der Bezeichnung „VerschwörungsTHEORIE“ quasi ein nicht berechtigter Adelsschlag. Besser ist, von Verschwörungserzählungen, Verschwörungsideologien oder Verschwörungsmythen zu sprechen.

Verschwörungserzählungen – eine Definition

Die von Katharina hergeleitete Definition für eine Verschwörungserzählung war griffig und lässt sich mit den bekannten Verschwörungserzählungen gut überprüfen:

Verschwörungserzählungen ranken sich meist um als mächtig wahrgenommene Einzelpersonen oder kleine Gruppen. Es geht um wichtige Ereignisse in der Welt. Die Welt soll beeinflusst und Bevölkerung bewusst schaden zugefügt werden.

Viele Beispiele rund um die Corona-Pandemie

Wie beim Vortrag von Dr. Grunert mangelte es auch bei Katharina nicht an aktuellen Beispielen:

  • Bill Gates ist Schuld an Corona
  • 5G löst Corona aus
  • Strafe Gottes und/oder Apokalypse
  • Einführung der neuen Weltordnungen

 

So viele Verschwörungsmythen in so kurzer Zeit: wie kann das sein?

Katharina erklärte schön, wie es zu dieser (gefühlt) schnellen Entstehung von unterschiedlichsten Verschwörungsmythen kommen konnte. Die Antwort ist einfach: in vielen Fällen haben die Akteure einfach die schon vor Corona verbreiteten Ideen und Vorstellungen einfach um einen Corona-Komponente erweitert. So wurde beispielsweise aus „5G Gedankenkontrolle“ ein „5G verursacht Covide-19„.

Zur Beschleunigung in einigen Länder wird das ganze gerne auch um ein gängiges Feindbild ergänzt, was die Verbreitung nochmal pusht. Beispielsweise „Corona ist eine Bio-Waffe aus USA / Isarael / China …

Kontrollverlust & Selbstüberschätzung als Auslöser

Warum finden Verschwörungserzählungen überhaupt Anhänger? Diese Frage wurde im Laufe des Abends ebenfalls erörtert. Ein wichtiger Auslöser ist dabei Kontrollverlust. Und die damit verbundene Unsicherheit.

Auslöser (Trigger) für Unsicherheit können unterschiedlicher Art sein:

  • Jobverlust
  • Trennung
  • Krankheit
  • Katastrophen
  • politische Unsicherheit
  • Pandemie

Ein  beliebtes Narrativ ist oft auch die Selbstüberschätzung:

„Ich kenne die Wahrheit, alle anderen sind dumm oder selbst Teil der Verschwörung.“

Für diesen Aspekt sind besonders solche Menschen anfällig, die sich gern von der Masse abheben.

Risikogruppen

Generell ist vermutlich niemand immun gegen Verschwörungsmythen. Es gibt allerdings bestimmte Häufungen, aus denen man Risikogruppen ableiten kann, dass heißt Personen, die besonders anfällig für Verschwörungsideologien sind:

  • Männer eher als Frauen
  • Niedrigere Intelligenz eher als hohe
  • Größte Rolle spielt der Kontrollverlust
  • bei rechtsradikalen Gruppen eher verbreitet, aber auch linke Gruppen sind nicht frei von Mythen

Und zum Abschluss gab es bei Katharina einige Tipps, was man selbst tun kann:

 

Fazit

Wie eingangs erwähnt hatte ich das Glück, an zwei der drei Online-Vorträge teilnehmen zu können. In beiden wurde das Thema „Verschwörungserzählungen und Corona“ sachlich und fundiert erläutert. Schön fand ich bei beiden Events, dass neben einer strukturierten Einleitung jeweils Tipps für den Umgang mit solchen Mythen gegeben wurden. In jedem Fall eine tolle Aktion von „Wozu-Demokratie?„, die in jedem Fall die Wartezeit bis zum September verkürzt hat.

Kurz vor Schluss noch etwas auf die Ohren?

Nun, wie wäre es mit der Bayern 2 Podcast-Folge „Virus im Kopf – Wie sich Verschwörungstheorien im Zeiten von Corona verbreiten„? Im Mittelpunkt dieser Folge steht der Effekt, dass im Laufe der Corona-Pandemie sich Verschwörungserzählungen immer rascher verbreiten. In rund 53 Minuten zeigen Christian Alt und Christian Schiff unter anderem Wege aus der entstandenen Vertrauenskrise auf.

Infografik zum Thema

Last-but-not-least die Infografik mit dem Titel „Umgang mit Verschwörungserzählungen“. Diese habe ich im Nachgang zu Veranstaltungsreihe von Wozu-Demokratie? erstellt und Mitte Juli im Facebook- und Twitter-Kanal von Koblenz Digital veröffentlicht.

InfografikVerschwörungserzählungenKoblenz Digital

Quick Draw – Googles Kritzel-Datenbank

Hier im Blog von Koblenz Digital haben wir schon von einigen Google Experimenten berichtet: von Cartoonify über den Move Mirror bis hin zu Art Selfie. Heute führen wir die Reihe fort mit einem etwas älteren, doch wie ich finde nicht minder spannenden Projekt: Google Quick Draw.

Am Anfang war – Quick Draw

Eigentlich hätten wir unsere kleine Google-Reihe mit diesem Experiment beginnen müssen. Ganz einfach weil Quick Draw älter ist und zum Beispiel Cartoonify auf die Datenbank von Quick Draw zugreift, um Fotos in „Kritzeleien“ umzuwandeln.
Aber dazu später mehr.
Am Anfang stand bei der Entwicklung von Quick Draw die Fragestellung, ob eine Künstliche Intelligenz (KI), auch artifizielle Intelligenz (AI bzw. A. I.), Zeichnungen von unterschiedlichen Menschen erkennen kann.
Google entwickelte eine entsprechende Software und rief die Nutzer auf, die KI zu trainieren. Menschen fertigten daraufhin Zeichnungen an und die KI von Google versucht, diese Zeichnungen zu deuten. 

Die Oberfläche der App

Grund für die hohen Teilnehmerzahlen war die Spielidee, die Google rund um dieses Projekt platziert hat. Quick Draw erinnert daher start an die Montagsmaler: es wird ein einfacher Begriff vorgegeben und der Nutzer hat 15 Sekunden Zeit, um diesen Begriff zu zeichnen. 
Genial einfach – und gerade deshalb funktioniert es.
Tipp von mir: Touchdisplays sind hier klar im Vorteil!
Während man zeichnet, gibt die KI erste Tipps ab, bis zu dem Moment, wo sie den Begriff erkennt – oder aufgeben muss. Hilfreich ist es auch, wenn der Zeichner sich nicht zu sehr auf Details einlässt. Meistens sind diese nur störend, kosten Zeit und scheinen die KI eher zu stören als ihr zu helfen.
FireShot Capture 28 - Quick, Draw! - https___quickdraw.withgoogle.com_
Neugierig? Nun, hier ist der Link auf die Seite.
Ein kurzes Beispiel, wie eine solche „Raterunde“ auf dem Smartphone ausschauen kann, habe ich hier bei YouTube hochgeladen:

Erkenntnis

Doch bei allem Spaß – schon nach wenigen Monaten konnte Google erste Ergebnisse vorweisen, die sich aus der Arbeit der KI ergaben. So wurden bestimmte Begriffe von den Teilnehmern exakt gleich gezeichnet, während andere – je nach Kulturkreis – komplett anderes dargestellt werden.
Zwischenzeitlich hat Google nicht nur die Ergebnisse sondern gleich die ganze Datenbank veröffentlicht und stellt die Ergebnisse interessierten Forschern und Entwicklern zur Verfügung.

FireShot Capture 21 - Quick, Draw! The Data - https___quickdraw.withgoogle.com_data_bear
Ein kleiner Auszug der Zeichnungen zum Thema „Bär“

Auch Du kannst auf die Daten zugreifen. Liegt alles bei Google selbst oder GitHub.
Allein die bloßen Eckdaten der Datensammlung lassen sich sehen: insgesamt haben 20 Millionen Menschen aus mehr als 100 Ländern teilgenommen und haben über 800 Millionen Zeichnungen zum Projekt beigetragen (in den oben genannten Downloads sind „nur“ 50 Millionen Zeichnungen enthalten).

Und Du?

Hast Du auch schon bei Quick Draw mitgemacht?
Noch nicht?
Dann aber flott. Hier ist zum Anfang mein Ergebnis zum Thema „Schnecke“.
FireShot Capture 22 - Quick, Draw! - https___quickdraw.withgoogle.com_

 

Von Löffeln, Social Media und tollen Menschen – das Barcamp RheinMain 2019

Im Herbst zieht es mich in den Süden. Nein, nicht mit den Zugvögeln nach Afrika. Für mich geht es im Herbst zum Barcamp RheinMain. Diese themenoffene Unkonferenz hat es mir einfach angetan. Was macht das Barcamp RheinMain besonders und welcher Themen-Mix wurde dieses Jahre angeboten?

Das Barcamp RheinMain ist in vielerlei Hinsicht besonders. Beispielsweise ist es nicht wie das Barcamp Koblenz an einen bestimmten Ort gebunden. Stattdessen „tingelt“ es durch die RheinMain-Region. Stationen waren bisher Wiesbaden, Offenbach, Dieburg, Bingen, Frankfurt, Mainz und Darmstadt. Das Wiesbaden nach 2018 erneut Gastgeber wurde, lag wohl an der einmaligen Gelegenheit, die sich durch eine besondere Location ergab.

Übrigens war ich nicht allein für Koblenz Digital am Start. Auch Gerold hat es nach Wiesbaden gezogen.

Der erste „Wow!“ Effekt: Die Location

Erstes Schmankerl beim Barcamp RheinMain war in diesem Jahr zweifelsohne die Location. Eingeladen wurde in die nagelneuen Räumlichkeiten der Hochschule Fresenius im Herzen von Wiesbaden!

Keine 10 Minuten Fußmarsch vom Bahnhof hat die Hochschule Fresenius im Gebäude des Alten Gerichts von Wiesbaden eine neue Lehrstätte geschaffen. 1000 Studierende aus den Fachbereichen „Wirtschaft und Medien“ und „Design“ werden hier seit Beginn des Wintersemesters 2019/2020 unterrichtet.

Begrüßung und Sessionplanung

Die Begrüßung übernahm ein sichtlich gut gelaunter Tom Klose. Bei der Eröffnung des Barcamps RheinMain wurde unter anderem auf den Träger des Events, den Verein zur Förderung der Netzkultur im Rhein-Main-Gebiet e.V. hingewiesen. Dort kann man übrigens noch Mitglied werden.

Neben den obligatorischen Hinweisen zum „Was-ist-ein-Barcamp“ und „Wo-finde-ich-was“ nahm das Thema „Löffel“ einen besonderen Raum ein: es galt zwischen den (Kaffee-) Löffeln der Hochschule Fresenius und denen des Barcamps zu unterscheiden.

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Tom & die Barcamp-Löffel

Die Löffel entwickelten sich zum Running-Gag, der sich am zweiten Tag des Barcamps fortsetzte.

Dann ging es nahtlos über zur Sessionplanung. Das Bild zeigt sehr schön, dass viele Leute Ideen für eine Session mitgebraucht hatten. Zur Verfügung standen sechs Räume und sechs Timeslots, was Raum für 36 Sessions ergibt. Und trotzdem musste ein Teil der Ideen auf den zweiten Tag ausweichen.

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Anstehen für die Sessionplanung

Session 1: PersonalBranding: Praxistipps für Deine Sichtbarkeit

Ich weiß gar nicht, wie lange ich Martina Troyer von Twitter her kenne. Und wie lange wir es nicht geschafft haben, uns mal bei einem Event persönlich kennenzulernen. Von daher hat sich für mich persönlich das Barcamp RheinMain  schon für dieses Treffen gelohnt.

Als kostenfreie Dreingabe gab es noch eine schöne Session von Martina zum Thema Sichtbarkeit. Klasse Tipps dabei, die ich auch schon (zum teil) schon umgesetzt habe.

Session 2: Lernvideos (fast) ohne Equipment erstellen – geht das überhaupt?

In der zweiten Session von Antje Krause ging es um selbst erstellte Lernvideos. Und zwar solche, die mit wenigen Hilfsmitteln auskommen. Das Antje sich mit diesem Thema beschäftigt hat, kommt nicht von ungefähr: Sie lehrt an der Technischen Hochschule Bingen.

Für mich habe ich aus der Session mitgenommen: man braucht nicht viel Equipment, um ein ansprechendes Lernvideo zu erstellen. Smartphone, Halterung und die eine oder andere App reichen aus.

Und dann einfach machen.

Session 3: Die Architektur der Unternehmenskultur

Jakob Jochmann von Ideentransfer hat in seinem Vortrag aufgezeigt, wie man mit Hilfe von speziellen Canvas die Architektur der Unternehmenskultur mit Hilfe der Mitarbeiter visuell darstellen kann. Denn all zu oft ist diese Architektur unbekannt oder wird durch idealistische Selbsteinschätzungen überlagert.

Gestützt auf begleitende Workshops kann durch die Kooperation aller Beteiligten ein sehr exaktes Bild der bestehenden Unternehmenskultur erarbeitet werden. Klasse Thema, allerdings hat die Zeit nur für einen kurzen Abriss gereicht. Bei dem Thema wäre ich gern tiefer eingestiegen.

Session 4: Irres Zeug mit PowerPoint: Multimedia (& coole Folien) einfach selber machen

Für das nächste Thema konnte ich – genauso wie Jakob – sitzen bleiben: gleicher Raum, gleicher Vortragender, aber neues Thema. Es ging um PowerPoint.

Jetzt ist PowerPoint bei mir privat oder bei KoblenzDigital gar kein Thema mehr. Aber beruflich kommt man (meistens) nicht an der Präsentationssoftware aus dem Hause Microsoft vorbei.

In dieser Session ging es mir mehr darum zu erfahren, was aktuell mit PowerPoint in der Version 365 möglich ist. Und das ist (insbesondere bei der Animation) einiges. Die Beispiele von Jakob waren schon klasse. Und sie haben gezeigt, dass eine Folie mit toller Animation schon mal mehr als tausend Objekte beinhalten kann.

Session 5: Videomarketing: Mit Videos zur erfolgreichen Kommunikation

In der fünften Session hat mich Aileen Barz mitgenommen auf einen kurzen Ausflug in das Thema Videomarketing und wie man Videos zur erfolgreichen Kommunikation nutzen kann.

Und es war schon erstaunlich, was Aileen in den 45 Minuten der Session unterbringen konnte. Die wichtigste Botschaft:

Das Bauchgefühl ist das, was zählt!

Videos wirken durch die Emotionen, die sie bei uns, den Zuschauern, auslösen. Aber es kommt darauf an, die richtigen Emotionen zu wecken. Darum gilt: Zielgruppe definieren und die eigenen Ziele festlegen.

Session 6: Social Media als Beruf

Kurzer und knapper Titel. Beamer aus. Kein Vortrag, keine Slides. Nur ein Mann.

Bei der Session von Tom Noeding war einiges anders, aber alles gut. Es ging um Social Media als Beruf. Oder doch als Berufung? Tom gab einen schönen Einblick in seinen Werdegang: als Seiteneinsteiger in den Anfängen von Social Media, als noch keiner Facebook kannte, über verschiedene Stationen bis hin zum aktuellen Leben.
Klasse!

Es ist einfach schön, wenn man bei einer Session spürt, dass „der-da-vorne“ für seine Sache brennt und dieses Feuer sehr gut nach außen tragen kann. Für mich die mitreißenste Session an diesem Tag!
Danke, Tom.

Was nie fehlen darf: Dank an die Sponsoren!

Und da fange ich der Einfachheit halber bei dem Hochschule Fresenius an, weil die auch die tolle Location beigesteuert hat, in der ich einen inspirierenden Tag bringen durfte.
Die Studenten sind schon ein bisschen zu beneiden, auch wenn hier und da noch die Technik streikt. Das sind Kinderkrankheiten. Die Lage, die Ausstattung, die offene Struktur der Hochschule sind Top!

Namics ist einen Fullservice-Digitalagentur. Der Hauptsitz ist in Frankfurt, doch die 550 Mitarbeiter verteilen sich auf insgesamt fünf Standorte. Die interdisziplinären Teams von Namics unterstützen beispielsweise bei der digitalen Transformation von Unternehmen.

Der dritte im Bunde ist Giinco. Giinco entwickelt Strategien für die digitale Kommunikation von Unternehmen. Zum Portfolio gehören die Konzepterstellung, das Design und die Entwicklung von plattformübergreifenden Medien.

Auch die größte Magento-Agentur in Deutschland, netz98, war dieses Jahr erneut als Sponsor am Start. An dieser Stelle auch nochmal ein „Dankeschön“ für das Multitool, dass es als Give-Away für die Besucher gab.

Bei einem Barcamp wird immer Wissen geteilt. Von daher freut mich auch persönlich das Sponsoring durch Quora.
Leider habe ich die Gelegenheit verpasst, mich mit dem Kollegen zu vernetzen, der sogar eine Session gehalten hat. Ich hoffe, dass sich eine solche Gelegenheit bald wieder ergibt.

Und natürlich darf einer der größten Player in der Rhein-Main-Region nicht fehlen: die Deutsche Bahn. Danke für das Engagement bei so offenen Formaten wie dem Barcamp RheinMain.

Und – last-but-not-least – geht der Dank an LindenKaffee. Denn wir wissen doch alle, das der wahre Kraftstoff, der Designer, Entwickler und Visionäre antreibt, guter (!!!) Kaffee ist.

Für alle Unternehmen, die nicht in dieser Aufstellung auftauchen, gilt: überlegt es Euch! Das Sponsoring ist eine klare Win-Win-Situation. Auf der einen Seite unterstützt ihr ein tolles, innovatives, offenes Format. Auf der anderen Seite bekommt  ihr einiges zurück, was im Regelfall eben nicht mit Geld oder schönen Worten gekauft werden kann. Zum Beispiel den direkten Kontakte zu Multiplikatoren oder BloggerInnen. Barcamps sind  Orte, an denen es nur so von Early Adopters wimmelt. Ganz zu schweigen zur positiver Berichterstattung, Sichtbarkeit und Reichweite in sozialen Netzwerken (und das quasi on Top für Lau!).

Das gilt übrigens nicht nur für das Barcamp RheinMain sondern für alle Barcamps.
Support your locale Barcamp!

Fazit

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Abschlussrunde am ersten Tag des Barcamp RheinMain 2019

Wie würde Horst Lichter sagen? „Ein Träumchen“ Ja, klar: es gab die eine oder andere Hürde, wie zum Beispiel einen defekten Fahrstuhl. Aber Hürden sind per se nichts schlechtes. Es kommt darauf an, wie man sie nimmt. Und sowohl das Orga-Team als auch die Teilnehmer haben sich hier in bester Barcamp-Manier geschlagen.

Ich habe (erneut!) ein inspirierendes Barcamp erlebt, viele alte Bekannte getroffen und neue, mir bisher unbekannte Menschen kennengelernt. Ich konnte an interessanten Sessions teilnehme, habe viele Gespräche geführt und einen tollen Tag in Wiesbaden verbracht.

Und damit stehen die Chancen gut, dass es mich auch in 2020 wieder in den Süden ziehen wird – zum Barcamp RheinMain.

Und als besonderes Schmankerl zum Abschluss noch die Session von Tom und Alex:

Was ist überhaupt ein Barcamp?

Wenn man wie ich häufiger Barcamps besucht, kommt beim Schreiben des obligatorischen Blogbeitrags immer die Frage auf „Mache ich es oder mache ich es nicht?“. Die Frage bezieht sich auf die Definition, was ein Barcamp überhaupt ist.
Mit Blick auf die eigene Filterbubble ist die Antwort klar: Spar Dir das. Das interessiert keinen, weil das doch alle kennen. Doch genauso häufig wird mir dann wieder bewusst, dass diese Aussage eben nur für die Leute gilt, die sich sich ebenfalls auf Barcamps tummeln. Das sind zwar (gefühlt) viele. Aber sehr viel mehr Menschen können mit dem Begriff gar nichts anfangen.

Leider.

Und um das zu ändern, wird es wohl auch zukünftig den Absatz „Was ist überhaupt ein Barcamp?“ in den Artikeln von Koblenz Digital geben.

Liest oder hört man von einem Barcamp, dass ist damit eine sogenannte „Unkonferenz“ gemeint. Es handelt sich dabei um eine offenes Veranstaltungsformat. Im Unterschied zu gewöhnlichen Konferenzen, in denen der Veranstalter im Vorfeld das komplette Programm inklusive der Themen und der Speaker vorgibt, ist das beim Barcamp anders. Dort wird am Beginn des Tages in der sogenannten Sessionplanung festgelegt, welche Themen und Inhalte in das Programm, den Sessionplan, aufgenommen werden. Die Teilnehmer, die eine solche Session machen wollen, stellen diese kurz vor und es wird abgestimmt, wie groß das Interesse der anderen Barcamp-Besucher ist. So füllt sich nach und nach der Sessionplan für den Tag. Im Unterschied zu anderen Veranstaltungsformen werden somit die Inhalte aus den Reihen der Barcamp-Besucher generiert: jeder kann eine Session anbieten (muss es aber nicht).

Durch den offenen Charakter eines Barcamp fördert es automatisch den Austausch untereinander und bietet sich gerade zu für Diskussionen an. Generell wird zwischen themenoffenen Barcamps oder einem Barcamp mit einem bestimmten Fokus unterschieden.

Eine ausführlichere Beschreibung zum Thema Barcamp findest Du hier bei uns im Blog.

Wie meistern wir die Digitalisierung? BusinessCamp Bonn der Telekom – Vol. 2

Die digitale Transformation betrifft uns alle. Und gerade weil die gesamte Gesellschaft gefordert ist, müssen Start-ups und kleine / mittelständische Unternehmen (KMU) rasch Antworten auf den digitalen Wandel finden. Die Telekom hat mit dem BusinessCamp Bonn eine Bühne geschaffen und sagt: Digitalisierung. Einfach. Machen.

Was ist überhaupt ein Barcamp?

Häufig lesen oder hören wir von Barcamps und genauso oft blicken wir in fragende Gesichter, wenn der Begriff fällt. Was also ist ein Barcamp?
Ein Barcamp (oder eine „Unkonferenz“) ist ein offenes Veranstaltungsformat. Im Unterschied zu herkömmlichen Konferenzen gibt es im Vorfeld keine festgelegten Speaker oder ein starres Programm. Der Ablauf eines Barcamp wird von den Teilnehmern am Beginn der Veranstaltung in der sogenannten Sessionplanung festgelegt. Und die Inhalte stammen aus den Reihen der Barcamp-Besucher: jeder kann eine Session anbieten.

Ein Barcamp dient in erster Linie dem Austausch untereinander und der Diskussion. Generell unterscheiden wir zwischen themenoffenen Barcamps oder einen Barcamp mit einem bestimmten Fokus (wie beispielsweise dem Businesscamp Bonn).

Eine ausführlichere Beschreibung zum Thema Barcamp findest Du hier bei uns im Blog.

Location

Das Businesscamp Bonn fand auf dem Telekom Campus (Landgrabenweg 151) in Bonn statt. Das war naheliegend, da die Telekom nicht nur Ausrichter sondern auch einziger Sponsor beim #BizBonn19 war.

Erster Eindruck: in Bonn-Beul unterhält die Telekom eine schicke Firmenzentrale, in der durchaus größere Veranstaltungen stattfinden können.

Nettes Gimmick: eine Starbucks Filiale in der Eingangshalle macht schon was her.

Begrüßung & Vorstellung

Für die Organisation des Barcamps #BizBonn19 hatte sich die Telekom die kompetente Unterstützung durch Bonn.Digital gesichert. Kein Wunder, dass der gesamte Prozess vor, während und nach dem Camp wunderbar entspannt und reibungslos verlief. Anmeldung, Bestätigung, Tickets, Anreisetipps und Check-in – alles aus einem Guss. So macht der Start in ein Event einfach Spaß.

Und diese angenehme Atmosphäre setzte sich in der Begrüßung der Teilnehmer fort. Diesen Part übernahmen Oliver Kepka von der Telekom und Johannes Mirus von Bonn Digital.

120 Augenpaare waren auf das Moderatoren-Duo auf der Bühne gerichtet. Sie erlebten einen aufgeräumten Oliver, der den Bogen vom ersten BusinessCamp Bonn im Jahr 2018 über die Digital X in Köln bis hin zum jetzigen #BizBonn19 spannte.

Nach einigen organisatorische Hinweise folgte die obligatorische Vorstellungsrunde (Name, Twitter-Handle, drei Hashtags).

Sessionplanung

Ein erster Höhepunkt bei jedem Barcamp ist die Sessionplanung. Hier wird das Programm fest gezurrt und die Teilnehmer legen sich „die Karten für den Tag“.

Insgesamt standen für das Barcamp sechs Räume (+ „Reserveraum“) und fünf Zeitslots zur Verfügung. Und es gab jede Menge Ideen, wie diese 30 Slots mit Leben gefüllt werden können.

Und dann hatten die Teilnehmer die Qual der Wahl. Denn es ist immer der Fall, dass die eigenen Lieblingsthemen parallel behandelt werden und jeder sich entscheiden muss, auf was er verzichtet – und auf was nicht.

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Nachfolgend eine Übersicht der fünf Sessions, für die ich mich entschieden habe.

Session 1: Emotionen einsetzen, zur Marke werden

Digitalisierung und Emotionen – ist das nicht ein Widerspruch? Nein. Zumindest nicht per se. Zwar werden die digitalen Kommunikationskanäle immer wichtiger. Doch sie adressieren weiterhin Menschen und wir reagieren halt auf Emotionen. Das war und das ist so. Gerade aus diesem Grund hat es mich in die Session von Julia (Marketing-Agentur Herzblut Digital) gezogen.

Aus dem Vortrag und der anschließenden Diskussion ist mir eine Frage besonders hängen geblieben: „Funktionieren Emotionen auch im B2B?“ Und die Antwort ist – schlicht und ergreifend – Ja. Weil im Business-to-business-Umfeld Menschen agieren. Wir müssen uns jedoch auf die Zielgruppe einlassen und die richtige Emotion finden.

Für alle, die sich den Vortrag von Julia noch einmal anschauen wollen: hier der Link.

Session 2: Service 4.0 – IoT – KI – Handwerk

Heimspiel! Christoph aka servicerebell vom Kompetenzzentrum Digitales Handwerk aus Koblenz.

Er zeigte in seiner Session auf, was mit Digitalisierung im Handwerk machbar ist. Und er hatte tolle Beispiele im Gepäck:

  • Ein Holzstuhl, entworfen von künstlicher Intelligenz? Gibt es schon.
  • Der Tisch lädt das Smartphone auf? Schon gebaut. In Koblenz.
  • Exoskelette? Unterstützt schon Handwerker bei schwerer Arbeit am Bau.

Den Teilnehmern wurde schnell klar: die Digitalisierung im Handwerk ist längst Realität geworden. Nur – sie hat noch nicht den Weg in die breite Masse der Handwerksbetriebe gefunden. Leuchttürme gibt es – ja. Aber andere Länder sind weiter, schneller – und auch mutiger als wir. Das Motto von Christoph

#EinfachMachen

kommt daher nicht von ungefähr. Und eine der drängendsten Fragen lautet somit: Wie kann die Idee der Digitalisierung schnell an viele Handwerksbetriebe weitergeben werden?

Pause

Nach soviel Input war eine längere Pause notwendig. Nicht nur, um das Gehörte und Erlebte sacken zu lassen. Auch die Energiereserven mussten dringend aufgeladen werden.

Zum Glück hatte die Telekom für ein sehr leckeres Catering gesorgt.

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Session 3: Community Manager*innen und andere Berufsbilder

Bei der dritten Session hat dann meine persönliche Vorliebe gesiegt: Vivian und Stefan nahmen zwei Berufsbilder unter die Lupe, die oft synonym genannt werden, die aber gänzlich andere Ansätze verfolgen. Es ging um den Social Media Manager und den Community Manager.

Weitere Infos zu dem Thema findet Ihr im Netz auf der Website des Bundesverband Community Management e.V. für digitale Kommunikation & Social Media.

Session 4: Digitalisierung der Arbeitswelt – Risiken und Chancen

Die Session von Lars war Ehrensache. Er hatte sich mit dem Thema Digitalisierung und Arbeitswelt ein sehr wichtiges Thema auf die Fahnen geschrieben, das die Menschen persönlich betrifft. Und eines, für das wir uns bei Koblenz Digital ebenfalls stark machen.

In der Session wurde – aus Sicht der Arbeitsagentur – die Frage beleuchtet, welchen Einfluss die Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt hat und haben wird. Neben vielen statistischen Informationen aus der Region Bonn und Rhein-Sieg blieb in jedem Fall die Website Job Futuromat „hängen“:

Die Seite vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ermittelt, welche Tätigkeiten in dem angegebenen Beruf schon heute durch ein Roboter erledigt werden könnten. Der eine oder andere wir überrascht sein, was Robotik und KI heute schon zu leisten vermag.

Darum hier (fast schon als schamlose Eigenwerbung) noch zwei Links auf Artikel zum Thema Weiterbildung bei uns im Blog: Bildungsfreistellung und QualiScheck Rheinland-Pfalz.

Session 5: Wie sich erfolgreiche Unternehmen auf den digitalen Wandel einstellen

Meine letzte Session verbrachte ich bei Seven von der Agentur DigitalBeratung. Mit Beispielen aus der Praxis zeigte er auf, welche Gründe Unternehmen wie beispielsweise chefkoch.de oder die evm in Koblenz hatten, um sich (erfolgreich) auf die Digitalisierung einzulassen. Und welche – durchaus unterschiedlichen Wege – sie beschritten haben.

Auch bei Sven ist mir ein Zitat besonders in Erinnerung geblieben. Eines, das zeigt, dass wir nicht am Beginn der Digitalisierung stehen sondern schon sehr viel weiter sind:

Danke an den Sponsor

Das ist diesmal einfach, weil das Business Barcamp Bonn nur einen Sponsor hatte: die Telekom. Natürlich hat die Telekom eine Größenordnung, die so etwas möglich macht. Aber ist es selbstverständlich? Nein, bei weitem nicht! Und daher gebührt der Deutschen Telekom auch der Dank dieses Blogbeitrags: Barcamps sind Orte, in denen Neues entsteht, in denen Netzwerke geschaffen oder gestärkt werden und die immer mehr den Weg zu kleinen und mittelständischen Unternehmen öffnen.

Danke dafür!

Fazit

Ein klasse Event, das die Telekom da in Bonn auf die Beine gestellt hat. Für mich sind drei Dinge klar geworden:

  • Wir müssen mutiger werden.
  • Wir müssen schneller werden und Ideen konsequenter umsetzen.
  • Wir müssen uns parallel mit den Risiken beschäftigen und Lösungen erarbeiten.

Ein wesentlicher Baustein dabei sind Veranstaltungen wie das #BizBonn. Kommunikation und Vernetzung sind wesentliche Bestandteile für das gelingen der Digitalisierung in unserer Gesellschaft. Und es ist gut, das die Telekom hier als Treiber und  Vernetzer auftritt.

Hurra! Wir sind Dritter!

Als Krönung einer tollen Veranstaltung gab es am folgenden Tag noch eine Überraschung: wir haben es als Koblenz Digital auf den dritten Platz bei den Tweets zum #BizBonn19 geschafft! Und damit auch ein bisschen mitgeholfen, dass das Barcamp es auf den 2. Platz der Twitter-Trends Deutschland geschafft hat.

Nacht der Technik 2019 in Koblenz – kurzer Rückblick

Alle Jahre wieder lädt die Handwerkskammer (HWK) Koblenz im Herbst zur Nacht der Technik ein. Eine bunte Mischung aus Ausstellungen, Shows, Vorträgen und Vorführungen erwartet die Besucher. So auch in diesem Jahr. Wir haben uns unter die mehr als 10.000 (!) Teilnehmer gemischt und uns umgeschaut …

Ein Fest für alle!

Bereits 14-mal hat die Handwerkskammer Koblenz – gemeinsam mit Betrieben aus der Region und Akteuren aus Forschung und Wissenschaft – zur Nacht der Technik geladen. Als Location diente das Metall- und Technologiezentrum sowie das benachbarte Berufsbildungszentren der Handwerkskammer Koblenz.

Ein bunt gemischtes Publikum tummelte sich auf dem verwinkelten Gelände und in den Gängen der Gebäude: Familien mit Kindern jeden Alters, Jugendliche, Erwachsene, Paare, Einzelpersonen, Jung und Alt, Männer und Frauen.

Ein Grund ist sicherlich das breit gefächerte Programm, das für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Natürlich kann man in einem Blogbeitrag nur einen groben Abriss geben. Aus diesem Grund habe ich meine persönlichen Top 3 von diesem Abend zusammengetragen.

Meine drei persönlichen Highlights

An erster Stelle kommt für mich der Infostand mit dem Hyperloop Pod Competition III. Es handelt sich dabei um die deutschen Teilnehmer am Hyperloop-Experiment. Ja, ja – Du hast richtig gelesen: der POD II nimmt an Elon Musks Vision eines neuen Verkehrsmittel teil. Und zwar mit Erfolg.

Auch an den Mauerfall vor 30 Jahren wurde an zentraler Stelle der Nacht der Technik gedacht. Ausstellungsstücke wie Mauer, Trabbi oder Wartburg durften da nicht fehlen.

Und der dritte Platz geht an einen interessanten und aufrüttelnden Vortrag, den ich zu vorgerückter Stunde besucht habe:
Digitalisierung – Chancen und Risiken für die Gesellschaft
Ab 22:15 Uhr spannte Prof. Dr. Sascha Skorupka von der Hochschule Fulda einen weiten Bogen. Beginnend bei der Theorie der Digitalisierung wurde über Leibnitz und Konrad Zuse der Bogen zum hier und jetzt gespannt.

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Vortrag von Prof. Dr. Sascha Skorupka von der Hochschule Fulda

Gegen Ende wurde klar, dass wir mitten in einer Phase der Digitalisierung stecken, die unheimliche viele Chancen aber auch Risiken birgt. Und es liegt an uns, an jedem Einzelnen, zu entscheiden, welche Zukunft wir uns wünschen und wie wir diese Zukunft gestalten wollen. Nur wenn wir uns aktiv einbringen, Regeln einfordern und Ziele setzen, verantwortungsbewusst mit unseren Daten umgehen, wird eine lebenswerte, digitale Zukunft entstehen.

Viel Licht – und kein Schatten bei der Nacht der Technik?

Eigentlich schon: bei der Nacht der Technik wird (wenn überhaupt!) auf sehr hohem Niveau gejammert.

  • Mimimi 1 – die Parkplatzsituation. Ich habe beispielsweise am RZ-Gebäude geparkt. Bringt einen nicht um, klar. Und ich hätte auch den Shuttel-Bus aus der Stadt nutzen könnte. Was ich im nächsten Jahr auch machen werde. Vielleicht.
  • Mimimi 2 – Räumlichkeiten für die Topacts, wie dieses Jahr die Physikanten. Der Raum ist für den Andrang und das Interesse einfach zu klein. Das hat drei Gründe: ein tolles Programm, die große Teilnehmerzahl und die baulichen Begebenheiten.

Fazit

Was soll ich sagen? Es war ein klasse Abend! Es macht einfach Spaß, über das Gelände der Handwerkskammer zu spazieren und sich an den unterschiedlichen Ständen vorbeitreiben zu lassen. Und wenn man Lust verspürt oder etwas besonders interessant ist, an einer Vorführung teilzunehmen. Das macht für mich den Reiz der Nacht der Technik aus. Und diesmal kam mit dem Vortrag von Prof. Dr. Sascha Skorupka ein echter „Wachrüttler“ mit Tiefgang dazu.